Pflege in der Epileptologie

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Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und geht mit komplexen Bewältigungsanforderungen einher. Es stellen sich Fragen nach dem Umgang mit den Symptomen, der Medikation, der Alltagsgestaltung sowie nach familialen, sozialen und beruflichen Konsequenzen. Entsprechend vielfältig zeigt sich das klinische und beratende Aufgabenspektrum Pflegender. Um den spezifischen Fragen und pflegerischen Anforderungen nachzugehen, gibt das Buch einen Einblick in die Pflege bestimmter Zielgruppen, wie Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Menschen mit komplexer Behinderung, aber auch in unterschiedliche Pflegesettings wie der Psychosomatik, der Epilepsiechirurgie und der Rehabilitation. Nicht zuletzt wird der Fokus auf spezifische Themen und methodische Aspekte der pflegerischen Epilepsieberatung gelenkt.

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Im Vordergrund sollte die Prävention von Anfällen stehen, und eine rechtzeitige medikamentöse Therapie sollte eingeleitet werden. Alle Patient*innen mit einem Risiko für Anfallsereignisse sollten eine ausreichende Bedarfsmedikationfür das Auftreten dieser haben, so dass epileptische Anfälle schnell unterbrochen werden können.

In der palliativen Betreuung werden häufig Bedarfsmedikationen verordnet, um die Angst und Unruhe der Patient*innen zu lindern. Diese wirken in der richtigen Dosis zum Teil auch anfallsunterbrechend, so dass Angehörige über diesen Wirkungsmechanismus aufgeklärt werden sollten.

2.2.11 Anfälle auf der Intensivstation

Auf Intensivstationen sind epileptische Ereignisse häufig. Folgende Ursachen sind oft gegeben:

1. Neurochirurgische Operationen

2. Stoffwechselerkrankungen

3. Zerebrale Durchblutungsstörungen

4. Schädel-Hirn-Verletzungen

5. Akute entzündliche Erkrankungen des Gehirns

6. Alkoholüberdosierung, -entzug

7. Vorbekannte Epilepsie

8. Status epilepticus ( картинка 57 Kap. 2.2.9)

Für die Intensivbehandlung ist es wichtig zu berücksichtigen, dass bei Anfallsereignissen auf der Intensivstation neben der Sedierung eine Aufdosierung von Antiepileptika erfolgen sollte, wenn weitere Anfallsereignisse wahrscheinlich sind. Anderenfalls besteht bei Reduktion der Narkosemedikamente ein hohes Risiko von Anfallsrezidiven. Ein interdisziplinäres und multiprofessionelles Vorgehen unter der Beteiligung von neurologischem Fachpersonal ist in diesem Fall sehr empfehlenswert (Stolecki 2015).

2.3 Lessons learned

• Für die Anfallsbeobachtung und -dokumentation ist entscheidend und handlungsleitend, welche Indikation vorliegt.

• Je präziser die Fragestellung aus dem interdisziplinären Team für Behandlung, Diagnostik und Pflege vorliegt, umso zielgerichteter und effektiver kann beobachtet werden.

• Eine gemeinsame Sprache der unterschiedlichen Professionen zur Anfallsdokumentation ist notwendig, damit eine systematische, einheitliche und professionelle Darstellung der Anfälle ermöglicht wird und der gesamte Pflege- und Behandlungsprozess für alle Beteiligten, insbesondere für die Patient*innen, nachvollziehbar wird.

• Welche Information durch das interdisziplinäre Team für Diagnostik, Behandlung und Pflege benötigt wird, ist handlungsleitend für die Dokumentation der Anfälle.

• Eine Anfallsdokumentation ist digital und papiergestützt möglich.

• Apps für das Krankheitsmanagement bei Epilepsie wurden bereits entwickelt und unterstützen Betroffene sinnvoll im Alltag.

• Pflegende sollten eine Wissensbasis über die unterschiedlichen Anfallsformen, die es gibt, erwerben.

• Bei der Begleitung der Anfälle ist die Sicherheit das oberste Paradigma.

• Wenn möglich, sollte bei einem Anfallsereignis getestet werden, ob der Bewusstseinszustand oder die kognitiven Fähigkeiten verändert sind.

• Stürze und Sturzfolgen sind insbesondere bei tonischen und klonischen Anfällen ein häufiges Phänomen, Sturzprävention sollte von Beginn der Behandlung an aktiv durchgeführt werden.

• Langdauernde Anfälle sollten konsequent medikamentös behandelt werden und die Patient*innen sollten in dieser Phase dauerhaft in ihren Vitalfunktionen überwacht werden.

• Das Risiko für SUDEP (sudden unexpected death in epilepsy) sollte bei allen neuen Patient*innen ermittelt werden und darauf abgestimmte Interventionen sollten erfolgen.

• Auf der Intensivstation steht die Sicherung der Vitalfunktionen im Vordergrund, trotzdem sollte die Behandlung der Epilepsie in das allgemeine Behandlungskonzept integriert werden.

• Patient*innen am Lebensende sollten ausreichend Dosen eines Bedarfsmedikamentes zur Verfügung haben, um auftretende Anfälle kontrollieren und unterbrechen zu können.

Literatur

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