Herbert Beyertz - DIE FAHRT NACH T

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DIE FAHRT NACH T
Holger Ley, der nach vielen Jahren das Haus seiner Kindheit noch einmal aufsucht und dort Annie Labalue trifft. Annie war eins von Zweihunderttausend Kindern französischer Mütter, der Vater deutscher Besatzungssoldat im Zweiten Weltkrieg: enfant maudit, seine Schwester? Zugleich Holger auf der Spurensuche von zwei befreundeten Musikern der legendären Roaring-Harts-Truppe, Samuel Tempes (ein holländischer, halb jüdischer Verwandter) und Ronald van Helmont. Sam und Ronnie waren nach ihrem letzten Konzert in Düsseldorf plötzlich verschwunden – im Herbst des Jahres Siebenundsiebzig, dem Jahr der «Schläfer vonStammheim».
Der Dritte der «Röhrenden Hirsche», Adam Symons van Porst, Reederssohn amerikanisch-niederländischer Abstammung, sein Vater Ezra viele Jahre Jagdgenosse in Eifel- und Ardennen-Revieren von Holger Leys Vater. Adam, nachdem er Soledad Salinas, Holgers spanische Freundin, frühzeitig «auf die Rückseite des Mondes» geschossen hatte, sich aber um das Jahr des Elften September immer noch als der Schattenspieler erweisen wird, während Annie Labalue, eine Ethnologin, und Holger Ley sich verbunden haben zu ihrer Suche nach den Ursprüngen eines «noch nicht ganz verschütteten Pompei, namens Europa.»

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Omi, im langsamem Vorüberschreiten mit gleicher Bedachtsamkeit Mal um Mal: „Ja, Röschen, nur alte Leute sterben.“

Telefonzelle, Münzengeklapper, doch nicht eine meiner

Zahl-und-Adler will der Apparat annehmen.

Unterwegs in die nördliche Villenvorstadt, hätte ich mich gern beim Architekten angemeldet, schleppe ich doch zwei Ölgemälde für den Verehrten mit mir. Am Bahnhof flattern Tauben vor drei bärtigen Gestalten auf, denen das Unwetter zu einer sagenhaften Beute verhol- fen hat. Bierflaschen in Kästen füllen hochgestapelt die Nischen zu beiden Seiten des Hauptportals. Es am Bahnhof an einem andern Apparat zu versuchen, wäre der nächste Weg, aber die Kumpels gucken so bös ge- spannt, dass ich wieder und wieder meine Münzen ein- werfe.

Meine Gemälde, Erbstücke, die ich nirgends zu las- sen, wahrhaft nur zu schenken wüsste, und Johannes Hinrich, dieser unerschütterliche Freund der Familie… Nanu! eine Stimme aus der Muschel.

Hinrichs Nummer habe ich doch noch gar nicht wäh- len können?

„Roger, Roger –“ mehr kann ich bei dem starken Rau- schen nicht verstehen, wurde vielleicht auch nicht ge- sprochen. Es knackte, und die Stimme war wieder weg. Wie die eines Bordfunkers aus dem Weltall, so hörte sich der Sprecher an. Nun tippe ich die Nummer einfach in die Box – und:

„Bei Hinrich, “ eine Mädchenstimme. Ich nenne mei- nen Namen. „Einen Augenblick, ich rufe meinen Onkel.“ Ich atme auf.

Nach Hinrichs herzlicher Einladung wieder auf dem

Weg, hätte ich, wäre ich mit den Bildern nicht be-

schwert, singen können, so sonnig sonntäglich fühle ich

mich auf der blank gewaschenen Strasse.

Der Orkan hat unendlich viel Überflüssiges an Papier, Blech und Plastik aus der Stadt gespült. Eine sonderbare Genugtuung beflügelt zwar nicht meinen Schritt, denn es geht bergan, aber die Amseln sind wieder da! Sie hüpfen über die Rasen der Vorgärten, spazieren ohne Scheu über die Strasse, auch für mich kann es jetzt nur noch ein Amselsprung sein! Da rutschen, um einem Häufchen Hundekot auszuweichen, mir meine Kostbar- keiten zu Boden. Entsetzt fasse ich nach, wenigstens nicht in die Scheisse. Ein Schwarzvogel schiesst mit höhnischem Geklacke über meinen Kopf hinweg, nahe- bei in einem Fenster bewegt sich eine Gardine.

Wenn ich jetzt nur die Hausnummer erinnerte! Eure Dreizehn war’s jedenfalls nicht, ihr Leute, da könnt ihr euch ruhig die Augen wischen.

Nachdem ich aber „Fischerboote am Morgen“ und

„Burg Nideggen am Abend“ wieder unter Kontrolle habe, fällt mir die Hinriche Nummer ein. Ich brauche nur die Strasse zu überqueren, eine wer weiss wie lange schon winkende Hand. Nummer Vierzehn… So freund- lich, so leise, niemand kennt sie anders: Herr Hinrich, Frau Hinrich.

„Holger, Holger, was sollen wir dazu sagen.“

„B-Bitte nicht, Sie verstehen…“

„Hm??“

Yvonne Hinrich, „aber wir haben Glück gehabt. Von fast

allen meinen Rosen sind Knospen geblieben.“

„Sie ist eine Expertin, meine Frau.“ Mit diesem Satz nimmt Johannes Hinrich in seinem Korbsessel Platz, im Flur schlägt eine Standuhr dreimal. „Ich nehme einen Mocca, Yvonne – und Sie, Holger?“

„O einfach,“ und nach der weissgetünchten Ziegel- mauer blickend. „Blüht es da nicht?“

„Ja,“ sagt Yvonne Hinrich, „das sind meine Unermüd- lichen! Gloria Dei ist ihr Name, seit vierzig Jahren hält sie uns die Treue. Und dabei zählten wir zu den aller- frühsten Besitzern dieser prächtigen Rose.“

„Obwohl sie damals schon vier Namen, offiziell, hatte,“ ergänzt der Architekt, während Susanne, die Nichte, erwartungsvoll die Augen auf ihre Grosstante richtet.

