Petra Babinsky - 3 Tickets um die Welt

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Im Grunde genommen war es ganz und gar nicht möglich. Ein Jahr lang reisen? Ein Jahr nicht am Arbeitsplatz sein. Wer kümmert sich um die Firma? Angenehm und sicher reisen kostet. Wie bringen wir das Budget dafür auf? Eine angeschlagene Gesundheit und ein schulpflichtiges Kind. Wie können wir eine Weltreise vernünftig und logisch planen? Solche Überlegungen entmutigen. Und doch hat uns die Idee einfach nicht losgelassen. Eine Weltreise. Ein Jahr lang. Wir drei gemeinsam.

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Die Nacht im Zug ist recht unruhig. Das obere Bett, in dem ich schlafe, quietscht, wenn der Zug ruckelt. Ich versuche, zu entspannen – mich gedanklich und meine Muskeln progressiv. Funktioniert heute nicht besonders gut. Linke Seite, rechte Seite, Rücken. Die Stunden schleichen dahin. Ich schaue auf meinen kleinen Reisewecker. Es ist erst 23.54 Uhr. 1.02 Uhr. Plötzlich ein abrupter Stopp – der Zug steht. Auf dem Bahnsteig hört Horst Stimmen. Polizei. Wir rappeln uns auf und spähen durch das Fenster, können nichts erkennen. Es dauert nicht lange, dann hören wir, wie die Türe unseres Waggons geöffnet wird. Wir öffnen die Abteiltüre einen kleinen Spalt weit. Drei Cops steigen ein, bleiben im Gang neben unserem Abteil stehen. Sie sehen tatsächlich so aus, wie wir sie aus den amerikanischen Fernsehserien und Filmen kennen. Ich fange ein bisschen zu schwitzen an. „Suchen die uns? Wegen der Schulpflicht?“ „Unsinn, beruhige dich, Petra“, flüstert Horst. Mir ist trotzdem nicht ganz wohl. Im Nebenabteil gibt es ein kurzes Wortgefecht – dann Ruhe. Wir schließen unsere Türe lieber wieder. Schritte auf dem Gang, vorbei an unserem Abteil – Gott sei Dank. Mona schläft tief. Ich atme aus. Neugierig schleiche ich zurück zum Fenster. Die Polizei führt gerade einen kräftigen Mann mit Bart in Handschellen ab. Es ist dreiviertel zwei. Horst und ich schlüpfen wieder in unsere Betten. Träge schieben die beiden Loks die vielen Waggons an. Endlich ist Ruhe.

6.30 Uhr. Sonntagmorgen. Der Zug fährt in den Bahnhof von Edmonton ein. Unser Gepäck wird zügig ausgeladen. Vor dem Bahnhof warten die Taxen. Unser Taxifahrer ist sehr freundlich. Rührend sorgt er sich um unser krankes Kind. Am ersten Drugstore hält er an und kommt mit seinem Favoriten zurück, kanadisches Nurofen mit Erdbeergeschmack. Als dreifacher Vater schwört er auf diesen Zaubersaft. Er habe damit nur die besten Erfahrungen gemacht. Die Straßen sind noch nicht sehr stark befahren. Durch das Halbdunkel lasse ich meine Blicke aus dem Taxifenster schweifen. Im Gegensatz zu Toronto sind die Gebäude nicht hoch, die Stadt kommt mir recht übersichtlich vor. Nach einer Viertelstunde erreichen wir unser Ziel, das Fantasyland Hotel in der West Edmonton Mall.

Natürlich können wir um diese Uhrzeit unser Zimmer noch nicht beziehen. Also beginnen wir den Tag mit einem kräftigen Frühstück im Restaurant L2: Kaffee für uns, Rührei mit Speck, Toastbrot und Orangensaft. Mona bekommt einen Kamillentee. Es scheint ihr besser zu gehen. Sollte kanadisches Ibuprofen im eigenen Land wirksamer sein als europäisches?

Horst war vor 20 Jahren schon einmal in dieser Stadt. Zu einer Zeit, in der es in Europa noch keine Rieseneinkaufszentren gab. In der West Edmonton Mall findet man neben 800 Geschäften und 100 Restaurants ein riesiges Schiff, den Nachbau der Santa Maria. Es steht in der Mitte dieser gigantischen Einkaufswelt. Dazu gibt es ein Galaxyland mit Fahrgeschäften, eine Eishalle und einen Aqua Park mit Rutschen, Wellenbecken und Strandoptik. Langsam füllt sich das Einkaufsparadies mit Besuchern. Auch an einem Sonntag. Gegen 11 Uhr beziehen wir vorübergehend ein einfaches Ersatzzimmer, damit Mona schlafen kann. Bald wird das gebuchte Zimmer bereitstehen. Im Fantasyland Hotel sind die Zimmer themenbezogen eingerichtet. Es gibt Afrikazimmer, Hollywoodzimmer, Zimmer mit Iglus und Eishöhlen um die Betten, Zimmer mit Betten, die aussehen wie Trucks und Cadillacs. Ein absoluter Traum – nicht nur für die Kinder dieser Welt. Mona blättert im Prospekt und befürwortet das Fantasiezimmer. Während sie sich im Schlaf erholt, reflektieren wir die ersten Tage unserer Reise. In Toronto war der Aufenthalt definitiv zu kurz. Die Bahnfahrt. Der Canadian ist schwer in die Jahre gekommen. Wir hatten uns das Abteil hübscher vorgestellt. Aber nächstes Jahr soll der gesamte Zug renoviert werden. Von Kingsize-Betten in den Luxusabteilen und eigenen Duschkabinen hat der Zugbegleiter erzählt. Die Stimmen aus den alten Lautsprechern im Abteil hallen extrem und erschreckten uns immer wieder. Zumal die Durchsagen gleich zweimal kommen: auf Englisch und natürlich auf Französisch. 90 Prozent der Reisenden sind über 60. Die Küche ist abwechslungsreich und richtig gut. Das Personal freundlich und sehr aufmerksam. Geeignet zum Entschleunigen.

