Wilm Hüffer - Der Philosoph

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Eine Unverschämtheit, wie sehr Felix unterschätzt wird. Als temporärer Praktikant und Bettgefährte einer Starreporterin fühlt sich der Ich-Erzähler des Romans einfach nicht hinreichend gewürdigt. Als diese das Privatleben des berühmten Philosophen Hinrich Giers untersucht, glaubt sich der junge Redakteur endlich Respekt bei ihr verschaffen zu können. Was für ein Unsinn, diese Gerüchte über die Lolita-Affären des Philosophen. Und deshalb soll er sich ins mondäne Binsenburg abgesetzt haben? Diesmal weiß Felix besser Bescheid: schon bald werde Giers der Welt eine bahnbrechende Theorie der Selbsterkenntnis präsentieren. Er selbst habe ihm dabei geholfen: glaubt Felix. Leider entgeht ihm völlig, welche Rolle seine große Liebe Lou im Leben des Philosophen spielt.
Ein Bericht darüber, was wirklich geschah. Doch kann man dem Erzähler trauen?
Ein satirischer Roman über den Machismo in der Philosophie.

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Dr. Lenz sog Luft ein. Ich erwartete, dass er nochmals brüllen würde. Doch er schwieg, verschränkte die Arme vor der Brust und stierte mich an. Im Dämmerlicht des Zimmers leuchtete sein rotes Gesicht. Mag sein, dass er an die vergangenen Jahre in der »Sozialen Gesellschaft« gedacht hat. Daran, dass ihm kaum entgangen wäre, hätte zwischen Hinrich Giers und mir eine Verbindung bestanden. Möglich auch, dass ihm nun erstmals zu dämmern begann, worin die eigentlichen Beweggründe bestanden haben mochten, ihm meine Tätigkeit als Vermittler nahezubringen. Jedenfalls hob er schließlich den Kopf und flüsterte zwei Worte in die Stille: »Louisa … Wolf …« Dann schaute er mich an. Auf seinem Gesicht standen Schweißperlen. Aber er lächelte. Erst verstohlen, dann verschmitzt. Dann lachte er, nicht meckernd wie zuvor, sondern entspannt und mit geschlossenen Augen.

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Der Doktor lachte noch lange und legte mir freundschaftlich einen Arm um die Schulter. »Glückauf!«, wünschte er mir. Ich solle mich vertrauensvoll führen lassen von meiner Lise. Er bemerkte nicht, wie wenig mir sein fader Scherz gefiel. Den Ernst der Lage schien er nicht zu begreifen. Hatten wir denn irgendeine Vorstellung von den Plänen, die Lou verfolgte? War es überhaupt sinnvoll, darauf zu hoffen, dass sie uns Zugang zur Villa Mögen verschaffen würde?

Nachdem ich auf meiner Matratze eine weitere Nacht damit verbracht hatte, die hellen Flecken auf der Tapete zu betrachten, die ein verschwundenes Leben anzeigten, hatte der Doktor gleichwohl nichts Eiligeres zu tun, als mich mit ein paar neu eingetroffenen, für Hinrich Giers angeblich bedeutsamen Briefen erneut zum Paradieshügel zu entsenden. Diesmal folgte ich den Stufen nicht bis auf die oberste Ebene, sondern bog unterhalb der Villa Mögen auf die Straße ab und erreichte schon nach wenigen Metern das Haus, in dem Lou verschwunden war. Vergeblich klingelte ich und schaute durch ein kleines Türfenster in die verlassene Diele. Ich wechselte auf die gegenüberliegende Straßenseite und versuchte mir von dem Haus einen genaueren Eindruck zu verschaffen. Das Dach war mit rotbraunen Schindeln gedeckt. Freundliche, aber teils blinde Fenster schauten aus dem grau verputzten Mauerwerk. Hilfsbedürftig lehnte sich der Erweiterungsbau gegen das zweigeschossige Gebäude. Ein breites Holztor deutete darauf hin, dass sich dort eine Garage oder Werkstatt befunden hatte. Darüber lag die Terrasse mit der Pergola. Dicht wuchs darauf wilder Wein, doch das Geäst war noch kahl.

Ich lief weiter und kam zu dem kleinen Pfad, der zur rückwärtigen Seite der Villa Mögen hinaufführte. Nicht ohne Mühe stieg ich auf die Höhe bis zum Gartentor. Wieder schaute ich auf das festlich ins Tal gebreitete Binsenburg und schickte Lou – ich weiß nicht mehr weshalb – eine kurze Nachricht, dass ich angekommen sei und auf sie wartete. Dann war plötzlich aller Elan verflogen, meine Energie aufgezehrt. War es Lou gewesen, die mich nach Binsenburg gelotst hatte? Steckte sie hinter den seltsamen Empfehlungen der Schlierers, hinter der falschen Behauptung, der Professor würde mir vertrauen? Die Befürchtung meldete sich, dies müsse ein böser Scherz sein, ein Spiel mit boshaften Absichten. Hatte sie vor, mir die Aussichtslosigkeit meiner geistigen Ambitionen zu demonstrieren? War das die Quittung für die Enttäuschungen, die ich ihr bereitet zu haben schien? Was würde mich in ihrem Haus erwarten? Ein abschätziger Blick von Julian Fleig, verbunden mit der Frage, was ich hier verloren hätte? Nicht dass es für mich eine Rolle spielte, mit wem Lou zusammenlebte. Mir war das vollkommen gleichgültig. Ich sah nur keinen Anlass, in ein fremdes Leben hineinzuplatzen, das mich nichts anging. Ich entschloss mich daher, den ganzen Unsinn aufzugeben, und lief wieder auf die Straße hinunter. Keineswegs wollte ich der Situation ausweichen oder gar fliehen. Was jedoch kümmerte mich dieses Haus, das so verkrümmt, beschwert von einer traurigen Vergangenheit, am Straßenrand lag? Ich möchte nicht einmal ausschließen, dass ich meinen Aufenthalt in Binsenburg abgebrochen hätte.

