Gillian Butler - Psychologie. Eine Einführung

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Was ist Psychologie? Sie untersucht, wie wir wahrnehmen, lernen und kommunizieren. Sie widmet sich menschlichem Verhalten, Verhaltensstörungen und der psychischen Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen. Schließlich fragt sie: Woher kommen die Unterschiede zwischen den Menschen? Wie beeinflussen wir einander? Und wie werden psychische Probleme erkannt und behandelt?Diese allgemeinverständliche Einführung erschließt das gesamte Spektrum der Psychologie. Die erweiterte Neuauflage berücksichtigt die neuesten Erkenntnisse aus den Bereichen Kognitions- und Neurowissenschaft, Neurophysiologie und Sozialpsychologie.

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[46]3 Was bleibt im Bewusstsein? Lernen und Gedächtnis

Wenn Sie etwas lernen, dann verändert sich etwas. Nun können Sie etwas, das Sie zuvor nicht konnten, wie zum Beispiel Klavier spielen. Oder Sie wissen etwas, das Sie zuvor nicht wussten, wie etwa die Bedeutung des Begriffs »empirisch«. Wenn etwas im Bewusstsein bleibt, nehmen wir an, dass es irgendwo gespeichert wird. Diesen Speicherraum nennen wir »Gedächtnis«. Das System ist nicht perfekt, denn manchmal »zerbrechen wir uns den Kopf« oder »zermartern uns das Hirn«, doch die verbreitetste Annahme hinsichtlich dessen, was im Gedächtnis bleibt, ist wohl die, dass es irgendwo gespeichert wird. Manchmal können wir das Gewünschte nicht finden. Aber es ist wahrscheinlich irgendwo abgelegt, wenn wir nur wüssten, wo. Die Entdeckungen von Psychologen auf dem Gebiet des Lernens und des Gedächtnisses zeigen, dass die beiden Vorgänge – Lernen und Erinnerung – miteinander verflochten sind, die Analogie des Speicherns jedoch nicht treffend ist.

William James bemerkte 1890 über das Gedächtnis:

Warum sollte dieses gottgegebene Vermögen in so viel besserem Maße die Ereignisse von gestern behalten als die des Vorjahres, und am besten von allen die der letzten Stunde? Und warum sollten ihm im hohen Alter die Erlebnisse der Kindheit am verlässlichsten zur Verfügung stehen? Warum stärkt das wiederholte Erleben unsere Erinnerung? Warum sollten Drogen, Fieber, Scheintod-[47]Erfahrungen und Aufregungen Dinge wieder zum Leben erwecken, die lange vergessen waren? […] Diese Merkwürdigkeiten erscheinen fantastisch und könnten, was immer wir auch a priori sehen, das genaue Gegenteil dessen sein, was sie eigentlich sind. Dieses Vermögen existiert also offensichtlich nicht absolut, sondern funktioniert unter bestimmten Bedingungen. Die Suche nach den Bedingungen wird zur interessantesten Aufgabe des Psychologen. (James, 1890)

Die Frage, was im Gedächtnis bleibt, stellt noch immer eine Herausforderung dar. Zuerst ist es wichtig, zu erkennen, dass Lernen und Gedächtnis zwei Seiten derselben Münze sind: Wir wissen, dass Menschen (und Tiere) etwas erlernt haben, wenn sie uns zeigen oder erzählen, an was sie sich erinnern. In ihrem Gehirn hat eine Veränderung stattgefunden. Kognitionswissenschaftler, darunter auch Psychologen, haben vieles über die Vorgänge entdeckt, die an der Entstehung und Erhaltung dieser Veränderung beteiligt sind. Kasten 3.1 zeigt ein Beispiel mit wichtigen Konsequenzen sowohl für das Lernen als auch für das Gedächtnis. Während die Forschung manche Fragen beantworten kann, wirft sie gleichzeitig auch neue auf.

