Hansjörg Anderegg - Staatsfeinde

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Die künstliche Intelligenz von Phil Schusters Software wird alles ändern. Zuallererst ihn selbst, falls er die Entdeckung überlebt.
Sie nennen sich ›Die Geschworenen‹. Sie mobilisieren und manipulieren die Massen über soziale Medien und Presse. Ihre Botschaft, bei der Leiche des Chef-Lobbyisten der Automobilindustrie, ist glasklar: Wir kriegen euch alle. Im Bundeskriminalamt schrillen die Alarmglocken. Hauptkommissarin Chris Roberts trifft auf perfekt getarnte Totengräber der Demokratie, Staatsfeinde, gegen die das Bundeskriminalamt scheinbar nichts ausrichten kann. Nur Phil Schuster glaubt, das Geheimnis der Geschworenen zu kennen, und nimmt den Kampf auf. Allein, denn er kann niemandem trauen.

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In Martin Brandts Glaskubus in der Ecke der Lokalredaktion roch es strenger. Der Chef schwitzte. Er grüßte sie ohne Begeisterung. Dass er sitzen blieb, störte sie nicht. Sie hatte die Krücken am Boden hinter dem Sessel wohl bemerkt.

»Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie wir Ihnen bei der Aufklärung dieses Falles helfen können«, begann er.

Sie verzichtete darauf, ihm den feinen Unterschied zwischen den Mordfällen des LKA und ihrer Aufgabe zu erklären.

»Erzählen Sie mir einfach alles, was Sie über die Opfer und die Kampagne im Netz wissen, die in Ihrem Bericht ja auch erwähnt wird«, antwortete sie stattdessen.

»Sie sprechen von Julias Bericht in der gestrigen Ausgabe, nehme ich an.«

Julia, ›jh‹! Sie spürte ein Kribbeln im Nacken.

»Julia?«, fragte sie.

»Julia Hahn hat den Bericht verfasst. Sie war vor Ort am Abend der Tat.«

»Umso besser. Wo finde ich sie?«

Er deutete zur gegenüberliegenden Wand des Büros. Die Blondine! Wieder sträubten sich ihre Nackenhaare, ohne zu verraten, weshalb.

»Gut«, sagte sie gedehnt, »in dem Fall muss ich Sie nicht länger von der Arbeit abhalten. Ich wende mich an Frau Hahn.«

Er nickte stumm. Beim Verlassen des Glashauses hörte sie ihn warnen: »Vorsicht, sie steht gerade etwas unter Strom.«

»Habe ich bemerkt.«

Julia Hahn kroch fast in ihren Bildschirm, nur um sie nicht ansehen zu müssen. Chris stellte sich vor, legte ihre Visitenkarte auf den Tisch und fügte schmunzelnd an:

»Jetzt verfolge ich Sie doch noch.«

Der reizende Käfer betrachtete erst das Kärtchen eingehend, dann sie. Als sie die Nase rümpfte, passte ihr Gesicht noch besser zu den frechen Strähnen der Pixie-Frisur auf der Stirn.

»Kriminalhauptkommissarin«, las sie laut. »Schickt Sie dieser elende Fischer?«

Chris lachte laut heraus über die unerwartete Frage.

»Hauptkommissar Fischer vom LKA meinen Sie?«

»Genau den.«

»Da sind wir ja schon zwei.«

»Wie meinen?«

»Darf ich mich setzen?«

Julia Hahn deutete auf den leeren Sessel des Pults nebenan.

»Ich mag Tom Fischer auch nicht besonders«, erklärte Chris lächelnd.

»Ich hasse ihn!«

»Was hat er Ihnen angetan?« Da Julia Hahn zögerte, ergänzte sie: »Damit kein Missverständnis aufkommt: Fischer schickt mich nicht.«

Bevor sie die erste Frage stellen konnte, stand Julia auf mit dem Seufzer:

»Ich muss mal raus hier, und ich habe Hunger. Was dagegen, dass wir uns im Café unterhalten?«

»Kein Einspruch.«

»Das Funkhaus befindet sich gleich um die Ecke.«

Sie folgte der eleganten Erscheinung, immer noch leicht irritiert von ihrem Duft. Der reizende Käfer musste vergeben sein. Anders konnte sie sich die respektlose Gleichgültigkeit der männlichen Kollegen bei ihrem Abgang nicht erklären. Kein einziger starrte Julia auf den Hintern. In der spiegelnden Tür zum Flur erkannte sie den Grund. Sie fixierten alle ihren eigenen Po. Männer. Sie fanden eine Ecke im Café, wo sie sich einigermaßen ungestört unterhalten konnten.

»Ich nehme die Tortelloni«, sagte Julia zur Bedienung ohne einen Blick auf die Karte.

Chris entschied sich fürs erste leichte Gericht, das sie entdeckte, einen Salat mit Ziegenkäse.

»Keinen Halven Hahn, Frau Hahn?«, fragte sie spöttisch.

»Gibt›s hier nicht. Sie sprechen Kölsch?«

»Ich trink’s lieber hin und wieder«, antwortete sie lachend.

»Stimmt, unseren Dialekt kann man trinken.«

Nach einem Schluck Wasser und dem ersten Ganzkörper-Scan mit ihren Rehaugen, wie Chris verwirrt feststellte, kam Julia zur Sache.

»Also, was wollen Sie von mir wissen, Kommissarin?«

»Einfach Chris. Erzählen Sie mir alles, was Sie über die Geschworenen recherchiert haben.«

Überrascht beobachtete sie, wie Julias Gesichtszüge sich entspannten. Der latente Weltschmerz wich aus ihren Augen und ein Lächeln umspielte ihren Mund.

