Günter Faßbender - Alkoholprobleme überwinden

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Der übermäßige Konsum von alkoholhaltigen Getränken entwickelt sich immer mehr zum Gesundheitsrisiko. H. Günter Faßbender, der Autor dieses Ratgeberbuches, war 38 Jahre im Arbeitsfeld Suchthilfe tätig. Er hat viele Menschen mit Abhängigkeit gesehen, mit vielen gesprochen und vielen helfen können.
Immer wieder stellt sich die Frage, ob und warum so viele Menschen den Weg bis in die Abhängigkeit gehen müssen. Warum können sie nicht früher erreicht werden? Das Leiden der Menschen, vor allen Dingen der mitbetroffenen Familien, zu verkürzen, diesen Wunsch verspüren viele Therapeuten in ihrer täglichen Arbeit. Günter Faßbender ist einer der Therapeuten, der seine Erfahrungen aufgeschrieben hat, um sie anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Es ist seine Sichtweise, es ist seine Herangehensweise, die im gesamten Buch durchschimmert. Hier schreibt kein Schriftsteller, kein Autor, sondern ein Therapeut, dem es um die Menschen ging, und um die Menschen geht.
Dabei ist es sehr hilfreich, auf Beispiele aus der täglichen Arbeit zurückzugreifen, denn es gibt ein Paradox in der Arbeit: Jeder Abhängige berichtet von sich unter der Prämisse, dass bei ihm doch alles anders gewesen sei. Im Gespräch, zum Beispiel in der Selbsthilfegruppe, wird dann aber deutlich, dass es entscheidende Gemeinsamkeiten gab, wie sie Professor Wanke einmal auf den Punkt gebracht hat «Wie ein Fluss aus zahlreichen Quellen seinen Ursprung nehmen kann, dann aber einen unverwechselbaren Verlauf zeigt, bieten Abhängigkeiten eine unterschiedliche Krankheitsentstehung und münden schließlich in eine gemeinsame Endstrecke ein, in der die „Typen bildende Kraft der Krankheit“ wirksam wird.»
"Dieses Buch kann helfen, mehr Menschen mit Alkoholproblemen früher zu erreichen und sie besser zu behandeln. Mögen es viele Menschen lesen und davon profitieren." (Hamm, Rolf Hüllinghorst, ehemaliger Geschäftsführer Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e. V.)

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weniger trinken, aber suchtkrank sein und abstinent leben,

nein, soweit ist das bei mir noch nicht“. Dieses Beispiel

zeigt, wie subjektiv es ist und wie unterschiedlich lange es

dauern kann, bis jemand zur Einsicht kommt, mit Alkohol

nicht mehr umgehen zu können.

Ich hatte nicht selten Menschen in der Beratung, die durch

ihren Hausarzt oder andere Personen die Diagnose Alko-

holabhängigkeit erhalten haben. Für sich selbst jedoch wa-

ren sie überzeugt, noch kein Problem mit Alkohol zu haben

bzw. noch kontrolliert mit Alkohol umgehen zu können. Die

persönliche Kapitulation, das Eingeständnis: Ich kann nicht

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mehr mit Alkohol umgehen, ich bin Alkoholiker, wird von

Betroffenen so lange wie möglich vermieden. Es würde ja

auch nicht nur bedeuten, zukünftig auf Alkohol verzichten zu

müssen, sondern auch, sich seinen persönlichen Schwierig-

keiten zu stellen. Genau dies versuchen Alkoholiker lange

Zeit durch den Alkohol zu vermeiden. Dies ist nach meiner

Einschätzung einer der Hauptgründe, warum alkoholgefähr-

dete und suchtkranke Menschen, trotz massiver Probleme

durch ihren Umgang mit dem Suchtmittel, solange warten,

bis sie Hilfe in Anspruch nehmen.

So kommt es, dass bei manchen Betroffenen über Jahre

Phasen des überhöhten Alkoholkonsums wechseln mit Pha-

sen der Abstinenz oder des reduzierten Konsums von Alko-

hol. Etwa 40 % der Personen, die mit einer Suchtberatung

Kontakt aufnehmen, brechen diesen Kontakt nach einem

oder mehreren Gesprächen wieder ab. Dies ist nicht nur

nach meinen Erfahrungen so, sondern auch bundesweit in

allen Suchtberatungsstellen zu beobachten. Manche Hilfe-

suchende melden sich erst nach Jahren wieder und erklären

meist schon am Telefon, dass sie zwischenzeitlich durch

entsprechende Erfahrungen erkannt haben, mit Alkohol

nicht mehr umgehen zu können bzw. dass sie eine Behand-

lung absolvieren möchten, um ihre Alkoholprobleme zu

überwinden.

Selbst nach wiederholter stationärer Behandlung und länge-

ren Zeiten der Abstinenz zeigt sich manchmal, dass die abs-

tinente Lebensführung des Betroffenen nicht gegründet ist

auf der persönlichen Einsicht, nicht mehr mit Alkohol umge-

hen zu können bzw. dem persönlichen Entschluss, auf Dau-

er ohne Alkohol leben zu wollen. Alkoholiker äußern dann

nach einem „Rückfall“ oft: „Ich habe die Therapie nur ge-

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macht, um meine Arbeitsstelle nicht zu verlieren“ – „Ich ha-

be abstinent gelebt, weil mein Partner gedroht hat mich zu

verlassen, wenn ich noch mal Alkohol trinke“, „ich habe abs-

tinent gelebt, um meinen Führerschein zurückzuerhalten“,

„ich habe die Therapie gemacht, um nicht in Haft zu müs-

sen“.

