Luce Brett - Ich bin nicht ganz dicht

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Blasenschwäche betrifft 1 von 3 Menschen und ist weiter verbreitet als Heuschnupfen.
Als die Engländerin Luce Brett im Alter von 30 Jahren nach der Geburt ihres ersten Kindes inkontinent wurde, glaubte sie, ihr Leben sei zu Ende. Panik und Scham, Einlagen und Wechselkleidung wurden zu ihren ständigen Begleitern, sie war schockiert und fühlte sich schmutzig.
"Ich bin nicht ganz dicht" ist Luce Bretts eigene Geschichte: Mit trockenem Humor und Sachverstand berichtet sie von ihrem mitunter beschwerlichen, aber letztlich erfolgreichen Weg nach der Diagnose. Und sie erklärt, was es bedeutet, wenn Betroffene über ein Tabuthema nicht sprechen können – nicht mit ihrer Freundin, nicht mit ihrem Partner, nicht mit ihrer Frauenärztin.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge bricht die Autorin eines der letzten Tabus und erzählt mutig und schonungslos ehrlich von ihrer Inkontinenz. Und sie macht anderen Betroffenen Hoffnung: Denn Blasenschwäche ist behandelbar!
Mit allen wichtigen Informationen zu Hilfsmitteln, Physiotherapie, Operationsmöglichkeiten und weiterführenden Adressen.

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Warum sind nicht schon mehr Menschen an der Last und Einsamkeit der Verkörperung eines Tabus zerbrochen? Wann immer ich das Thema angesprochen habe, berichteten Frauen mir von ihren eigenen Erfahrungen oder denen ihrer Mütter, Großmütter oder Tanten. Einige davon mögen durchaus Stellvertretergeschichten gewesen sein, frei nach dem Motto: „Ich frage für einen Freund.“ Aber ich konnte die Wahrheit heraushören. Es gibt eine Menge Inkontinenzgeschichten da draußen, aber sie werden nur im Flüsterton erzählt, hinter grobem Humor versteckt, wie in Witzen über Einlagen und Trampoline, oder in den lustigen Grimassen, die wir bei Beckenbodenübungen schneiden.

Es gibt ein britisches Lagerfeuerlied mit dem Titel „Seven Old Ladies“, eine grobe Parodie einer Ballade aus dem 18. Jahrhundert. Es ist vor allem für seine erste Zeile bekannt – Oh dear what can the matter be? Seven old ladies stuck in the lavatory – und beschreibt eine Reihe von bedauernswerten Frauen, die auf der Toilette feststecken. Es gibt hundert Varianten dieser Verse, aber die Inkontinenz kommt mehrfach vor, ausgedrückt durch die kleine Miss Murry, die sich beeilt, es aber nicht rechtzeitig schafft, oder Miss Moore, die nicht mehr warten kann und sich in die Hose macht. Es scheint, als seien Frauen mit Toilettenproblemen ein uraltes Thema, ein Teil der Kultur, und dennoch bleibt Inkontinenz ein belastendes und irritierendes Leiden. Nette Scherze übertünchen das echte Problem – Stigmata, die aus den Rissen im Lack der Zivilisation hervorquellen und unsere Definition in Frage stellen, wie ein Körper aussehen und funktionieren sollte.

Es gibt Hilfe. Physiotherapeutinnen, Ärzte und Spezialistinnen können einen sicheren Ort bieten, an dem sich niemand wie eine Idiotin oder Nervensäge vorkommen muss, und sie können gute Ergebnisse erzielen. Leider ist das gesellschaftliche Tabu so groß, dass die meisten Leute nicht einmal hingehen. Nur weil man sagt, dass es in Ordnung ist, sich Hilfe zu suchen, ist ein Teil der Wahrheit dennoch, dass Inkontinenz bitter ist und die meisten Menschen denken, dass nur müffelnde alte Damen und gesellschaftliche Außenseiter davon betroffen sind.

Das ist der Grund, warum ich dieses Buch geschrieben habe: Aus Wut über all die Mythen und die Frauenfeindlichkeit und in der Hoffnung, dass sich einige in dem Wissen, dass sie nicht alleine sind, weniger schlecht fühlen und Hilfe in Anspruch nehmen. Es ist mir wichtig, zu zeigen, dass Inkontinenz in der Regel behoben werden kann, und dass selbst in den Fällen, in denen dies nicht vollständig gelingt, ein gutes Leben möglich ist. Und dass es wirtschaftliche Vorteile hat, wenn wir inkontinenten Menschen helfen, ihre Blasenfunktion wieder in Ordnung zu bringen. Wir müssen alle erwachsen werden und vernünftig darüber sprechen, denn nur das ist angemessen, und es könnte das Leben von Millionen Menschen verbessern, meines eingeschlossen.

Menschen fragen mich häufig, ob es mir schon immer so leichtgefallen ist, über dieses Thema zu reden. Schön wär’s. Ich hatte keine andere Wahl. Mein dreißigjähriges Ich, das durchaus bereit war, eine halbe Fußballmannschaft in die Welt zu setzen, wäre eher im Boden versunken, als in der Öffentlichkeit zu pupsen. Mein vierzigjähriges gebrochenes Ich musste einen Weg finden, mit dem Risiko zu leben.

