Thomas Philipp - Gott in mir

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Christen glauben an den Heiligen Geist, an die Kraft unseres Vertrauens, Hoffens und Liebens, an das, was lebendig macht: Gott selber in uns.
Mit Bezug auf Ignatius zeigt Thomas Philipp auf, dass für denjenigen, der im Geist lebt, Grundspannungen wie Freiheit und Gehorsam, Gewissen und Gemeinschaft, Intuition und Institution nicht Widersprüche sind. Es sind Pole, an deren Balancierung sich entscheidet: Lebendigkeit oder bloßes Funktionieren. Dabei erweist sich Ignatius als guter Begleiter, um Ich und Du und Wir in Einklang zu bringen.

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Doch langsam! Menschensprache kann über etwas schweigen, weil es zu weit hergeholt wäre. Über die Medizin der Marsmenschen reden wir nicht. Und über das, was ganz nah ist. Wann reden wir darüber, wie gut es tut, zu atmen? Dass Ignatius über den Geist schweigt, heißt noch nicht, dass er ihn nicht verehrte.

1492: Druckerpresse, Amerika, Humanismus. Und Renaissance – Wiedergeburt! Ignatius wird in die aufbrechende Neuzeit geboren. Das Individuum erwacht – der einheitliche, für alle gleiche Horizont zerbricht. Unter Schmerzen – und unerhörten Spannungen mit einer Kirchenleitung, die mehr auf höfische Macht und Pracht aus ist als auf den Dienst an den Gläubigen. Seit dem 13. Jahrhundert brannten Bewegungen, die sich auf den Heiligen Geist beriefen und so den Machtanspruch der Priester relativierten: Joachiten und visionäre Franziskaner, Katharer und Albigenser … Die Kirchenleitung wollte die Einheit bewahren, indem sie die abweichenden Lehren ausmerzte, oft auch jene, die sie vertraten. Die Inquisition hatte zu tun. Diese Gewaltgeschichte, die nicht hören, sondern herrschen wollte, hatte im kirchlichen Establishment ein giftiges Misstrauen gegen alle gezüchtet, die sich auf den Geist beriefen. Die Verbrennung des genial-unheimlichen Savonarola lag nicht lange zurück; unvergessen jene des tapferen Jan Hus, dem man freies Geleit versprochen hatte. Wycliff war rechtzeitig gestorben; die Inquisition grub seine Gebeine aus und verbrannte sie posthum. Und nun hörte man, selbst in der spanischen Provinz, von einem Flächenbrand! Den Namen Luther kannte in Europa jeder.

Es war lebensgefährlich, sich auf den Heiligen Geist zu berufen. Der Pilger von Manresa, wo der Kern der Exerzitien entstand, war kein gebildeter Mann. Er suchte einfach den Willen Gottes über sein Leben. Die Gegensätze der Epoche waren ihm nur oberflächlich bewusst. Aber bald bekam er sie zu spüren: beschuldigt, er sei einer von denen, die sich für erleuchtet hielten, ein Alumbrado . So hatte die Inquisition in Alcalá 1525 einige Grüppchen genannt, gegen die sie vorging. Eigenständige Bibellektüre; stilles Gebet; unmittelbare, nicht durch die Priester vermittelte Gotteserfahrung; Vorliebe für spektakuläre Erfahrungen: Ignatius musste Vorsicht walten lassen, denn alle diese Kennzeichen ließen sich auf seine Spiritualität anwenden. 2Ein Alumbrado: kein überdrehter Esoteriker, sondern jemand, der den Zusammenhalt des Ganzen bedroht, der scharfe Überwachung und strengste Bestrafung verdient, eine Art islamistischer Terrorist. Der Pilgerbericht (PB 59) lässt die drohende Gefahr unmittelbar spüren. Ignatius fragt am Ende einer Untersuchung vor der Inquisition, ob man eine Häresie bei ihm gefunden habe. Nein, antwortet der Inquisitor, »denn wenn man sie fände, würde man Euch verbrennen«. Ignatius, mutig und nicht auf den Mund gefallen: »Auch Euch würde man verbrennen, wenn man eine Häresie bei Euch fände.« Noch 1555 befiehlt Ignatius, die Schriften von Savonarola, die Novizen mitgebracht haben, aus dem Haus zu schaffen. Nicht weil der Autor schlecht sei, sondern wegen der möglichen Wirkung auf das Ansehen der Gemeinschaft (Me 244)! Erst im Rückblick gesteht er, dass er in Manresa jeden Tag unterschieden zu den drei göttlichen Personen betete, also auch ausdrücklich zum Geist (BP 28). Menschensprache ist widersprüchlich. Denn die Geschichte formt sie mehr als die Logik. Und stets kommt es auf den Kontext an. Ein Wimpernschlag entscheidet, ob ein Wort als bedrohlich empfunden wird. Natürlich bekannten sich die Christen auch damals zum Heiligen Geist; natürlich beteten sie zu ihm, namentlich an Pfingsten. In der Theologie gab Thomas von Aquin den Ton an, der ein Theologe des Geistes genannt zu werden verdient. Für ihn ist die Erfahrung des Geistes das Wichtigste und Stärkste des Neuen Bundes und Ursprung christlicher Identität. Nicht aus eigener Kraft, nicht durch ethische Anstrengung kann ein Mensch glauben, hoffen und lieben. Sondern nur indem der Geist ihn ergreift und innerlich erhebt. Gott gibt wohl dies und das (die geschaffene Gnade); vor allem aber gießt er seinen Geist (die ungeschaffene Gnade) in die Gläubigen. Eingießen: Thomas stellt sich das physisch vor, fast wie in einem chemischen Labor. Aber diese Theologie war von gestern, mehr als 250 Jahre hatte sie auf dem Buckel. Trocken fand Ignatius sie, erfahrungsfern, geradezu staubig …

