Petra Reinoso - Einmal Kuba und zurück

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Petra Reinoso wächst in der DDR auf. 1979 ist sie 16 Jahre alt und beginnt eine Ausbildung. Ihr größter Wunsch ist, endlich volljährig zu sein, um das von Gewalt geprägte Elternhaus zu verlassen. Eines Abends lernt sie Raul aus Kuba kennen und lieben. Aber schon bald erfährt sie auch durch ihn Gewalt. Doch ein Jahr später wird ihr Sohn geboren. Beherrscht von Angst und Verzweiflung stimmt Petra einer Heirat mit Raul zu, verlässt als Staatsfeind die DDR und wandert mit ihm und dem Sohn für immer nach Kuba aus. Abenteuerliche Jahre in der kubanischen Großfamilie folgen, es sind Jahre großer Entbehrungen in Armut und der zunehmenden Ablehnung gegenüber ihrem Mann. Schafft Petra es, sich zu befreien?
Nach einer wahren Begebenheit.

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Raul war wütend, weil ich nicht früher da war. Als ich ihm alles erzählte, konnte er sich gar nicht darüber freuen. „Du bleibst aber trotzdem heute hier!“ „Das geht nicht, ich habe meiner Mutter versprochen, dass ich heute wieder nach Hause komme, im Moment läuft alles ganz normal und ich kann ihr das nicht antun.“ Im Stillen dachte ich nur: „Ich bin froh, dass ich wieder nach Hause fahre und ich werde das auf jeden Fall tun, da kann er sich auf den Kopf stellen.“ Er war wieder mal wütend und ich war froh, als Anna mit Fidel kam. Als sie mich sah und erfuhr, dass ich daheim war, sagte sie; „Du siehst wieder richtig gut aus, seit du zu Hause warst.“ Sie versuchte, Raul zu beruhigen, was ihr auch gelang, aber ich wusste, Raul tat nur so, da er sich immer von seiner besten Seite zeigte, wenn andere dabei waren. Anna und ich gingen dann zusammen. Raul sagte noch zum Abschied „Aber morgen bleibst du wieder bei mir.“ Ich hatte ihn so satt und wollte am liebsten nie mehr wieder zu ihm kommen. Mein erster Freund und dann solche Szenen. War das vielleicht normal? Ich kannte es ja nicht anders von meinen Eltern. Ich war aber viel zu sehr verliebt in ihn und merkte auch schnell, wenn wir nicht zusammen waren, hatte ich Sehnsucht nach ihm. Anna hatte ich von unseren Problemen erzählt. Sie konnte es kaum glauben und redete mir ins Gewissen, dass es besser sei, sich zu trennen. Ich wusste ja, dass sie recht hatte, aber irgendwie war ich noch nicht bereit, so schnell aufzugeben. „Er wird sich sicher ändern.“ „Wer einmal schlägt, wird dich immer wieder schlagen“, sagte sie. Ich fühlte mich so leer und traurig, anscheinend hatte ich in dieser Hinsicht nichts gelernt. Ich musste eben meine Erfahrungen selber machen. Die Tage vergingen, ich war jeden Tag zu Hause. Es gab immer wieder Streit wegen Raul. Meine Mutter versuchte, mir ihn auszureden, was mich nur noch bestärkte, weiterhin zu ihm zu fahren, da sie kein gutes Haar an ihm ließ. Sie sprach ja aus eigener Erfahrung. Doch ich wollte ihr das Gegenteil beweisen. Wenigstens sorgte sie aber dafür, dass ich die Pille nahm. Die erste Zeit nach meiner Heimkehr war ich fast täglich bei Raul und fuhr auch immer wieder am Abend nach Hause. Es verging kein Tag, an dem er mir nicht wieder eine Szene machte. Er hätte am liebsten 24 Stunden die Kontrolle über mich gehabt. Er holte mich täglich, außer wenn er Spätschicht arbeitete, von meiner Arbeit oder Berufsschule ab und sobald ein Mann irgendwie in meiner Nähe war, egal ob ich ihn kannte oder nicht oder ob nur rein