Gustave Flaubert - Madame Bovary. Sittenbild aus der Provinz

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Madame Bovary. Sittenbild aus der Provinz: краткое содержание, описание и аннотация

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Als Emma den Landarzt Charles Bovary heiratet, träumt sie von Liebe, Luxus und Leidenschaft, von einem Leben, wie sie es aus ihren Romanen kennt. Doch der Alltag in der Provinz ist ganz anders als erhofft. In ihrem Bestreben, ihre Sehnsüchte zu erfüllen, lässt sie sich verführen und setzt damit eine verheerende Spirale aus Betrug und Verzweiflung in Gang.
Gustave Flaubert brachte sein Ehebruchroman eine Anklage wegen Verstoßes gegen die öffentliche Moral ein. Das Gericht sprach den Autor zwar frei, rügte aber insbesondere den schockierenden Realismus, der sich in der erotisch aufgeladenen und psychologisch scharfen Darstellung der Emma Bovary zeigte. – Mit einer kompakten Biographie des Autors.

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Waschhaus, Küche mit Speisekammer, großes Wohnzimmer, Obstkeller und dergleichen. Ihr Vorgänger war ein fideler Bruder, dem es in Gelddingen nicht drauf ankam! Hinten im Garten, nach der Wasserseite zu, hat er sich eine Laube bauen lassen, um im Sommer darin sein Bier zu trinken, und wenn Madame gern gärtnert, dann kann sie …«

»Damit befasst meine Frau sich kaum je«, sagte Charles; »obwohl ihr körperliche Bewegung verordnet worden ist, sitzt sie lieber ganz allein in ihrem Schlafzimmer und liest.«

»Genau wie ich«, erwiderte Léon. »Gibt es im Grunde denn Schöneres, als abends mit einem Buch am Kamin zu sitzen, während der Wind den Regen gegen die Fensterscheiben treibt und die Lampe brennt …?«

»Nicht wahr?«, fragte sie und starrte ihn aus ihren großen, weit geöffneten dunklen Augen an.

»Man denkt an nichts«, fuhr er fort, »die Stunden gehen hin. Man bleibt, wo man ist und durchschweift dennoch Länder, die man vor Augen zu haben glaubt, und unser Denken, das sich in Phantasiegebilde verstrickt, ergeht sich spielerisch in den Einzelheiten oder folgt den Windungen der Abenteuer. Es verschmilzt mit den Gestalten; es kommt einem vor, als schlüge das eigene Herz unter ihren Kostümen.«

»So ist es! So ist es!«, sagte sie.

»Ist es Ihnen nicht bisweilen widerfahren«, sprach Léon weiter, »dass Sie in einem Buch einem vagen Gedanken begegneten, den Sie selber gehabt haben, irgendeinem verschwommenen Bild, das aus der Ferne wieder zu Ihnen kommt, etwas wie die uneingeschränkte Darlegung ihres feinsten, zartesten Gefühls?«

»Das habe ich empfunden«, antwortete sie.

»Eben deswegen«, sagte er, »liebe ich vor allem die Dichter. Ich finde, dass Verse zarter als Prosa sind, und dass sie einen besser zu Tränen rühren.«

»Aber auf die Dauer langweilen sie«, entgegnete Emma; »und gegenwärtig schwärme ich für Geschichten, die man in einem Atem liest, bei denen man es mit der Angst bekommt. Alltagshelden und maßvolle Gefühle, wie sie in der Wirklichkeit vorkommen, sind mir widerlich.«

»Freilich«, bemerkte der Praktikant, »solche Werke greifen einem nicht ans Herz; sie entfernen sich, wie mir scheint, vom wahren Ziel und Zweck der Kunst. Es ist inmitten der Ernüchterungen des Lebens so herrlich, dass man sich in Gedanken in edle Charaktere, in reine Zuneigungen und Bilder des Glücks versetzen kann. Was mich betrifft, der ich hier fern von Welt und Gesellschaft lebe, ist das meine einzige Zerstreuung; aber Yonville bietet ja so wenig Möglichkeiten!«

»Sicherlich genauso wenig wie Tostes«, erwiderte Emma. »Deshalb habe ich auch immer ein Abonnement in einer Leihbücherei gehabt.«

