Elsa Tamez - Flucht und Neuanfang

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Die Bibel erzählt von Migration in ihren unterschiedlichsten Facetten. Abraham, Jakob, Rut – ja sogar Jesus und seine Familie sind Flüchtlinge gewesen. Dieses Buch versammelt die bewegendsten Geschichten zu diesem Thema. Es beleuchtet die unterschiedlichen Motive für Flucht und Aufbruch, lässt die Ängste und Sorgen der Menschen verstehen, erzählt von Herausforderungen, Erfolgen und Misserfolgen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Erfahrungen gewinnen die Geschichten aus lang vergangener Zeit einen unmittelbaren Bezug zur Gegenwart.
Die Bibeltexte werden in der modernen Übersetzung der «Gute Nachricht Bibel» wiedergegeben. Allen Geschichten ist jeweils eine kurze Einleitung vorangestellt.

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Während der ganzen Gerstenernte und auch noch der Weizenernte hielt sich Rut zu den Leuten von Boas und las Ähren auf. Als die Ernte vorbei war, blieb sie auch tagsüber bei ihrer Schwiegermutter.

Eines Tages sagte Noomi zu Rut: »Meine Tochter, ich möchte, dass du wieder einen Mann und eine Heimat bekommst. Du weißt, dass Boas, mit dessen Leuten du auf dem Feld warst, mit uns verwandt ist. Er arbeitet heute Abend mit der Worfschaufel auf der Tenne, um die Spreu von der Gerste zu trennen. Bade und salbe dich, zieh deine besten Kleider an und geh zur Tenne. Sieh zu, dass er dich nicht bemerkt, bevor er mit Essen und Trinken fertig ist. Pass gut auf, wo er sich hinlegt, und wenn er schläft, schlüpfe unter seine Decke und lege dich neben ihn. Er wird dir dann schon sagen, was du tun sollst.«

»Ich werde alles so machen, wie du gesagt hast«, antwortete Rut. Dann ging sie zur Tenne und verfuhr genau nach den Anweisungen ihrer Schwiegermutter.

Als Boas gegessen und getrunken hatte, legte er sich gut ­gelaunt und zufrieden am Rand des Getreidehaufens schlafen. Leise ging Rut zu ihm hin, schlüpfte unter die ­Decke und legte sich neben ihn. Um Mitternacht schrak Boas auf und tastete um sich. An ihn geschmiegt lag – eine Frau. »Wer bist du?«, fragte er und bekam die Antwort: »Ich bin Rut, deine Sklavin! Breite deinen Gewandsaum über mich und nimm mich zur Frau; du bist doch der Löser!«

Boas erwiderte: »Der HERR segne dich! Was du jetzt getan hast, zeigt noch mehr als alles bisher, wie treu du zur Familie deiner Schwiegermutter hältst. Du hättest ja auch den jungen Männern nachlaufen können und jeden bekommen, ob arm oder reich.

Nun, meine Tochter, sei unbesorgt! Ich werde tun, worum du mich gebeten hast. Jeder in der Stadt weiß, dass du eine tüchtige Frau bist. Doch da ist noch ein Punkt: Es stimmt zwar, dass ich ein Löser bin und dir helfen muss; aber es gibt noch einen zweiten, der den Vortritt hat, weil er näher verwandt ist als ich.

Bleib die Nacht über hier! Morgen früh werde ich ihn vor die Wahl stellen, ob er der Verpflichtung nachkommen will oder nicht. Wenn nicht, werde ich es tun. Das verspreche ich dir, so gewiss der HERR lebt. Bleib jetzt liegen bis zum Morgen!«

Rut blieb neben ihm liegen; aber in aller Frühe, noch bevor ein Mensch den andern erkennen konnte, stand sie auf. Denn Boas sagte: »Es darf nicht bekannt werden, dass eine Frau auf der Tenne war.«

Dann sagte er noch zu ihr: »Nimm dein Umschlagtuch ab und halte es auf!« Er füllte einen halben Zentner Gerste hinein und hob ihr die Last auf die Schulter. Dann ging er in die Stadt.