zufällig, gab es wieder Ärger. Den ganzen Abend machte er mir dann Eifersuchtsszenen, wer das war und was ich mit denen zu tun habe, und jedes Mal schlug er zu, er biss mich ins Gesicht und zog mich an den Haaren. Stets brach ich in Tränen aus, vor Schmerz und vor lauter Entsetzen. Immer wieder drohte er mir, mich zu bestrafen, wenn er wieder einen Mann in meiner Nähe sehen würde. Ich musste mich rechtfertigen für Dinge, die ich nicht getan hatte und nicht einmal die Absicht hatte, diese zu tun. Er glaubte mir kein Wort, war wie besessen. Ich hatte so zu sein, wie er mich haben wollte. Ich hatte keine eigenen Bedürfnisse mehr zu haben, wie ich es auch bereits aus meiner Kindheit kannte. Immer brav den Kopf senken, gefügig und gehorsam zu sein unter Androhung von Strafe. In mir war nur noch die Angst, eine Angst, die mich beherrscht, gesteuert von der Angst, die sich bis in jede Zelle meines Körpers und in die Tiefe meiner Knochen ausbreitete. Gelähmt davon, um mich zu wehren. Wie gefährlich diese Angst für mich war und mich immer weiter abwärts trieb, war mir nie bewusst. Die Pille hatte er mir inzwischen schon längst wieder weggenommen. Ich wurde immer ruhiger und wehrte mich gar nicht in der Hoffnung, dass er sich beruhigen würde. Eigentlich wollte ich dann nur noch nach Hause, obwohl es da auch nicht viel besser war. Da ich nun nach der Arbeit gar nie mehr erst heimkam, sondern erst spät am Abend, gab es auch da immer wieder Ärger mit meinem Vater. Ich wusste überhaupt nicht mehr, was ich machen sollte. Der einzige Rückzugsort führte mich hin und wieder zu Maria. „Beende endlich diese grauenvolle Beziehung. Was willst du denn mit so einem Mann? Sowas würde ich mir nie gefallen lassen“, sagte sie zu mir. „Ich mache Schluss mit Raul, es ist wohl das Beste, ich halte das auch nicht mehr aus.“ Ich nahm mir wirklich vor, nie mehr zu ihm zu fahren. Doch mein größtes Problem war nur, dass Raul nach wie vor jeden Tag nach der Arbeit auf mich wartete, besser gesagt auf mich lauerte. Immer wieder stellte er sich mir in den Weg. „Komm mit!“ „Nein ich will nicht mehr mit dir zusammen sein, du hast mir schon zu viel angetan. Immer wieder dichtest du mir andere Männer an und schlägst mich, das lasse ich mir nicht mehr gefallen, hau ab!“ „Du gehörst mir, du bist mein und niemanden anderem, du kommst jetzt mit.“ Es gelang mir immer wieder, trotzdem nach Hause zu fahren. Ich erzählte es meiner Schwester, die es wieder aus Besorgnis meinen Eltern erzählte. „Das hast du nun davon, wir haben dir es ja gleich gesagt, dass du dich von so einem fernhalten sollst, aber du hast ja nicht auf uns gehört. Wage es bloß nicht, dich wieder mit ihm einzulassen, wehe dir, wenn du noch mal dort hingehst.“ Was für ein toller Ratschlag! Ich musste nun selbst die Sache in den Griff bekommen, es ist ja schließlich auch meine Schuld. Die Stimmung zu Hause war eiskalt. Freude hatte ich nur noch auf Arbeit und in der Schule. Inzwischen war ich 17 Jahre und im zweiten Lehrjahr und es war kurz vor Weihnachten. Meine Schwester sorgte dafür, soweit es ging, mich täglich abzuholen. Wenn es ihr nicht möglich war, fand ich immer einen Fluchtweg, das Betriebsgelände durch irgendwelche Hintertüren zu verlassen, was mich dann auf Umwegen nach Hause brachte. Bevor ich ging, sah ich Raul, wie er unten stand und auf mich wartete. Mein Herz raste ständig, wenn ich ihn sah, er machte mir Angst. Da ich bei der