Petra Babinsky - 3 Tickets um die Welt
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Langsam macht sich der Hunger bemerkbar. Über den Tag verteilt essen wir sehr wenig, und am Abend lassen wir es uns gutgehen. Heute hat Horst das Restaurant lieber selbst ausgesucht. Dafür hat er immer ein richtig gutes Händchen. Saltlik. Moderne Innenarchitektur und ein begnadeter Koch. Wir wählen das Steak mit einem Kartoffelbrei, in dem sich kleine Stückchen vom Lobster verstecken. Das Kartoffelpüree allein ist schon eine Hauptmahlzeit. An diesen märchenhaften Geschmack werden wir uns noch jahrelang erinnern!
Nachts gab es Bodenfrost, jetzt scheint die Sonne. Fitness, Lernprogramm, dann ins Lake Louise Village. Unter Village habe ich mir ein Dörfchen mit netten Häuschen vorgestellt. Doch das Dorf Lake Louise besteht aus einem Visitor Center und zwei Cafés. Und dem Chateau Lake Louise. Wieder ein Hotel, das die Kanadische Eisenbahngesellschaft erbaut hat und jetzt zur Fairmont-Gruppe gehört. Wir beschließen, am Westufer des Lake Louise spazieren zu gehen. Ich habe gelesen, dass die Stoney-Indianer den See „See der kleinen Fische“ nannten. Das liegt an der Wassertemperatur. Der Victoria-Gletscher speist den Lake Louise. Im Winter hat es hier an die 14 Grad minus im Durchschnitt, im Sommer 13 Grad. Wir spüren das auch. In Banff waren es noch 25 Grand, hier sind es 11 Grad. Nach zwei Stunden fahren wir zum Moraine Lake. Zehn Gipfel betten den Gletschersee ein. Ein Panoramabild davon war auf den alten kanadischen 20-Dollar-Scheinen. In Farbe wirkt es jedoch viel, viel besser. Die Zacken der Bergketten und die schneebedeckten Ausläufer der Gletscher spiegeln sich auf der Wasseroberfläche des Sees. Wir setzen uns auf die Kieselsteine am Ufer. Mona klettert auf einen aufgeschütteten Haufen von Schiefergestein, größere und kleinere Platten. Fünf Plättchen hält sie in ihrer Hand und strahlt übers ganze Gesicht: „Die nehm ich mit nach Hause!“ Horst nickt und schmunzelt: „Die Begeisterung für Stein liegt ihr im Blut.“ Mein Vater ist nämlich Steinmetzmeister. Daher Monas Interesse für Steine jeglicher Art.
Letzter Tag in Banff. Mit Rafting-Tour am Nachmittag. Ich bin zwar kein Angsthase, aber grundsätzlich achtsam. Zum Leidwesen von Horst und Mona hatte ich darauf bestanden, die Tour mit dem harmlosen Schwierigkeitsgrad 2–3 buchen. Die Sonne strahlt herab auf den Spray River. Das ist der Zulauf zum Bow River. Vier weitere Passagiere sind mit von der Partie. Wir bekommen die Sicherheitswesten angelegt, steigen ins Boot. Der Guide heißt Lucas, hat Rastalocken und ein Stirnband am Kopf. Er lenkt das Boot recht vorsichtig und ich bin ganz entspannt. Wir sehen die Hoodoos vorbeiziehen, die Rockys immer im Blickfeld. Das Hartgummiboot schlängelt sich an dünnen, langen Baumstämmen entlang. Abgebrochen und teils entwurzelt ragen sie in den Fluss. Lucas nennt sie „Toothpicks“, Zahnstocher. Für einen Riesen, ja. Die Sonnenstrahlen wärmen, eine angenehme Brise weht und wir bekommen hin und wieder etwas von der Gischt des Flusswassers ab. Nach einer Stunde ist die Bootsfahrt zu Ende. Ein Kleinbus holt uns am Flussufer ab. „Mona, schau, da ist eine Elchkuh. Mit drei Jungen!