Aber immerhin: Die thomistischen Formeln waren unverdächtige Gemeinplätze. Ignatius übernimmt sie als Chiffren für den Geist. Die Bitte um die Gnade, der Dank für sie ist in den Exerzitien allgegenwärtig. Die Betrachtung der Einwohnung Gottes in den Geschöpfen (GÜ 235) nennt den Geist nicht beim Namen, doch es geht klar um sein Werk: der Leben gibt, der wahrnehmen macht, verstehen lässt, beseelt, einen Tempel aus mir macht. Nur das Eine will Ignatius durch seine einsamen Lebensexperimente gewinnen: Liebe, Glaube und Hoffnung (PB 35). Im Klartext: Es geht ganz allein um das Wachstum des Geistes im Herzen des jungen Basken. Sold des Dienstes in der Gesellschaft Jesu, schreibt Ignatius den portugiesischen Jesuiten, seien »die unschätzbaren Güter seiner Herrlichkeit …: er teilt Euch alle Schätze seiner Glückseligkeit mit, damit ihr durch übersteigende Teilhabe an seiner göttlichen Vollkommenheit das seid, was er durch sein Wesen und seine Natur ist« (BU 169). Gott gibt nicht etwas, sondern sich selbst. So macht er den Menschen göttlich: Frömmigkeit zum Heiligen Geist, verpackt in die unverdächtigen Formeln der Thomisten.

Komm, Tröster Geist …

Doch Ignatius hat Mut. Mit gebührender Vorsicht bezieht er sich ausdrücklich auf den Gottesgeist. Trost nennt er ihn. Ganz am Anfang, auf dem Krankenbett in Loyola, beobachtet der zerbrochene Held, dass Ritterphantasien ihn gut unterhalten, aber leer und traurig zurücklassen; die lesende und träumerische Begegnung mit den Heiligenlegenden aber zufrieden, froh, getröstet. Das ist der Schlüssel! »Als er die Übungen verfasste, begann er von hieraus Licht bezüglich der Verschiedenheit der Geister zu gewinnen« (BP 8). Anfangs findet er Trost nur im Gedanken, Heldentaten wie die Heiligen zu vollbringen. Als Ignatius als Pilger mit einem Muslim auf den Glauben zu sprechen kommt und von jenem die Ehre der Jungfrau Maria geschmäht empfindet, überlegt er, ob er ihm nicht einige Dolchstiche versetzen sollte. Zurückblickend urteilt er, er habe damals noch keine Ahnung von Demut, Liebe, Geduld und Klugheit gehabt (PB 15). Die Erfahrung des Geistes vertieft sich erst mit der Zeit; nur langsam bringt sie Frucht. Im Rückblick beschreibt Ignatius den Trost als die Antwort auf sein Suchen, als Erfüllung und Gegenüber seines Lebens. Immer genauer lernt er ihn erkennen und mit ihm zu leben. Seine geistliche Geschichte beginnt, »nachdem er von Gott getröstet zu werden begonnen hatte« (BP 29); immer wieder berichtet er von großen Tröstungen.

Die größte erfährt er nicht im Kirchenraum, nicht im Sakrament, während seine Spiritualität in Manresa ihren grundlegenden Ausdruck fand. »Die größte Tröstung, die er empfing, war, den Himmel zu schauen und die Sterne. Dies tat er viele Male und für viel Zeit, denn dadurch verspürte er in sich einen sehr großen Eifer, Gott unserem Herrn zu dienen« (BP 11). Auch später, berichtet P. Ribadeneira, habe er immer wieder voller Andacht den Sternenhimmel betrachtet. 3Ein wertvoller Hinweis an unsere Kirche, die den Höhepunkt oft bloß in der Eucharistie, in der Liturgie, wie sie eben ist, finden will. Sie kann sich nicht vorstellen, dass der Geist eine junge Seele dort berührt, wo er will. Und dass es Aufgabe der Kirche ist, dieser Spur und Sprache zu folgen, nicht ihre eigene durchzusetzen.

Dem reifen Ignatius ist Trost die wunderbare Erfahrung, Gott aus ursprünglichem Empfinden zu lieben, ein Ergriffenwerden jenseits des aktiven Ergreifens (GÜ 254): »Ich nenne es ›Tröstung‹, wann in der Seele irgendeine innere Regung verursacht wird, mit welcher die Seele dazu gelangt, in Liebe zu ihrem Schöpfer und Herrn zu entbrennen. Ebenso, wann sie Tränen vergießt, die zu Liebe zu ihrem Herrn bewegen, sei es aus Schmerz über ihre Sünden oder über das Leiden Christi, unseres Herrn, oder über andere Dinge, die auf seinen Dienst und Lobpreis hingeordnet sind. Überhaupt nenne ich ›Tröstung‹ alle Zunahme an Hoffnung, Glaube und Liebe und alle innere Freudigkeit, die zu den himmlischen Dingen ruft und hinzieht und zum eigenen Heil seiner Seele, indem sie ihr Ruhe und Frieden in ihrem Schöpfer und Herrn gibt.« Dieser Trost besteht aus »innerem Frieden, geistlicher Freude, Hoffnung, Glaube, Liebe und Erhebung des Geistes. Sie alle sind Gaben des Heiligen Geistes.« 4

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