Brita Rose-Billert - Sheloquins Vermächtnis

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Sheloquins Vermächtnis: краткое содержание, описание и аннотация

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Staff Sergeant Ben Clifford der RCMP ist nicht gerade erfreut, als in seinem Distrikt ein Mord geschieht – und das ausgerechnet vier Wochen vor seiner Pensionierung. Dabei ist Hope, die kleine, verträumte Stadt in British Columbia, der wahrscheinlich friedlichste Flecken auf der Landkarte. Clifford hofft auf die Hilfe des Eingeborenen Cody White Crow. Niemand ahnt, dass auch dieser in großer Gefahr schwebt. Killer jagen ihn, als er seinem Bruder das Land des alten Sheloquin zeigt. Sein Leben verdankt Cody schließlich Montaya Sunroad, einer Squamish Indianerin
und seinem treuen Wolfshund Mellow. Doch ein Mörder läuft noch immer frei herum. Seltsame Dinge geschehen, die immer mehr Fragen aufwerfen. Selbst der Staff Sergeant verstrickt sich tief in das gefährliche Netz aus Lügen und Verrat.
Zitat: «Die Autorin präsentiert spannende Abenteuer mit starken Charakteren um die Natives im modernen Amerika des 21. Jhd., die Hillermans Ethnokrimis in nichts nachstehen.» (Amerindian Research)

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Still war es.

Der alte Mann schien nachzudenken.

Stolze dreiundachtzig Jahre zählte er. Sheloquin nannten sie ihn. Sheloquin war sein Name, seit er denken konnte. Dass er mit Vornamen Edward hieß, wusste nur er selbst. Er hatte es in all den Jahren nicht vergessen. Aber er hatte es niemandem je erzählt. Sheloquins Land erstreckte sich so weit sein Blick reichte. Er selbst bezeichnete sich als Hüter dieses Landes, und nichts anderes hatte er all die Jahre getan. Die Leute, unten in Hope, kannten und respektierten ihn, auch wenn sie ihn hin und wieder als alten, seltsamen Kauz bezeichneten. Aber selbst das taten sie mit einem freundlichen Augenzwinkern. Sheloquins Frau, eine Skwahla Indianerin, war vor zehn Jahren an einer Lungenentzündung gestorben. Er atmete tief durch und blinzelte.

Ja, es war ein schöner Tag zum Sterben.

Der alte Mann hatte alles vorbereitet. Das Land, das seit Urzeiten den Indianern gehörte, sollte ihnen niemand wegnehmen. Mehrmals hatten die Leute vom Landmanagement versucht, es ihm abzuschwatzen. Sie hatten ihm sogar Geld geboten. Sehr viel Geld! Doch Sheloquin hatte nur darüber gelacht. Die Männer, die immer wieder bei ihm aufgetaucht waren, blieben hartnäckig. Nun hatten sie ihm gedroht. Doch der alte Mann hatte sie ignoriert. Das machte sie wütend. Sheloquin hatte weiß Gott nichts zu verlieren, gar nichts. Er war sogar bereit zu sterben und heute war ein schöner Tag, um zu seiner Frau zu gehen. Das Land, das auf seinen Namen eingetragen war, galt es zu schützen. Es war heiliges Land.

Der Alte lächelte müde.

Der Geruch des Zedernholzes lag in der feuchten Luft. Ein paar Wildgänse flatterten schreiend vom Ufer des Sees auf und flogen in westlicher Richtung davon. Die Dämmerung zog aus den Tälern hinauf in die Berge und mit ihnen die blauen Nebelschwaden. Sheloquins Herz schlug schneller, als er das verräterische Knacken von Zweigen hörte. Sie waren also da. Langsam wandte er sich um, als im selben Augenblick drei Männer auftauchten.

»Guten Abend«, grüßte der Erste.

»Wo ist die Besitzurkunde?«, fragte der Zweite.

