Karim El Souessi - Die Angst vor dem Tod überwinden

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Die Angst vor dem Tod überwinden: краткое содержание, описание и аннотация

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Vergänglichkeit und Tod – jeden Tag präsent, sind wir doch geneigt, diese unvermeidliche Realität im Alltag zu verdrängen, ruft sie bei uns doch oft Bedrückung, Angst oder gar Schrecken hervor. Genau aus diesem Grund ist dieses Buch so ungemein wertvoll, denn es gelingt dem Autor, sich diesen Themen behutsam und in großer Gelassenheit zu nähern. Ausgesuchte Zitate, Gedichte, Geschichten und Episoden regen an, sich kontemplativ einzulassen und einen ganz natürlichen Umgang mit den Unabänderlichkeiten des Daseins zu finden. Tod und Sterben sind transpersonale Prozesse im Mysterium des Seins, so die Botschaft, kein Grund sich zu fürchten. Der Tod kann auch Höhepunkt des Lebens sein. Kostbare Meditationen öffnen zugleich Geist und Herz für das Wunder des Augenblicks. Absolut empfehlenswert auch für Sterbebegleiter und Hospitzler.

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Mitunter haben wir keine Zeit, uns auf unseren Tod einzustellen, er überrascht uns völlig unerwartet, inmitten irgendeiner Tätigkeit. So wie plötzlich eine Krankheit über uns hereinbricht, genauso kann uns der Tod ereilen. Tatsache ist, dass der Augenblick des Todes nicht vorausgeschaut und eingeschätzt werden kann. Wie vieles andere entzieht er sich unserem Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle. Treffend meint die Psychoonkologin Sabine Lenz in einem Bericht über eine krebskranke Frau, die ihr Leben und alles um sie herum im Griff hatte: „Sie hatte eine Krankheit bekommen, die mit unkontrolliertem Zellwachstum zusammenhing.“ Sie war an Kontrollverlust erkrankt. 60

„Stirb jeden Morgen“, heißt es im Hagakure, dem Kodex der Samurai. „Stell dir jeden Morgen aufs Neue vor, dass du bereits tot bist. Halte dich jeden Morgen, wenn dein Geist friedvoll ist, ohne Unterlass für tot, denke über verschiedene Arten des Todes nach, stelle dir deinen letzten Augenblick vor, wie du von Pfeilen, Kugeln und Schwertern in Einzelteile zerfetzt wirst, von einer Woge weggespült wirst, in ein rasendes Feuer springst, von einem Blitz erschlagen wirst, in einem großen Erdbeben untergehst, von einer schwindelerregenden Klippe stürzt, an einer tödlichen Krankheit leidest oder plötzlich tot umfällst.“ 61Dieser Text ermahnt den Samurai, eine geistige Einstellung zu entwickeln, die seine Bereitschaft, den Tod in jedem Augenblick mit in das Leben einzubeziehen, möglich machen soll.

Es wäre schön, wenn Sterben einem festen biologischen Rhythmus folgte. „Kommt der Tod am Ende eines langen Lebens, dann hat der Mensch gelebt, dann ist er gewesen. Und das ist auch vom Tod ein nicht wieder rückgängig zu machendes Plus. Gelebt zu haben, gewesen zu sein, ist nicht nichts.” 62Kommt der Tod früh in jungen Jahren, dann ist der Lebenslauf unterbrochen. Ein Zen-Meister meinte einmal auf die Frage, was das größte Glück sei: „Vater stirbt, Sohn stirbt, Enkel stirbt.” 63Wenn unser Leben einen natürlichen Verlauf nimmt, wäre das die Reihenfolge, in der wir aus der Welt scheiden, die natürlichste Möglichkeit, in der das Leben seinen Abschluss finden kann. Hermann Hesse verweist in seinem Gedicht „Stufen“ darauf, dass Werden und Vergehen im Verlauf eines Lebens sich in vielfachem Abschied und Neubeginn zeigen können, ja, sogar jeder Augenblick dem nächsten weicht und einen Anfang und ein Ende markiert:

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

in andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

an keinem wie an einer Heimat hängen,

der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

uns neuen Räumen jung entgegensenden,

des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …

Wohlan denn, Herz, nimm’ Abschied und gesunde! 64

9 Im Jetzt leben, was heißt das?

Auf einer Postkarte las ich kürzlich ein Zitat von John Lennon: „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ Das erinnerte mich an Jean-Jacques Rousseau, der einmal schrieb: „Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.“ 65

Ein Bild davon, wie dieses ‚Jetzt-Leben‘ denn aussehen könnte, gibt uns der folgende Krankenbericht:

