Manuela Martini - Spurlos
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„Alles okay, Tony?“
„Ist nur verdammt heiß“, knurrte Costarelli. „Hast du was gegen ein Bier?“
Zehn Minuten später lehnten sie an der Theke draußen auf der Terrasse eines überfüllten Pubs in der Mitchell Street, nur einen Steinwurf vom Büro und Shanes Hotel entfernt.
„War nicht so einfach, die Sache mit deinem Partner, was?“ Costarelli blies den Rauch aus.
„Hm“, machte Shane.
Ja, es war nicht leicht, und es ist nicht leicht, Überlebender zu sein, dachte er. Al Marlowes Geburtstag, die fröhliche Stimmung im Pub, dann, der Aufbruch nach Hause. Der dunkle Parkplatz. Seine Worte, wie er Jack überredete zu Fuß zu gehen und nicht in ein Taxi einzusteigen, obwohl eines da war. Diesen Moment in seinem Leben konnte er sich nie verzeihen. Wenn Jack ins Taxi gestiegen wäre, wäre er heute noch am Leben. Und Evans und Hawkings auch. Shane spürte, wie sich wieder sein Inneres zusammenzog. Er hatte als einziger überlebt. Seitdem litt er unter noch stärkeren Schlafstörungen, , musste seine Schmerzen im Bein immer wieder mit Schmerzmitteln betäuben, wurde öfter krankgeschrieben. Man hatte ihm eine Psychotherapie verordnet. Er sagte immer wieder die Sitzungen ab – und in denen, die er tatsächlich wahrnahm, litt er noch mehr, da ihm immer klarer wurde, dass er die Schuld trug.
Einmal sagte die Therapeutin: Sie wollen nicht darüber hinwegkommen. Welche Schuld tragen Sie mit sich herum? Ist das wirklich Ihre?
Shane sah Costarelli an,
„Jacks Mörder ist tot. Aber Jack ist nicht wieder lebendig geworden.“
Costarelli drückte die Zigarette aus und zog die Nase hoch.
„Verdammte Sache, wenn es so endet.“
Sie hoben beide fast gleichzeitig das Glas und tranken. Ein Kellner wischte die Theke unter ihren Gläsern sauber. Sie stellten die Gläser ebenso gleichzeitig wieder ab.
„Warum hinterlässt er mir so eine Nachricht, Tony? Genießen Sie Ihren wohlverdienten Ruhestand.“ Das ließ ihn die ganze Zeit nicht los.
„Vielleicht will er, dass du ihn endlich findest?“ Costarelli hustete und nahm eine neue Zigarette aus der Packung. „Was weiß man schon, was in diesen verdammten Shitheads vorgeht?“
Shane dachte an Valerie Tates Krimi-Bibliothek. Er war sicher, unter den Büchern befand sich eines mit einem ähnlich grausamen Mord. Und Valerie Tate hatte in ihrem weißen Wohnzimmer auf ihrer weißen Couch gesessen, ein Glas Wein vor sich und sich wohlig gegraust. Was für eine Ironie des Schicksals!
Auf zwei großen Bildschirmen liefen Musikvideos. Die meisten der Gäste waren junge Leute, Anfang zwanzig, schätzte Shane. Viele von ihnen schienen Backpacker zu sein, die nach dem Ende der Schulzeit in Europa oder Amerika für ein paar Monate durch Australien reisten. Und schon dachte er wieder an seine Fälle, in denen Backpacker grausamen Mördern zum Opfer gefallen waren – wann würden diese Gedanken aufhören?
„Vielleicht schreib’ ich auch ein Buch.“ Costarelli tippte sich an die Stirn. „Hier ist so viel drin, das raus will! Shane, du solltest das auch machen, wenn du aufhörst.“
„Ganz bestimmt nicht! Mein Vater schreibt eins über Wale. Das geht jetzt seit fast einem Jahrzehnt. Und ich hab` noch keine einzige Zeile davon zu sehen gekriegt.“
Eine Gruppe junger Frauen mit kurzen, engen Tops drängte sich an ihnen vorbei an einen frei gewordenen Tisch. Costarelli musterte ihre in engen Jeans verpackten Hintern.
„Wahrscheinlich interessierst du nicht genug dafür“, murmelte er abwesend.
Shane wusste, er würde ganz sicher nicht anfangen zu schreiben. Er hörte bei der Polizei auf, weil er Abstand brauchte, weil er die Gedanken an Verbrechen nicht mehr ertragen konnte. Da würde er ganz sicher nicht ein Buch schreiben, das ihn zwang, sich zu erinnern.
Sie tranken ihr Bier und zahlten.
„Danke, dass du hier geblieben bist“, sagte Costarelli auf der Straße.
