Petra Babinsky - 3 Tickets um die Welt

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Im Grunde genommen war es ganz und gar nicht möglich. Ein Jahr lang reisen? Ein Jahr nicht am Arbeitsplatz sein. Wer kümmert sich um die Firma? Angenehm und sicher reisen kostet. Wie bringen wir das Budget dafür auf? Eine angeschlagene Gesundheit und ein schulpflichtiges Kind. Wie können wir eine Weltreise vernünftig und logisch planen? Solche Überlegungen entmutigen. Und doch hat uns die Idee einfach nicht losgelassen. Eine Weltreise. Ein Jahr lang. Wir drei gemeinsam.

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Geduld mit dem Rocky Mountaineer: Von Calgary nach Vancouver

1.–2. Oktober

4.30 Uhr. Weckruf. Waschen, Zähne putzen und Koffer schließen. Wir sind die Ersten in der Lobby. Die Spannung steigt. Es hat etwas Harry-Potter-mäßiges. Reise nach Hogwarts. Ob Hagrid kommt und uns zum Gleis 9 ¾ bringen wird? Tatsächlich – zugegeben nur halb so mächtig und nicht so bärtig – kommt der Portier und nimmt uns die Koffer ab. In der Zwischenzeit ist die Zahl der Personen in der Lobby auf ein Dutzend gestiegen. Wir werden angewiesen, das Hotel nach rechts zu verlassen und gehen zwei Minuten die Straße entlang. Die Eingangstür eines großen Gebäudes steht offen. Über einen Gang kommen wir zu zwei großen Tischen. Das sind die Schalter zum Einchecken. Auf dem linken Tisch steht ein großer Aufsteller „Silver Leaf“, auf dem rechten „Gold Leaf“. 80 Leute warten bereits. Wir stellen uns am linken Tisch an. Das Einchecken geht richtig flott. Wo aber ist nun der Zug? Weit und breit kein Gleis, keine Schienen, kein Geräusch. Plötzlich rüttelt es und der Raum vibriert leicht. Schleif- und Bremsgeräusche folgen. Langsam quietschend öffnet sich eine breite Tür, dahinter sehen wir einen schmalen Gang. Am Ende des Gangs ein Eisentor. Es wird aufgeschoben. Da sind sie ja, die Gleise. Ein dumpfes „Dadamm, dadamm“ – der Rocky Mountaineer fährt ein, wie jeden Sonntagmorgen, 6 Uhr. Die Pfeife des Schaffners tönt schrill: Bitte einsteigen!

Wir finden unsere Plätze. Verstauen das Handgepäck. Unsere Koffer werden in den Gepäckwagen verfrachtet und eine halbe Stunde später verlässt der Zug mit keuchendem „Damm-da-damm“ den Bahnhof. Es ist noch dunkel. Die Scheiben sind leicht beschlagen. Dreimal bleibt der Rocky Mountaineer stehen. In Cochrane, Can­more und Banff. Weitere Gäste gehen an Bord. Der Platz neben Horst bleibt frei. Wir haben eine ganze Reihe für uns.

Die Hostess für unser Abteil stellt sich vor. Sie heißt Holiday und ist die Verkörperung von Ferien. Glänzende braune Augen, ein breites Lächeln und langes blondes Haar. Bei aufgehender Sonne fährt unser Zug rechts am Castle Mountain vorbei, linker Hand sehen wir den Hector Glacier und erreichen dann Lake Louise Village. Vor Horst sitzt ein zugbegeisterter Herr. Er fährt die Strecke schon zum dritten Mal, weiß haargenau Bescheid und klärt uns vollständig auf. Die höchste Stelle heute machen wir am Kicking Horse Pass. 1627 Meter. Upper and Lower Spiral Tunnel gehören zu den Attraktionen. Zwei hochkomplizierte, lange Tunnel. Vor hundert Jahren wurde ihr Bau begonnen. Sie drehen jeweils eine Schleife innerhalb der Berge. So verringern sie das ehemals gefährliche Gefälle. Viele Züge sind früher entgleist und kamen nur stückchenweise in Field an. Jetzt hat diese Strecke nur noch ein Gefälle von etwas über zwei Prozent und wir sollten sicher in einem Stück ankommen. Erstaunlich ist die Länge der Güterzüge, die hier unterwegs sind. Heute haben Horst und Mona die Waggons gezählt. Hundertsiebenunddreißig! Und das in Field, bevor es in die Spiraltunnel geht. Wir sehen Höhlen am Mount Field. Sie wurden von den Goldsuchern in die Felsen geschlagen. Die Fahrt führt am Kicking Horse River entlang. Milchiges Eisblau. Die Farbe erinnert mich an die Gletschereisbonbons, die meine Schwester Ingrid und ich als Kinder gerne gelutscht haben. Die Blätter der Bäume kleiden die Wälder in Grün, Gelb, Rot, Bläulich und Violett. Die immer wieder durchdringenden Sonnenstrahlen intensivieren ihre Erscheinung. Die Zitterpappeln sind jetzt gelb, an den Spitzen noch grün. Im Winter und im Frühjahr sind ihre Blätter silberfarben. Ein Käfer treibt hier sein Unwesen und vernichtet die Pinien peu à peu, meinen die beiden Herrschaften in der Reihe vor mir.

