A. Studiengangs ‚Geschichte – Umwelt – Stadt‘ gehalten habe. Wie die Vorlesungen soll auch das Buch dazu beitragen, Studierende mit den wichtigsten Aspekten der europäischen historischen Stadtentwicklung nach der Antike vertraut zu machen und zugleich – im Unterschied zu anderen vorliegenden Einführungswerken – die umweltgeschichtlichen Dimensionen dieses Prozesses besonders herausarbeiten. Ich danke den Teilnehmern der Vorlesungen für wertvolle Kritik und Anregungen, die mir geholfen haben, das Konzept zu schärfen und weiter zu entwickeln und geeignete Anschauungsbeispiele zu identifizieren. Bei der Erarbeitung des Buchmanuskripts erfuhr ich Unterstützung durch Kollegen; danken möchte ich insbesondere Martin Knoll, Sebastian Haumann und Michael Toyka-Seid, die Teile des Manuskripts gelesen und mit kritischen Kommentaren zur Verbesserung beigetragen haben. Besonders wichtig war für mich die Unterstützung durch Christian Zumbrägel, der nicht nur die Textarbeit durch Literaturrecherchen und Beschaffung von Bildvorlagen begleitet, sondern auch mit konstruktiven und die studentische Perspektive reflektierenden Kommentaren zur Lesbarkeit und Verständlichkeit des Textes beigetragen hat. Danken möchte ich auch Elena Mohr und Julia Beenken vom Böhlau-Verlag für die verständnisvolle Begleitung des Buchprojekts. Widmen möchte ich dieses Buch meiner Frau Christine. Darmstadt, im Dezember 2013 [<<9]
