Karim El Souessi - Die Angst vor dem Tod überwinden

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Vergänglichkeit und Tod – jeden Tag präsent, sind wir doch geneigt, diese unvermeidliche Realität im Alltag zu verdrängen, ruft sie bei uns doch oft Bedrückung, Angst oder gar Schrecken hervor. Genau aus diesem Grund ist dieses Buch so ungemein wertvoll, denn es gelingt dem Autor, sich diesen Themen behutsam und in großer Gelassenheit zu nähern. Ausgesuchte Zitate, Gedichte, Geschichten und Episoden regen an, sich kontemplativ einzulassen und einen ganz natürlichen Umgang mit den Unabänderlichkeiten des Daseins zu finden. Tod und Sterben sind transpersonale Prozesse im Mysterium des Seins, so die Botschaft, kein Grund sich zu fürchten. Der Tod kann auch Höhepunkt des Lebens sein. Kostbare Meditationen öffnen zugleich Geist und Herz für das Wunder des Augenblicks. Absolut empfehlenswert auch für Sterbebegleiter und Hospitzler.

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Abb 6 Der Prophet Mohammed im Siebenten Himmel vor Gott Genauso können das - фото 10

Abb. 6: Der Prophet Mohammed im Siebenten Himmel vor Gott

Genauso können das Festhalten an erlebtem Leid oder die Sorge um zukünftiges Leid zu endlosen Beschäftigungen werden und den Blick auf die Endlichkeit des Daseins verdecken. Der verstorbene Kabarettist Hanns-Hermann Kersten drückt dies in seinem Gedicht „Ganz still und stumm“ eindrücklich aus:

Wir sitzen still auf unserm Stern,

und wer uns lieb hat, hat uns gern.

Und wer uns hasst, der lässt es bleiben.

So kann man sich die Zeit vertreiben.

Wenn sich die Erde dreht und dreht,

dann merkt man, wie die Zeit vergeht.

Zermürbend wirkt die Rotation.

Wo bleibt der Tod? Da kommt er schon. 51

Wenn Sören Kierkegaard in seiner Rede „An einem Grabe“ fordert, den Tod ins Leben mit Ernsthaftigkeit einzubeziehen, dann will er zu Bedachtheit aufrufen: „Der Tod im Ernst [bedacht] gibt Lebenskraft wie nichts anderes, er macht wachsam wie nichts anderes.“ 52Ohne die Begrenzung des Todes, so Wilhelm Schmid, wäre unser Leben bedeutungslos, denn „es gäbe keinen Grund, sich um ein schönes und erfülltes Leben zu sorgen. Und gelänge es einst, das Leben ewig dauern zu lassen, schwände die Anstrengung, es wirklich zu leben, dramatisch, und die Individuen brächten ihr Leben wohl erst recht damit zu, auf ‚das Leben’ zu warten.“ 53

7 Wie sollten wir leben, um nichts versäumt zu haben?

„Am Ende des Lebens sollst du nicht fragen“, so Rabbi Zusya, „warum du nicht Jesus, Buddha oder wer auch immer gewesen bist, sondern warum du nicht du selber gewesen bist.“ Aber wer bist du in Wahrheit? Du kommst als Niemand auf die Welt, entwickelst eine Persönlichkeit, wirst ein Jemand, um dann wieder ein Niemand zu werden. Aber nun bist du ein anderer Niemand als der, der du bei deiner Geburt warst, ein Niemand, der das eigene Ich-Gebäude geformt, durchlebt, bereichert und überschritten hat.

Die Schriftstellerin George Eliot, eigentlich Mary Anne Evans (18191880), ruft uns auf, die kostbare Zeit dafür zu nutzen, die eigene Persönlichkeit – sie gab sich selbst je nach Lebenslage sieben verschiedene Namen – voll zu entfalten: „Es ist nie zu spät, das zu werden, was du hättest sein können.“ 54Aber wer und wie solltest du sein? Wie solltest du gelebt haben? Vielleicht gibt der argentinische Dichter Jorge Luis Borges, der im Alter von 85 Jahren das folgende Gedicht schrieb, eine Antwort darauf:

AUGENBLICKE

Wenn ich mein Leben

noch einmal leben könnte, im nächsten Leben,

würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.

Ich würde nicht so perfekt sein wollen,

ich würde mich mehr entspannen.

Ich wäre ein bisschen verrückter, als ich gewesen bin,

ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.

Ich würde nicht so gesund leben.

Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,

Sonnenuntergänge betrachten,

mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.

Ich war einer dieser klugen Menschen,

die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;

freilich hatte ich auch Momente der Freude,

aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,

würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.

Falls du es noch nicht weißt,

aus diesen besteht nämlich das Leben;

nur aus Augenblicken, vergiss nicht den jetzigen!