»Wenn Madame mir die Ehre erweisen will, sie zu benutzen«, sagte der Apotheker, der die letzte Äußerung gehört hatte, »so stelle ich ihr meine Bibliothek zur Verfügung; sie besteht aus den besten Autoren: Voltaire, Rousseau, Delille, Walter Scott, ›L’Echo des Feuilletons‹, usw., und außerdem bekomme ich mehrere Blätter, darunter das ›Leuchtfeuer von Rouen‹, eine Tageszeitung, deren Berichterstatter für Buchy, Forges, Neufchâtel, Yonville und Umgegend zu sein ich das Glück habe.«

Seit zweieinhalb Stunden saßen sie jetzt bei Tisch; denn die bedienende Artémise, die in ihren Tuchschuhen saumselig über die Fliesen schlurfte, trug jeden Teller einzeln herein, vergaß alles, hörte auf nichts und ließ ständig die Tür zum Billardzimmer halb offen, die dann mit dem Ende ihrer Klinke gegen die Wand klappte.

Ohne es zu merken, hatte Léon im Plaudern den Fuß auf eine der Querleisten des Stuhls gestellt, auf dem Madame Bovary saß. Sie trug ein kleines, blauseidenes Halstuch, das wie eine Krause einen getollten Batistkragen hochhielt; und je nach ihren Kopfbewegungen versank der untere Teil ihres Gesichts in dem Stoff oder kam anmutig daraus hervor. So gerieten sie beide, während Charles und der Apotheker miteinander plauderten, in eins jener uferlosen Gespräche, deren Zufallssätze immer auf den festen Mittelpunkt einer gemeinsamen Sympathie zurückführen. Pariser Theateraufführungen, Romantitel, neue Quadrillen und die Gesellschaft, die sie nicht kannten, Tostes, wo sie gewohnt hatte, Yonville, wo sie waren, all das ließen sie an sich vorüberziehen, über all das sprachen sie, bis die Mahlzeit zu Ende war.

Als der Kaffee gebracht wurde, ging Félicité fort, um in dem neuen Haus das Schlafzimmer herzurichten, und bald brach die Tischgesellschaft auf. Madame Lefrançois schlief am erloschenen Kamin, während der Stallknecht mit einer Laterne in der Hand auf Monsieur und Madame Bovary wartete, um sie nach ihrem Haus zu führen. In seinem roten Haar hing Häcksel, und auf dem linken Bein hinkte er. Als er mit der anderen Hand den Regenschirm des Herrn Pfarrers ergriffen hatte, machte man sich auf den Weg.

Der Ort lag im Schlaf. Die Pfeiler der Markthalle warfen lange Schatten. Der Erdboden war ganz grau, wie in einer Sommernacht.

Da das Haus des Arztes nur fünfzig Schritt vom Gasthof entfernt lag, musste allzu schnell Abschied genommen werden, und die Gesellschaft trennte sich.

Schon im Hausflur fühlte Emma die Kälte der gekalkten Wände auf ihre Schultern fallen wie nasse Wäsche. Die Mauern waren neu, und die Holzstufen knarrten. In dem im ersten Stock gelegenen Schlafzimmer fiel fahles Licht durch die gardinenlosen Fenster. Man sah Baumwipfel und in der Ferne das Wiesenland; es war halb von Nebel überschwemmt, der im Mondlicht rauchte, den Windungen des Bachs entsprechend. Mitten in dem Raum lagen und standen in buntem Durcheinander Kommodenschubfächer, Flaschen, Gardinenstangen, vergoldete Leisten, Matratzen auf Stühlen und Waschschüsseln auf dem Fußboden; die beiden Packer, die die Möbel hergebracht, hatten gleichgültig alles sich selbst überlassen.

Es war das vierte Mal, dass sie an einem unbekannten Ort schlief. Das erste Mal war es am Tag ihres Eintritts ins Kloster gewesen, das zweite Mal an dem ihrer Ankunft in Tostes, das dritte Mal auf Schloss Vaubyessard, das vierte Mal hier; und jedesmal hatte sich ergeben, dass ihr Leben in eine neue Phase getreten war. Sie glaubte nicht, dass die Dinge an verschiedenen Orten dieselben bleiben könnten, und da ihr bisheriger Anteil am Leben schlecht gewesen war, musste derjenige, den sie noch hinter sich zu bringen hatte, wohl besser sein.

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