Maike Grunwald - Katzen. 100 Seiten

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Katzen. 100 Seiten: краткое содержание, описание и аннотация

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Katzen und Menschen leben schon seit Jahrtausenden harmonisch zusammen, obwohl sich die Katze deutlich weniger Mühe gibt, Loyalität zu beweisen, als ihr Rivale, der Hund. Umso mehr hat die Katze die Phantasie des Menschen angeregt: Im alten Ägypten galt sie als Göttin, anderswo brachte man sie mit Hexen oder dem Teufel in Verbindung. Früher musste sie noch Mäuse fangen, heute haben sich ihr neue Berufsfelder als Therapiekatze, als PR-Beauftragte der britischen Premierministerin oder als Internetstar eröffnet. Eine amüsante und kluge Liebeserklärung an die Diva unter den Haustieren.

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Katzen als missverstandene Menschenfans

Noch immer wird unterschätzt, dass unsere Hauskatzen im Unterschied zu Wildkatzen eben häufig keine Einzelgänger sind – und mehr noch: wie gerne sie uns Zweibeiner mögen. »Katzen brauchen menschliche Zuwendung – und zwar möglichst viel davon!«, bestätigte auch die Katzentherapeutin Birga Dexel, als ich sie für mein Buch Vom Glück mit Katzen zu wohnen interviewte. Eine Partnerkatze sei kein Ersatz. »Der wichtigste Sozialpartner der Katze ist der Mensch«, betont auch der Katzenexperte Detlef Bluhm in seiner wunderbaren Kulturgeschichte Katzenspuren .

Trotzdem hält sich der Irrglaube, Katzen würden ihre Halter nur als Dosenöffner schätzen. »Katzen mögen Menschen lieber als Futter!« – Schlagzeilen wie diese sorgten weltweit für Aufsehen, als 2017 eine amerikanische Studie zu diesem Ergebnis gekommen war. Bei ihren Verhaltensexperimenten, veröffentlicht in der Zeitschrift Behavioural Processes , hatten Kristyn Vitale und Kolleginnen die Vorlieben von 50 Katzen untersucht. Die Hälfte waren Tierheimbewohner, also noch nicht einmal an einen bestimmten Menschen gebunden, die andere lebte bei ihren Haltern. Zur Auswahl standen Attraktionen aus vier Kategorien: Interaktion mit Menschen, Futter, Gerüche und Spielzeug. Zuerst ermittelte man die Favoriten der Katzen innerhalb jeder Kategorie aus drei Varianten. Unter den Interaktionen standen zur Wahl: Gestreicheltwerden, gemeinsames Spielen oder wenn man mit ihnen redete – bei den Katzen mit Zuhause übernahmen das die Halter, bei den Tierheimkatzen die Versuchsleiterin. Analog gab es je drei verschiedene Futtersorten, Gerüche und Spielzeuge zur Auswahl. Nachdem ihr Favorit in jeder Kategorie bekannt war, wurden diese Optionen jeder Katze zusammen angeboten und man beobachtete, womit sie sich bevorzugt beschäftigte – ob mit ihrer Lieblingsinteraktion mit Menschen oder ihrem Lieblingsfutter, ihrem Lieblingsduft oder ihrem Lieblingsspielzeug.

Menschliche Zuwendung (und zwar vor allem das gemeinsame Spielen) war die größte Attraktion, fanden die meisten der Katzen, über 50 Prozent. Das Lieblingsfutter folgte erst auf Platz zwei mit 37 Prozent. Nur vier Schnurrwesen fanden das Spielzeug am spannendsten, eines den Geruch. Weitaus mehr, nämlich zwölf Katzen, sahen keinen Grund, überhaupt am Experiment teilzunehmen – ein typisches Problem bei Verhaltensstudien mit diesen Tieren.

Die teuflische Göttin verehrt und gefürchtet Es ist schwer nachzuweisen - фото 3

Die teuflische Göttin – verehrt und gefürchtet

Es ist schwer nachzuweisen, wann genau der Mensch begann, Katzen nicht nur als Schädlingsbekämpfer zu schätzen, sondern auch als Gesellschaftstiere ins Herz zu schließen. Möglicherweise ging beides Hand in Hand, und vielleicht ließ sich schon der Steinzeitmensch auf Zypern mit seiner Mieze bestatten, um sogar im Totenreich ihr weiches Fell streicheln zu können. Nicht auszuschließen ist auch eine sehr frühe mystische Ikonisierung dieser geheimnisvollen Jäger der Nacht. In den folgenden Abschnitten möchte ich eine kleine Zeit- und Weltreise unternehmen, um auf interessante Widersprüche und unerwartete Parallelen der Katzenbetrachtung in verschiedenen Epochen und Kulturen hinzuweisen.

