Joachim Ringelnatz - Die Flasche und mit ihr auf Reisen

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Mit Joachim Ringelnatz auf Seereise: Humoristische Unterhaltung in seiner Seemannsballade «Die Flasche» und dem dazugehörigen Tagebuch "Mit der 'Flasche' auf Reisen. Mit dem Dreimaster namens 'Flasche' geht es für eine Schiffsbesatzung auf eine Reise der besonderen Art, die in einer Kneipe ihren Anfang nimmt. In dem zugehörigen biografischen Teil liegt das Reisetagebuch von Joachim Ringelnatz aus dem Jahr 1932 vor, in dem er unter anderem mit Stationen in Hannover, Zürich und Nürnberg über die Aufführungsgeschichte seiner Ballade «Die Flasche» berichtet. -

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Heizer (stellt sich zwischen Petra und Mewes) : Was kostet der Dreck?

Petra (ihn beiseite schiebend) : Was ich bestelle, bezahle ich selber.

Grischa (fängt an, leise zu spielen und beobachtet dabei Petra und den Heizer) .

Heizer (zu Petra) : Gestern hast du aber alles angenommen.

Petra: Gestern ging ich mit dir schlafen.

Heizer: Nun, und heute?

Grischa (spielt lauter und wie drohend) .

Petra: Heute weiß ich, daß du ein Schwein bist.

Heizer (geht lachend zur Theke und legt Geld hin) .

Mewes: Petra, trink heute nicht wieder so viel.

Petra (nimmt Grischa die Gitarre ab und spielt und singt) :

Nashornida nannte ich die Kleine.

Eigentlich klingt das so mild.

Nashornida hatte Trampelbeine

Und war wild.

Nashornida hat mir einen Knochen

Alle Gläser, Porzellan und die

Linke Wand vom Kleiderschrank zerbrochen.

Doch sie hat nach Afrika gerochen,

Und das reizte meine Phantasie. –

Ich bin in bester Stimmung. – Aber beruhige dich, Mutter Mewes, (halblaut) Hans Pepper trinkt mit. Er kommt heute zurück.

Mewes: Hans Pepper kommt heute?

Petra: Ja. Sein Schiff ist schon von Oevelgönne gemeldet.

Mewes: Dann wird's heute doch noch lustig.

Heizer (geht zu Petra) : Eins will ich dir sagen. Ich brauche dich nicht. Es gibt jüngere Mädchen.

Petra (zu Grischa) : Hallo, Musiker, komm doch mal zu mir! Ich muß dich etwas fragen.

Grischa: Ja. Ich dich auch. (Er eilt breit zu Petra und stößt dabei den Heizer vom Stuhl.)

Heizer (sich erhebend) : Was?! Du Papierfetzen! Du windiges Geklimper! (Er läuft Grischa nach, der aus dem Lokal entflieht.)

Mewes: Also Hans kommt heute? Ist das bestimmt?

Petra (nickt) : Ich sagte doch: Er ist schon von Oevelgönne gemeldet. Ich habe ihm einen Aal durch den Lotsen entgegengeschickt. (Lauscht.) Hörst du? Die hauen sich jetzt da draußen.

Mewes: Draußen. Was geht's uns an? (Auf Gitarre zeigend.) Der ist ein russischer Flüchtling. – – Freust du dich sehr auf Hans? Er war diesmal lange weg. Genau – ein Jahr – laß mich nachdenken – ein Jahr und siebzehn Tage.

Petra: Einmal hat er mir in der Zeit geschrieben. Eine Ansichtskarte aus San Franzisco. (Zieht die Karte hervor und liest laut.) »Aus Liebe Hans Pepper.«

Mewes: »Aus Liebe Hans Pepper.« Ja, das ist so sein Briefstil.

Petra: »Aus Liebe Hans Pepper.« Mehr schreibt er nicht.

Mewes: Solche Flossen schreiben nie viel. Er hat sicher viel hineingelegt in diese vier Worte. Denn er ist echt.

Grischa (zurückkehrend zu Mewes) : Hatte der noch was zu bezahlen?

Mewes: Der Heizer? Nein. Kommt er nicht wieder zurück? Wo ist er?

Grischa: Wahrscheinlich unter einem Wasserhahn. (Zu Petra.) Was wollten – du fragen?