Doch es war zu spät, sich solche Gedanken zu machen, denn noch ehe ich die Stiege erreicht hatte, war Lou hinter einer Biegung der stillen Straße aufgetaucht. Ihr Oberkörper schaute nur wenig über das kastenförmige Verdeck des Kinderwagens hinaus. Als sie näherkam, auf dem Rücken einen schweren Rucksack, erinnerte sie mich an einen Flüchtling, der für eine entbehrungsreiche Reise seine letzte Habe zusammengerafft hat. Ihr Gesicht war gerötet. Wortlos gingen wir zur Haustür. Sie klappte das Verdeck des Kinderwagens herunter und hob den Jungen heraus, einen Wichtel mit steifen Gliedern, auf dem hängenden Köpfchen eine grüne Mütze. Ohne etwas zu sagen hielt sie ihn mir entgegen. Ohne zu überlegen streckte ich die Arme nach ihm aus und drückte ihn an meine Schulter. Dann ging sie die Stufen hinauf, um die Tür zu öffnen.

22

Es dürfte kaum verwunderlich sein, dass ich Lous Haus nicht ohne innere Vorbehalte betreten habe. Vorsichtig hielt ich nach weiteren Bewohnern beziehungsweise nach Spuren Ausschau, die auf solche Bewohner hindeuteten. Lou schien das nicht zu kümmern. Ohne die Jacke auszuziehen oder zumindest den Rucksack abzulegen, stapfte sie in den rückwärtigen Teil der dunklen Diele. Hinter einem Verschlag führte eine Holztreppe nach oben. Während Lou geräuschvoll die Stufen erklomm, gewöhnte ich mich allmählich daran, den Jungen wartend im Arm zu halten. Am Garderobenbrett baumelten Damenmäntel und ein paar Kinderjacken. Keine Jacketts, kein Herrenjanker, keine Bomberjacke. Auf einem Regal unter der Garderobe waren bunte Kindersandalen und mehrere Paar schlichter Halbschuhe aufgereiht, ohne Absätze. Lou verabscheute weiblichen Hufschlag, wie sie oft gesagt hatte. Es fehlten Männerstiefel, Lederhalbschuhe, ausgetretene Sportlatschen. Was ich bei dieser Feststellung empfand, weiß ich nicht mehr. Vermutlich nichts.

Hinter der Garderobe war eine schwere Metalltür in die Wand eingelassen. Auf der gegenüberliegenden Seite stand eine Tür offen. Vorsichtig warf ich einen Blick hinein und schaute in das Halbdunkel eines großen Raumes. Offenbar ein Arbeitszimmer. Bücher und lose Blätterstapel lagen auf dem Boden verstreut. Weiter hinten standen ein Sofa und ein metallener Schreibtisch. Dahinter thronte ein monströses Bücherregal, das die rückwärtige Wand ausfüllte. Die drei Fenster zur Straßenseite waren mit bodenlangen, grauen Gardinen verhängt. Ein weiteres Refugium, das offensichtlich dazu diente, seinen Bewohner vor der Welt zu verbergen.

»Da hat Julian gearbeitet«, sagte Lou. Ohne dass ich sie gehört hatte, war sie die Treppe wieder heruntergekommen und nahm den Jungen in den Arm. Nicht dass mich ihre nüchterne Feststellung tiefer berührt hätte. Dass der Fernsehphilosoph seine Ergüsse in diesem Zimmer nicht mehr zu Papier brachte, brauchte schließlich nicht zu bedeuten, dass er nicht mehr mit Lou zusammenlebte. Und ich hätte auch gar nicht gewusst, was mich das angehen sollte. Erschrocken war ich allenfalls, als ich Lou plötzlich sagen hörte, ich sollte meine »Sachen ausziehen«. Aber auch das war nur ein kleiner, im Grunde unbedeutender Moment der Irritation in Gesellschaft jener Frau, die mich früher durchaus nicht verbal dazu hätte auffordern müssen, mich meiner Kleider zu entledigen. Wenige Augenblicke, in denen Lou dem Jungen Mütze, Jacke und Schuhe auszog und ihn vor mir die steile Holztreppe hinauftrug (der Kleine linste vorsichtig über ihre Schulter und beobachtete mich aus angstgeweiteten Augen), genügten mir vollkommen, um mich in der ungewohnten Situation wieder zurechtzufinden. Und selbst wenn ich gezwungen sein mochte, mich nach den Plänen von Lou zu richten und mit ihr »Pique Dame« zu spielen – ich war fest entschlossen, eine Partie dieser Art in den Gemächern der Gräfin zu beschließen, nicht in der Kammer der Zofe.

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