“ Horst dreht Mona in die richtige Position am Fenster. „Wow, darauf habe ich die ganze Zeit gewartet!“ Den Elchpapa haben wir vergeblich gesucht. Vom Spray River verabschieden wir uns mit einem Kneippbad. Eiskalt. Horst gibt als Erster auf, dann ich. Mona ist die Siegerin im vier Grad kalten Wasser. Morgen geht die Reise auf dem Trans-Canada Highway weiter. Ziel Calgary. Entfernung 130 Kilometer. Zurück im Hotel sitze ich wieder in meiner Nische und schaue auf die Bergkette über dem Bow River. Die Sonne geht gerade unter und taucht die Berggipfel in ein rotes Licht. Sie glühen rubinrot. In mir breitet sich ein warmes Gefühl aus, als ob mich die letzten Ausläufer der untergehenden Sonne tief im Inneren berühren. Ich spüre in mich hinein. Da ist ganz viel Dankbarkeit, Liebe und auch so etwas wie Demut. Dankbarkeit für diesen märchenhaften Tag. Wieder ein Tag, den ich zusammen mit meinen Liebsten erlebt habe. In Harmonie, an einem wunderschönen Ort.
Calgary und die Achtsamkeit
29.–30. September
Calgary ist von der Größe her wie Köln, hat jedoch weniger Jahre auf dem Buckel. Fort Calgary, 1875 gegründet, Stützpunkt für die berittene Polizei. Problempunkt: Whiskyhandel und vor allem Whiskyschmuggel. Innerhalb kurzer Zeit schon siedelten sich im Umkreis Farmer an und bald erreichten die Schienen der Canadian Pacific Railway das Siedlungsgebiet. Warum Calgary auch Cowtown, Kuhstadt, genannt wird, versteht sich von selbst. Später wurde Gas und Öl gefunden. 1988 fanden hier die XV. Olympischen Winterspiele statt. Eine Großstadt mit Westernflair. Den Weg zum Hotel Fairmont Palliser finden wir problemlos. Wir laden unser Gepäck aus und fahren zum Flughafen, um das Leihauto abzugeben. Kein Kratzer, keine Schramme. Wir steigen in den Express Downtown Bus. Die Busfahrerin ist füllig, hat mindestens 50 kleine Rastazöpfchen und ein breites Lächeln: „Nice earrings, Lady.“ „Thanks, that is a birthday present of my daughter“, sage ich stolz. „Well done, little girl!” nickt sie Mona zu. Ich schlage meinen Schal um den Hals und suche einen Platz. In einer Viertelstunde sind wir schon in Downtown Calgary. Beim Aussteigen nicke ich unserer Chauffeurin zu und greife an mein linkes Ohrläppchen. Der Ohrring ist nicht mehr da. Das ist doch nicht möglich, ich schaue mich nervös um. In diesem Moment bückt sich ein junger Mann, der gerade in den Bus einsteigt, und hält mir den Federohrring entgegen. Ich muss ihn abgestreift haben, als ich den Schal festgezogen habe. Die Ohrringe sind feder-federleicht und nur an einem dünnen Hänger. Ich werde besser darauf aufpassen.