„An der Wand über meinem Bett hängt seit gestern ein großes Blatt: ‚Wenn das der letzte Tag meines Lebens wäre, wie möchte ich ihn dann gelebt haben?’ Ich will mich in den nächsten Tagen und Wochen immer wieder dieser Frage stellen, will, dass sie mich begleitet. Mein erster Impuls am Morgen ist: ‚Ja, es ist okay, wenn der Tod am Abend kommt, weil ich am Nachmittag eine wichtige und schöne Verabredung habe. Die möchte ich gerne noch erleben.’ … Der Gedanke an den möglichen Tod wird zunächst sehr mächtig und einengend. … Aber zum Glück kann ich mich dann wieder zurückholen und denke: ‚Wenn der Tod kommen soll, wird er auch zu Hause kommen. Wenn es dir bestimmt ist zu sterben, kannst du ihn nicht durch so etwas austricksen. … Was mir angesichts des Todes bleibt, ist, jeden Moment zu bejahen, zu begrüßen, ihn so intensiv wie möglich zu erleben. Und da ist es egal, was ich mache: ob ich im Wald jogge und die Natur, meinen Atem, meine Kraft ganz intensiv aufnehme oder bei einer langen Autofahrt die Natur wahrnehme und nicht nur an das Erreichen des Zieles denke oder bei einer langweiligen Sitzung mich nicht ärgere, sondern die Menschen beobachte, sie wahrnehme, meinen Atem spüre – spüre, dass ich lebe. Immer wieder erinnere ich mich daran, dass der jetzige Moment mein letzter sein könnte. … Ich bemerke, dass ich eigentlich in jedem Moment, egal, was ich tue, etwas Kostbares entdecken kann … Der Gedanke an den jederzeit möglichen Tod hat mich also zunächst geängstigt, wollte mich einengen, aber dann konnte ich mich dem stellen, und der Moment öffnete sich für mich. … Jetzt begleitet die Frage mich immer wieder im Alltag und öffnet mich für die Einmaligkeit dieses Augenblickes. Sie ist für mich ein wichtiger Schlüssel in meinem Leben geworden.“ 66

Abbildung 7 Lackschilduhr mit Sensenmann Museum St Märgen Hochschwarzwald - фото 11

Abbildung 7: Lackschilduhr mit Sensenmann, Museum St. Märgen, Hochschwarzwald, um 1860

Bei ganz einfachen alltäglichen Arbeiten können wir die Einmaligkeit und Kostbarkeit jedes Augenblicks auf- und entdecken, ganz egal, ob wir Wäsche waschen oder die Wohnung aufräumen, ob wir als Sterbende den Geschmack von etwas Tee im Mund erfahren oder als Begleiter helfen, eine wunde Stelle zu versorgen. Wenn wir diesem Hinspüren still und ruhig Raum geben, ihm in die entstehende Stille folgen und die Ruhe, die in jedem Augenblick sichtbar werden kann, in uns aufnehmen, kann das Gefühl entstehen, dass etwas ‚Ewiges’, nicht vom Tod Bedrohtes in jeder alltäglichen Handlung spürbar wird.

10 Was ist wichtig im Leben?

Der Tod eines nahen Angehörigen kann einen in eine Krise stürzen, gleichzeitig kann diese Krise aber auch einen Anstoß geben, sich mit der Frage nach den Wichtigkeiten im Leben auseinanderzusetzen, wie der folgende Bericht eines Mannes zeigt:

„Mein Vater ist vor sechs Jahren sehr plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben. Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Es hat mich damals total aufgerüttelt. Mir wurde damit alles, was vorher so wichtig war, sinnlos. Ich hatte eine gute Stelle als Elektriker, hatte sogar noch den Meister gemacht, es lief eigentlich alles so, wie man es sich träumt. Ich hatte ein großes Motorrad, ging jedes Wochenende in die Disco, war beliebt unter meinen Freunden, plante, meine Freundin irgendwann zu heiraten und eine Familie zu haben. Aber das alles schien mir nach dem Tod so fragwürdig, so vom Äußeren her bestimmt. Es war das, was die Gesellschaft für einen bestimmt, so wie es alle tun. Aber stimmte das für mich?

Mir ging es dann so schlecht, dass ich auch gar nicht mehr arbeiten konnte. Ich war in der Zeit sehr verzweifelt. Warum das alles machen, wenn es nachher sowieso aus ist? Was sollte das Leben? Die anderen konnten mit mir überhaupt nichts mehr anfangen. … Dann, nach zwei Monaten, fasste ich den Entschluss, meine sichere Stelle zu kündigen und für ein Jahr nach Griechenland zu gehen. Mit dem Entschluss, mir einen so großen Traum zu erfüllen, ging es mir gleich schon wieder besser. Das war es, was mich erfüllte. Als ich nach dem Jahr zurückkam, fand ich eine Halbtagsstelle. Ja, ich verdiene jetzt nicht mehr so viel Geld wie früher, aber ich habe jetzt viel mehr Zeit für mich selbst, für die Begegnung mit anderen Menschen und um meine Träume zu leben. So habe ich mir eine eigene kleine Werkstatt eingerichtet und tüftle da vor mich hin. In diesen Momenten geht es mir sehr gut, da bin ich ganz ich selbst, ganz zufrieden und erfüllt. Für diese Momente lohnt sich das Leben.“ 67

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