Petra: Es ist nicht wichtig. Aber was wolltest du fragen?

Grischa: Nein, frag du zuerst.

Petra: Kennst du das Lied »La Paloma«? »Es zog mich an Bord, und es wehte ein kühler Wind –«?

Grischa: Ja. Es ist ein mexikanisches Lied. Wir sangen es oft auf See.

Petra: Bist du ein Seemann?

Grischa: Ich bin früher einmal als Steward gefahren. Lange vor dem Krieg. Wir sangen oft.

Petra: Also du kannst es singen?

Grischa: Nein. Ich kann nicht singen. Aber ich kenne es. Man sagt, es ist von einem Kaiser gesungen, den man mit diesem Liede erschoß.

Petra: Du kannst es also nicht singen?

Grischa: Ich kann es spielen. Soll ich es spielen?

Petra: Jetzt nicht, aber später, wenn ich dich bitte. Wie heißt du?

Grischa: Grischa.

Petra: Grischa? – Grischa, du wolltest mich auch etwas fragen.

Grischa: Ja viel. Hör zu: Reisen ist doch schön?

Petra: Reisen?

Grischa: Ja. Reisen mit Auto und Aeroplan und mit einer Luxusyacht, wo das Deck aus Magagoni ist –

Petra: Aus was?

Grischa: Aus Magagoni.

Petra: Mahagoni meinst du. Bist du ein Russe?

Grischa: Ja. Und die Treppen mit Silber beschlagen. Und zwischendurch in vornehmste Hotels wohnen. Möchtest du das?

Petra: Ja, das möchte doch jeder. Das ist doch so, als ob du fragst: »Möchtest du reich sein?«

Grischa: Möchtest du mit meinem Freunde – er hat eine eigene Yacht und ein Schloß in Frankreich – möchtest du mit ihm so reisen?

Petra: Nein.

Grischa: Er bezahlt alles.

Petra: Selbstverständlich. Aber ich möchte nicht.

Grischa: Warum nicht?

Petra: Was kümmert mich dein Freund?

Grischa: Er mußte aus Livland fliehen.

Petra: So? Das tut mir leid.

Grischa: Nein, der ist noch rechtzeitig geflohen. Der hat sein ganzes Vermögen gerettet.

Petra: Was kümmert mich das. Ich habe meinen eigenen Freund.

Grischa: Warum willst du nicht einen mehr haben?

Petra: Wenn es über mich kommt, einen mehr, einen weniger. Aber vorläufig habe ich keinen Bedarf. Ich bin in festen Händen.

Grischa: In was?

Petra: Laß! Ich kann schneller zu dir reden, als du zu mir. Ich rede besser deutsch.

Grischa: Du bist doch eine Dänin.

Petra: Ich bin dänisch. Ganz gleich. Aber ich begreife schneller. Ist es nicht so: Ein Freund von dir will mich kennenlernen?

Grischa: Ja.

Petra: Irgendein Freund von dir, der mich einmal oder zweimal gesehen hat, will mit mir in die Betten gehen?

Grischa: Davon hat er kein Wort gesagt.

Petra: Aber mit jedem Wort daran gedacht.

Grischa: Nein, du brauchst nicht. Ich schwöre es. Er wird es nie verlangen. Er will dich nur immer in seiner Nähe haben. Die Männer und Frauen, die er um sich hat, sollen alles gemeinsam mit ihm leben. Verstehst du? Auf seine Kosten. Er ist sehr reich.

Petra: Deshalb meint er, er kann alles kaufen. – – Mich nicht!

Grischa: Nein. Weil er reich ist, hat er keine Freuden.

Petra: Hat er zuviel Freuden, und weil sie ihn nicht lange freuen, sucht er immer wieder neue.

Grischa: Nein, er hat keine Freuden, wenn nicht auch möglichst viele andere mitmachen. Verstehst du?

Petra: Ich verstehe. Er möchte ein Bett so groß wie der Hopfenmarkt. Sag deinem Freund, er soll sich ein junges Mädchen suchen und ein schönes.

Grischa: Er hat junge genug und schöne genug. Er sucht etwas anderes dazu, etwas Besseres. Er sagt, du bist anders.

Petra: Nun, der hat einen guten Blick.

Grischa: Ja. Er sagt auch: du bist ehrlich.

Petra: Er kennt mich doch gar nicht.

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