Die Heilige, die »Miaut«

Bestens dokumentiert und ästhetisch eindrucksvoll dargestellt ist die dreifaltige Katzenliebe – Hüterin der Nahrungsmittel, kuscheliges Haustier, göttliches Wesen – im alten Ägypten, wo die Katze auch religiös verehrt wurde. Schön beschrieben wird dies etwa in dem lesenswerten Buch Von Katze und Mensch von Erhard Oeser. Der Kult um sie ist komplex und verwirrend, etliche Gottheiten, zumeist weibliche, spielen dabei eine Rolle. So erscheint die Göttin Mut bisweilen als Katze, und im Totenbuch wird erzählt, wie der Sonnengott Re in Katzengestalt seine Erzfeindin besiegt: die Apophis-Schlange, Verkörperung der Finsternis. Ein etwa 3300 Jahre altes Gemälde, gefunden in einem Grab in Deit el-Medina, zeigt diese Szene eindrucksvoll. Dazu passt, dass man Hauskatzen im Alten Ägypten nicht nur als Hüter der Kornkammern vor Mäusen und Nilratten verehrte, sie galten auch als Schutz vor gefürchteten Giftschlangen.

Schönerweise lautet das ägyptische Wort für ›Katze‹ in Hieroglyphen miau (für Kater) und miaut (für die weibliche Katze). Der Altertumswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Schuller sieht darin einen Hinweis darauf, »dass es gewiss auch ihre anschmiegsamen Eigenschaften waren, die sie den Ägyptern ans Herz wachsen ließen«, wie er in seinem Aufsatz in Wischermanns Buch Von Katzen und Menschen anmerkt. Der Anthrozoologe Bradshaw wiederum schreibt in seinem empfehlenswerten Buch Die Welt aus Katzensicht , dass dieses Hieroglyphen-Wort, das schon für die Zeit des Mittleren Reichs vor etwa 4000 Jahren belegt ist, offenbar speziell für die domestizierte Katze erfunden wurde und auch als Mädchenname gängig war – eines von vielen Zeichen, dass die Hauskatze damals ein fester Bestandteil im Leben der Ägypter war.

Tatsächlich ist das Miauen eine typische Kommunikationsform von Hauskatzen für ›ihre‹ Menschen. Erwachsene Wildkatzen benutzen diese Laute so gut wie nie, auch Hauskatzen kommunizieren untereinander anders. Viele Experten vertreten die Meinung, dass Hauskatzen die variantenreiche Miau-Sprache extra für uns Menschen entwickelt haben, da wir so schwer von Begriff sind. Die subtileren Kommunikationsformen der Miezen untereinander – etwa die Stellung der Ohren, den Grad der Körperspannung oder die für Katzen so wichtige, für Menschen aber nicht wahrnehmbare Sprache der Duft-Wohlfühlhormone (Pheromone) – kapieren wir Riesen einfach nicht. Dies ist auch ein Grund, warum Katzen von Menschen oft als rätselhaft, schlimmstenfalls als hinterhältig wahrgenommen werden. Und sogar manche Katzenfreunde wissen nicht, dass Blinzeln das Lächeln der Katzen ist, während Anstarren bedrohlich auf sie wirkt.

Bastet, Göttin der Fruchtbarkeit

Für die alten Ägypter hatte die Hauskatze offenbar nur positive Eigenschaften. Das versinnbildlicht sehr schön Bastet, die bis heute berühmteste Göttin in Katzengestalt. Sie ist eine Tochter des Re, Ikone der Fruchtbarkeit, Liebe und Geburt, des Tanzes, der Musik, der Freude, der Feste und des Rausches, und steht auch mit dem Mond in Verbindung. Ein Besuch der Ägyptischen Sammlung im Neuen Museum in Berlin, im Louvre in Paris oder im British Museum in London lohnt allein ihretwegen. Zahllose Statuetten von Bastet, dargestellt als Frau mit Katzenkopf, oft mit Hauskatzen im Gefolge, oder als sitzende Katze, häufig mit goldenen Verzierungen, Amuletten und Schmuck, ziehen Menschen bis heute in ihren Bann.

Antike Darstellung der Göttin Bastet aus dem Matsuoka Museum in Tokio Bastet - фото 4

Antike Darstellung der Göttin Bastet aus dem Matsuoka Museum in Tokio.

Bastet existierte wohl schon im Alten Reich (ca. 2707–2216 v. Chr.) – allerdings noch nicht als liebe Hauskatze. Einst war sie mit Sachmet verschmolzen, der »Herrin des Zitterns«, einer Göttin des Krieges, unberechenbar in ihrer Zerstörungswut, die oft als Frau mit Löwenkopf dargestellt wurde. Bastet hingegen entwickelte sich zur sanften, fröhlichen Katze, die Fruchtbarkeit schenkte und das Haus schützte, ganz so wie ihre tierischen Vertreter, die Hauskatzen. »Als Sachmet ist sie zornig, als Bastet gnädig und fröhlich«, lautet eine Inschrift des Tempels von Philae, die man auf die Göttin Hathor beziehen kann (die mit beiden Göttinnen gleichgesetzt wurde) oder auf Tefnut, die die kätzisch-widersprüchlichen Seiten von Sachmet und Bastet in sich vereint.

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