Michael Smith - Der stille Held

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Namen wie Scott und Shackleton sind Fans der polaren Entdeckungsgeschichte wohlbekannt. Doch wer kennt den irischen Bauernsohn Tom Crean, der gleich drei ihrer bedeutenden Antarktis-Expeditionen auf heldenhafte Weise unterstützte? Mit Scott und der Discovery stellte Crean einen neuen Südrekord auf, Scotts legendäres Wettrennen mit Amundsen begleitete er bis kurz vor den Pol und rettete dann mit einem spektakulären Alleinmarsch durch die Eiswüste sich und seinen Kameraden das Leben. Mit Shackleton durchquerte er unter unmenschlichen Bedingungen Südgeorgien, um Hilfe für die gestrandeten Männer der Endurance-Expedition zu holen.
Indem Michael Smith die packende Geschichte Tom Creans erzählt, wirft er ein völlig neues Licht auf die Blütezeit der Polarerkundung und honoriert endlich die außergewöhnlichen Taten eines zu Unrecht vergessenen Helden.

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Für einen Jungen, der zum ersten Mal in seinem Leben fern von zu Hause war, war das Leben in der Marine nicht einfach. Es herrschten strenge Regeln, auf deren strikte Einhaltung unerbittlich geachtet wurde. Der Einstieg in ein Leben als Seemann geriet so zur ersten wirklichen Nagelprobe seiner Willens- und Charakterstärke – Eigenschaften also, die später zum Markenzeichen seines abenteuerlichen Lebens werden sollten.

Er überlebte die Grundausbildung nicht nur, er beendete sie offenbar erfolgreich, denn er wurde vergleichsweise früh befördert. Schon nach einem Jahr erklomm er die erste Sprosse auf der Karriereleiter und wurde zum Schiffsjungen 1. Klasse ernannt. Kurz darauf, am 28. November 1894, wurde er auf die HMS Devastation verlegt, ein Schiff der Küstenwache, das ebenfalls in Devonport stationiert war. 5Mit diesem Schiff fuhr Crean zum ersten Mal hinaus auf See.

Über die ersten Jahre seiner Laufbahn ist wenig bekannt. Wir wissen aber von Beförderungen wie von Degradierungen, was vermuten lässt, dass der junge Mann sich mit dem ungewohnten neuen Leben an Bord gelegentlich schwertat. In den Quellen finden sich Belege dafür, dass Crean vom Leben als Seemann irgendwann derart ernüchtert war, dass er seinen Abschied einreichen wollte. Ein Autor behauptet gar, dass Crean unter dem schlechten Essen und der spartanischen Unterbringung so sehr litt, dass er mit dem Gedanken spielte, zu desertieren. 6

Zweifelsohne richtig ist, dass die Navy in der Spätphase der Regentschaft Königin Viktorias ein Hort von Strenge und Unerbittlichkeit war. Traditionell eine der Säulen, auf die sich das britische Empire stützte, war die Royal Navy gegen Ende des 19. Jahrhunderts nur mehr selbstgenügsam, ineffizient und veraltet. Die Entwicklung war bei Admiral Nelson stehen geblieben, und man setzte noch immer allein auf bedingungslose Disziplin und strikten Gehorsam. Es bedurfte weitreichender Reformen durch den gefürchteten Admiral Sir John »Jackie« Fisher, um die Navy rechtzeitig vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 zu reformieren.

Andererseits klingt es wenig glaubhaft, dass sich ein junger Mann, der soeben seiner armen ländlichen Heimat in den Bergen Kerrys entflohen war, die ihre Bewohner kaum ernähren konnte, über schlechte Nahrung und unbequeme Betten mokiert haben soll. Möglicherweise waren ganz andere Dinge für Creans Unzufriedenheit verantwortlich, Dinge, die eher seinem Alter geschuldet waren. Vielleicht litt er aber auch bloß unter Heimweh. Verbrieft jedoch ist, dass Crean einigen Trost daraus zog, dass weitere junge Iren an Bord waren, und so irgendwann beschloss, sich nicht unterkriegen zu lassen.

An seinem 18. Geburtstag, nach exakt zwei Jahren in der Navy, wurde Crean zum Gefreiten befördert. Seinen Dienst verrichtete er zu dieser Zeit auf der HMS Royal Arthur , einem Flaggschiff der Pazifikflotte. Ein knappes Jahr später, 1896, stand die nächste Beförderung an, und er wurde als Obergefreiter auf die HMS Wild Swan abkommandiert, ein mit fünfzig Metern Länge vergleichsweise kleines Versorgungsschiff, das vorwiegend im Pazifik operierte.

1898 entwickelte Crean offenbar den Ehrgeiz, etwas Neues zu erleben, und wechselte nach Devonport auf das Ausbildungsschiff HMS Cambridge , wo er den Umgang mit allerlei Geschützen lernte. Sechs Monate später, kurz vor Weihnachten 1898, wechselte er auf die HMS Defiance , die ebenfalls in Devonport lag und der Ausbildung von Torpedoschützen vorbehalten war. In Chatham, der größten Marinebasis der Navy, vervollständigte er schließlich die Ausbildung durch Schulung an weiteren Waffensystemen. 7

In dieser Zeit erwarb sich Crean den Ruf, besonders zuverlässig zu sein, und die Beurteilung, die sich in seinen Akten findet, ist durchaus beeindruckend. Obwohl es in den Anfangsjahren einzelne Verstöße gegen die Disziplinarordnung gab, bewerten Creans Vorgesetzte sein Verhalten im Dienst als »ausgezeichnet«.