Als Rut nach Hause kam, fragte ihre Schwiegermutter: »Wie ist es dir ergangen, meine Tochter?« Rut erzählte alles, was Boas für sie getan und zu ihr gesagt hatte. »Und diese ganze Menge Gerste hat er mir mitgegeben«, fügte sie hinzu. »Er sagte: ›Du darfst nicht mit leeren Händen zu deiner Schwiegermutter kommen.‹ «

Noomi antwortete: »Bleib nun hier, meine Tochter, und warte ab, wie die Sache ausgeht. Der Mann wird nicht ruhen, bis er sie noch heute geordnet hat.«

Boas war inzwischen zum Versammlungsplatz am Stadttor gegangen und hatte sich dort hingesetzt. Da ging gerade der andere Löser, von dem Boas gesprochen hatte, vorbei. Boas rief ihm zu: »Komm hierher und setz dich«, und der Mann tat es. Dann holte Boas zehn Männer, die zu den Ältesten der Stadt gehörten, und sagte zu ihnen: »Setzt euch hierher zu uns!«

Als sie sich gesetzt hatten, sagte er zu dem anderen Löser: »Du weißt, dass Noomi aus dem Land Moab zurückgekehrt ist. Sie bietet den Landanteil zum Verkauf an, der unserem Verwandten Elimelech gehört hat. Ich wollte dir das sagen und dir den Vorschlag machen: Erwirb den Landanteil Elimelechs in Gegenwart der hier sitzenden Männer und in Gegenwart der Ältesten meines Volkes! Sag, ob du deiner Verpflichtung nachkommen und von deinem Recht als ­Löser Gebrauch machen willst oder nicht. Ich will es wissen, denn du bist als Erster an der Reihe und nach dir komme ich.«

Der andere antwortete: »Ich mache das!«

Boas fuhr fort: »Wenn du von Noomi das Feld Elimelechs übernimmst, musst du zugleich die Verpflichtung übernehmen, für die Moabiterin Rut zu sorgen und anstelle ihres verstorbenen Mannes einen Sohn zu zeugen. Dem wird später das Feld zufallen, damit der Name des Verstorbenen auf dessen Erbbesitz weiterlebt.«

»Wenn es so ist, verzichte ich«, sagte der andere. »Ich schädige sonst meinen eigenen Erbbesitz. Ich trete dir mein Recht als Löser ab. Ich kann es nicht wahrnehmen.«

Dann zog er seinen Schuh aus und gab ihn Boas mit den Worten: »Erwirb du das Feld!« Mit diesem Zeichen bestätigte man früher in Israel bei Geschäftsabschlüssen den Wechsel des Besitzrechtes an Grund und Boden.

Boas wandte sich an die Ältesten und die anderen anwesenden Männer und sagte: »Ihr seid heute Zeugen, dass ich von Noomi alles erworben habe, was Elimelech und seinen Söhnen Kiljon und Machlon gehörte. Ich habe damit auch die Moabiterin Rut, die Witwe Machlons, als Frau erworben und die Verpflichtung übernommen, an Machlons Stelle einen Sohn zu zeugen, dem sein Erbbesitz gehören wird. Machlons Name soll in seiner Sippe nicht vergessen werden, und seine Familie soll in dieser Stadt und in Israel bestehen bleiben. Ihr habt meine Erklärung gehört und seid dafür Zeugen.«

Die Ältesten und alle Männer auf dem Platz am Tor sagten: »Wir sind dafür Zeugen! Der HERR mache die Frau, die in dein Haus kommt, kinderreich wie Rahel und Lea, die ­zusammen das Haus Israel groß gemacht haben. Mögest du in der Sippe Efrat zu Reichtum und Einfluss gelangen und möge dein Name berühmt werden in Betlehem. Durch die Nachkommen, die der HERR dir durch diese Frau geben wird, soll deine Familie so bedeutend werden wie die ­Familie von Perez, dem Sohn von Tamar und Juda.«

So nahm Boas Rut zur Frau. Der HERR ließ sie schwanger werden und sie gebar einen Sohn.