Die meisten Menschen, die zur Suchtberatung kommen,

haben bereits seit Jahren, oft schon Jahrzehnte vermehrt

Alkohol konsumiert. Die „Suchtspirale“, die sich meist über

10 bis 15 Jahre entwickelt, wird von Betroffenen so lange

wie möglich nicht gesehen bzw. geleugnet.

Alkoholiker versuchen oft auch durch ein Trinksystem sich

und der Umwelt zu beweisen, dass sie mit Alkohol kein

Problem haben. Sie trinken Alkohol nur zu bestimmten Zei-

ten, z. B. nur am Wochenende oder nur in Gesellschaft und

versuchen eine bestimmte Menge nicht zu überschreiten.

Selbst wenn dies jemand über einige Wochen und Monate

schafft, hat dies wenig mit gesundem bzw. kontrolliertem

Alkoholkonsum zu tun.

Kontrolliert mit Alkohol umgehen zu können bedeutet nicht,

eine Strichliste über die Häufigkeit und die Menge des Alko-

holkonsums führen zu müssen, um keine Probleme durch

Alkohol zu bekommen.

Es gibt zahlreiche Fragebögen, sogenannte Selbsttests zum

Umgang mit Alkohol, die Ihnen helfen können, Ihr eigenes

Trinkverhalten kritisch zu hinterfragen. Es handelt sich hier-

bei meist um eine Auflistung der bekannten körperlichen,

psychischen und sozialen Folgen sowie Kennzeichen der

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verschiedenen Phasen in der Entwicklung einer Alkoholab-

hängigkeit (siehe Arenz-Greiving).

Selbst, wenn viele der beschriebenen Faktoren auf Sie zu-

treffen, bleibt immer noch die entscheidende Frage:

„Sind Sie noch in der Lage Ihr Trinkverhalten dauerhaft auf

ein Maß und auf eine Häufigkeit des Konsums von Alkohol

zu reduzieren, sodass Sie hierdurch keine physische, psy-

chische oder soziale Probleme bekommen“?

Sind Sie hierzu dauerhaft, das heißt, nicht nur einige Wo-

chen lang, nicht mehr in der Lage, dann müssen Sie sich

eingestehen, dass Sie Ihren Alkoholkonsum nicht mehr kon-

trollieren können.

Dieser „Kontrollverlust“, seinen Umgang mit Alkohol nicht

mehr willentlich steuern zu können, ist der Übergang zwi-

schen Alkoholgefährdung und Alkoholabhängigkeit.

Der Kontrollverlust setzt meist nicht bereits beim ersten Glas

Alkohol ein und tritt auch bei den meisten Alkoholikern nicht

jedes Mal ein, wenn Alkohol konsumiert wird. Jedoch, wie

man bei den Anonymen Alkoholikern sagt: „Wenn der Alko-

holkonsum immer wieder zu Problemen führt, dann ist Alko-

hol das Problem“.

Der Konsum von Alkohol wird immer mehr zum zwanghaf-

ten Verhalten. Das Denken und Handeln konzentriert sich

irgendwann nur noch auf den Alkohol. Andere Interessen,

Freunde, Familie und Beruf werden immer mehr vernach-

lässigt. Gedächtnislücken, so genannte „Filmrisse“ nehmen

immer mehr zu. Auch die Anlässe, bei denen der Betroffene

glaubt, Alkohol zu brauchen, werden immer häufiger und

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nichtiger. Selbst „das schlechte Wetter“ muss dann dafür

herhalten, dass ein Alkoholiker glaubt, das Leben sei nur

noch mit Alkohol zu ertragen.

So frage ich in der Beratung den Hilfesuchenden zunächst,

ob er bereits einmal ernsthaft versucht hat, seinen Alkohol-

konsum zu reduzieren und welche Erfahrungen er hierbei

gemacht hat.

Nicht erst derjenige, der täglich eine bestimmte Menge Al-

kohol braucht, um sich wohlzufühlen, bzw. der glaubt, den

Schwierigkeiten des Alltags ohne den täglichen Konsum von

Alkohol nicht mehr gewachsen zu sein (sogenannte Spiegel-

trinker), ist Alkoholiker. Auch jemand, der tage- und wochen-

lang auf Alkohol verzichten bzw. scheinbar kontrolliert damit

umgehen kann, jedoch immer wieder phasenweise vermehrt

Alkohol konsumiert (sogenannte Phasentrinker, früher

„Quartalssäufer“ genannt) ist alkoholabhängig. Mit der Zeit

werden die Phasen der Abstinenz bzw. des scheinbaren,

kontrollierten Umgangs mit Alkohol immer kürzer und die

Phasen des massiven Alkoholkonsums werden immer län-

ger.

Auch die sogenannte Alkoholverträglichkeit kippt irgend-

wann. Zunächst kann jemand mit wachsender Gewöhnung

an Alkohol körperlich immer mehr „vertragen“, aber später

reichen geringe Mengen Alkohol, um einen Rauschzustand

auszulösen.

In der Gesellschaft hält sich trotz vermehrter Aufklärung

über Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit immer

noch das Bild vom Alkoholiker, der morgens am Kiosk steht,

seinen Flachmann oder eine Flasche Bier trinkt, körperlich

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runtergekommen, obdachlos und ohne Arbeit und Familie

ist. Dieses Bild eines Alkoholikers trifft nach meiner Erfah-

rung lediglich auf etwa fünf Prozent der Suchtkranken zu.

Den wenigsten Menschen, die ich in der Suchtberatung

kennengelernt habe, würde jemand ansehen, dass sie Alko-

holprobleme haben. Wie es auf einem Plakat des Caritas-

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