Kurt Erlemann - Wunder
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2.2.5 Exkurs: Krankheitsbilder im Neuen Testament
Das NT zeigt wenig Interesse an medizinischer Diagnostik; moderne Zuordnungen sind spekulativ.1 Fieber und Epilepsie gelten als Dämonenbefall.2 ‚Aussatz‘ (gr. lépra ; Mk 1,40–45; Lk 17,11–19) könnte auf die Hansen-Krankheit, aber auch auf Schuppenflechte hindeuten.3 Eine ‚verdorrte Hand‘ (Mk 3,1, gr. exerraméne cheír ) deutet auf Auszehrung, ‚Verkrümmung‘ (Lk 13,11, gr. gyné synkýptousa ) auf einen Wirbelsäulendefekt. ‚Blutfluss‘ (Mk 5,25, gr. rhýsis haímatos ) weist in Richtung chronischen Blutverlustes oder übermäßiger Menstruation.4 Die Symptomatik des ‚Mondsüchtigen‘ (Mt 17,15, gr. seleniázesthai ) spricht für Epilepsie.
Jesus ist den Texten zufolge in der Wahl der Heilmethoden nicht wählerisch. Dämonisch erklärbare Krankheiten werden exorziert, psychogene Krankheiten mit vollmächtigem Wort kuriert, Augen- und Ohrenkrankheiten mit volksmedizinischen und magischen Mitteln wie Berührung und Speichel therapiert.5
2.3 Jesus und andere Wundertäter
Im Fokus steht hier nicht Jesu Einzigartigkeit oder seine religionsgeschichtliche Ableitbarkeit, sondern seine vermutliche historische Außenwirkung.
2.3.1 Alttestamentliche Wunderpropheten
Die Wunderberichte über Elia, Elisa und andere Propheten gehören zu den prominenten Prätexten der ntl. Wundererzählungen.1
a) Samuel und Nathan
Die Geburt Samuels zeigt Analogien zur Geburt Jesu: Sie ist unerwartet und göttlich bedingt (1 Sam 1f.). Samuel prophezeit verlässlich (1 Sam 3,21; 10,2–9) und wirkt ein Strafwunder (1 Sam 12). – Wunderhaft ist auch die Gabe des Propheten Nathan, der die geheimen Gedanken und Taten Davids erkennt (2 Sam 12).
b) Elia und Elisa
Der Elia-Elisa-Zyklus (1 Kön 17–2 Kön 13) zeigt ein breites Wunderspektrum: Elia bewahrt die Witwe von Sarepta vor großer Not, ihren Sohn erweckt er vom Tod (1 Kön 17,9–24). Er selbst wird wunderbar von Gott am Leben erhalten (1 Kön 17,1–8; Theophanie 1 Kön 19). – Das Gottesurteil auf dem Karmel und das anschließende Regenwunder (1 Kön 18) erweisen Gottes Allmacht. Ein Strafwunder (2 Kön 1,1–12) und die Himmelfahrt runden die Wundervita Elias ab (2 Kön 2,1–18).1 – Bei Elisa dominieren Hilfe- und Rettungswunder.2 Selbst postmortal wirkt er noch Wunder (2 Kön 13,20f.). Elisa ist der Prototyp des biblischen Wundertäters, der Menschen aus vielerlei Not hilft. – Ausschlaggebend ist das Vertrauen der Notleidenden in die Wunderkraft der Propheten. Wundermittel sind unter anderem das prophetische Wort, magisch anmutende Riten und Fernheilungen.
c) Schriftpropheten
Ez 37,1–14 bietet die Vision der wunderhaften Auferstehung Israels. Populär ist die Seenotrettung des Jona (Jon 1f.), verbunden mit der wunderbaren Umkehr Ninives (Jon 3f.). Die drei Tage Jonas im Fischbauch (Jon 2,1) gelten in Mt 12,39–41par. Lk 11,32 als Vorabbildung des Schicksals Jesu (‚Zeichen des Jona‘).1
d) Hoffnung auf messianische Wunder
Das Babylonische Exil nährte die Sehnsucht nach wunderbarer, endgültiger und globaler Erlösung. Tritojesaja verheißt die globale Umkehrung der herrschenden Verhältnisse (Jes 60–65). Der erwartete, davidische Messias wird teilweise mit historischen Figuren identifiziert.1 Er verkörpert das Idealbild des weltlichen Königs (Jes 9, Jes 11: geistbegabt, gerecht usw.). Die Apokalyptik erhofft das globale, endzeitliche Friedensreich unter dem Messias bzw. Menschensohn2, die Auferstehung der Toten (Ez 37; Dan 12,1–3) und die Neuschöpfung des Kosmos.3
e) Fazit: Manifestationen der Wunderkraft Gottes
Im Wunderwirken der atl. Propheten manifestiert sich Gottes Allmacht. Wunder dienen der Abwendung akuter Not, Zeichenhandlungen der Abwendung drohenden Unheils. Der Elia-Elisa-Zyklus bietet Prätexte der Wunder Jesu. – Nachexilische Visionen spiegeln die Sehnsucht nach einem globalen Eingreifen Gottes zugunsten Israels. Mit ihnen schließt sich der Kreis vom Wunder der Weltschöpfung über die Wunder von Exodus und Landnahme hin zur Neuschöpfung der Welt. – Jesus erhält in den Evangelien prophetische, aber auch andere Züge.1
2.3.2 Frühjüdische Wundertäter