Etwa zu dieser Zeit – in den Jahren 1899 und 1900 – geriet Creans bis dahin nahtloser Aufstieg jedoch kurz ins Stocken, und in den Unterlagen findet sich der einzige verbriefte Makel, der seiner Laufbahn anhaftet. Ob sich darin eine allgemeine Unzufriedenheit ausdrückt oder ob Crean nach sechs Jahren Dienst in der Navy Sinn und Zweck seines Tuns aus den Augen verloren hatte, wissen wir nicht. Möglicherweise war es aber auch so, dass Crean, wie zahllose Seeleute vor und nach ihm, Opfer seines Alkoholkonsums geworden war, der Geißel der Seefahrt. Alkohol war ein fester Bestandteil des Alltags, und jeder Landgang mündete früher oder später in Gelagen, die oft aus dem Ruder liefen – mit entsprechenden Folgen für die Beteiligten. Auch Crean war kein Kostverächter, und der gesellige und kontaktfreudige junge Mann fühlte sich in Gesellschaft seiner trinkenden Kameraden wohl.

Ende September 1899 – Crean diente auf der HMS Vivid in Devonport – wurde er gleichwohl zum Obermaat ernannt. Es folgte eine kurze Zeit an Bord des Ausbildungsschiffes HMS Northampton , ehe Crean jenen Schritt vollzog, der sein Leben für immer verändern sollte.

Dieser erfolgte am 15. Februar 1900, als Obermaat Crean nach Australien und auf einen Torpedokreuzer mit einem ungewöhnlichen Namen abkommandiert wurde: HMS Ringarooma . 8Dieser Schritt war der Beginn einer neuen und gänzlich anderen Herausforderung, als der virile Zweiundzwanzigjährige sie kannte: die Begegnung mit den Härten einer Polarexpedition und Männern wie Scott, Shackleton, Wild, Evans und Lashly.

EINE ZUFALLSBEGEGNUNG

Im Jahr 1901 endete eine Ära, die das britische Reich lange geprägt hatte. Königin Viktoria, die dem Zeitalter, in dem England zu einem Weltreich wurde, den Namen gegeben hatte, starb am 22. Januar nach gut dreiundsechzig Jahren auf dem Thron. Aber es war auch das Jahr, in dem Großbritannien unter der Führung von Robert Falcon Scott den ersten Versuch startete, den letzten unerforschten Kontinent der Erde zu erobern: Antarktika.

Mit einem Durchmesser von 4500 Kilometern und einer Fläche von vierzehn Millionen Quadratkilometern ist Antarktika, noch vor Australien und Europa, der fünftgrößte Kontinent der Erde, der zehn Prozent der gesamten Landmasse einnimmt. Doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte nur eine Handvoll Menschen ihn betreten.

Antarktika ist eine riesige Insel ohne Verbindung zur übrigen Welt und von jeder Zivilisation durch den stürmischen Südlichen Ozean getrennt. Südamerika ist 1000 Kilometer entfernt, Australien gar 2500. Gut 99 Prozent der Landmasse sind durchgehend von Eis bedeckt, in dem etwa 70 Prozent des gesamten Süßwasservorkommens der Erde gespeichert sind. Hier wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 320 Stundenkilometern gemessen. Mit –89,6°C hält Antarktika den Kälterekord der Erde.

Hier gibt es keine Inuit, von denen sich lernen ließe, wie man unter solchen Bedingungen überlebt, und auch sonst sind hier so gut wie nie Menschen anzutreffen. Heimisch sind hier lediglich Pinguine, Robben und Wale sowie Organismen wie Algen, Flechten und Moose. Wer Antarktika erobern will, muss folglich Nahrung und Ausrüstung mitbringen. Doch es gibt noch weitere Ungewöhnlichkeiten: Auch wenn alles von Eis bedeckt ist, schneit es hier nur selten, und an den weitaus meisten Tagen des Jahres ist der Kontinent rund um die Uhr entweder in tiefste Dunkelheit getaucht oder von grellem Sonnenlicht überflutet.

Dass Antarktika kein Hirngespinst ist, sondern tatsächlich existiert, davon waren die Menschen schon in der Antike überzeugt. Gut zweitausend Jahre vor der Entdeckung geisterte die Terra Australis Incognita bereits durch die Mythologie. Griechische Philosophen pochten darauf, dass als Gegengewicht zu den Landmassen des Nordens ein Südkontinent erforderlich sei. Und weil die nördliche Hemisphäre unter dem Sternbild des Großen Bären, griechisch arktos , lag, wurde die dem Norden gegenüberliegende südliche Landmasse kurzerhand antarktikos genannt. So war der Name Antarktika geboren.

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