Stig Ericson - Sturm über Bluewater

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Ein junges Mädchen wächst auf dem Bauernhof ihrer Eltern auf. Jennys Traum ist es, Lehrerin zu werden, aber die Realität ist weit von ihrem Traum entfernt, da sie selbst gar nicht einmal zur Schule geht, weil ihr Vater es verbietet. Auch den Umgang mit Indianern verbietet er ihr, da diese, laut Jennys Vater, alle Feinde sind und ihr Land stehlen. Wird Jennys Traum, in die Schule zu gehen und eines Tages selbst Lehrerin zu werden, in Erfüllung gehen? Und wird ihr Vater seine Haltung gegenüber «dem Fremden» ändern? -

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Sie hatte mir ihre eigene erste Bibel geschenkt. Das war mehr, als ich begreifen konnte.

Normalerweise habe ich noch nicht richtig den Kopf aufs Kissen gelegt, und schon bin ich eingeschlafen.

Aber an diesem Abend war nichts wie sonst. Ich dachte an Mrs. Ryan, wie sie wohl ausgesehen hatte, als sie so alt war wie ich, was für Kleider sie angehabt hatte. Bestimmt ein weißes Kleid mit vielen Spitzen. Und einen Hut mit roten und blauen Seidenbändern.

„Nimm sie jetzt. Ich möchte, daß du sie bekommst. Verstehst du? Ich will es.“

Genau das hatte sie gesagt. Sie mußte etwas damit gemeint haben, etwas Bestimmtes, etwas, was nur mich betraf.

Es mußte bedeuten, daß sie ein Vertrauen in mich setzte. Genau das Wort tauchte in meinen verwirrten Gedanken auf: Vertrauen.

Und das machte die Bibel, die sie mir geschenkt hatte, zu mehr als nur einem Buch: Sie war der Schlüssel zu etwas, was ich noch nicht kannte. Etwas Großem. Hellem. Schönem.

Das Unwetter

Der Wind pfiff über den Dachfirst. Er heulte im Giebel und zischte durch die Ritzen. Die dünnen Bretterwände knarrten.

Aber hinter all dem war noch ein anderes Geräusch, dumpfer, gewaltiger, unglücksverheißend.

Vielleicht war ich davon aufgewacht, daß ich fror, daß das Kissen naß und kalt war. Als ich mich im Bett aufsetzte, sah ich zuerst, daß die Kammer ungewöhnlich hell war, und es mag eine Weile gedauert haben, bis ich verstand, daß das Helle feiner Schnee war, den der Wind durch die Ritzen geblasen hatte. Fast überall lag Schnee. Auf den Decken, den Kleidern, auf dem Boden.

Und es war kalt. Ich fror bis tief, tief nach innen.

Die anderen schliefen noch. Ich rüttelte Daniel wach.

„Sieh zu, daß die Kleinen besser zugedeckt werden. Nimm unsere Decken. Und dann komm runter.“

Ich zog mich an und kletterte die Treppe hinunter.

Die Öllampe brannte. Auch hier unten lag Schnee. Aber im Herd brannte ein Feuer.

Mutter stand bei der Tür, sie war ganz angezogen. Sie hatte sich ihren alten roten Schal um den Kopf gewickelt, deshalb hörte sie mich erst, als ich ganz nah bei ihr war. Ihr Mund war ein schmaler Strich. Sie sah alt aus. Verbraucht.

„Gut“, sagte sie. „Zieh dir noch was an, vergiß den Kopf nicht.“

Während ich mich anzog, band sie sich eine Rettungsleine um den Bauch. Vater hatte sie verwendet, als er vor vielen Jahren den Brunnen grub. Sie war mindestens 18 Meter lang. Mutter reichte mir das Seilende, und ich fragte mich plötzlich, warum sie mich nicht geweckt hatte. Hatte sie gehört, daß ich wach war? Es schien fast so, als ob sie dagestanden und auf mich gewartet hätte.

Ich fragte sie, ob wir zu den Tieren gehen würden, aber sie schüttelte den Kopf.

„Brennmaterial“, sagte sie. „Wir brauchen dringend Brennmaterial.“ Ich hatte schon Blizzards, heftige Schneestürme erlebt, und ich wußte, was wir machen würden. Bevor ich mir das Seil umband, holte ich noch Axt und Spaten. Im Winter hatten wir alles Werkzeug im Haus.

Mutter nahm den Spaten und wandte sich zur Tür.

„Die Säcke noch . . .“

Jetzt erst fiel mir die Bibel wieder ein, die unter den Säcken bei der Tür lag; ich war ja gerade erst aufgewacht. Aber ich war wach genug um zu begreifen, daß ich sie nicht gleichzeitig versteckt halten und in ihr lesen konnte. Ich war ja nie alleine, und Mutter sah und merkte fast alles.

Ich müßte es ihr erzählen . . .

Aber dazu war jetzt keine Zeit. Später vielleicht ‒ als Überraschung. Ich nahm die beiden Jutesäcke hoch, und da, ganz in der Ecke, lag das schwarze Buch. Mutter sah es nicht.