Körperfunktionen zu erwähnen, galt in der Zeit, in der ich aufgewachsen bin, als unhöflich. Nicht nur in meiner Familie, sondern praktisch überall. Es wurden klare Grenzen zwischen den Geschlechtern gezogen. Sperma und kleine Jungs, die in der Öffentlichkeit pinkelten, waren witzig. Mädchen durften sich höchstens gut versteckt hinter Büschen zum Pinkeln niederlassen, über andere Ausscheidungen wurde gar nicht gesprochen. Periodenblut erschien in Anzeigen als blaue Flüssigkeit und die Puppen von Tiny Tears™ lehrten eine ganze Generation, dass die Körperfunktionen eines Mädchens unsichtbar sein sollten. Wir durften die Plackerei des Elterndaseins auf uns nehmen, aber sollten darauf achten, dass aus unseren kleinen Löchern nicht mehr als nur gelegentlich ein wenig Wasser floss.

(Un)reinen Tisch zu machen und öffentlich über meinen lädierten Intimbereich zu reden, war so nicht geplant. Ich wurde mit einer feministischen Weltsicht geboren, aber nicht mit absoluter Schamlosigkeit. Ich musste meine Schutzschicht und mein „Draufgängertum“ von Grund auf neu aufbauen. Es begann im Babygeschäft Mothercare. Ich war so gestresst, dass ich ein einziges Leck war – das Gesicht tränenüberströmt, die Füße in einer Urinlache und mit einem Still-BH, der schon anfing, nach Joghurt zu riechen.

Spätsommer 2007, ein großes Geschäft für Babybedarf

Ich bin bei Mothercare. Ich bin nicht hier, um Babyschühchen oder Söckchen oder einen Kinderwagen zu kaufen. Diese aufregenden Momente habe ich schon hinter mir. Ich bin hier, weil ich mich vage zu erinnern glaube, dass sie eine ganze Abteilung mit Dingen haben, die Müttern helfen, all ihre Lecks zu meistern – von herausschießender Muttermilch bis hin zu postnatalen Blutungen und dem, was ich gerade wirklich brauche: eine Lösung dafür, dass ich mir aufgrund meiner Probleme unter der Gürtellinie jedes Mal meine Hose ruiniere, wenn ich den Kinderwagen über die Bordsteinkante schiebe.

Man hat mir gesagt, dass ich ein Problem mit dem Beckenboden habe, und es bereitet mir ziemliches Kopfzerbrechen. Ich habe Überweisungsscheine in meiner Tasche für Gespräche mit einem Spezialisten für Geburtstraumata und ich habe Termine für Physiotherapie-Sitzungen. Ich habe das Gefühl, schrecklich abstoßend zu sein. Es ist anstrengend und peinlich, dass ich immer befürchten muss, in die Hose zu machen, wenn ich mein Baby in einem Tuch trage oder irgendeines dieser Dinge tue, die Mütter eben tun.

Ich habe versucht, mir mit den Monatsbinden zu behelfen, die während meiner Schwangerschaft im Badezimmerschrank Staub angesetzt haben, musste aber feststellen, dass sie schlecht mit Urin umgehen können, denn dieser tropft nicht stetig wie Monatsblut, sondern tritt stark und schnell aus, wenn die Schleusen erst einmal geöffnet sind. Und durchgeweichte Monatsbinden neigen dazu, auf der Haut zu scheuern oder sich aufzulösen.

Ich schiebe meinen Sohn durch die Gänge, vorbei an Kinderkleidung, Turnschuhen und Sonnenhüten, Still-BHs und Kinderkostümen, und mache mir selbst vor, dass ich damit umgehen kann – bis ich zu den Töpfchen und Babytüchern komme. Sie weisen darauf hin, dass wir uns der richtigen Abteilung nähern: dem Gang der Scham, in dem allem geheiligt wird, was Saugkraft hat. Die Regale sind vollgestopft mit Plastikverpackungen in beruhigenden Blau- und Grüntönen, mit Tränen, die für die Urinmenge stehen und großen fetten Buchstaben, die laut davon tönen, wie diskret die Produkte doch sind und wie gut sie Gerüche überdecken.

Es gibt Kartons mit Unterwäsche für Inkontinenz, Auflagen fürs Bett und riesige Binden für die erste Zeit nach der Geburt, die sich verschämt neben den Windeln verstecken. Ich bin blutige Anfängerin auf diesem Gebiet. Mir war nicht bewusst, dass es so viele Arten von Windeln gibt, in jeder vorstellbaren Größe und Form, für Mädchen und für Jungen, zum Schwimmen und zum Schlafen, zum leichten Ausziehen für das Töpfchentraining – und für nutzlose kaputte Abwasserrohre wie bei mir.

Ich denke: „Windeln, Windeln, überall, sogar welche für mich“, und breche unvermittelt in Tränen aus. Mir wird so langsam bewusst, dass dieser beschämende Schlamassel kein kurzzeitiges Problem ist. Ich werde diese Einlagen brauchen, wahrscheinlich auch eine neue Matratze, und eine Methode, die mich davor bewahrt, jemals wieder zu weinen, denn während ich dort stehe, wird mehr als deutlich, dass alles, was über den kleinsten Schluchzer hinausgeht, umgehend eine nasse Unterhose nach sich zieht.

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