Wilm Hüffer - Der Philosoph

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Eine Unverschämtheit, wie sehr Felix unterschätzt wird. Als temporärer Praktikant und Bettgefährte einer Starreporterin fühlt sich der Ich-Erzähler des Romans einfach nicht hinreichend gewürdigt. Als diese das Privatleben des berühmten Philosophen Hinrich Giers untersucht, glaubt sich der junge Redakteur endlich Respekt bei ihr verschaffen zu können. Was für ein Unsinn, diese Gerüchte über die Lolita-Affären des Philosophen. Und deshalb soll er sich ins mondäne Binsenburg abgesetzt haben? Diesmal weiß Felix besser Bescheid: schon bald werde Giers der Welt eine bahnbrechende Theorie der Selbsterkenntnis präsentieren. Er selbst habe ihm dabei geholfen: glaubt Felix. Leider entgeht ihm völlig, welche Rolle seine große Liebe Lou im Leben des Philosophen spielt.
Ein Bericht darüber, was wirklich geschah. Doch kann man dem Erzähler trauen?
Ein satirischer Roman über den Machismo in der Philosophie.

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14

»Vermögen? … Gelingen? … Was bedeutet das?« Zweimal bereits hatte Robert Schlierer nachgeschenkt. Sekt und Satzschleifen rollten durch meinen Kopf. Ich starrte auf das Kind. »Leben steckt voller topographischer Überraschungen … man schaut nicht hinter den Hügel … trotzdem die Höhe einnehmen … die Stellung bezwingen …« Wärmte sich der Artillerist an alten Erinnerungen? Versuchte er mir verklausulierte Ratschläge zu erteilen? Es wurde mir nicht klar. »In anderer Richtung vorstoßen … muss manchmal sein … bei eigenen Absichten bleiben … sich nicht vom Ziel abbringen lassen …« Er legte den Arm um seine Frau. Synchron lächelten sie unter ihren Ponys hervor.

Die Ziele, bei denen ich hätte bleiben sollen, rückten langsam in die Ferne. Das Gerede der Vermögenden vom Vermögen begann mich zu langweilen. Irgendwann lachte Frau Schlierer, als der Kleine sein ausgestrecktes Fingerchen in ihre Wange bohrte. War es ihr Sohn? Ihr Enkel? Ein spät erworbenes Adoptivkind? Robert Schlierer lachte ebenfalls. »Vielversprechendes junges Kerlchen …«, brummte er, nickte freundlich und prostete mir zu. Seine Sonnenbräune changierte mittlerweile merklich ins Rötliche. »… Junger Mann von großem Vermögen … ahnen Sie noch gar nicht … ahnen Sie ja nicht …« Er leerte sein Glas und schenkte uns sofort nach. Ich hatte den furchtbaren Saal in Gedanken längst verlassen, sah mich wieder im Entree stehen, am Fuß der weißen Marmortreppe, ging in Gedanken bereits die Stufen hinauf, um vorsichtig, irgendwo auf der Galerie, irgendwo in einem langen Korridor, an eine Tür zu klopfen, zu horchen, in der Hoffnung, eine freundliche Aufforderung zum Eintreten zu vernehmen, die Tür zu öffnen, Hinrich Giers gegenüberzutreten, das erhoffte Gespräch mit ihm aufzunehmen.

Wie von fern erreichte mich stattdessen die Bitte der Artilleristin, für einen Moment den Jungen zu halten. Vermutlich nicht die erste Aufforderung, die ich überhört hatte. Frau Schlierer stand vor mir, das Kind auf dem Arm, während ihr Mann weiter auf mich einredete. Beinahe automatisch streckte ich die Hände nach dem Kleinen aus. Sie griff nach der leeren Sektflasche und schlurfte zur Tür – vermutlich um Nachschub zu besorgen. Durch einen Schleier von Benommenheit beobachtete ich sie, konnte es aber nicht unterdrücken, dem Jungen über die seidigen Haare zu streichen, verspürte auf einmal sogar leises Entzücken, als das Köpfchen langsam auf meine Schulter sackte und sich eine kleine Hand an meinen Oberarm klammerte. Zweifelsohne hatte ich zu viel getrunken. Unter blonden Strähnen sah ich die verschmitzten kleinen Augen von Robert Schlierer auf mich gerichtet. Ich erschrak darüber, wie gründlich mir das Ziel meines Besuchs bereits entglitten war. Wohl infolgedessen richtete ich mich ruckartig auf – und sah vor mir plötzlich ein braunes Augenpaar, das mich erschrocken musterte, ein kleines schlafverquollenes Gesicht, das sich rötete, bevor der Junge laut zu schreien begann und sich mit kräftigen Windungen aus meinen Armen zu lösen versuchte. Ich hielt ihn fest und versuchte ihn zu beruhigen. Der Artillerist rührte sich keinen Zentimeter aus den Polstern, und da seine Zwillingsgefährtin gerade erst wieder zur Tür hereinkam, in den Händen eine neue Flasche Sekt, rechnete ich mit einer längeren Überbrückungsphase. Um die Sache abzukürzen, stand ich schließlich auf, um ihr das strampelnde Kind zu überreichen.