„Ihre Heimat ist eigentlich Frankreich. Anfang des Krieges, nachdem die Deutschen das Land meiner Ahnen besetzt hatten – und Hans war ja Soldat, Besat- zungssoldat…“

„Zu jeder Reparation bereit, wenn er dich schon ge- kannt hätte.“

Sie lacht, diese zu Jahren gekommene Schönheit hugenottischer Vorfahren, und erzählt folgende Ge- schichte.

Ein Gartenkünstler namens Antoine Meilland war es, der diese gelbe Rose gezüchtet hatte. Sie wurde sein goldener Wurf, mit allen Eigenschaften einer lebens- kräftigen, reich gefüllten und zugleich anspruchslosen Buschrose. Er widmete sie zunächst seiner Mutter, doch

ihren Namen erhielt sie im Gedenken an seine früh ver-

storbene Frau: Madame Antoine Meilland.

Noch im Kriege, auf welchen Wegen immer, gelang- ten Sämlinge seiner Züchtung nach Italien (Sohn Francis hatte eine Tochter des italienischen Floristen Paolino geheiratet), nach Deutschland und, über Eng- land, sogar nach Amerika. Der Krieg aber liess unter den Floristen eine Verbindung kaum mehr zu, so dass am Ende des Weltkriegs es drei weitere verbriefte Namen für dieselbe Rose gab. In Italien hieß sie „Goia“, also „Freude“, in Amerika „Peace“, und in Deutschland

„Gloria Dei“.

Yvonne: „Hans hat sie als Gloria Dei in Stuttgart ken- nengelernt, als er dort sein Studium wieder aufnahm und nebenher in einer Rosenschule seinen Unterhalt verbesserte.“

„Und im Topf trug ich sie von Stuttgart nach Krefeld, als es galt, eine schöne Krefelderin zu freien.“

noch einen Mocca, Yvonne? Und die – Labalue, mein

Gott, da wäre wahrscheinlich nur mein Vater, der erste Notar, für Sie die richtige Auskunftei gewesen. Schon der Erste Weltkrieg hat ein solches, wie soll ich sagen, Durcheinander geschaffen…“ Erstaunt werfe ich ein:

„Wir sind verwandt?“

„Danke, meine Liebe. Es ist noch etwas früh, um so- zusagen frei von der Leber – aber haben Sie Geduld, es wird sich alles rundum aufklären... Ist was, Yvonne?“

„Vor deinem dritten Mocca rufe ich deinen Arzt, Hans.“

Ein Weilchen schwenkt er die Tasse mit einem schel- mischen Augenaufschlag, „und ich unseren Notar,“ dann fährt er fort.

„Mein lieber Freund. Es ist, wie gesagt, noch etwas früh. Mein Vater sprach nie gern von der Sache, und zu seinen Söhnen nur mit einem ausgesprochenen Schwei- geverbot. Natürlich, Christoph, sein Nachfolger, kennt die Geschichte aus dem f-f. Er ist ja jetzt noch ein- geschaltet, und der Schriftverkehr mit Belgien hört so schnell nicht auf. Denken sie an das Vertrauensverhält- nis, in das Notare unter Umständen gezogen werden, mit Arzt oder Priester lässt sich das durchaus verglei- chen. Und dass über das Ableben unseres Freundes hi- naus – und bitte verstehen Sie, nicht nur für Christoph, sondern auch für mich Verpflichtungen geblieben sind, vermuten Sie mit Recht.“

Yvonne Hinrich unterbricht ihn erneut, und ich frage mich, ob sie es nicht in der Absicht tut, um – mein Vater würde sagen, ihrem Hans aus der Bedrouille zu helfen.

„Ingried müsste längst vorgefahren sein, ich dachte

schon eben bei dem Hupen, dass sie's wäre... Ach ja,

Holger, Sie fahren doch mit?“

Johannes Hinrich erhebt sich mit sichtbarer Erleich- terung, er hat nicht einmal seinen Mocca angerührt:

„Wir gebrechlichen Alten bleiben natürlich am Ort. Aber Susanne – wo steckt denn das Mädchen wieder!“

„Ich auch, Onkel Hans, ich muss doch auf den Klei- nen aufpassen während der Fahrt,“ tönt es vom Vestibül her mit heller Stimme, und ganz kurz zeigt sich ihr som- mersprossiges Köpfchen im Türrahmen. Elf Jahre, ver- spätetes Schwesterkind, fast von Geburt an Waise.

„Meinst du wirklich?“ Johannes zieht ein zweifelhaf- tes Gesicht, dessen Schalk niemand übersehen kann. Als sein Blick wieder auf mein fragendes Selbst fällt, erläu- tert er schmunzelnd:

„Der Kleine gehört immer dazu, der lässt sich keine Bootsfahrt entgehn – auf dem Hariksee. Aber Sie, Hol- ger, waren da auch nicht anders.“

Nun bin ehrlich verblüfft: auf dem Hariksee kann man wieder bootsfahren? Ungläubig lange ich nach meiner Tasse, empfinde dabei selbst etwas Ungehöriges, als einziger noch an seinem Sitz zu kleben.

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