Gregor Samsa - An die Totgeborenen Teil 2 - Das letzte Ziel

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An die Totgeborenen Teil 2 - Das letzte Ziel: краткое содержание, описание и аннотация

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Unter dem Pseudonym Gregor Samsa schrieb dieses ehemalige Mitglied des berühmten DDR-Lyrikclubs Pankow seine Geschichten, um seine Identität nach der Übersiedlung in den Westen zu verbergen.
Der zweite Band versammelt 21 Kurzgeschichten, deren Stil sich durch die hohe Individualität nur schwer einem Subgenre des Phantastischen zuordnen lässt. Es sind Elemente des Übernatürlichen, des Grotesken, des Horrors, aber auch oft der Gesellschaftskritik enthalten.
Erlöse aus meinen privaten Veröffentlichungsprojekten werden für den Naturschutz gespendet.

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Und durch seine Seele zuckte das gleiche Verlangen wie vor Jahren, als er ruhelos über die Ozeane irrte, auf der endlosen Suche nach seinen eigenen Träumen. Warum konnte er nicht glücklich werden?

Sein Blick glitt fieberhaft umher, aber da war nichts als die ungeheure Leere des Meeres.

Zuweilen glaubte er, alles Land sei versunken und nur diese Insel rage noch aus den Fluten hervor. Ein grenzenloses Gefühl der Verlassenheit überwältigte ihn – tagelang rannte er durch die dichten Wälder, die von den Angstschreien der Tiere widerhallten, und verbarg sich im Schatten des Dickichts vor sich selbst.

An manchen Tagen warf der Sturm seltsame Wesen ans Land, bizarre Ungeheuer aus unvorstellbaren Tiefen. Zuckend verendeten sie auf dem Strand. Robinson blickte in die verkrüppelten Augen, welche die lichtlose Öde der furchtbaren Abgründe geschaut hatten; und eine unbestimmte leise Ahnung stieg in ihm hoch – ein unausgesprochenes Grauen vor der letzten Wahrheit.

Die Nacht kam, und mit ihr kamen die Kannibalen, deren schauerliche Gesänge über die Insel hallten. Die Wälder schimmerten blutrot im Widerschein der vielen Feuer. Die Todesschreie der Opfer vermischten sich mit der grellen, wilden Musik und fuhren ihm wie Fieberschauer durch die Glieder.

Alle Blätter bebten. Das Entsetzen fraß sich mit spitzen Zähnen in sein Hirn. Er hielt sich die Ohren zu und kroch tiefer in seine Höhle, doch das Echo der Wände verstärkte das wüste Kreischen bis zum Unerträglichen.

Dann verstummten die Schreie, der Gesang verhallte in der Nacht. Am nächsten Tag fand er nur noch kalte Asche und abgenagte Knochen. Und er baute voll Hast seine Palisaden noch fester.

Die Jahre verloren sich in der Ferne. Einmal trieb ein Schiff vorbei, ganz nahe an seinem vergessenen Eiland. Robinson winkte verzweifelt. Deutlich sah er die fremden Menschen. Die Wolken standen wie drohende Häuser über ihnen.

Dann ergoss sich die Nacht über die Fluten. Die Finsternis tropfte herab wie Öl und breitete sich auf dem Wasser aus. Das letzte Geräusch erstarb. Er sah nur noch einen Feuerschein auf dem schweigenden Meer, der immer weiter in die Dunkelheit hinaus trieb. Am nächsten Morgen spülten die Wellen einige Leichen an Land.

Da wusste er, dass es keine Rettung für ihn gab. Er war für immer gefangen in seiner Einsamkeit, dieser Insel, die Schutz bot – und tödliche Verlassenheit.

Und es trieb ihn mit unwiderstehlicher Macht hinab an den Strand, zu der Bestie Meer, die das Eiland umkreiste und ihn nicht freigab.

Der Horizont verschluckte die Sonne wie ein gieriger Fisch. Ein Sturm kam auf und warf sich auf das kleine Stück Land, das noch aus dem Wasser herausragte. Hoch spritzte die Brandung und riss große Stücke vom Ufer weg. Jauchzend hallte das Geschrei der Wilden aus den Wäldern.

Es hatte keinen Sinn mehr zu warten. Lächelnd begab sich Robinson in die Hände der Menschenfresser. Zuerst starrten sie ihn verblüfft an. Dann erhob sich ein Freudengeheul, sie griffen zu ihren Keulen – und während die Kannibalen die Feuer umtanzten, schlugen die Flammen immer höher, bis hinauf in die blutroten Wolken, die in dem hellen Widerschein selbst zu brennen schienen.

Das Haus des Glücks

Unser Schiff hatte nach langer Fahrt wieder einmal in Hong Kong festgemacht, und wir hatten drei Tage Landurlaub erhalten. Wir waren alle in ausgelassener Stimmung. Jeder freute sich schon auf die Abenteuer, die diese zauberhafte Stadt uns bieten würde.

