7.3.1 Sprachförderung im Kontext sprachlich-kultureller Vielfalt auf der Ebene der Kinder
7.3.2 Sprachförderung im Kontext sprachlich-kultureller Vielfalt auf der Ebene der Fachkräfte
8 Inklusion und Unterricht
8.1 Inklusion als aktueller und wachsender Aufgabenbereich des Faches
8.2 Paradigmen des Faches im historischen Wandel zur Inklusion
8.2.1 Separation: Besondere Bildung für „Sprachbehinderte“ und Ausbau der „Sprachheilschule"
8.2.2 Integration: Sprachförderprogramme und Mobile Dienste für Kinder mit Förderbedarf Sprache als Übergangsprozess
8.2.3 Inklusion: Abbau sprachlich-kommunikativer Lernbarrieren zur Sicherung der Bildungsteilhabe
8.3 Inklusive Umgestaltung des Förderschwerpunktes Sprache
8.3.1 Inklusionsdebatte im Unterstützungsschwerpunkt Sprache
8.3.2 Forschungslage zur Inklusion im Unterstützungsschwerpunkt Sprache
8.3.3 Internationaler Vergleich inklusiver Beschulung
8.4 Inklusion im Unterstützungsprofil Sprache und Kommunikation
8.4.1 Leitgedanken und Qualitätsmerkmale eines inklusiven sprachpädagogischen Handelns
8.4.2 Inklusives Unterstützungsprofil Sprache und Kommunikation.
9 Pädagogische Sprachtherapie.
9.1 Pädagogische Sprachtherapie als Variante der Sprachdidaktik
9.2 Sprachtherapeutische und sprach(therapie)didaktische Konzepte
9.2.1 Phoniatrie: Symptombehandlung von Sprechstörungen
9.2.2 Behavioristische Wende: Modifikation gestörten sprachlichen Verhaltens..
9.2.3 Linguistische Wende: Aufbau von Regelwissen bei sprachsystematischen Störungen
9.2.4 Kognitive Wende: Optimierung von Verarbeitungsprozessen bei Spezifischen Sprachentwicklungsstörungen (SSES)
9.2.5 Pragmatische Wende: Aufbau kommunikativer Kompetenz bei Kommunikationsstörungen
9.2.6 Emotive Wende: Intersubjektive Konstruktion sprachlicher Bedeutung bei relationalen Sprachentwicklungsstörungen
9.3 Sprachtherapeutisches Planungs- und Reflexionsmodell
9.3.1 Das Sprachtherapeutische Planungs- und Reflexionsmodell am Beispiel der Therapie des Stotterns
9.3.2 Das Sprachtherapeutische Planungs- und Reflexionsmodell am Beispiel der Therapie des Sprachabbaus bei Demenz
9.4 Inklusive Öffnung des Berufsbildes Akademische Sprachtherapie
9.4.1 Gesetzliche und fachliche Ausgangslage
9.4.2 Sprachpädagogische und sprachdidaktische Aufgabenstellungen
10 Internationalisierung und Globalisierung
10.1 Sondersituation in Deutschland
10.2 Grundlagen der International Vergleichenden Sprachpädagogik und Sprachtherapie
10.3 Blick auf andere Länder
10.3.1 Deutschland, Schweiz und Österreich: Bilinguale Ressourcen in der Sprachtherapie
10.3.2 Deutschland – USA: Sprachtherapeutinnen im inklusiven schulischen Kontext
10.3.3 Deutschland – Tansania: Capacity Building in der Entwicklungszusammenarbeit durch kultursensible Konzeptentwicklung
10.4 Kultursensibilität und Interkulturelle Kompetenz
10.4.1 Ethik individuell und global
10.4.2 Kultursensibilität als wesentlicher Aspekt international vergleichender Forschung und Praxis
10.4.3 Interkulturelle Kompetenz als Notwendigkeit der Ausbildung
10.5 Ausblick: Globales und Nationales als Einheit
11 Perspektiven
11.1 Eröffnung neuer Arbeitsfelder
11.2 Veränderte Ausgangslage sprachlich-kommunikativer Förderund Unterstützungsbedarfe
11.3 Anpassung sprach(therapie)didaktischer Konzepte und Professionskompetenzen
11.4 Forschungsdesiderate
11.5 Neuausrichtung der Ausbildung und Lehre
Serviceseiten
Fachzeitschriften
Deutschland
Österreich
Schweiz
International
Studienorte
Deutschland
Österreich
Schweiz
Lehramt für Sonderpädagogik, Schwerpunkt Sprache, Deutschland
Fachgesellschaften und Berufsverbände
Deutschland
Österreich
Schweiz
International
Selbsthilfe- und Elternverbände
Literatur
Sachregister
Online-Lernmaterial
Hinweise zur Benutzung dieses Lehrbuchs
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Online-Zusatzmaterial
Für Studierende: Die Lösungen zu den Lernfragen und weitere Literaturempfehlungen zu den einzelnen Kapiteln gibt es unter www.utb-shop.deund www.reinhardt-verlag.de.