Es ist früher Nachmittag. Morgen geht die Reise zeitig weiter. „Lass uns doch den Bahnhof suchen, von dem aus wir morgen starten“, meint Horst „der soll ganz in der Nähe sein.“ Erfolglos halten wir Ausschau nach dem Bahnhof. Eine Inderin kann uns nicht helfen, zwei Kanadier ebenso wenig. „Railway Station“ – sie verstehen nur „Bahnhof“. Wir fragen in einer Kneipe nach. Kopfschütteln. Keinesfalls kämen wir mit dem Zug nach Vancouver, da müssten wir schon ein Taxi nehmen. Wir suchen weiter und finden tatsächlich Gleise, jedoch keinen Bahnhof. Sehr mysteriös. In der Zwischenzeit sind zwei Stunden vergangen, Mona hat fürchterlichen Durst. Im nächstgelegenen Restaurant bestellen wir Wasser, Kaffee und Muffins mit Blaubeeren. Horst fragt den Ober dort nicht nach der „Railway Station“, sondern, wo denn der Rocky Mountaineer abfahren würde. Aha, das Missverständnis klärt sich auf. „Left side next to the Calgary Tower.“ Da waren wir schon und haben keinen Eingang, kein Schild gesehen. Mona ist etwas durcheinander. Horst beruhigt sie: „Mona, wir haben die Fahrt gebucht, im Hotel wissen sie Bescheid und wir werden morgen ganz sicher mit diesem Zug fahren.“.
Wir haben ein wunderschönes Zimmer. Ich packe aus und um, sodass wir das Nötigste für die nächsten zwei Tage in nur einem Koffer haben. Zum Abendessen wünscht sich Mona Essen mit Stäbchen. Horst sucht ein Chinarestaurant, Silver Dragon, mitten in Chinatown aus. Wir gehen zu Fuß 20 Minuten. Die Ente mit Gemüse ist ausgezeichnet. Mona hantiert geschickt mit ihren Stäbchen und wir tun es ihr gleich. Das hätte dann noch ein richtig gemütlicher Abend im Hotel werden können. Horst hat uns schon an der Bar sitzen sehen, einen Whisky trinkend – wenn ich nicht in der Lobby bemerkt hätte, dass mir schon wieder etwas fehlt. Dieses Mal am rechten Ohrläppchen. Der Federohrring. Das kann doch wirklich nicht wahr sein!
Mit einem Fuß fast schon wieder auf der Straße, rufe ich Horst zu: „Ich laufe zurück. Den Ohrring habe ich sicher im Silberdrachen verloren!“ Seine Stirn verengt sich: „Du wirst doch jetzt nicht allein im Dunkeln in einer Stadt herumrennen, die du gar nicht kennst!“ Doch. Schon bin ich weg und in acht Minuten im Silver Dragon. Nein, der Ober habe keinen solchen Ohrring gefunden. Ich glaube das nicht und suche selbst unter dem Tisch und auf dem Weg zur Toilette. Nichts! Das darf jetzt einfach nicht wahr sein! Ich bin immer noch fest entschlossen, mit meinem wertvollen Geburtstagsgeschenk zurück ins Hotel zu kommen. Im Laufschritt scanne ich die Straßenpflaster ab. Beinahe hätte ich die Fußgängerampel übersehen. Rot. Als ob mich irgendetwas oder irgendjemand an der Schulter abrupt zurückzieht, bleibe ich stehen. Ich blicke auf den Boden und kann selbst kaum glauben, was ich jetzt sehe. Direkt an meiner Schuhspitze liegt er, der braune Federohrring! Schnell bücke ich mich und nehme ihn fest in die Hand. Ins Ohr stecke ich ihn lieber nicht. So bald wie möglich werde ich mir einen dieser kleinen Sicherungsplastikstöpsel besorgen, die von hinten an den Hänger geschoben werden. Die restlichen Meter zum Hotel lege ich etwas langsamer zurück. Etwas verlieren, und das gleich zweimal an einem Tag? Was will mir das sagen? Sei achtsamer? Horst und Mona warten auf mich. Dass ich den Ohrring tatsächlich wiederfinden würde, damit haben sie nicht gerechnet. Horst ist immer noch verärgert, was ich schon verstehen kann. Denn ich wäre ganz sicher nicht begeistert gewesen, wäre Horst mitten in der Nacht davongelaufen, um einen Ohrring zu suchen ... Ich nehme mir das zu Herzen. Etwas mehr Achtsamkeit.
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