Flavius Josephus (37–100 n. Chr.) erwähnt Wunder- und Zeichenpropheten der ntl. Zeit: Theudas und ein anonymer Ägypter versprachen in den 40er Jahren, Israel mit Exodus-Wundern von den Römern zu befreien (Ant 20,97f.; vgl. Apg 5,36).1 Beide wurden von den Römern liquidiert. – Unpolitisch agierten Choni der Kreiszieher, Chanina ben Dosa, Onias und der Magier Eleazar. Chanina war gegen Schlangengift immun (vgl. Apg 28,6) und konnte Fernwunder und Exorzismen vollziehen.2 Er und Choni wurden der Magie verdächtigt.3 Mk 9,38–41 nennt einen jüdischen Exorzisten, der im Namen Jesu agierte. Choni wirkte ein magisches Regenwunder, das auf geteiltes Echo stieß (ca. 65 n. Chr.):
„Einst verstrich die größere Hälfte des Adar ohne Regen. Da sprach man zu Honi dem Kreiszeichner: Bete, daß Regen herniederfalle. Er betete, es kam jedoch kein Regen. Da zeichnete er einen Kreis und stellte sich hinein, wie einst der Prophet Habakuk es tat, wie es heißt: Ich will mich auf meine Warte stellen und auf den Wall treten, und sprach: Herr der Welt, deine Kinder wandten sich an mich, weil ich wie ein Sohn des Hauses bei dir bin; ich schwöre nun bei deinem großen Namen, daß ich mich von hier nicht rühre, als bis du dich deiner Kinder erbarmt haben wirst. Da begannen Regentropfen zu triefen. Darauf sprachen seine Schüler: Meister! Wir sehen dich, damit wir nicht sterben; es scheint, daß der Regen nur deswegen herniederfällt, um deinen Schwur zu lösen. Alsdann sprach er: Nicht um so etwas bat ich, sondern um Regen für Brunnen, Gruben und Höhlen. Da brachten sie ihm einen Farren zum Danksegen, und er stützte beide Hände auf ihn, indem er sprach: Herr der Welt, dein Volk Israel, das du aus Ägypten geführt hast, kann weder die übermäßige Güte noch die übermäßige Strafe ertragen; du zürntest ihnen, und sie konnten es nicht ertragen; möge es doch dein Wille sein, daß der Regen aufhöre und die Erleichterung in die Welt eintrete! Sofort erhob sich ein Wind, zerstreute die Wolken, und die Sonne trat hervor. Das Volk ging ins Feld hinaus und holte sich Schwämme und Morcheln. Darauf ließ ihm Simon ben Satah sagen: Wärest du nicht Honi, so würde ich dich in den Bann getan haben; würde nicht der Name Gottes entweiht worden sein, selbst wenn es Jahre gleich den (Hungers)jahren Elijahus wären, wo der Schlüssel des Regens in der Hand Elijahus war!? Was aber kann ich gegen dich tun, wo du dich gegen Gott vergehst und er dir dennoch deinen Wunsch erfüllt, wie sich ein Kind gegen seinen Vater vergeht und er ihm dennoch seinen Wunsch erfüllt […].“4
Mit diesen unpolitischen Charismatikern verbindet Jesus die Verknüpfung von Wundertätigkeit mit Prophetie sowie die umstrittene Wundervollmacht.5 Allerdings wurde Jesus als politischer Rädelsführer und Zelot durch die Römer hingerichtet.6 Das Spezifikum Jesu liegt in der Verknüpfung von Wundern und basileía -Botschaft (Mt 12,28par.).
2.3.3 Wundertäter im hellenistischen Raum
Wunderkraft wurde in der Antike olympischen Göttern, Heroen, Halbgöttern, Philosophen und weltlichen Herrschern zugeschrieben. Zeitlich und inhaltlich enge Analogien zu Jesus bieten die Wunderberichte über Apollonius von Tyana (ca. 40–120 n. Chr.).1 Andere Wunderberichte datieren ab dem 2. Jh. n. Chr.2
a) Götter, Halbgötter und Heroen
Homers Epen, Äsops Fabeln und andere Mythen berichten von großer Wunderkraft und -aktivität olympischer Götter, Heroen und Halbgötter.1 So schwängert Göttervater Zeus in Verkleidung Frauen, Apollon greift in die Schlacht um Troja ein und Götter lenken die Irrfahrt des Odysseus. Halbgötter wie Herakles, Achill und Theseus vollziehen zuweilen phantastisch anmutende Wunder: Der Säugling Herakles erwürgt zwei Schlangen und bezwingt den Höllenhund Kerberos. Heroen von Troja wie Achill und Hektor haben übermenschliche Kräfte, sind aber von den Launen der Götter abhängig. – Die Götterwelt spiegelt menschliche Grundkonflikte, die Mythen begründen gesellschaftlich-religiöse Strukturen. Antiker Tempelkult und privater Kultus regulieren das Verhältnis zu den Göttern und strukturieren das tägliche Leben.2
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