Eva Markert - Potpourri des Bösen

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Potpourri des Bösen: краткое содержание, описание и аннотация

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Das Böse hat viele Gesichter. Der sexbesessene Timo nimmt an einer äußerst ungewöhnlichen Rallye teil. Tatjana macht sich ihren Lieblingscocktail, die Mandelrussin, in einem Mordfall zunutze, während Guido mit Hilfe einer Blockflöte versucht, an einen großen Geldbetrag heranzukommen. Spam dient als Mordinstrument. Spinnen werden zu todbringenden Komplizinnen.
Diese und andere Kurzkrimis bieten abwechslungsreiche Unterhaltung.

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Bald summten alle fünf Wespen um Franks Kopf herum. Mit einer Zeitung versuchte er, sie wütend zu machen und am Wegfliegen zu hindern. Frank schlief weiter. Nur einmal stöhnte er auf und bewegte sich unruhig.

Verdammt! Gerrit räusperte sich ausgiebig. Seine Erkältung wurde immer schlimmer. Wenn doch wenigstens die Nase frei wäre! Sein Hals fühlte sich schon ganz wund und trocken an, weil er immer durch den geöffneten Mund atmen musste.

Aber – was war das? Um Franks Kopf herum flogen plötzlich nur noch vier Wespen. Gerrit schluckte und wusste im gleichen Augenblick, dass es ein Fehler war. Er würgte gegen einen Widerstand an und fühlte den stechenden Schmerz im Hals. Heiser schrie er auf.

Seine Gedanken rasten. Er brauchte Hilfe. Sofort! Aber vorher musste er die Wespen einfangen, nein, lieber nur die Gläser und Bierdeckel verschwinden lassen. Und den Zucker vom Kissen bürsten. Er keuchte, rang nach Luft. Wie lange würde es dauern, bis sein Hals ganz zugeschwollen war?

„Frank! Hilf mir!“, krächzte er.

Frank fuhr hoch und erfasste sofort die tödliche Gefahr, in der er und sein Bruder sich befanden. Seine Schlaftrunkenheit war mit einem Schlag wie weggewischt. Er wollte nach dem Handy greifen, doch auf dem Tisch standen nur die Gläser. Er sah sich nach seinen Krücken um und fand sie nicht. Schließlich kroch er auf allen vieren zur Tür. Aber die war abgeschlossen.

Eine Wespe summte laut an seinem Ohr vorbei. Mit einem Griff riss er die Wolldecke vom Sofa, kauerte sich zusammen und hängte die Decke über seinen Kopf, sodass er ganz darunter verschwand.

Gerrit taumelte zur zweiten Tür Seine Beine trugen ihn kaum, als er ins Schlafzimmer wankte, um mit Franks Handy Hilfe zu holen. Ihm war alles gleichgültig. Er wollte nur noch eins: leben.

B – A – C – H

Wie auf ein geheimes Zeichen hin wurde es still in der vollbesetzten Kirche, so als ob die Menschen die Luft anhielten, bevor die Orgel die ersten Töne spielte. Vier klagende Noten hallten durch das Kirchenschiff: B – A – C – H. Die Bachtage waren eröffnet.

Der Organist, ein hochrangiger Musiker aus Paris, variierte das Thema kunstvoll. Immer wieder wurden die perlenden Tonfolgen, die rauschenden Akkorde von der Sequenz unterbrochen: B – A – C – H.

Guido warf einen Blick auf Anna-Lena. Sie saß neben ihm und lauschte verzückt. Beinahe hätte er den Kopf geschüttelt. Anna-Lena und ihre Leidenschaft für Musik, vor allem für Johann Sebastian Bach. Ihr Flügel, Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ – das war Anna-Lenas Lebensinhalt. Unermüdlich übte sie Präludien und Fugen. Und wenn sie nicht selbst Klavier spielte, schallten Bachkantaten oder die Brandenburgischen Konzerte durchs ganze Haus, und sie summte mit. Verstehen konnte er das nicht. Im Gegenteil: Es ging ihm ganz gehörig auf die Nerven.

B – A – C – H. Die Improvisationen des Organisten erreichten einen schlichten Abschluss. Die Zuhörer erwachten wie aus einer Trance. Nur Anna-Lena nicht. Sie saß starr und mit geschlossenen Augen da.

„Anna-Lena“, flüsterte er.

Seine Freundin reagierte nicht.

Er fasste sie an der Schulter. Ihm war, als würde er ein Stück Holz berühren.

„Anna-Lena!“ Er schüttelte sie leicht.

Die Umsitzenden wurden aufmerksam, schauten zu ihnen herüber.

Er gab ihr einen leichten Klaps auf die Wange. „Wach auf!“

Sie schien von alldem nichts zu bemerken.

„Sie müssen Hilfe holen“, flüsterte jemand. Guido schaltete sein Handy ein.

Willenlos ließ Anna-Lena sich von den Sanitätern hinausführen. Kurz bevor das Kirchenportal hinter ihnen zuschlug, setzte die Orgel wieder ein.