»Schön, dass sich endlich jemand von der Polizei dafür interessiert«, sagte sie. »Ihr Kollege Fischer wollte nämlich gar nichts von den Geschworenen wissen, als ich ihn danach fragte.«

»Aus ermittlungstechnischen Gründen nehme ich an«, entgegnete sie vorsichtig.

»Papperlapapp. Er führt einfach seinen Privatkrieg gegen die Presse, haut lieber bei Martin auf den Tisch, statt mit mir zu sprechen.«

»Das war ja nicht zu überhören«, warf sie schmunzelnd ein, um Julias neu aufkeimenden Ärger zu dämpfen. »Worüber hat sich Kollege Fischer denn beschwert? Mir ist jedenfalls nichts Anstößiges aufgefallen in Ihrem Bericht.«

Julia zögerte, sah ihr in die Augen, fand auch nichts Anstößiges darin und beantwortete die Frage.

»Es geht um Stein, denke ich.«

»Welchen Stein?«, fuhr sie überrascht auf.

Wie konnte die Presse vom Stein auf dem Zettel der Geschworenen Wind bekommen haben? In Julias Artikel stand nichts davon.

»Stein Communications, John Steins PR-Agentur.«

»Ach so.«

Im Bericht war nur von der bekannten Kölner PR-Agentur die Rede. Die wäre spezialisiert auf kompromisslose Kampagnen im Netz unter anderem im Auftrag der Automobilindustrie. Die Tweets der Geschworenen wiesen verblüffende Parallelen auf zu diesem professionellen Vorbild. Chris fand es gewagt, diese Parallele im Bericht aufzuzeigen, aber Julia lieferte eindrückliche Beispiele, welche die These belegten.

»Steins Agentur dient also als Vorbild für die Kampagne der Geschworenen?«

Julia nickte. »Alles deutet darauf hin.« Sie schaufelte mit Heißhunger eine Gabel Tortelloni in den Mund, bevor sie weiterfuhr. »John Stein ist ein skrupelloser Geschäftsmann. Jeder in dieser Region weiß das. Seine Kampagne gegen strengere Normen für Feinstaub war grenzwertig. Befürworter kamen sich am Ende vor wie Mörder von Bauern und Totengräber des Transportgewerbes.«

»Stein war das also«, murmelte Chris nachdenklich. »Sie vermuten aber noch mehr hinter dem gleichartigen Vorgehen.«

Julia zuckte die Achseln, räumte den Teller leer und wischte sich den Mund ab. »Meine Vermutungen stehen hier nicht zur Diskussion. Wenn ich Beweise hätte für eine Verbindung zwischen Steins Agentur und den Geschworenen, stünde das im Bericht. Darauf können Sie sich verlassen.«

Chris beobachtete ihr Mienenspiel genau. Es gab keinen Anlass, ihrer Aussage nicht zu trauen. Dennoch schärfte sie ihr ein:

»Wenn Sie mehr über die Geschworenen wissen, müssen Sie es mir sagen, Julia …«

»Sonst mache ich mich strafbar, blabla, ich weiß. Das ist alles. Ich frage mich nur, weshalb das LKA so ein Geheimnis macht um die Geschworenen. Fragen dazu werden nicht beantwortet, auch nicht an der Pressekonferenz.«

Chris blieb die Antwort schuldig. Im Moment war nicht mehr aus der Journalistin herauszuholen, schloss sie. Nach dem Essen verabschiedete sie sich rasch, obwohl sie gerne mehr über Julia erfahren hätte. Die Frau faszinierte sie. Das versetzte sie in eine überraschend gute Stimmung auf der Fahrt zurück nach Düsseldorf. Die Stunde Fahrzeit reichte, um alles aufzusaugen, was Haase über John Stein und seine PR-Agentur in Erfahrung bringen konnte. Als sie den Wagen auf den Parkplatz des Landeskriminalamtes fuhr, glaubte sie, den Grund zu kennen, weshalb sich Fischer gegen jede Anspielung auf Steins Agentur im Zusammenhang mit dem Fall verwahrte. Fischer und Stein waren alte Kumpels und seit Langem Mitglieder im selben Schützenverein.

Köln

Was hatte die Berliner Kommissarin an sich, dass sie ihr nicht mehr aus dem Kopf ging, fragte sich Julia. Es fiel ihr schwer, sich nach dem Essen im Funkhaus wieder auf die Arbeit zu konzentrieren. Obwohl sie im Grunde nur kurz miteinander gesprochen hatten, fühlte sie sich mit Chris verbunden, als wären sie alte Bekannte, bereit, gemeinsam durch dick und dünn zu gehen. Bereit, den Fall der Geschworenen gemeinsam zu lösen? Was bildete sie sich ein? Chris war sicher eine erfahrene Ermittlerin des Bundeskriminalamts. Das BKA besaß alle Ressourcen, um diesen Hetzern auf die Spur zu kommen, sie verfügte nur über Internet, ein paar gute Beziehungen und Intuition. Verbissene Entschlossenheit gehörte auch dazu, aber das galt auch für Chris. Die Frau gab ihr mehr Rätsel auf, je länger sie über sie nachdachte. Wie konnte so ein sinnliches Mädchen – das war sie, keine Frage – den harten Job in der höchsten Mordkommission der Republik aushalten? Eines Tages müsste sie genau diesem Widerspruch auf den Grund gehen. Sorgsam, als wäre sie zerbrechlich, steckte sie die Visitenkarte der Kommissarin, die noch immer auf dem Tisch lag, in die Brieftasche.

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