Für Dozierende: Es gibt eine Präsentation zu jedem Kapitel, die Präsentationen werden auf http://www.utb-shop.defür registrierte DozentInnen zur Verfügung gestellt. Die Präsentationen sind passwortgeschützt, das Passwort zum Öffnen der Dateien finden Sie am Ende des Buches. Wie Sie sich als DozentIn registrieren können, erfahren Sie unter http://www.utb.de/dozenten/zusatzmaterialien/oder http://www.utb-shop.de/dozenten-downloads.
Einheit von Sprachpädagogik und Sprachtherapie
Wir freuen uns, das Lehrbuch „Pädagogik bei Beeinträchtigungen der Sprache“ vorlegen zu können. Damit möchten wir Studierenden und Fachkräften eine Konzeptionierung der Sprach(heil)pädagogik und Pädagogischen Sprachtherapie als ein Fach präsentieren. Mit dieser Zusammenführung möchten wir v. a. der heutigen Herausforderung von Spezifizierung, Diversifizierung und steigender Komplexität begegnen. Vor dem Hintergrund aktuell notwendiger Synergiebildungen greifen wir außerdem mit der Position des Zusammendenkens und Vernetzens eine lange gewachsene Tradition der fachlichen Einheit auf und unterbreiten Vorschläge, wie diese innovativ weiterentwickelt werden könnte.
Durch die Verwendung des Begriffs „Pädagogik bei Beeinträchtigungen der Sprache und der Kommunikation“ als Fachbezeichnung innerhalb dieses Lehrbuchs möchten wir einen breiten Blick auf den Fachgegenstand „Sprache und Kommunikation“ mit seiner Vielfalt an Praxisphänomenen und seinen facettenreichen, sich überschneidenden Erscheinungsbildern andeuten. Diese Vielfalt wird im Weiteren systematisiert und verknüpft, Praxiskonzepten und Theoriebildungen zugeordnet und aus der pädagogischen Perspektive zusammengefasst. Denn um nachhaltige Wirkungen in der Arbeit mit Menschen mit sprachlichkommunikativen Beeinträchtigungen im lebensweltlichen Kontext erzielen zu können, wird in unserem Buch immer beides zusammen gedacht und entwickelt: Sprachpädagogik und Sprachtherapie.
Inklusion, Internationalisierung und Lebensspanne
Mit der Position der fachlichen Einheit reiht sich dieses Lehrbuch zum einen in die Fachgeschichte ein, die u. a. von der „Pädagogik der Sprachbehinderten“ (Knura / Neumann 1982), den „Sprachstörungen bei Kindern und Jugendlichen“ (Braun 2002), dem „Lehrbuch der Sprachheilpädagogik und Logopädie“ (Grohnfeldt 2000–2004) und dem „Enzyklopädischen Handbuch der Behindertenpädagogik – Band Sprache und Kommunikation“ (Braun / Lüdtke 2012) bis hin zum aktuellen „Grundwissen der Sprachheilpädagogik und Sprachtherapie“ (Grohnfeldt 2014a) reicht. Zum anderen weisen derzeitige gesellschaftliche Erscheinungen und Entwicklungen wie Inklusion, Digitalisierung der Kommunikation und Globalisierung den Weg in eine neue fachliche Ära, die eher das Gemeinsame sucht als das Trennende zu verstärken. Ebenso wird das Professionsbild nicht allein auf die klassischen Handlungsbereiche reduziert, sondern erfährt entsprechend unserer Auffassung der Pädagogik bei Beeinträchtigungen der Sprache und der Kommunikation kooperative Erweiterungen und konstruktive Überschneidungen. So soll sich aus verschiedenen Blickrichtungen nicht nur auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene konzentriert werden, sondern die Gesamtheit der Lebensspanne vom Neugeborenen bis hin zum älteren Menschen berücksichtigt werden.
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