Ich schob mich durch das bunte Gewimmel der Menschen am Hafen und überlegte, was ich zuerst tun sollte. Ich kannte schon die meisten Bordelle hier. Nur im ,,Haus des Glücks“ war ich bisher nie gewesen. Es musste etwas Geheimnisvolles damit verbunden sein; die Männer sprachen voll Scheu von diesem Haus.

Jeder warnte mich, doch keiner wollte mit der Sprache herausrücken.

,,Warum sollte ich nicht dort hingehen? Sind die Mädchen dort hässlicher als anderswo?“

,,Nirgends findest du schönere Mädchen als dort.“

,,Können sie es vielleicht nicht so gut?“

,,Sie sind Königinnen der Liebe. Keine könnte es besser als sie.“

„Sind sie dann vielleicht zu teuer?“

,,Nirgends bekommst du es so billig wie dort.“

,,Ja, warum soll ich nicht hingehen?“

,,Wir warnen dich, es ist da etwas, wovon man am besten nicht spricht. Kein Mann würde ein zweites Mal dort hingehen.“

Natürlich hatten diese Reden meine Neugier nur noch mehr angefacht, sodass ich auf dem kürzesten Weg das ,,Haus des Glücks“ aufsuchte. Äußerlich war es ein Bordell wie jedes andere. Ich blickte prüfend umher. Ich fand nichts, was irgendwie Verdacht erwecken konnte.

Drinnen erwartete mich eine liebenswürdige ältere Dame. ,,Kinder, Besuch ist da“, rief sie und klatschte in die Hände. Eine Schar reizender Mädchen kam hervor und umringte mich. Sofort wurden mir auserlesene Speisen serviert. Anmutig reichten sie mir den Reiswein, während andere wiederum mich durch Gesang und Tanz zu erfreuen suchten. Ich fühlte mich wie in einem Märchen aus tausend und einer Nacht.

Nachdem ich gespeist hatte, führte man mich in ein prächtig ausgestattetes Bad. Ich erfrischte mich in dem kühlen Wasser. Während mir ein Mädchen etwas auf einer Zimbel vorspielte, rieben mich die anderen mit duftenden Ölen ein. Man hüllte mich in bequeme chinesische Kleider und führte mich eine breite Marmortreppe empor.

Ich kam mir noch immer wie im Traum vor. Eine reich mit kostbaren Edelsteinen geschmückte Tür tat sich auf. In dem prächtig ausgestatteten Raum erwartete mich eine unbeschreiblich schöne Frau. Nie in meinem Leben hatte ich etwas Anziehenderes erblickt.

Lächelnd erhob sie sich, ging auf mich zu und legte ihre schlanken Arme um meinen Nacken.

,,Ich habe lange auf dich gewartet“, sagte sie mit sanfter Stimme.

Ich war verwirrt. ,,Du konntest doch gar nicht wissen, dass gerade ich komme.“

„Nein, aber ich habe immer nur von einem Mann wie dir geträumt.“

Sie küsste mich heiß, dass ich fast die Sinne verlor.

Mir wurde es langsam unheimlich. Noch immer hatte mich keiner nach Geld gefragt. Ich wusste, dass ich diesen Aufwand nie bezahlen konnte. Ich musste schnell weg, bevor Schlimmes passierte.

Ich drehte mich rasch um und lief zur Tür hinaus. Draußen prallte ich zurück. Eine Tote wurde an mir vorüber getragen. Sie war ganz nass. Um ihren Körper hatten sich Schlingpflanzen gerankt. Viele Mädchen gingen mit feierlichem Ernst hinter der Bahre her. Ihre Gesichter waren bleich und drückten Schmerz und Trauer aus. Mit heimlichem Entsetzen schaute ich zu, wie der schweigende Zug an mir vorüberschritt.

Unbemerkt war das schöne Mädchen aus dem Zimmer hinter mich getreten und legte sanft ihre Hand auf meine Schulter.

,,Du willst mich verlassen?“

Ich schüttelte verwirrt den Kopf.

,,Bleib bei mir“, bat sie mit schmeichelnder Stimme, ,,ich liebe dich doch.“

Ich war überrascht. ,,Ich denke, das hier ist ein Bordell?“

,,Ja, es stimmt. Alle Mädchen hier verlieben sich in den Mann, der zu ihnen kommt. Wusstest du es nicht? Dies hier ist das Bordell, in dem man wahre Liebe kaufen kann.“

Ich war verblüfft. ,,Und wie viel kostet es hier?“, fragte ich kleinlaut.

„Einen Dollar“, antwortete sie kurz.

,,Ja, aber wieso ist wahre Liebe so billig, wo doch falsche Liebe schon viel mehr kostet?“

„Der Dollar ist nur ein symbolischer Preis. Echte Liebe ist so wertvoll, dass man sie nicht mit allem Gold dieser Welt bezahlen könnte. Außerdem dürfen wir nicht so viel nehmen, damit auch die Armen erfahren, was wahre Liebe ist, denn jeder Mensch hat ein Recht auf Glück.“

Ich konnte das alles noch nicht fassen, so neu und ungewohnt war es für mich. Sie zog mich sanft auf das breite Bett.

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