Entlang des Columbia Rivers driften wir zwischen den Zeitzonen: In Alberta ist es schon 13 Uhr, in British Columbia erst 12 Uhr. Durch den Canada Tunnel braucht unser Zug zehn Minuten. Wieder Brücken, Flüsse und Berge. Holiday hat uns die Spielregel für „Wildlife“ erklärt. Immer wenn ein Fahrgast ein größeres Tier entdeckt, muss er aufstehen, „Wildlife“ rufen und in die entsprechende Richtung deuten. Ein Bär wurde schon gesehen und einen großen Hirsch hat Horst entdeckt.

Das Wetter ist durchwachsen, mal bewölkt, teilweise sonnig, nahe der Berge wieder bewölkt. Kein Regen.

Zugegeben, Horst war beim Einsteigen in den Mountaineer enttäuscht über die Kategorie Silver Leaf. Wir hatten uns beim Buchen so etwas wie Businessklasse vorgestellt. Gold Leaf wäre dann First Class. Wir sitzen in der Silberblattklasse ähnlich wie in einem kleinen Flugzeug. Zweierreihe links, Mittelgang, Zweierreihe rechts. Die Tische sind am Vordersitz befestigt und zum Aufklappen. Die großen Fensterscheiben sind leider beschlagen und verschmiert. Mona meint, wir sollten da mal die Oma herschicken, die putzt die Fenster zum Durchsteigen. Nach und nach lassen wir uns auf das Zugabenteuer ein. Das Ganze ist recht gut organisiert. Das Frühstück hat uns geschmeckt, die Reiseinformationen sind gut. Zum Lunch gibt es auch in der Silberblattklasse Wein. Wir nehmen gern ein Gläschen Sauvignon Blanc mehr und halten im Anschluss ein Mittagsschläfchen.

Imposant erscheint vor uns die Stoney Creek Bridge. Es geht in den Tunnel am Mount Macdonald. Die Bergketten werden im Laufe des Tages niedriger, wir kommen ins flachere, grünere Land, Richtung Shuswap Lake. Der Zug bleibt immer wieder stehen und arrangiert sich mit den Gütertransportern. Die Strecke ist ja nicht nur für die Touristen. Gefühlte drei Stunden Verspätung haben sich schon angesammelt. Mona langweilt sich, nimmt es aber mit Humor und überlegt sich folgenden Witz:

„Heute hat uns eine Schnecke überholt!“ – „Wie das denn?“ – „Wir sind mit dem Rocky Mountaineer gefahren“. Und: „Der Zug steht die meiste Zeit, aber wenn jemand ,Wildlife‘ ruft, dann gibt er Gas“. Komischerweise ist das so, sobald jemand etwas erspäht, fährt der Zug schneller.

Auch in diesem Zug liegt das durchschnittliche Reisealter bei mindestens 60 Jahren. Nicht verwunderlich, dass die meisten Passagiere mit Davy Crockett aufgewachsen sind. Somit ist Mona mit ihrer Trapperfellmütze eine große Sympathieträgerin. Die Bordmannschaft geht mit den Fahrplanunregelmäßigkeiten gut um. Geschickt überbrückt Holiday die stundenlange Verspätung mit Späßchen und Anekdoten. Sie könnte im Zirkus geboren sein. Auf den Händen läuft sie durch den Mittelgang, das Tablett trägt sie dabei aber nicht auf den Fußsohlen. Schade, eigentlich. Respekt vor den Zugbegleitern. Für diese Strecke müssen sie ein ganzes Repertoire an Fähigkeiten mitbringen! Mona wird von Holiday mit einem Kuscheltier aufgemuntert. Ein schwarzer Bär mit einem Lachs im Maul. Die Verspätung dehnt sich aus. Die Bordküche ist wohl bereits darauf vorbereitet und kredenzt eine extra Brotzeit. Wir sind nun wieder beschäftigt – mit Essen und Trinken.

Irgendwie und irgendwann erreichen wir dann den Zielbahnhof. Kamloops. Im Gegensatz zum Canadian hat der Rocky Mountaineer keine Schlafkabinen. Zugbegleiter David händigt uns noch im Zug die Zimmerschlüssel aus. Ein Bus bringt uns ins Riverland Inn Hotel. Das Gepäck ist bereits auf dem Zimmer. Das ist richtig gut organisiert. Nach 16 Stunden Zugfahrt, 629 zurückgelegten Kilometern bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 35 Stundenkilometern und fünfmal von Schnecken überholt, vertreten wir uns etwas die Beine rund ums Hotel. Wie die müden Krieger kehren wir zurück. An der Wand in unserem Zimmer hängt ein Bild der Shuswap-Indianer. David hatte von den Indianern erzählt. Dass sie in Kamloops und Umgebung zu Hause waren. „Kamloops“ bedeutet in ihrer Sprache „Zusammenfluss des Wassers“. Damit gemeint sind der North und der South Thompson River. Genug von den Indianern für heute. Mona schläft bereits.

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