Wenn ich noch einmal leben könnte,

würde ich vom Frühlingsbeginn an

bis in den Spätherbst hinein

barfuß gehen.

Und ich würde mehr mit Kindern spielen,

wenn ich das Leben noch vor mir hätte.

Aber sehen Sie …, ich bin 85 Jahre alt und weiß,

dass ich bald sterben werde. 55

Dieses Gedicht macht deutlich, wie sehr der herannahende Tod die Zeit immer kostbarer werden lässt, „wie ein Tag, unterweilen eine Stunde im Preis hochgeschraubt ward, wenn der Sterbende mit dem Tode marktete…“ 56

Der amerikanische Psychotherapeut Sheldon Kopp empfiehlt in seinem Buch „Triffst Du Buddha unterwegs“ 57, sich selbst einen – wie er formuliert – ‚eschatologischen Waschzettel’ zu schaffen, der vielleicht in Form einer Auflistung wie bei Kopp, vielleicht aber auch in Form eines Gedichtes wie oben, das auflistet, was für Sie im Leben bis in die letzten Stunden vor Ihrem Sterben wichtig ist. Angehörige, Sterbende und Begleiter können sich damit besser vor Augen halten, auf welche Dinge sie besonders achten wollen. Hier ein paar Vorschläge aus meinem eigenen Waschzettel:

• Tu nur eine Sache zu einer Zeit.

• Tu das, was du tust, mit ganzem Herzen.

• Atme wenigstens einmal tief durch, ein Seufzer, und halte inne, bevor du loslegst, etwas zu tun.

• Bedenke: Der jetzige Augenblick ist alles, mehr gibt es nicht.

• Tu das, was du tust, so gut du kannst.

• Bewahre dir ein inneres Lächeln.

• Mach dich nicht zum Opfer, indem du in Selbstmitleid badest.

• Stopfe die Zeit nicht mit Aktivitäten voll. Geistiges Entleeren bringt das Wesentliche zum Vorschein.

• Lass das Grübeln über gestern und morgen, lerne aber aus den Fehlern.

• Drei Angelegenheiten gibt es: meine, deine, seine. Ob die Erde sich dreht, ist seine, die des andern – nicht die deine. Sei deshalb nicht überverantwortlich.

• Hetze nicht durch die Zeit. Sie läuft schneller als du.

• Hafte nicht an Dingen, leidenschaftlichen Gefühlen und verpassten Gelegenheiten.

• Alle Dinge vergehen schnell. Du bist nur eine Sternschnuppe in der Zeit und kannst nichts festhalten.

• Du bist nur, was du bist. Alle, die edler sein wollen, als sie können, verfallen der Neurose. Es wäre besser, wenn es ihnen möglich gewesen wäre, schlechter zu sein (nach S. Freud). Steh also zu dir.

• Sei im Wesentlichen einfach und klar.

• Achte auf deine Inspiration, folge deiner Intuition.

• Was kommen wird, ist noch nicht da und entspricht dann sowieso nur selten der Realität.

• Hoffnung und Befürchtung besetzen den klaren Geist und vernebeln das Sein.

• Erleuchtung hin oder her – man muss trotzdem Holz hacken und Wasser holen.

• Wenn du gefrühstückt hast, dann geh und wasch deine Ess-Schalen. 58a

• Einatmen, ausatmen – frage dich, wer da atmet.

• „Ein Samurai entscheidet in sieben Atemzügen. Langes Überlegen stumpft den scharfen Rand der Entscheidung ab.“ 58b

• Das eigentliche Leben ist jenseits von Denken und Nichtdenken.

• Übe dich in Bescheidenheit und Demut.

• „Sei weise und wuchere mit dem Augenblick. Nur einmal machst du diese Reise. Lass eine Segensspur zurück.“ (Spruch der Salesianer)

• Sei beweglich wie fließendes Wasser.

• Sei im Geben großzügig. Gib, was dir möglich ist, aber wisse um deine Grenzen.

• Sitze so viel wie möglich in stiller Meditation. Im Sitzen setzt sich auch der Geist und die Klarheit tritt einfach hervor.

• „Du musst nicht alles erzählen, was wahr ist. Aber das, was du sagst, sollte wahr sein.“ (Konfuzius)

• „Fürchte dich nicht.“ (Jesus)

• Vergiss die Liebe nicht! Unbefleckt offenbart sie die Schönheit des Seins in jedem Augenblick.

8 Der Umgang mit der eigenen Sterblichkeit

„Das Aufleuchten der Gewissheit des eigenen Todes bedeutet, sich zu vergegenwärtigen, dass mit dem Tod endgültig alles vorbei ist und dass das Lebensende eine Grenze darstellt, jenseits derer keine Möglichkeit mehr besteht, zu handeln, etwas zu korrigieren oder einen Fehler wiedergutzumachen. Alle Projekte und Zukunftsplanungen finden ihr jähes Ende.“ 59

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