Sheloquin musterte die Kerle und schwieg. Ihm war bewusst, in welcher Absicht sie gekommen waren. Und es war ihm nicht entgangen, dass sie bewaffnet waren.

»Die Besitzurkunde, alter Mann, und dir passiert nichts«, sprach nun der dritte Mann, dessen frostige Stimme einen eisigen Schauer über Sheloquins Rücken kriechen ließ. Unwillkürlich begann er zu zittern. Er spürte die Angst, die nach ihm griff. Aber er antwortete mit fester Stimme.

»Niemals!«

Der zuletzt gesprochen hatte, gab den anderen beiden Männern ein Zeichen. Die betraten das Holzblockhaus. Sie schienen zu suchen. Sheloquin hörte das dumpfe Knallen von Türen. Glas zerbrach. Er hörte Schubkästen zu Boden fallen und Flüche. Der Mann, der mit Sheloquin draußen auf der Veranda geblieben war, war einen ganzen Kopf größer als er. In aller Ruhe zündete der sich eine Zigarette an. Sheloquin kannte den Mann, der ihm schon mehrmals gedroht hatte. Er hieß Harris Shore und behauptete, aus Vancouver zu stammen. Er hatte auch behauptet, für den Coquihalla Canyon Provinzialpark Hope zu arbeiten. Aber das stimmte nicht. Sheloquin kannte die Leute. Shore hatte gelogen! Der alte Mann verzog die Mundwinkel.

Nach etwa einer halben Stunde meldeten sich die beiden Männer, dass sie nichts gefunden hätten. Nicht mal einen Pass oder eine Geburtsurkunde. Keinerlei Papiere, die zu verwerten wären, und keine Landbesitzurkunde. Wütend griffen sie den alten Mann bei den Armen und zerrten ihn in sein Haus. Dort hatten diese Männer innerhalb kürzester Zeit ein Chaos angerichtet, dass kaum ein Möbelstück heil geblieben war. Selbst die Vorhänge an den Fenstern waren ihrer Wut nicht entkommen. Nun richtete sich diese Wut gegen den Alten. Shore hob einen Stuhl auf und befahl Sheloquin, sich zu setzen. Der hatte keine andere Wahl, wurde er doch von einem der Männer mit aller Kraft darauf gedrückt. Sheloquin wurde heiß. Er spürte die kräftigen Pranken an seiner Schulter, die ihn am Aufstehen hinderten. Schmerzhaft bohrten sie sich in sein Fleisch, dass er hätte aufschreien können. Shore hielt ihm ein Foto hin, von dem ein junges Paar lächelte. »Deine Erben?«, fragte Shore.

Er blickte wie ein Fuchs, der seine Beute im Fang hatte, auf den Alten herab.

Sheloquin schoss das Blut heiß durch die Adern. Er war wütend auf sich selbst. Er hätte das Foto vernichten sollen, solange noch Zeit dafür gewesen war. »Nein«, brummte er.

Shore lächelte. »So? Wer dann?«

Stille.

»Sie scheinen dir sehr viel zu bedeuten. Richtig?«

Sheloquin schwieg.

»Keine Sorge, Sheloquin. Ich werde die beiden finden. Die kleine Squaw ist übrigens verdammt hübsch. Es wird mir nicht schwer fallen, ihr meinen Gewehrlauf zwischen die Beine zu schieben«, grinste Shore.

»Sie wird dir die Augen auskratzten und deine stinkenden Eier an die Geier verfüttern«, krächzte Sheloquin.

»Wo hast du die Besitzurkunde versteckt?«, fragte Harris Shore in einem gefährlich ruhigem Ton.

Sheloquin antwortete nicht.

»Gut. Wie du willst, alter Mann«, zischte Shore und verschränkte die Arme.

Seine hellgrauen Augen funkelten Sheloquin drohend an. Lässig lehnte sich Shore gegen die Überreste eines Schrankes und nickte seinen beiden Begleitern zu. Der eine griff nach der Hand des alten Mannes und brach ihm, mit einem hörbaren Knacken, zunächst den kleinen Finger. Sheloquin schrie auf. Ihm wurde speiübel.