Mona hat über drei Stunden geschlafen. Sie erwacht fieberfrei und will unbedingt die Mall sehen. Wir studieren den Lageplan und machen uns auf den Weg zum Seelöwenfelsen. Vier Seelöwen unterhalten die Zuschauer. Das ist für Mona nicht anstrengend und sie lacht wieder. Etwas später steht sie traurig vor einer riesigen Glaswand und drückt die Hände dagegen. Dahinter ist das überdimensional große Schwimmparadies. Ein Wellenbecken, künstliche oder echte Palmen, aufgeschütteter Sand und Liegestühle – wie in der Karibik. Unser Versprechen, dort zu baden und zu plantschen, können wir nicht halten. Nicht nur Mona hatte sich darauf gefreut.

Heute wachen wir im Fantasiezimmer auf. 10. Stock. Blick auf Edmonton. Unser Bett ist ein Schiff mit Gallionsfigur über dem Kopfende. In einer Zimmerecke sitzt ein Plüschpapagei auf einer Stange. Mona reibt sich verschlafen die Augen und schaut von ihrem Hochbett herunter. Sie lächelt. Es geht bergauf. Mitten im Zimmer steht ein Jacuzzi in einer künstlichen Felsenlandschaft. Mona gefällt er auch ohne Wasser. Wir frühstücken. Anschließend bummeln Mona und ich ein Stündchen durch die Mall, Horst bleibt im Hotel und arbeitet. Am frühen Nachmittag nehmen wir ein Taxi zur City Hall. Von dort aus überqueren wir den Sir Winston Churchill Square, gehen vorbei am Citadel Theatre, schauen uns vom Kongresszentrum aus die Glaspyramiden des Muttart Conservatory am Saskatchewan River an, kommen zum Fairmont Hotel Macdonald und laufen ohne Plan die Jasper Avenue entlang. Einen Eindruck von der Stadt haben wir gewonnen. Mehr wollen wir gar nicht. Wir freuen uns auf morgen. Auf den Jasper National Park. Edmonton wird das „Tor zum Norden“ oder „Tor zu den Rockys“ genannt. Durch dieses Tor werden wir morgen fahren. Auf den Spuren der Pelzhändler, der Goldsucher und der Tauschgeschäftler.

Atemberaubende Natur im Jasper National Park

19.–22. September

Pünktlich steht der Leihwagen bereit. Wir verstauen die drei großen roten Reisekoffer. Gestern habe ich noch einmal umgepackt, sodass in nur einem Koffer die Dinge sind, die wir in der kommenden Woche brauchen werden. Die Wetteraussichten sind gut. Zwei Koffer können dann im Kofferraum des Autos verbleiben. Die Fahrt nach Jasper ist mit vier Stunden in unserer Reisebeschreibung angegeben. Die erste Etappe von Edmonton nach Edson ist so, wie wir Kanada bisher vom Panoramafenster des Zuges kennen: kleine Seen, Tümpel, Wälder, Wiesen, viel und flaches Land.

Nach 200 Kilometern erreichen wir die Kleinstadt Edson. Dort kaufe ich Getränke in einem Liquor Store. Ich zahle mit der Kreditkarte, packe die Flaschen ein und verlasse das Geschäft. Horst müht sich mit dem Navigationsgerät ab. Es dauert eine ganze Weile, bis wir weiterfahren können. Und dann fällt Mona ein, dass sie auch noch für kleine Mädchen muss. Ich bin etwas ungehalten: „Das hätte dir doch auch schon im Laden einfallen können!“ „Es pressiert doch nicht“, meint Horst. Manchmal ist es so, dass auch scheinbar unnötige Verzögerungen ihren Vorteil haben. Denn als wir gerade fahrbereit sind, klopft es an die Autoscheibe. Ich drehe mich um. Der Verkäufer aus dem Liquor Store. Was will der denn jetzt noch? Oh! In seiner Hand hält er eine Plastikkarte und wedelt vor meiner Fensterscheibe herum. Sieht ganz nach meiner Kreditkarte aus. Puh, ich lasse die Fensterscheibe herunter, nehme sie erleichtert entgegen und bedanke mich vielmals. Es wäre auch nicht das erste Mal gewesen, dass ich eine Kreditkarte im Gerät habe stecken lassen … Mona schaut mich mit großen Augen an: „Gut, dass ich noch aufs Klo musste, gell Mama?“ Ja. Sonst hätte es sich erst einmal ausentschleunigt.

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