Romy Jaster - Die Wahrheit schafft sich ab

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Warum gibt es Fake News? Und warum fallen viele auf sie herein? Weil der Mensch leider nicht so rational ist, wie er sich selbst gern sieht. Das Phänomen ist dabei alles andere als neu. Neu ist nur das Ausmaß, das mit der Funktionslogik der sozialen Netzwerke zu tun hat. Inhalte werden vorschnell geteilt, weil man zu einer Gruppe gehören möchte oder weil sie ganz einfach zu dem passen, was wir ohnehin schon glauben. Die Autoren des Bandes bieten Lösungsmöglichkeiten an, wie man aus dieser Falle entkommen kann.

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Das Problem, vor das uns Fake News stellen, ist komplex. In diesem Buch werden wir die unterschiedlichen Dimensionen des Problems nach und nach ausleuchten. Am Ende des Buches wird klar geworden sein, was Fake News sind, wieso sie im Zeitalter der Digitalisierung leichtes Spiel haben, wer sie aus welchen Gründen verbreitet und was man ihnen entgegensetzen kann. Beginnen wollen wir mit einem Überblick über den erstaunlichen Erfolg, den Fake News in den letzten Jahren zu verzeichnen hatten. Denn was sich in Deutschland als Reaktion auf Sarrazins Bestseller gezeigt hatte, war Teil eines globalen Trends.

1. Die Erfolgsgeschichte von Fake News

Kaum ein Jahr ist für die Geschichte von Fake News so bedeutsam wie das Jahr 2016. Gleich zweimal binnen zwölf Monaten beeinflussten Falschmeldungen und irreführende Berichte wichtige politische Wahlentscheidungen und damit das Leben von Millionen Menschen.

Am 23. Juni sollten die Wählerinnen und Wähler in Großbritannien darüber abstimmen, ob das Vereinigte Königreich die Europäische Union verlassen sollte oder nicht. Fast alle Experten hielten es für undenkbar, dass die Briten sich für einen Austritt entscheiden könnten. Doch als am Morgen des 24. Juni die Stimmzettel ausgezählt waren, hatte eine knappe Mehrheit für den »Brexit« gestimmt.

Kein halbes Jahr später, am 8. November, wählten die Amerikaner völlig überraschend Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA. Wieder hatte kaum ein Experte oder Meinungsforscher den Erfolg Trumps für möglich gehalten.

Sowohl Trump als auch die Brexit-Kampagne hatten Cambridge Analytica engagiert, eine Agentur, die im Internet gezielt Menschen aufgrund ihrer Interessen und Neigungen mit politischer Werbung ansprach.1 Gleichzeitig verbreitete sich sowohl in den traditionellen Medien als auch im Internet eine Vielzahl von Unwahrheiten. Falsche und irreführende Meldungen fluteten die Newsfeeds.

Fake News in der Brexit-Kampagne

Nigel Farage, der damalige Chef der britischen Independence Party und eine der Schlüsselfiguren der Brexit-Kampagne, ließ kurz vor dem Brexit-Votum Plakate kleben, auf denen eine große Menge arabisch aussehender Menschen zu sehen war.1 Darunter stand der Slogan: »We must break free of the EU and take back control of our borders«. Das Plakat sollte suggerieren, eine große Masse arabischstämmiger Wirtschaftsmigranten sei im Begriff, nach Großbritannien zu strömen. Tatsächlich zeigte das Bild jedoch Flüchtlinge, die die Grenze zwischen Kroatien und Slowenien überschreiten.

Handfeste Lügen verbreitete ein Bus der Brexit-Kampagne, der vor dem Referendum durch Großbritannien rollte. Jede Woche, so stand dort in großen Lettern zu lesen, würden im Falle eines EU-Austritts 350 Millionen Pfund in den nationalen Gesundheitsdienst zurückfließen – Geld, das die britische Regierung bis dato angeblich wöchentlich nach Brüssel überwiesen hatte. Während Nigel Farage später zugab, eine falsche Zahl verbreitet zu haben, wiederholte der konservative Politiker und Brexit-Befürworter Boris Johnson bis zuletzt die Falschinformation und bezeichnete den Betrag sogar als zu niedrig.2

Trump und Fake News

Auf die Spitze getrieben wurde die Missachtung der Wahrheit im kurz darauf folgenden US-Wahlkampf. Donald Trumps Tweets über steigende Mordraten, vergewaltigende Mexikaner, Chinas Erfindung des Klimawandels, die Besucherzahlen bei seiner Amtseinweihung oder massenhaften Wahlbetrug zugunsten seiner Rivalin Hillary Clinton umfassen inzwischen Tausende nachweisbarer Falschaussagen. Immer wieder befeuerte Trump das Gerücht, Clinton sei gesundheitlich ungeeignet für die Präsidentschaft. Zudem trug er maßgeblich zur Verbreitung der sogenannten »Birther-Verschwörungstheorie« bei, der zufolge sein Vorgänger im Präsidentenamt, Barack Obama, kein amerikanischer Staatsbürger sei. Auch als Präsident ist Trumps Umgang mit der Wahrheit bis heute so lax, dass Journalisten in Washington verzweifeln. So sagte Zachary Wolf, der Digital Director von CNN Politics, in einem Interview: »Das ist es, was es so schwierig macht, über Trump zu berichten: Was meint er, wenn er Worte sagt?«1