„Ich hatte ja gar keine andere Wahl, oder?“
Costarelli verzog den Mund zu einem schiefen Grinsen. Dann wurde er schlagartig ernst. „Das ist unser letzter Fall, oder?“
„Es ist sicher mein letzter, ja.“
Costarelli hob den Kopf, und sah in den Sternenhimmel.
„Ich glaube, es ist auch mein letzter.“
„Dann tun wir unser Bestes.“
„Ja, Mann. Werden wir nicht noch am Ende sentimental, was?“ Costarellli klopfte ihm auf die Schulter. „Gute Nacht.“
8
Um zwölf Uhr nachts war Shane noch immer wach. Nur mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen stand er im dunklen Zimmer und blickte vom fünften Stock hinunter auf die Mitchell Street, in die allmählich Ruhe einkehrte. Aus dem erleuchteten Eingang des Kinos auf der gegenüberliegenden Straßenseite kamen ein paar Menschen, meist jüngere Pärchen, die den Abend genossen.
Musste er sich vorwerfen, bei McNulty über sein Bauchgefühl hinweggegangen zu sein? War er wirklich der Täter gewesen? Ein Mann mit einem nicht gerade hohen Intelligenzquotienten, einer der sich verbal kaum ausdrücken konnte, der von Kollegen auf den Fischtrawlern, ohnehin meist rauen Sonderlingen, als schweigsam, jährzornig und eiskalt beschrieben wurde, das passte einerseits – andererseits nicht. Einerseits war er der brutale, irre Killer, andererseits hatte man im Profiling einen sehr intelligenten, detailliert vorausplanenden Täter beschrieben.
McNulty war einer gewesen, der sich für die dreckigsten Arbeiten meldete, einer, der besonders schnell und geschickt auch die größten ins Netz gegangenen Fische ausnehmen und zerlegen konnte. Physisch und psychisch traute man ihm die Taten zu. Er war wegen versuchter Vergewaltigung vorbestraft. Er hatte seinen Job verloren. Er war extrem frustriert. Und er gestand.
Alle waren froh und erleichtert gewesen über seine Verurteilung und das Ende der Ermittlungen: Die Kollegen, die Öffentlichkeit, und die Medien, die sich mit der Überführung der „Bestie“ in den Schlagzeilen wochenlang gute Auflagen sicherten. McNulty war in eine geschlossen Anstalt eingewiesen worden. Nach zwei Jahren brachte er sich um, schaffte es, sich mit einem Socken selbst zu ersticken. Ein merkwürdiger Selbstmord, genauso merkwürdig wie vieles an diesem Fall.
Aus dem Kino kam nun niemand mehr. Am Eingang wurden die Lichter abgeschaltet. Weiter rechts die Straße hoch, saßen noch Gäste auf der Terrasse des Pubs.
Nach McNultys Tod hatte sich niemand mehr mit dem Fall befasst. Vielleicht hätte man bei den Ärzten und beim Pflegepersonal nachforschen sollen, ob er ihnen gegenüber einen Partner erwähnt hatte. Konnte er, Shane, sich dieses Versäumnis vorwerfen? War es überhaupt ein Versäumnis? Er hatte in der Zeit genug zu tun gehabt. Die Scheidung war gerade überstanden, neue Fälle beschäftigten ihn, und er kämpfte gegen den Alkohol.
Er musste schlafen, sonst würde er Morgen den Tag kaum überstehen. Seine Glieder waren bleischwer, in seinen ohnehin schon dröhnenden Kopf stachen hunderte von Nadeln. Den Anruf Carols hatte er aufgeschoben – und jetzt war es zu spät. Er legte sich wieder ins Bett und starrte ins Dunkel. Der Kühlschrank der Kochzeile sprang immer wieder an, brummte und schaltete sich mit einem kurzen rüttelnden Geräusch wieder aus. Als die Umrisse schärfer wurden, weil sich seine Augen an das spärliche von außen hereindringende Licht gewöhnt hatten, machte er sie zu. Langsam dämmerte er weg, und wäre gleich eingeschlafen, wenn nicht sein Handy geschrillt hätte.
Reflexhaft griff er in Richtung des aufleuchtenden Displays.
„Shane?“ Tamaras Stimme. Er vermutete sie noch in London.
„Tamara? Was …“ Weiter kam er nicht. Die Schallleitung war zu langsam. Sie hatte schon mit ihrer Antwort angesetzt bevor sie seine Frage gehört hatte.
„Ich bin am Flughafen in Bangkok. Ich habe gerade in den Nachrichten von dem Mord in Darwin gehört. Sag’ mal, so einer ist doch auch in Brisbane vor sieben oder acht Jahren passiert.“
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