Post arbeitete, musste ich auch am 24. Dezember bis Mittag arbeiten. Weihnachten kehrt endlich mal für kurze Zeit Ruhe ein. Die Familie feierte zusammen, meine Eltern, meine Schwester, ihr Mann und ich. Keiner von uns hätte je gedacht, dass es an diesem Tag doch anders kommen würde. Ich verließ meine Arbeit gegen 12:00 Uhr. Ich ging den normalen Weg. Raul sah ich nirgends und ich vermutete auch gar nicht, ihn an diesem 24. Dezember anzutreffen. Plötzlich stand er aus dem Nichts vor mir. Er hatte mir wieder aufgelauert. Wie konnte ich auch nur denken, dass er nicht hier war. Ich war so erschrocken und zitterte vor Angst und vor Kälte. „Komm bitte mit zu mir nach Hause. Ich verspreche dir, ich werde dich nie mehr schlagen!“ „Das hast du schon tausendmal versprochen, ich komme nicht mit zu dir, ich will nach Hause und außerdem ist heute Weihnachten.“ „Bitte komm mit, ich liebe dich doch, ich will nur mit dir zusammen sein.“ Wie er mich dabei ansah. Er stand da und schaute mich mit einem traurigen und reuigen Blick an. Ich war hin und her gerissen. Das wirkte so ehrlich auf mich und ich sah wieder den Mann, den ich kennengelernt hatte, seine treuen und liebevollen Augen. Er streichelte mich im Gesicht und ich spürte seine schönen Hände, die so was Ergreifendes hatten und mich schon wieder fast zum Dahinschmelzen brachten. Er war wirklich sehr schön. Doch die Angst steckte immer noch in mir, Angst vor ihm, seinen Konsequenzen, Angst vor zu Hause. Ich überlegte sogar schon, wie ich das denn zu Hause erklären sollte, wenn ich jetzt doch mit ihm mitgehe. „Ich muss aber nach Hause, meine Familie wartet.“ Da muss er wohl gemerkt haben, dass er mich gleich wieder weich hatte. Der Bus kam, wir stiegen ein, ich stieg nicht wie gewohnt aus und so wir fuhren gemeinsam zu ihm. Er war das erste Mal wieder richtig normal zu mir, fürsorglich und liebevoll. Er hatte sogar schon etwas gekocht, so sicher war er sich anscheinend. Die meisten Kubaner waren nicht da, sodass wir die Wohnung für uns allein hatten. Es war bereits gegen 18 Uhr und auf einmal klopfte es in einer enormen Lautstärke gegen die Wohnungstür. Durch den Druck öffnete sie sich von selbst und noch bevor wir aufstehen konnten, standen bereits Maria und ihr Mann im Zimmer. „Du kommst jetzt sofort mit nach Hause!“, sagte sie. „Aber …“ „Halt deinen Mund, los jetzt raus hier!“ Ich stand wortlos auf und folgte den beiden ohne Widerrede. Wahrscheinlich war es die einzige Möglichkeit, mich ohne große Diskussionen dort rauszuholen. „Was hast du dir nur dabei gedacht? Kannst du dir vorstellen, was zu Hause los ist?“ „Aber ich kann nichts dafür, er stand einfach wieder da.“ Dann schwieg sie. In den nächsten Wochen und Monaten traf ich mich immer wieder mit Raul, aber ich versuchte, dies so heimlich wie nur möglich zu tun. Raul hatte immer wieder Probleme mit seiner Eifersucht, aber ich redete es mir schön. In der Zwischenzeit hatte ich mein Verhalten schon so ausgerichtet, um keine Anlässe für Streit zu geben. Ich hatte mich ihm vollständig angepasst. Er erzählte mir viel von seiner Heimat und seiner Familie und ich stellte mir immer wieder ein Leben mit ihm auf Kuba vor. Ein Leben in der Wärme unter Palmen, am Strand die Sonne genießen, glücklich und unbeschwert leben. Dann war es sicher auch mit ihm einfacher. So musste Liebe sein. Eine Liebe, die in Verzweiflung wurzelt.

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