Gillian Butler - Psychologie. Eine Einführung

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Was ist Psychologie? Sie untersucht, wie wir wahrnehmen, lernen und kommunizieren. Sie widmet sich menschlichem Verhalten, Verhaltensstörungen und der psychischen Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen. Schließlich fragt sie: Woher kommen die Unterschiede zwischen den Menschen? Wie beeinflussen wir einander? Und wie werden psychische Probleme erkannt und behandelt?Diese allgemeinverständliche Einführung erschließt das gesamte Spektrum der Psychologie. Die erweiterte Neuauflage berücksichtigt die neuesten Erkenntnisse aus den Bereichen Kognitions- und Neurowissenschaft, Neurophysiologie und Sozialpsychologie.

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Dieses Modell geht davon aus, dass das, was wir wahrnehmen, davon abhängt, was wir bereits wissen. Drei Quellen des Wissens könnten hier gemeinsam oder jeweils getrennt beteiligt sein: Lernen (von Kindheit an lernen wir schnell); Wissen, das durch Millionen von Jahren der Evolution biologisch in das Gehirn »eingeschrieben« wurde und daher möglicherweise angeboren ist; sowie eine angeborene Veranlagung dazu, über bestimmte Dinge etwas zu lernen. Wenige Tage alte Babys bevorzugen es, Gesichter anstelle anderer, ähnlich komplexer Reize anzuschauen. Ein bestimmter Teil des Gehirns (die Fusiform Face Area ) scheint dazu vorprogrammiert zu sein, Wahrnehmungen von Gesichtern zu verarbeiten. Gesetzt den Fall, dass wir erwarten, ein Gesicht zu sehen, es aber noch nicht in unserem Blickfeld aufgetaucht ist, kann in diesem Teil des Gehirns neuronale Aktivität nachgewiesen werden. Dasselbe geschieht auch dann, wenn wir uns nur vorstellen, ein Gesicht zu sehen. Es könnten dann alle drei Vorgänge beteiligt sein. Sehen Sie sich nun das Bild der zwei Dominosteine in Abb. 7 an. Sie werden fünf konvexe Stellen sowie eine konkave im obersten Stein sehen, während im untersten Stein [35]nur zwei konvexe Stellen zu beobachten sind. Drehen Sie aber die Seite kopfüber, und die konvexen Stellen werden sich mit den konkaven vertauschen. Die wichtigste Hypothese in Bezug auf diesen Fall fußt auf einer evolutionären Beobachtung als Grundlage: Über Millionen von Jahren entwickelten wir die Veranlagung, zu lernen, dass die Quelle des Lichts (die Sonne) von oben kommt. Deshalb werden konvexe Gegenstände oben hell und unten dunkel sein und wird für konkave Gegenstände genau das Gegenteil gelten. Dieses Wissen, oder diese Regel, bestimmt das, was wir wahrnehmen. Drehen Sie die Seite seitwärts und keine der beiden Interpretationen wird vorherrschen.

Abb 7 Die DominoIllusion Dass wir das was wir wahrnehmen sinnvoll ordnen - фото 7

Abb. 7: Die Domino-Illusion

Dass wir das, was wir wahrnehmen, sinnvoll ordnen, erfolgt so natürlich und mühelos, dass man kaum glauben [36]mag, welch enorme Leistung es darstellt. Computer können zwar programmiert werden, Schach zu spielen, doch sie so zu programmieren, dass sie selbst nur rudimentäre Wahrnehmungsfertigkeiten besitzen, wie beispielsweise das gesprochene Wort in geschriebene Form zu übertragen, ist weitaus schwieriger. Untersuchungen mit Hilfe von bildgebenden Verfahren im zentralen Nervensystem zeigen, dass manche Zellen mehr auf Bilder von Linien mit einer bestimmten Ausrichtung oder Länge reagieren, während andere Zellen eher einfache Formen oder Oberflächen aufdecken. Werden wir mit solch spezialisierten Detektoren geboren oder entwickeln sie sich erst im Laufe des Lebens? Personen, die blind geboren wurden, jedoch als Erwachsene ihr Augenlicht erlangten (zum Beispiel nach der operativen Entfernung von angeborenen Linsentrübungen), haben große Probleme mit der visuellen Wahrnehmung und machen weiterhin Fehler beim Sehen. Die Vorgänge, die für andere automatisch geworden sind, gehen für diese Personen nach wie vor mit einem gewissen Rätselraten einher, und es bleibt mit Anstrengung verbunden, visuelle Information mit der Information anderer Sinne zu kombinieren.

Um den Prozess des Wahrnehmens zu verstehen, ist es einfacher, den Fokus jeweils auf einen einzelnen Sinn zu richten, doch das Gehirn operiert die meiste Zeit mit gleichzeitig eingehenden Eingangsreizen unterschiedlichster sinnlicher Modalitäten (Sehen und Hören; Sehen, Berührung, Geruch und Geschmack usw.). Die verschiedenen Quellen der Information müssen eingeordnet werden, wenn sie uns eine zusammenhängende, kohärente Repräsentation der Welt, die sich mit der Wirklichkeit deckt, liefern sollen. Diese Quellen schließen Körperempfindungen [37]ebenso wie Informationen der Sinnesorgane mit ein. Dies zeigt uns, dass körperliche Empfindungen und emotionale Zustände ebenfalls eine wichtige Rolle im Wahrnehmungsvorgang spielen. Tatsächlich können wir unmittelbar feststellen, ob wir das Geräusch, das wir hören, oder die Person, die wir kommen sehen, mögen oder nicht mögen, da das Gehirn laufend affektive Vorhersagen tätigt. Selbst bevor wir Jane erkennen, empfinden wir möglicherweise eine Art Wärme – oder Furcht –, während sie näher kommt. In der Tat können wir jegliche Quelle vorhergehenden Wissens dazu verwenden, Vorhersagen über das, was wir wahrnehmen, zu generieren. Dazu gehört auch semantisches Wissen, wie zum Beispiel über sichtbare Zeichen des Alterns. Die Gehirnaktivität, die der Wahrnehmung zugrunde liegt – und möglicherweise Bayes’sche Inferenz gebraucht –, erlaubt es uns daher, Informationen von den unterschiedlichen Sinnesorganen, innerlichen Körperzuständen und von unserem Wissen über die Welt in den Wahrnehmungsprozess einzufügen.