1 Einführung: Fragen an eine Umweltgeschichte europäischer Städte
1.1 Die Stadt als gebaute Entität
1.2 Das Vorgehen
2 Kontinuität oder Neubeginn: Städte im Frühmittelalter
2.1 Römerstädte: Das Problem der Kontinuität
2.2 Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen
2.3 Wege zur mittelalterlichen Stadt
2.4 Kerne frühmittelalterlicher Stadtentwicklungen: Von der „Burg“ zur „Stadt“
3 Die Herausbildung der europäischen Städtelandschaft im Mittelalter
3.1 Stadtblüte im Hochmittelalter (1100–1300)
3.1.1 Wirtschaftliche und demografische Veränderungen 11. – 14. Jh.
3.1.2 Von der Stadt zur Kommune: Der Emanzipationsprozess der Städter
3.1.3 Stadtgründung als Investition und Landesentwicklung
3.2 Städte im Netz: Die europäische Städtelandschaft
3.2.1 Das Städtesystem im Überblick
3.2.2 Modelle zur Erklärung des europäischen Städtesystems
4 Stadt-Umland-Hinterland: Die Versorgungskreise der mittelalterlichen Stadt
4.1 Das Umland ernährt die Stadt, aber wo ist das Umland?
4.2 Die mittelalterliche Stadt und der Wald
4.2.1 Die Veränderung des Waldes im Zuge des Landesausbaus
4.2.2 Anfänge einer Waldschutz-Politik
4.2.3 Die Substitution von lokalen Waldbeständen
4.3 Getreideversorgung
4.4 Die Fleischversorgung der Stadt
4.5 Stadt – Umland – Territorium
4.6 Das Verlagssystem: Arbeitsressourcen des Hinterlands mobilisieren
5 Der Schwarze Tod: Bevölkerungseinbruch und Umweltkrise im Spätmittelalter
5.1 Klima und Tragfähigkeit: Die Rahmenbedingungen
5.2 Der Schwarze Tod kommt nach Europa
5.2.1 Ausbruch und Ausbreitung
5.2.2 Die Folgen der Pest
5.3 Der Raum der Stadt
5.3.1 Das Umland der Stadt
5.3.2 Vor den Toren: Die Stadt als Festung
5.3.3 Häuser und Haustypen
5.3.4 Die spätmittelalterliche Stadt als Soziallandschaft
5.3.5 Die Stadt als Wirtschaftsraum
5.4 Stadt – Wasser – Abfall
5.4.1 Ziehbrunnen – Rückgrat städtischer Wasserversorgung
5.4.2 Wasserkünste – Laufbrunnen
5.4.3 Mediterrane Wasserpolitik: Die (knappen) Wasser von Siena
5.4.4 Abwasser und Abfall
6 Die Stadt an der Schwelle zur Neuzeit
6.1 Ein neuer Aufschwung nach 1470
6.2 Die Entdeckungen und die Entstehung der Weltwirtschaft
6.3 Renaissance und Reformation: Aufbrüche zu neuen geistigen Welten?
6.3.1 Die Renaissance
6.3.2 Die Reformation: Stadt und Religion in der frühen Neuzeit
6.4 Augsburg: Ökonomische Hauptstadt des Alten Reiches
6.5 Antwerpen – Amsterdam: Schaltzentren der neuen Weltwirtschaft
6.5.1 Antwerpen: Die kurze Blüte einer Weltstadt
6.5.2 Amsterdam: Weltstadt aus dem Sumpf
7 Die neue Dominanz der Hauptstädte nach 1500
7.1 Die Städte und der Staat
7.2 London: Die Metropole überformt das Land
7.2.1 Lage und Pole der Stadtentwicklung
7.2.2 Wachstumskräfte: Die Attraktivität der Hauptstadt
7.2.3 Soziale Topografie und bauliche Gestalt Londons
7.2.4 London und sein wirtschaftliches Hinterland
7.2.5 London als Handels- und Gewerbezentrum
7.2.6 Der energetische Stoffwechsel Londons: Die erste fossile Stadt Europas
7.2.7 Die Resilienz Londons: Pest und Feuer – der Doppelschlag von 1665/66
7.3 Paris – Krone Frankreichs oder Moloch des Landes?
7.3.1 Elemente der Stadtgestaltung
7.3.2 Paris und sein Hinterland
8 Der Stoffwechsel der Industriestadt: Manchester
8.1 Industrialisierung zwischen Land und Stadt: Warum Manchester?
8.2 Die Industriestadt bauen: Neue Bautypen
8.3 Das Wachstum von Manchester: Die shock-city
8.4 Die Stadt und ihr Rauch
8.5 Stoffwechsel und Politik: Das Beispiel Manchester
8.6 Der Typus „Industriestadt“
9 Die Umweltfrage als Hygienefrage im 19. Jahrhundert
9.1 Sterblichkeit – Seuchen – Cholera
9.2 Chadwick und der „Sanitary Report“: Von der Armen- zur Hygienepolitik
9.3 „Public Health“ in der Praxis
9.4 Hamburg, das große Feuer und die hygienische Modernisierung
9.5 „Tod in Hamburg“: Der tiefe Sturz der Pionierstadt des Kontinents
9.6 Hygiene – Stadtentwicklung – Umwelt
10 Die „Haussmannisierung“ von Paris: Die Erfindung der modernen Metropole
10.1 Paris und Frankreich um 1850
10.2 Der Umgestaltungsplan und Haussmann
10.3 Die Umsetzung des Plans
10.4 Die Haussmannisierung von Paris: Eine Stadt im Abriss
10.5 Den Stoffwechsel erneuern: Wasser und Abwasser
10.6 Paris ergrünt
10.7 Paris und seine Vororte
10.8 Haussmanns Bilanz
11 Antworten auf die Krise der Stadt: Vernetzung und Stadtplanung
11.1 Die Krise der neuzeitlichen Stadt
11.2 Die Vernetzung der Stadt
11.2.1 Die Gasversorgung
11.2.2 Die elektrische Vernetzung der Stadt
11.2.3 Verkehrsmäßige Vernetzung der Stadt
11.3 Stadtplanung
11.3.1 Vorbilder und Erprobungsfelder
11.3.2 Erste Anfänge der Stadtplanung als wissenschaftliche Disziplin
11.3.3 Die britische Debatte – Der Weg zur Gartenstadt
11.3.4 Die Internationalisierung der Stadtplanungsdebatte 1900–1914
11.3.5 Stadtplanung im Zeichen der Wohnungsfrage
12 Ausblick: Von der „Autostadt“ zur „nachhaltigen Stadt“?: Die Stadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
12.1 Grundbedingungen der Stadtentwicklung nach 1945
12.2 Umbrüche und Paradigmen-Wechsel: Die 1970er-Jahre
12.3 Gewinner und Verlierer – die Städtestruktur der Nachkriegszeit
12.4 Auf dem Weg zur „nachhaltigen Stadt“?
Abbildungsnachweis
Abbildungen
Tabellen
Gesamtliteraturverzeichnis
Register
Ortsregister
Sachregister
Personenregister
Rückumschlag
Dieses Studienbuch ist aus den Vorlesungen „Europäische Urbanisierung und Umwelt 1000–2000“ entstanden, die ich am Institut für Geschichte der TU Darmstadt seit dem Wintersemester 2005/06 als Einführung für die Studierenden des M. A. Studiengangs ‚Geschichte – Umwelt – Stadt‘ gehalten habe. Wie die Vorlesungen soll auch das Buch dazu beitragen, Studierende mit den wichtigsten Aspekten der europäischen historischen Stadtentwicklung nach der Antike vertraut zu machen und zugleich – im Unterschied zu anderen vorliegenden Einführungswerken – die umweltgeschichtlichen Dimensionen dieses Prozesses besonders herausarbeiten. Ich danke den Teilnehmern der Vorlesungen für wertvolle Kritik und Anregungen, die mir geholfen haben, das Konzept zu schärfen und weiter zu entwickeln und geeignete Anschauungsbeispiele zu identifizieren.
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