Stephan Rey - Warum zum Teufel Ritalin?

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Warum zum Teufel Ritalin?: краткое содержание, описание и аннотация

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Erst mit 45 erhielt der Autor die Diagnose. Sein Buch «Warum zum Teufel Ritalin?» ist eine Reflexion mit den Schattenseiten der Veranlagung und wie ein Leben ohne und mit Ritalin aussieht. Die authentische Schrift des gelernten Psychiatriepflegers ist ein Ratgeber für Eltern, denn ohne die richtige Therapie können sich Begleiterkrankungen wie Depressionen, Zwangsstörungen, Ängste und Panikattacken entwickeln. Suchtverhalten oder ein Burnout sind dann die Folgen
«Ich bin angekommen. Nach all den Jahren, in denen sich meine Hyperaktivität negativ auf meine Lebensqualität ausgewirkt hat, ist mein Leben mit Ritalin heute wie ein Geschenk, das ich verspätet ausgepackt habe.»

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Es wurde mir immer wieder gesagt, ja förmlich eingetrichtert: «Du lebst in einem der freiesten Länder dieser Welt!» Die Schweiz sei ein Land, das gut zu seinen Bürgern schaut und sie sei auch ein reiches wie sicheres Land. «Was treibt dich immer wieder weg?», wurde ich gefragt. Und ich antwortete stets mit demselben Mantra: «Es ist das Gefühl, in einem goldenen Käfig gefangen zu sein.»

Der Wohlstand und das Sicherheitsdenken meiner Landsleute hatte seinen Preis, und der war nach meiner Auffassung die Unfreiheit. Heute weiß ich, dass es nicht die Rahmenbedingungen waren, die meine persönliche Freiheit verhinderten. Die Gründe dafür lagen vielmehr tief in meinem Innersten, und ich werde in diesem Buch konkret darauf eingehen. Heute definiere ich Freiheit insofern, dass ich mir einiges im Leben zutraue. Ein Gefühl, das mir quälende Jahre zuvor gefehlt hatte.

Der Glaube allein

Die Kraft, an sich zu glauben, hat einen enormen Einfluss darauf, wie Menschen ihr Leben gestalten. Wer über genügend Selbstvertrauen verfügt, muss sich nicht die ganze Zeit beweisen. Man weiß ganz einfach, dass man viel erreichen kann im Laufe seiner Erdenjahre. Dieses überaus starke Gefühl ist mit innerem Frieden verbunden, und diese Ruhe gibt mir heute das Gefühl von Freiheit.

Die neu gewonnene Freiheit stelle ich natürlich in Relation zu meinen vielen Erfahrungen, die ich gemacht habe. Manche Weichen wären zu einem früheren Zeitpunkt vielleicht anders gestellt worden, wäre meine Freiheit eine echte Freiheit gewesen. Aber ich bin auch ein rationaler Mensch und weiß zu gut, dass man das Rad der Zeit nicht zurückdrehen kann. Ich bin mit dem, was ich heute bin, im Großen und Ganzen zufrieden. Das kann ich allerdings erst mit 50 Lenzen auf dem Buckel so klar formulieren. Es ist schön, auch mit reifen Jahren erfahren zu dürfen, wie es dem eigenen Wohlbefinden dient, wenn man dem Leben nicht mehr nachrennen muss, sondern daran teilnehmen darf. Wenn die ständige Getriebenheit einer achtsamen Gelassenheit weicht, ist das eine Form von Gnade und Glückseligkeit. Die Welt ist plötzlich nicht mehr schwarz-weiß, und ich habe heute die Zentriertheit, die Komplexität des Daseins mit all ihren Schattierungen wahrnehmen zu dürfen. Es ist wie ein Befreiungsschlag: Wer seine Gedanken ordnen kann, der kann auch loslassen!

Kein Guru brachte den Frieden

Zustände von Frieden, Ruhe oder Entspannung waren mir bisher anhin fremd. Ich machte Sport, bewegte mich viel an der frischen Luft, und ich versuchte meine Unrast mit alternativen Heilmitteln zu besänftigen. Ich suchte Erlösung mit Yoga, übte mich in Atemtechniken sowie in autogenem Training. Eine gezielte Therapie bei einem Arzt wies mich zwar in eine hoffnungsvolle Richtung, letztendlich scheiterten aber alle meine Bemühungen, den hyperaktiven Kern in mir zu dimmen.

Ich erhebe freilich keinen Anspruch, dass meine Erfahrungen, die ich hier im Buch schildere, allgemeingültig sind. Letztendlich ist es aber so, wie ich es seit einiger Zeit erlebe, und ich muss es hier auch mit aller Klarheit sagen: Die vielen Vorteile in meinem neuen Leben verdanke ich nicht einem Achtsamkeits-Coaching in Trivandrum oder einem spirituellen Lehrer in Goa. Die Wahrheit ist weit profaner: Mein neues Lebensgefühl verdanke ich einer runden, weißen Pille. Ihr Name ist Ritalin und sie ist in der Gesellschaft nicht unumstritten.