Im Krankenwagen bettete man Anna-Lena auf eine Trage. Guido betrachtete ihr Gesicht. Es sah friedlich aus, völlig entspannt.

„Ich werde Martin verständigen“, beschloss er. „Schließlich ist sie seine Schwester. Soll er sich um die Sache kümmern. Ich kenne das Mädchen ja kaum.“

Martin war Sänger und nahm an der Generalprobe des Bachchores teil, der am nächsten Tag einen Auftritt hatte.

Vom Krankenhaus aus rief er ihn an. Guido verabscheute Anna-Lenas Bruder und gleichzeitig beneidete er ihn. Umgeben von Reichtum und Luxus lebte er mit seiner Schwester in einer großen Villa, die sie von ihren Eltern geerbt hatten. Sie hatten alles, was man sich nur wünschen konnte. Aber im Grunde interessierten sich beide nur für eins: Barockmusik.

Er verzog abfällig seinen Mund, als Martin sich meldete. „So wie dieser Weichling an seiner Schwester hängt, bekommt er sicher sofort einen Nervenzusammenbruch“, dachte er.

Doch Martin reagierte ganz anders. „In Ordnung, ich komme“, sagte er ruhig und hängte ein.

Kurze Zeit später war Martin zur Stelle. „Wo ist sie?“, fragte er knapp. Ohne Guido eines weiteren Blickes zu würdigen, betrat er den Untersuchungsraum, in dem Anna-Lena sich befand.

Noch größer war Guidos Erstaunen, als er ein paar Augenblicke später mit seiner Schwester am Arm wieder herauskam. Sie lachten und Anna-Lena wirkte völlig normal.

Sie blieben vor ihm stehen. „Ich glaube, ich muss es Guido erklären“, sagte sie zu ihrem Bruder.

„An deiner Stelle würde ich das nicht tun.“

„Doch, das bin ich ihm schuldig, nach der ganzen Aufregung.“ Sie nahm Guidos Hand. „Komm und ich erzähle dir alles bei einem Glas Wein.“

Martin ging mit. Stumm hörte er zu, während sie von ihrer Kindheit sprach und von den Spielen, die sie und ihr Bruder gespielt hatten.

„Unsere Eltern waren oft wochenlang auf Konzertreise“, sagte sie, „und die Erzieherin mochten wir nicht. So kam es, dass wir die meiste Zeit mit unserer Musik und miteinander verbrachten. Irgendwann wurden uns unsere Spiele langweilig. Da kam Martin auf die Idee.“

Ihr Bruder rutschte unruhig in seinem Sessel hin und her.

„Er hatte etwas über Hypnose gelesen“, fuhr Anna-Lena fort, „und wir wollten es einfach mal ausprobieren. Es klappte besser, als wir gedacht hatten. Martin hypnotisierte mich und ließ mich allerhand komische Dinge tun. Dabei filmte er mich, und hinterher haben wir Tränen gelacht. Jeden Abend vertrieben wir uns auf diese Weise die Zeit.“

Guido starrte sie an. „Willst du damit sagen, dass du eben in der Kirche in Hypnose warst?“

Anna-Lena nickte.

Martin räusperte sich. „Ich glaube, das reicht“, sagte er, zu seiner Schwester gewandt.

„Aber wieso?“, bohrte Guido weiter. „Dein Bruder war doch gar nicht anwesend.“

„Wir haben eine Art Geheimsignal verwendet“, erklärte Anna-Lena, „eine Abkürzung sozusagen, damit ich schneller in Hypnose fiel.“

„Sei still!“, versuchte Martin sie zu bremsen.

Anna-Lena lächelte ihn an. „Keine Sorge.“ Sie begann zu summen. Zwei-, dreimal dieselben vier Töne. Es war ein tieftraurig klingender Melodiefetzen. „Begreifst du jetzt?“

„Ich bin unmusikalisch“, antwortete Guido ein wenig gereizt, „das weißt du doch.“

„Anna-Lena!“, warnte Martin.

Sie summte wieder. „B – A – C – H“, sagte sie, „das sind die vier Noten, die wir als Code wählten. Wir dachten, wir würden diese Töne niemals außerhalb unserer vier Wände hören.“

Jetzt verstehe ich“, rief Guido. „Heute Abend, bei der Improvisation, da hast du sie gehört!“

Sie nickte.

„Und dein Bruder hat dich im Krankenhaus aus der Hypnose zurückgeholt.“

„So ist es. Sonst hätte ich noch sehr lange und sehr gut geschlafen.“ Sie lachte.

Martin schüttelte besorgt den Kopf. „Hoffentlich war es kein Fehler, ihn einzuweihen.“

„Wie kommst du eigentlich dazu, so etwas zu sagen!“, protestierte Guido empört.

„Ach was“, rief Anna-Lena lachend, ehe Martin antworten konnte, „warum sollte ich meinem Freund die Geschichte verschweigen? Und falls es noch einmal passieren sollte, weiß er wenigstens Bescheid.“

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