Aufmerksamkeit: das Beste aus einem begrenzten Umfang herausholen

Zur Wahrnehmung gehört es nicht nur, sich Unterscheidungsfertigkeiten anzueignen, sondern auch die ganze Zeit Hypothesen aufzustellen, Vorhersagen zu entwickeln und Korrekturen vorzunehmen. Es geht um die Auswahl und Entscheidungen darüber, auf was man sich von den vielen Dingen, die unsere Aufmerksamkeit fordern, konzentriert. Unser Gehirn ist von begrenzter Kapazität, und um den [38]bestmöglichen Nutzen aus dieser Vorgabe zu ziehen, hilft es, unsere Aufmerksamkeit jeweils angemessen zu verteilen. Wenn Sie eine Audioaufnahme von einer lauten Party machen, würden Sie wahrscheinlich nur ein Stimmengewirr hören. Doch wenn Sie sich auf der Party mit jemandem unterhalten und dieser Person Aufmerksamkeit schenken, wird Ihr Gespräch sich für Sie von den Hintergrundgeräuschen abheben, und Sie werden vielleicht gar nicht merken, ob die anderen Personen hinter Ihnen Deutsch oder Englisch gesprochen haben. Wenn aber jemand, ohne seine Stimme zu erheben, Ihren Namen erwähnt, werden Sie dies höchstwahrscheinlich bemerken. Normalerweise konzentrieren wir unsere Aufmerksamkeit. Wir gehen von Niedrig-Level-Informationen wie der Stimme des Sprechers oder der Richtung aus und filtern aus der Stimme das weg, was uns zu dem Zeitpunkt nicht interessiert.

[39]Dass wir die Nennung unseres Namens bemerken, ist eine rätselhafte Ausnahme dieser Regel, und es wurden mehrere Erklärungen für die Funktionsweise des Filtersystems vorgebracht: Wir müssen etwas über das wissen, was wir ignorieren, oder wir würden nicht wissen, dass wir es ignorieren wollen. Etwas wahrzunehmen, ohne sich dessen bewusst zu sein, wird unterschwellige Perzeption (Kasten 2.1) genannt. Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass die Vorgänge im Zusammenhang mit unserer Aufmerksamkeit so schnell und effizient ablaufen können, dass sie uns davor schützen, etwas bewusst wahrzunehmen, was uns unangenehm wäre, wie zum Beispiel obszöne oder sehr verwirrende Wörter.

Kasten 2.1 Unterschwellige Perzeption: ein Mittel zum Selbstschutz?

Zwei Lichtkreise erscheinen auf einem Bildschirm. In einem von beiden steht ganz blass ein Wort, so dass es nicht bewusst wahrgenommen werden kann. Wenn in dem Licht ein affektives Wort verborgen ist, beurteilen Versuchspersonen die Helligkeit der Kreise als dunkler, als wenn es sich um ein angenehmes oder neutrales Wort handelt. Diese Reaktion wird Wahrnehmungsabwehr genannt, weil es uns vor potentiell unangenehmen Reizen schützen kann.

Unsere Aufmerksamkeit auf etwas zu richten, ist eine der Methoden, mit denen wir auswählen, was unser Gehirn erreichen soll – doch wir können mehr als einer Sache auf einmal Aufmerksamkeit schenken, ja, eine geteilte Aufmerksamkeit ist die Norm. Am leichtesten können wir unsere Aufmerksamkeit aufteilen, wenn Informationen über verschiedene Kanäle zu uns gelangen – so kann ich die Kinder im Auge behalten, während ich auf eine E-Mail antworte und Radio höre. Zur gleichen Zeit kann ich mir sogar Sorgen wegen eines bestimmten Briefs von der Bank machen. Doch dieser Vielseitigkeit sind Grenzen gesetzt. Fluglotsen wurden früher dazu ausgebildet, viele Dinge gleichzeitig zu erledigen: den Radarschirm zu beobachten, mit den Piloten zu sprechen, verschiedene Flugrouten zu verfolgen und Zettel mit Nachrichten zu lesen, die ihnen zugeschoben wurden. Solange das Verkehrsaufkommen überschaubar war, konnten sie ihre Aufmerksamkeit auf diese Weise aufteilen. Mit der Weiterentwicklung der Si[40]cherheitssysteme ergaben Simulationstests jedoch, dass die Reaktionen der Lotsen bei übergroßem Informationsfluss oder bei Müdigkeit unsystematisch oder sogar absonderlich wurden: Sie standen auf und wiesen Piloten, die sich Tausende von Metern in der Luft befanden, mit der Hand den Weg, oder sie brüllten laut, um die Informationen zu übermitteln.

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