Kasten 3.1 Navigation und das Gehirn

Die Gehirne von Taxifahrern in London verändern sich, während diese zu Experten der Navigation werden. Das Volumen grauer Masse wächst in dem mittleren Hinterteil des Hippocampus, während es im vorderen Hippocampus abnimmt. Je mehr Jahre an Erfahrung jemand hat, desto größer sind diese Veränderungen. Derartige Veränderungen im Gehirn sind nicht bei Londoner Busfahrern zu finden, die in vielen Aspekten, wie der Fahrerfahrung oder der Stressbelastung, vergleichbar sind. Sie folgen eher vorgegebenen Routen, als dass sie die Navigationsexpertise von Taxifahrern entwickeln. Doch nichts kommt ohne einen Preis: Die Abnahme der grauen Masse wird mit Komplikationen, neue visuospatiale Erinnerungen zu gewinnen, in Verbindung gebracht.

Maguire/Woollett/Spiers 2006;

Woollett/Maguire 2011

Diese Art der Forschung wurde durch die Entwicklung von In-vivo -bildgebenden Verfahren ermöglicht, die den Aufbau und die Funktionsweisen eines lebendigen menschlichen Gehirns sichtbar machen können. Während der in Kasten 3.1 beschriebenen Untersuchung haben MRI-Scanner volumetrische Unterschiede im Hippocampus gemessen, der eine zentrale Rolle bei der Formung neuer Erinnerungen spielt. Diese und nachfolgende Ergebnisse können [48]uns etwas über die Plastizität des Gehirns und die Funktion bestimmter Teile sagen, so etwa, wie diese arbeiten, über strukturelle Leitverbindungen zwischen den verschiedenen Teilen des Gehirns oder darüber, welche Funktionen getrennt organisiert sind und wie die unterschiedlichen Funktionen zusammenspielen. Solche Studien können außerdem Auswirkungen auf die Rehabilitation von Patienten haben, deren Gedächtnis zum Beispiel beeinträchtigt ist.

[49]Lernen: Dauerhafte Verknüpfungen herstellen

Es liegt uns nahe, zu glauben, die Lernfähigkeit hänge davon ab, wie klug man ist, wie gut man aufpasst und ob man auch dann am Ball bleibt, wenn es schwieriger wird. Doch wie sich herausstellt, gibt es verschiedene Arten des Lernens, und bei vielen spielen eine bewusste Anstrengung oder Unterweisung keine Rolle. Wir lernen ständig, unser gesamtes Leben lang, selbst wenn wir uns nicht bemühen, es zu tun. Einige unserer Lernformen ähneln denen von Tieren, obwohl wir in dieser Hinsicht wohl größere Kapazitäten haben. Lernen wird auf vielerlei Arten ausgelöst. Umgebungen variieren so grundsätzlich voneinander, dass eine Anpassung an diese unverzichtbar ist. Menschen und andere Tiere passen sich so gut an, weil sie für das Lernen prädisponiert sind und weil sie besonders stark auf folgende Gegebenheiten reagieren: Kontingenzen (was mit was zusammenpasst) und Diskrepanzen (was von der Norm abweicht).

Wir lernen durch Zufälle. Das ermöglicht es uns, etwas zu bewirken: Wir drehen den Wasserhahn, und (normalerweise) fließt das Wasser. Indem wir lernen, wie man den Hahn auf- und zudreht, lernen wir, den Wasserfluss zu kontrollieren. Säuglinge erkunden ihre Umwelt wiederholt durch nicht zielgerichtetes Verhalten: Sie wedeln mit den Armen, stoßen gegen etwas, das ein Geräusch macht, und tun es wieder und wieder, bis sie die Entstehung des Geräusches, das sie verursachen, kontrollieren. Diese offensichtliche Faszination, die solche Zufälle oder Kontingenzen ausüben, ist eine wichtige Grundlage für andere Arten des Lernens wie zum Beispiel das Erlernen von Fertigkei[50]ten. Wenn Sie eine Fertigkeit erst einmal beherrschen, können Sie sie automatisch ausführen und dabei Ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes richten: Wenn Sie Wörter mühelos lesen können, können Sie über ihre Bedeutung nachdenken. Wenn Sie eine Melodie automatisch spielen können, können Sie darüber nachdenken, wie Sie sie gestalten wollen.