Mit vereinten Kräften gelang es uns, die Tür aufzudrücken. Wenn sie nicht im Windschatten gelegen hätte, wäre sie vermutlich aus den Angeln gesprungen. Der Sturm pfiff und heulte. Der Schnee war zu dichten Wällen aufgetürmt. Und es war schrecklich kalt. Wir arbeiteten uns durch Schneewehen und wirbelnden Schneerauch vorwärts.

An der Hausecke erfaßte uns der Sturm.

Er war wie ein lebendes Wesen, ein böser Geist, der uns mit seiner Urgewalt vernichten und uns mit seiner Kälte verbrennen wollte.

Wir preßten die Säcke vors Gesicht und drückten uns der Hauswand entlang vorwärts. Der Wind peitschte durch unsere Kleider. Er drang in Ohren, Nase und Mund. Man konnte fast nicht atmen und immer nur für einen kurzen Moment etwas sehen. Schritt für Schritt arbeiteten wir uns voran, durch ein grauweißes, beißendes, betäubendes Inferno. Aber wir mußten vorwärts. Mußten. Wenn der Sturm anhielt, dann ging es um unser Leben . . .

Irgendwie gelang es uns, bis zum Misthaufen hinter dem Haus zu kommen. Wir hackten die festgefrorenen Fladen los. Wir füllten sie in die Säcke. Wir kämpften uns zur Tür zurück.

Dies machten wir mehrere Male.

Beim letzten Mal schaffte ich es nicht mehr bis zur Tür zurück. Ich sank in den Schnee, wollte mich ausruhen, nur ausruhen. Es war unglaublich angenehm, einfach nur in dem weichen, jetzt fast warmen Schnee zu liegen und zu hören, wie der Sturm immer leiser wurde . . .

Mutter zog am Seil. Sie trat mich. Sie schlug mir auf die Wangen. Sie beugte sich und nahm mich hoch. Und irgendwie gelang es ihr, mich und die Säcke ins Haus zu bekommen.

In ihrem dünnen, ausgemergelten Körper war unglaublich viel Kraft. Ich habe eine schwache Erinnerung daran, daß Daniel uns mit den Knoten half, daß wir irgendwie die Jacken ausbekamen, und daß wir vor dem Herd auf dem Boden saßen und unsere erfrorenen Hände rieben. Meine beiden kleinen Finger waren weiß, das passierte im Winter oft, aber nach einer Weile pochte und klopfte es in ihnen.

Mutter zog mich zu sich.

„Jetzt brauchen wir nicht mehr zu frieren“, sagte sie. „Kleine, starke Jenny.“

Obwohl sie so nah war, schien ihre Stimme von weither zu kommen. Ich hatte immer noch den Sturm in mir.

Die Kuhfladen lagen in Schichten vor dem brennenden Kamin. Die Feuchtigkeit stieg wie dünner, graublauer Rauch auf. Bald würde man mit denen, die zuoberst lagen, heizen können.

Nein, wir würden noch lange nicht frieren müssen. Wir nicht. Mist war ein wichtiges Brennmaterial in diesem Land aus baumlosen Ebenen und Sandhügeln. Die wenigen Bäume, die es entlang der Wasserläufe gab, waren viel zu wertvoll zum Verheizen. Sie wurden zum Bauen, für Zaunpfähle und für Werkzeuge verwendet. Man benützte jedes Stöckchen, jeden Busch und jeden Zweig.

Im Sommer und im Herbst war es die Aufgabe der kleineren Kinder, Brennmaterial zu sammeln. Sie legten die Fladen in die Sonne und drehten sie einige Male, bis sie durchgetrocknet waren, und dann stapelten sie hinter dem Haus ordentliche Häufen auf.

Jetzt hatten wir Brennmaterial für mehrere Tage, es knisterte im Herd und im Kamin, und Daniel, ich und der kleine John, der drei war, saßen am Tisch und tranken warmen Saft.

Mutter hatte sich auf eine Decke vor den Herd gesetzt und fütterte Hanna, das Baby.

Finger und Fußzehen taten weh. Ich konnte fast nicht stillsitzen. Es war wie in der Schule. In der ersten Stunde saß man immer da und rutschte herum und versuchte zu vergessen, wie die Frostbeulen juckten und brannten.

Aber Schule gab es jetzt ja keine mehr.

Ich dachte wieder an die Bibel. Sie lag für jedermann sichtbar auf der langen Bank bei der Tür.

Aus irgendeinem Grund entschied ich mich dafür, selbst nichts zu sagen. Ich wollte, daß einer von den anderen sie entdecken würde, und dann, erst dann, würde ich erzählen, wie nett Mrs. Ryan zu mir gewesen war.

Natürlich entdeckte Daniel sie zuerst, der liebe kleine Daniel, der immer mehr sah, als er zugab.

Er ging hinüber und holte sie, und er konnte den Mund nicht halten.

„Was ist das?“

„Das siehst du doch, ein Buch.“

„Was für ein Buch?“

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