Im selben Moment sah ich durch das Fenster der Terrassentür eine Frau. Die Tür öffnete sich, und mit dem Luftzug strömte ein wenig Mittagswärme in den Saal. Ich fühlte mich noch immer benommen und musterte zerstreut den Jungen, der unverändert schrie. Auf seinen Schläfen zeigten sich kleine Schweißperlen. Plötzlich stand die Frau vor mir. Ich erinnere mich, dass ich fälschlich erwartet hatte, sie würde zuerst die Schlierers begrüßen. Ruhig streckte sie ihre Hände nach dem Kind aus. Diese Hände kannte ich – kleine, runde Hände mit kurzen Fingern, leicht gebräunten Handrücken, unprätentiös kurz geschnittenen, gepflegten Nägeln. Sie umklammerten den Jungen, der sich fast unmittelbar zu beruhigen begann, und als ich aufschaute, blickte ich in das Gesicht, das ich besser kannte als jedes andere und glücklicherweise nicht näher zu beschreiben brauche, da du auf eine Beschreibung noch weniger Wert legen wirst als ich selbst. Unverändert gehörte dazu auch das ironische Runzeln der Augenbrauen, diese kleine, freundliche Wellenbewegung. Sie konnte nicht lächeln, ohne ihren Gefühlsausdruck im selben Moment zu parodieren. Mir wurde klar, dass ich sie bereits erkannt hatte, als sie auf mich zugekommen war, in ihrem wiegenden Gang, mit den etwas nach außen gestellten Füßen. Nichts davon hatte ich kommen sehen, mit dieser Begegnung am allerwenigsten gerechnet. Höchstens habe ich geglaubt, dass ich zu viel Sekt getrunken hätte. Denn es erschien mir in diesem Moment ganz selbstverständlich, dass Lou vor mir stand, dass sie mir das Kind aus den Händen nahm und an ihre Schulter hob. Es erschien mir selbstverständlich, dass sie mich anlächelte – und das noch immer nicht tun konnte ohne diesen Hüpfer ihrer Augenbrauen. Selbst die Frage schien mir selbstverständlich, die sie an mich richtete – als hätten wir beide nur darauf gewartet, dass sie sie stellen würde: »Warum bist du hier?«

15

»Warum bist du hier?« Ginge es nach dir, wäre klar gewesen, was ich hätte antworten müssen. Wozu konnte ich schon hergekommen sein, wenn nicht wegen Lou selbst? Nicht von ungefähr war das deine erste Frage gewesen, als auch wir uns bald darauf in Binsenburg wiederbegegnet sind: Ob ich wieder mit ihr zusammen sei. Als ob dir eine andere Veranlassung meines Aufenthalts gar nicht vorstellbar erschienen wäre. Dabei hatte ich von Lou gar nichts geahnt, nichts davon gewusst, dass die Schlierers enge Verwandte von ihr waren, schon gar nicht, dass sie die Villa Mögen seit ihren Kindertagen gekannt hatte. Über solche Dinge hatten wir uns nie unterhalten, und ich wäre nicht unglücklich gewesen, hätte ich von alldem nie erfahren. Ist es dir wirklich undenkbar erschienen, dass ich mich in Binsenburg mit »schöngeistigen« Dingen hatte befassen wollen? Dass es ausnahmsweise einmal nicht um Lou gegangen ist? Warst du verärgert, als du später in Binsenburg auf Lou gestoßen bist – und wie einen Kurschatten an ihrer Seite zufällig auch mich wieder angetroffen hast?

Wie auch immer es gewesen sein mag – ich selbst hatte damit in keiner Weise gerechnet und auch keinerlei Absichten, was Lou betraf. Dass ich sie während dieser Binsenburger Wochen oft besucht und häufig begleitet, ja während der entscheidenden Tage sogar bei ihr gewohnt habe, diente ausschließlich jenen »schöngeistigen« Zielen, von denen du nichts wissen wolltest. Es ging nicht darum, Vergangenes wieder aufleben zu lassen. Meine Gedanken waren auf weitaus wichtigere Dinge gerichtet. Verzweifelt habe ich versucht, dir das klarzumachen, als du zu deiner Reportermission in Binsenburg eingetroffen bist, habe dir geschildert, welche Hoffnungen damit verbunden waren, dass Hinrich Giers in die Öffentlichkeit zurückkehren, seine Publikationstätigkeit wieder aufnehmen würde.

Gelacht hast du darüber und damit begonnen, deine simple Geschichte zu montieren. Unbedingt wolltest du mir beweisen, dass vom Nimbus des großen Philosophen nichts übriggeblieben sei. Ein Vorsatz, von dem ich mich frage, ob er für dich zur Frage einer existentiellen Selbstbehauptung geworden ist. Warum sonst hättest du alle Grenzen überschreiten, deine Recherche ins Innerste unserer gemeinsamen Vergangenheit verlegen sollen? Was du dir damit beweisen wolltest, habe ich bis heute nicht begriffen. Ich bedaure jedenfalls, dass ich dich damals nicht selbst gefragt habe, weshalb du hier seist. Auf deine Erwiderung wäre ich gespannt gewesen. Als Lou mir diese Frage gestellt hat, war ich viel zu überrascht, um eine durchdachte Antwort zu geben. Ich brachte am Ende nur einen Satz heraus: »Dr. Lenz hat mich geschickt.«

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