Da sagten die Frauen zu Noomi: »Der HERR sei gepriesen! Er hat dir heute in diesem Kind einen Löser geschenkt. Möge der Name des Kindes berühmt werden in Israel! Es wird dir neuen Lebensmut geben und wird im Alter für dich sorgen. Denn es ist ja der Sohn deiner Schwiegertochter, die in Liebe zu dir hält. Wahrhaftig, an ihr hast du mehr als an sieben Söhnen!«

Noomi nahm das Kind auf ihren Schoß und wurde seine Pflegemutter.

Ihre Nachbarinnen kamen, um ihm einen Namen zu geben, denn sie sagten: »Noomi ist ein Sohn geboren worden!« Und sie gaben ihm den Namen Obed. Obed wurde der Vater Isais, Isai der Vater des Königs David.

Dies ist die Liste der Nachkommen von Perez: Perez zeugte Hezron, Hezron zeugte Ram, Ram zeugte Amminadab, Amminadab zeugte Nachschon, Nachschon zeugte Salmon, Salmon zeugte Boas, Boas zeugte Obed, Obed zeugte Isai und Isai zeugte David.

Rückkehr ins Ungewisse

Die Frau aus Schunem

Wenn Menschen gezwungen sind auszuwandern, stellt sich ihnen das Problem, Besitz zurücklassen zu müssen, besonders wenn sie plötzlich aufbrechen müssen, z.B. wegen Krieg oder Todesdrohungen. Frauen, Kinder, alte und behinderte Menschen sind meistens am schlimms­ten betroffen. Viele Auswanderer können nicht mehr ­mitnehmen, als sie tragen können. Wenn sie später zurückkehren, ist es nicht leicht, das Eigentum zurückzuerhalten. So ­erging es auch einer Frau aus Schunem, die ihre Heimat und ihren Grundbesitz wegen einer Hungersnot verlassen musste. Als sie zurückkam, musste sie zum König gehen, der das Land zu dieser Zeit regierte, und ihn um Hilfe bitten, um ihren Besitz zurückzuerhalten.

Zur Vorgeschichte: Die Frau lebte in Schunem, einem Dorf westlich des Jordan-Flusses, etwa 25 km vom Berg Karmel entfernt. Sie verstand sich sehr gut mit dem Propheten Elischa und hatte sogar ein kleines Zimmer auf dem Flachdach ihres Hauses gebaut, damit der Prophet eine eigene Bleibe hatte, wenn er durch Schunem kam. Elischa war ihr dankbar und sagte ihr, dass sie im folgenden Jahr einen Sohn zur Welt bringen werde. Das war etwas völlig Außergewöhnliches, denn ihr Mann war schon alt und sie selbst hatte bis dahin keine Kinder bekommen. Ein Jahr später brachte sie tatsächlich einen Sohn zur Welt. Doch dann wurde der Sohn schwer krank und starb. Da ritt sie auf einem Esel zum Berg Karmel, wo der Prophet sich aufhielt. Sie wollte von ihm wissen, warum sie mit einem Sohn gesegnet worden war, nur damit er dann starb. Das beunruhigte den Propheten und er ging sofort mit ihr zurück nach Schunem. Sie hatte das Kind in das Zimmer gelegt, in dem Elischa sonst wohnte. So stieg Elischa zu dem Zimmer hinauf und betete zu Gott, ihn wieder lebendig zu machen. Gott erhörte sein Gebet. Das Kind erwachte wieder zum Leben (2Könige 4,8-37).

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