Wenn man weiß, was zu erwarten ist, dann werden Unterschiede oder Diskrepanzen zu dem, was Sie eigentlich erwartet haben, faszinierend – vorausgesetzt, sie sind nicht zu radikal. Kleine Veränderungen in der Welt eines Kindes (etwas Neues zu essen, in einer neuen Umgebung zu schlafen) laden zum Erkunden ein und helfen dem Kind beim Lernen, doch falls etwas zu plötzlich verändert wird, wird das Kind ängstlich. In gleicher Weise werden verschiedene Arten, ein Lied zu singen (das Spiel zu spielen) interessant, wenn man einmal die Grundstruktur verstanden hat. Die Fähigkeit, zu lernen, indem man Unterschiede findet, ist grundlegend und geht nie verloren. Alte Menschen lernen etwas Neues leichter, wenn sie schon über relevantes Wissen in dieser Richtung verfügen und daher Diskrepanzen bemerken und sich auf diese einstellen. Sie lernen jedoch schlechter, wenn es sich um etwas vollkommen Neues handelt. Wir reagieren unser Leben lang andauernd auf Kontingenzen und Diskrepanzen, und beide Prozesse sind beteiligt an den zwei Formen assoziativen Lernens, die im Folgenden beschrieben werden.

[51]Assoziationslernen

Die vielleicht grundlegendste der vielen Arten des Lernens ist das Assoziationslernen oder die Konditionierung , von denen es zwei Formen gibt, nämlich klassische und instrumentelle (oder operante) Konditionierung . Die klassische Konditionierung wurde zuerst von Pawlow untersucht und definiert, der in den zwanziger Jahren mit Hunden arbeitete. Nachdem er einen Weg gefunden hatte, den Speichelfluss der Hunde als Reaktion auf ihr Futter zu messen, bemerkte er, dass die Hunde bereits schon dann Speichel absonderten, bevor ihnen das Futter gegeben wurde. Dieser Reflex, diese unkonditionierte Reaktion, wurde durch Dinge ausgelöst, die mit dem Futter assoziiert wurden: durch den Anblick der Schüssel, durch die Person, die das Futter brachte, oder durch den Klang der Glocke, der mit dem Futter verbunden war (sie erklang immer dann, wenn das Futter gebracht wurde). Pawlow dachte, dass so gut wie jeder Reiz zu einem konditionierten Reiz für die Speichelproduktion werden könne – das Ticken eines Metronoms, ein auf einer großen Karte gemaltes Dreieck oder sogar ein elektrischer Schock. Er schloss daraus, dass Lernen dann stattfindet, wenn ein zuvor neutraler Reiz (eine Glocke) mit einem unkonditionierten Reiz (also etwas, auf das wir naturbedingt reagieren) verbunden wird. Die klassische Konditionierung ist bis in das kleinste Detail untersucht worden. Daher wissen wir, dass konditionierte Reflexe schwächer oder auf ähnliche Konstellationen ausgeweitet werden, dass Gefühle konditioniert (ein Kind hat Angst vor Wellen) und konterkonditioniert werden können (etwa dadurch, dass das Kind beim Waten im Wasser die Hand der Eltern [52]hält) und dass beim Lernen »in einem Lerndurchgang« in dramatischer Weise neue Assoziationen hergestellt werden können (wenn Ihnen zum Beispiel von einem neuartigen Lebensmittel schlecht wird und Sie es später nie wieder essen wollen).

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