Die Diagnose

2013 erhielt ich die Diagnose ADHS. Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung – kurz ADHS – wird vor allem bei Kindern diagnostiziert und gehört aus heutiger Sicht zur Gruppe der Verhaltens- und Emotionsstörungen. Probleme mit der Aufmerksamkeit, der Impulskontrolle und der Selbstregulation sind damit verbunden. Körperliche Unruhe wie innere Getriebenheit gelten als häufigste Begleiterscheinungen. Früher wurde ADHS, manche nennen die Störung auch einen Persönlichkeitsstil, als reines Verhaltensproblem angesehen. Heute gehen zumindest Fachleute von einer komplexen Entwicklungsverzögerung des Selbstmanagement-Systems in gewissen Gehirnregionen aus.

Ein schwieriges Kind

Ich galt als ein schwieriger Junge. Streitereien in der Schule waren gang und gäbe. Da ich regelmäßig den Unterricht störte, musste ich so manche Schulstunde vor der Türe verbringen. Ich war derart auffällig, dass sich nicht wenige Freunde aus dem Umfeld abwandten. Noch heute spricht man vom Zappelphilipp, der 1844 vom Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann ersonnen wurde. Doch ADHS oder ADS mit seinen zahlreichen Mischformen und Begleiterscheinungen ist weit komplexer und kann zahlreiche Komorbiditäten in verschiedenen Lebensbereichen zur Folge haben.

In meiner Kindheit gab es die Diagnose noch nicht. Wie ich bereits eingangs erwähnte, sprach man von POS, dem Psychoorganischen Syndrom, was der Wahrheit in keiner Weise nachkam. Fakt ist, dass selbst heute noch viele Kinder und Jugendliche unbehandelt sind, weil man sie nicht abklärt. Experten gehen davon aus, dass die Anzahl von Erwachsenen relativ hoch ist, die unter einer unbehandelten AD(H)S-Symptomatik leiden.

Ein neues Lebensgefühl

Es sollte also ganze 50 Jahre dauern, bis ich mein Dasein so genießen konnte, wie es für die meisten Menschen eine Normalität darstellt. Und das auch im Hinblick darauf, dass jemand sein Leben möglichst ohne Medikamente leben kann. Das sind oder vielmehr waren alles Gedanken, die mich auf meiner Reise durch Kalifornien begleiteten. Während den drei Wochen in den USA erlebte ich die Verbesserungen meiner Lebensqualität besonders intensiv. Zum ersten Mal in meinem Leben reiste ich ohne Begleitung, und ich empfand diesen Zustand als absolut befreiend. Es ist eine unbeschreibliche Erfahrung, sich auf einer Reise derart entspannt zu fühlen und entsprechend harmonisch zu agieren in seinem Umfeld. Kleinigkeiten nerven mich nicht mehr, denn die positiven Aspekte rücken jetzt eindeutig in den Vordergrund. Das ist einfach nur wunderbar!

Ein Beispiel gefällig? Die bekannte Bigger-is-better-Maxime der Amerikaner, die sich in fast allen Lebensbereichen niederschlägt, lässt mich im Gegensatz zu früher wunderbar unberührt. Die riesigen Pappbecher für Coca Cola & Co, die gigantischen Essensportionen auf den Tellern und der ausgeprägte Hang zu Hedonismus und Konsum hinterlassen auf meiner Stirn keine Zornesfalten mehr. Noch zwölf Monate zuvor hätte mich all das und vor allem auch die laute Politik mit ihren schrillen Protagonisten außerordentlich aufgebracht. Und mit Sicherheit hätte ich mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg gehalten. Die Mitreisenden aus Australien oder England hätte ich mit Nachdruck wissen lassen, dass die USA kein fairer Player sind im Weltgefüge. Ich hätte der Verkäuferin im Souvenir-Shop, wo ich aus Spaß Donald-Trump-Socken kaufte, erklärt, wie negativ dessen Außenpolitik bei uns Europäern ankommt. Ich kann heute all dem Stress, Ärger und Streit regelrecht «Good bye» sagen. All die guten Aspekte einer mehrwöchigen Reise wären früher zwangsläufig in den Hintergrund getreten. Heute erstrahlen sie in nie da gewesenem Glanz.

Die Neue Welt, wie man die USA auch nennt, fand in einer neuen Welt statt. In meiner neuen Welt! Ich bin heute relaxt, urteile objektiv und das Wichtigste: Ich kann mit unerfüllten Erwartungen und unerwarteten Abweichungen ganz normal umgehen. Es ist für mich eine Art Segen, dass ich mich tatsächlich auf einer Gruppenreise befinde und mich mit diesen Menschen verbunden fühle, die wie ich eine große Liebe zu den Vereinigten Staaten mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten und Naturparks empfinden. Ja, ich verspüre in diesem Moment einen kleinen Triumph über mich selbst. Die Verschiedenheit meiner Mitreisenden stört mich nicht mehr im Geringsten und dieses «Laisser-Vivre» führt jetzt sogar zu richtig netten Bekanntschaften. Nun sind es die kleinen Details einer Reise, die mich mit Glück und Dankbarkeit erfüllen. Für jemand anderen mag das alles banal klingen, für mich ist es geradezu eine spektakuläre Erfahrung!

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