Stefan Schneider - Bilingualer Erstspracherwerb

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Zweisprachig aufwachsen. Frühkindliche Zweisprachigkeit ist heute keine Seltenheit mehr. Doch was bedeutet dies für den Spracherwerb? Dieses Buch bietet eine fundierte Einführung in den bilingualen Erstspracherwerb, d.h. den gleichzeitigen Erwerb von zwei Sprachen von Anfang an. Grundlegende Konzepte und Fragestellungen werden dargestellt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Spracherwerb in den ersten drei Lebensjahren. LeserInnen erhalten einen umfassenden Überblick über linguistische, entwicklungspsychologische kognitive und soziale Aspekte der frühkindlichen Zweisprachigkeit.

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Wie in Texten zur Kindersprache üblich, wird das Alter der Kinder in Jahren, Monaten (durch Strichpunkt getrennt) und bei Bedarf Tagen (durch Strichpunkt oder Punkt getrennt) angegeben. Die Angabe 2;1;22 bedeutet demnach 2 Jahre, 1 Monat und 22 Tage.

Das Buch enthält am Ende ein Gesamtregister, in dem Namen (auch von Kindern einiger Fallstudien), Schlüsselbegriffe, deutsch- und fremdsprachliche Fachtermini, Sprachen und Abkürzungen enthalten sind.

Obwohl die Mehrsprachigkeit keineswegs eine exotische Ausnahme darstellt, ließ die einseitige Fixierung auf die Monolingualität die Sprachwissenschaft nicht unberührt und führte dazu, dass Untersuchungen zum bi- und multilingualen Erstspracherwerb lange Zeit nicht den Stellenwert einnahmen, den das Ausmaß des Phänomens nahelegen würde. Darüber hinaus wollte man bei der Erforschung des Spracherwerbs, eine der zentralen, noch immer nicht befriedigend gelösten Fragen der Sprachwissenschaft, durch den Faktor Mehrsprachigkeit zu erwartende Komplikationen vermeiden. Fantini (1976, 17) wies darauf hin, dass von den fünfzig in Slobin (1972) erwähnten Langzeituntersuchungen über den Spracherwerb nur drei über zweisprachige Kinder berichten. Hier war in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Veränderung bemerkbar. Der Forschungsbereich ist ungeheuer gewachsen. Die Anzahl der wissenschaftlichen Beiträge ist exponentiell gestiegen. Parallel dazu erschien eine Reihe von Einführungen, Handbüchern, Enzyklopädien sowie Websites und Blogs. Zu den zwei schon seit den 1970er Jahren etablierten Fachzeitschriften Bilingual Research Journal und Journal of Multilingual and Multicultural Development kamen ab den 1990er Jahren noch die Zeitschriften Bilingualism: Language and Cognition, International Journal of Bilingual Education and Bilingualism, International Journal of Bilingualism und neuerdings Linguistic Approaches to Bilingualism dazu.

Als weiterführende Literatur empfehle ich einige in neueren englischsprachigen Handbüchern enthaltene Zusammenfassungen (De Houwer 1995, 2005; Romaine 1996, 1999; Bhatia und Ritchie 1999; Meisel 2004; Paradis 2007; Serratrice 2013; Yip 2013), die Bände von Hamers und Blanc (2000 [1983]), Romaine (1995), Myers-Scotton (2006) und De Houwer (2009), die deutschsprachigen Beiträge von Tracy und Gawlitzek-Maiwald (2000) und Schneider (2003a), sowie die Einführung in die Mehrsprachigkeitsforschung von Müller et al. (2011). Nicht uninteressant ist außerdem die französischsprachige Einführung von Hagège (1996). Sie alle bieten einen Überblick über die Forschung der letzten Jahre. Für Zusammenfassungen und Besprechungen von früheren Arbeiten verweise ich auf Rūķe-Draviņa (1967), Hatch (1978), McLaughlin (1978, 72–98), Grosjean (1982), Taeschner (1983, 7–16) und Hakuta (1986, 45–72). Der von Li Wei herausgegebene Bilingualism Reader (2007) enthält eine Sammlung zentraler Aufsätze.

In mehrsprachigen Familien stellen sich die Eltern berechtigterweise oft die Frage nach der gelungenen sprachlichen Entwicklung ihrer Kinder. In den letzten Jahren ist zu diesem Thema eine Anzahl von Einführungen und Ratgebern erschienen. Einige davon möchte ich hier erwähnen, und zwar die englischsprachigen Bücher von Harding und Riley (1986), Arnberg (1987), Cunningham-Andersson und Andersson (1999), Tukuhama-Espinosa (2001), Barron-Hauwaert (2004) und Pearson (2008), sowie die deutschsprachigen Einführungen von Kielhöfer und Jonekeit (1995), Burkhardt Montanari (2002, 2003), Nodari und De Rosa (2003), Leist-Villis (2009) und Triarchi-Herrmann (2012).