»Was meinst du, wie oft ich meine Frage wiederholen kann, Sheloquin?«, fragte Shore kühl.

Sheloquin rang nach Luft. »Ihr Geier werdet dieses Land niemals besitzen. Sag das deinem Auftraggeber, Shore«, stöhnte der alte Mann. Der Angesprochene schüttelte verärgert den Kopf. Dann nickte er ein zweites Mal. Wieder knackte ein Fingerknochen unter dem Schrei des alten Mannes.

»Ist es das wert?«, fragte Shore schließlich.

»Du verfluchter Bastard!«, schrie Sheloquin heiser. Er zitterte vor Erregung. Die Angst, die nach ihm gegriffen hatte, nahm ihn nun vollkommen in Besitz. Eine Angst, die er so noch nie gespürt hatte. Unweigerlich hatten sich seine Augen mit Wasser gefüllt. Sheloquin sah alles nur noch verschwommen. Er schniefte. Die Schmerzen waren kaum mehr zu ertragen. Er betete um Erlösung. Er wusste, dass er sterben würde.

»Wo - ist - die - Urkunde?«, fragte Shore, jedes Wort einzeln betonend.

Sheloquin spuckte auf den Boden, in die Richtung, aus der die Stimme kam. Shore verzog das Gesicht zu einer furchtbaren Fratze. Dann stieß er sich von dem Schrank ab. Ohne ein weiteres Wort zog er seine Pistole und zerschoss dem alten Mann, der auf dem Stuhl saß, die Knie. Sheloquin hörte seine eigenen heiseren Schreie. Er konnte es nicht verhindern. Schweißperlen sammelten sich auf seiner Stirn. Die Schmerzen überwältigten ihn. Sheloquin drohte vom Stuhl zu kippen. Die Pranken, die sich in seiner Schulter festgebohrt hatten, hinderten ihn daran. Das Blut lief zu Boden. Sie marterten ihn. Sie verstümmelten ihn. Sie verbrannten ihn, gemeinsam mit seinem Haus. Aber sie fanden nicht, was sie suchten.

Die Nacht hatte längst Einzug gehalten, und das Feuer musste kilometerweit zu sehen sein. Der Geruch des Rauches lag über dem Land und der Wind trieb ihn langsam südostwärts. Doch im Umkreis von fünfzig Kilometern wohnte hier niemand.

Der anbrechende Morgen offenbarte die verkohlten Reste von Holzbalken und Asche. Niemand würde den alten Mann so schnell vermissen, bis auch die letzten Spuren der Nacht verwischt waren.

Hope

Hope stand auf dem Ortsschild der kleinen Stadt. Hope am Fraser River. Wer auch immer diesen Ort so genannt hatte, musste Hoffnung gehabt haben. Eingebettet lag Hope, idyllisch umgeben von bewaldeten Bergen, im Tal, durch das sich der Fraser River schlängelte. Dort, wo die Rocky Mountains mit den Coast Mountains zusammentrafen. Lange bevor ein Mann Namens Fraser dem Fluss seinen Namen gab, nannten ihn die Skwahla Indianer den Stolo, den Fluss der Lachse. Er war ihr Bruder. Sie sprachen mit ihm. Er gab ihnen, was sie zum Leben benötigten, und »Die Leute vom Fluss«, wie sich das Volk der Stolo Nation selbst nannte, achteten ihn und dankten dem Fluss. Er und das Leben darin waren ihnen heilig. Besonders der Lachs, der für sie das bedeutete, was der Büffel für die Plainsstämme war. Viele der Leute vom Fluss waren gegangen und andere Menschen waren aus einer anderen Welt gekommen. Der Fluss war geblieben. Die weißen Menschen hatten Häuser und Straßen an seinem Ufer gebaut und sie hatten Hoffnung.

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