Auch Trumps Anhänger verbreiteten Fake News und Verschwörungstheorien. Ein besonders extremes Beispiel ist die sogenannte »Pizzagate-Verschwörung«: Der Legende nach waren Mitglieder der Demokraten und die Besitzer einer Washingtoner Pizzeria in die Geschäfte eines Kindersexrings involviert. Die erfundene Geschichte wurde vom Verschwörungstheoretiker Alex Jones auf seiner Seite Infowars und einer Reihe weiterer, überwiegend russisch geführter Webseiten geteilt. Sie erregte unter anderem deshalb großes Aufsehen, weil der Fall einen bewaffneten Zivilisten auf den Plan rief, der in der fraglichen Pizzeria auftauchte, um auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen.2

Der Hunger nach Fake News, Verschwörungstheorien und anderen Falschinformationen war groß in dieser Zeit. Im Laufe des Wahlkampfes wurde offensichtlich, dass deren Verbreitung nicht nur politisches, sondern auch erhebliches kommerzielles Potenzial hat. Ein Großteil der Fake News zum US-Wahlkampf 2016 kam aus Osteuropa. Das kleine Dorf Veles in Mazedonien machte aus der Erfindung und Verbreitung von Fake News ein florierendes Geschäftsmodell und verdiente mit Pro-Trump-Webseiten Tausende Dollars.3

Und die Tatsachen? Die hatten es schwer gegen die emotionsgeladenen Falschmeldungen. Trump und sein Team vertraten sogar ganz offen den Standpunkt, Gefühle seien wichtiger als Fakten. Symptomatisch dafür ist die Diskussion des republikanischen Politikers Newt Gingrich und der Journalistin Alisyn Camerota über die niedrigen Verbrechensraten in den USA:4

CAMEROTA. Das Land ist sicherer, und [die Verbrechensrate] ist niedrig.

GINGRICH. Nein, das ist Ihre Meinung .

CAMEROTA. Es ist eine Tatsache.

GINGRICH. Nein. Was ich gesagt habe, ist auch eine Tatsache. […] Die derzeitige Ansicht ist, dass Liberale eine ganze Reihe von Statistiken haben, die theoretisch richtig sein mögen, aber nicht dort, wo Menschen sind. Die Leute haben Angst. […]

CAMEROTA. […] Mr. Speaker, Sie sagen, indem Liberale diese Zahlen verwenden, verwenden sie eine Art magischer Mathematik. Aber das ist die FBI-Statistik. Das FBI ist keine liberale Organisation.

GINGRICH. Nein, aber was ich gesagt habe, ist ebenso wahr. Die Leute fühlen es.

CAMEROTA. Sie fühlen es, ja, aber die Fakten unterstützen es nicht.

GINGRICH. Als politischer Kandidat werde ich mich daran halten, wie sich die Menschen fühlen. Halten Sie sich gern an die Theoretiker.

Ähnlich selbstbewusst wie Gingrich präsentierte Trumps Beraterin Kellyanne Conway den offen nachlässigen Umgang des Trump-Teams mit der Wahrheit. In einem Interview wurde Conway auf eine falsche Aussage von Trumps Pressesprecher Sean Spicer angesprochen. Dieser hatte behauptet, es seien mehr Besucher auf Donald Trumps Amtseinweihung gewesen als auf der von Barack Obama. Mit der Lüge konfrontiert, antwortete Conway, Spicer habe mit seiner Aussage lediglich »alternative Fakten« angeboten.5

Trump selbst begegnet seit seiner Wahl Fake-News-Vorwürfen, indem er den Spieß umdreht und seinerseits sowohl einzelne Berichte als auch ganze Medienhäuser wie CNN und MSNBC als »Fake News« bezeichnet. Einen vorläufigen Höhepunkt fanden diese Entwicklungen, als Trumps Anwalt Rudy Giuliani in einem Interview den bemerkenswerten Satz »Truth isn’t truth« von sich gab.6

Die Lage in Deutschland, russische Einflussnahme und linke Fake News

Gingrich und Conway sind mit ihren verstörenden Ansichten über die Rolle der Wahrheit in der Politik nicht allein. Auf beiden Seiten des Atlantiks sprechen immer mehr Politiker von »gefühlten Wahrheiten«, die wichtiger seien als die objektiven Tatsachen.

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