2 Grundlegende Konzepte

2.1 Bilingualität, Bilingualismus und Diglossie

Bevor wir uns genauer mit dem Phänomen des bilingualen Erstspracherwerbs auseinandersetzen, ist es hilfreich, drei Termini oder Begriffe zu klären. Die Termini Bilingualität und Bilingualismus (gelegentlich auch Bilinguismus, Müller et al. 2011, 15; Rizzi 2013, 9) bezeichnen im Deutschen sowohl das individuelle Beherrschen zweier Sprachen seit der Kindheit als auch das kollektive Phänomen einer Gesellschaft, die in allen wichtigen kommunikativen Interaktionen zwei Sprachen verwendet. Die Wörter Zweisprachigkeit und Mehrsprachigkeit sind ähnlich mehrdeutig. Hamers und Blanc (2000 [1983], 6) unterscheiden jedoch terminologisch das individuelle Phänomen der bilingualité oder bilinguality vom gesellschaftlichen Phänomen des bilingualisme oder bilingualism. Ebenso finden wir in Hélot (2007, 27) die Unterscheidung zwischen dem individuellen Phänomen des Multilingualismus und dem kollektiven Plurilingualismus. Ich greife diesen Vorschlag auf und verwende im vorliegenden Buch Bilingualität für das individuelle und Bilingualismus für das gesellschaftliche Phänomen. Gleichermaßen bezeichne ich daher das individuelle Phänomen der Mehrsprachigkeit mit Multilingualität (oder auch Plurilingualität) und die gesellschaftliche Mehrsprachigkeit mit Multilingualismus (oder auch Plurilingualismus). Die Bilingualität kann, muss aber keine Voraussetzung für den Bilingualismus sein; ein zweisprachiges Individuum kann genauso gut in einer einsprachigen Gesellschaft leben, so wie umgekehrt in einer bilingualen Gesellschaft in der Regel nicht jedes Mitglied beide Sprachen beherrscht. Im diesem Buch beschäftige ich mich in erster Linie mit der individuellen Bilingualität und weise nur wo nötig auf die gesellschaftliche Erscheinung und die eventuellen Einflüsse eines bilingualen Umfeldes hin.

Ebenfalls eine gesellschaftliche und soziolinguistische Bedeutung besitzt der vom Bilingualismus zu unterscheidende Begriff der Diglossie. Mit diesem auf Ferguson (1959) zurückgehenden Terminus wird eine zweisprachige Situation in einer Gesellschaft bezeichnet, in der eine funktionale Differenzierung zwischen zwei Sprachen oder Varietäten besteht, so dass jeder der beiden ein sozial, thematisch und situationell definierter Anwendungsbereich vorbehalten ist. Häufig steht eine der Sprachen oder Varietäten sozial höher als die andere, es besteht eine Asymmetrie (Bolonyai 2009, 257). Die höher stehende Sprache oder Varietät zeichnet sich durch ein hohes Maß an grammatischer Explizitheit, durch Normierung, formellen Charakter, Schriftlichkeit und schulbasierte Vermittlung aus. Vor allem in der Kreolistik wird die sozial hohe Varietät oder Sprache manchmal Akrolekt und die soziale niedrigere Basilekt bezeichnet (eventuell mit einem dazwischen liegenden Mesolekt). In Fergusons (1959) ursprünglichem Verständnis handelt es sich immer um zwei Varietäten der gleichen Sprache, wie z. B. klassisches Arabisch und ägyptisches Arabisch, Standarddeutsch und Schweizerdeutsch oder Standardfranzösisch und Kreolisch in Haiti. Fishman (1967) weist jedoch darauf hin, dass viele bilinguale Gesellschaften diglossisch sind oder, anders gesagt, auch zwei vollkommen verschiedene Sprachen in einem diglossischen Verhältnis zueinander stehen können. Der sehr reduzierte deutsch-slowenische Bilingualismus im Bundesland Kärnten ist de facto diglossisch, auch wenn Slowenisch eine hoch entwickelte Kultursprache ist, es in Kärnten slowenischsprachige Schulen und Radiosendungen gibt und slowenischsprachige Kärntner in einem beschränkten Rahmen das gesetzliche Recht haben, ihre Anliegen bei den Ämtern auf Slowenisch vorzubringen. Dieses Recht hat allerdings vor allem theoretische und politische Bedeutung. In der Praxis wird Slowenisch in einem engen sozial und lokal definierten Bereich gesprochen, der zumeist aus der Familie, dem Freundeskreis und den oft weit verstreuten Angehörigen der Minderheit besteht. Hinzu kommt noch das Gefälle zwischen Stadt- und Landbevölkerung. Die slowenischsprachigen Kärntner leben vornehmlich auf dem Land. Wenn sie in die Stadt kommen, wechseln sie oft automatisch ins Deutsche.

2.2 Bilingualität und Multilingualität

Die Situationen frühkindlicher Mehrsprachigkeit sind höchst unterschiedlich. Einige Kriterien ermöglichen jedoch eine erste Differenzierung und Typologie der Fälle. Ein naheliegendes Kriterium ist die Anzahl der involvierten Sprachen. Ein weiteres brauchbares Kriterium ist die Zeit, zu der der Spracherwerb einsetzt. Außerdem kann man die unterschiedlichen kommunikativen Situationen anhand der in der Familie und in ihrem Umfeld üblichen Verteilung der Sprachen unterscheiden.

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