Walter Rupp - Dialoge, Monologe, Interviews

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Dieses Buch wurde für die geschrieben, die sich mit Antworten nicht zufrieden geben, die sich nicht von Ideen oder Gestalten, die in hohem Ansehen stehen, einschüchtern lassen und den Mut besitzen, alles, auch das, was als selbstverständlich gilt, zu hinterfragen.

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POSTMODERNER: An der Physik lag Ihnen mehr als an der Musik?

EINSTEIN: Manchmal muss man sich entscheiden, etwas, was man liebt aufzugeben, um wenigstens etwas zu erreichen.

POSTMODERNER: Leider haben nur wenige meine Theorie verstanden.

EINSTEIN: Das gilt für alle Entdeckungen. Ein Wissenschaftler sollte mit seinen Entdeckungen nicht warten, bis ihn auch die Minderbegabten verstehen.

POSTMODERNER: Aber könnte man die Relativitätstheorie nicht so erklären, dass jeder sie versteht?

EINSTEIN: Nun, für Begabungen bin ich nicht zuständig. Da sollte man mich nicht verantwortlich machen.

POSTMODERNER: Sollen sich die Leute damit abfinden, dass ihr Gehirn zu klein geraten ist?

EINSTEIN: Es muss nicht jeder wissen, was ein Wissenschaftler weiß. Es auch ein Wissenschaftler oft nicht, was ein anderer Wissenschaftler weiß.

POSTMODERNER: Aber die Leute werden sich mit ihrem Nichtwissen nie zufrieden geben.

EINSTEIN: Wenn ich die Sache einfach ausdrücken soll, heißt Relativität: die Zeit ist kein festes Maß wie beispielsweise ein Meterstab oder eine Waage; ein Maß, das für alle Bedingungen gilt.

POSTMODERNER: Ach so. Aber das wusste man schon immer, dass eine Stunde dem einen wie ein kurzer Augenblick, und einem anderen wie eine Ewigkeit vorkommt.

EINSTEIN: Ich sehe, auch Sie haben nichts verstanden. Es geht nicht um einen subjektiven Eindruck.

POSTMODERNER: sondern…

EINSTEIN: Der Ablauf der Zeit ist nicht überall im Weltall gleich, sondern unter anderen Bedingungen länger oder kürzer. In anderen Räumen gelten andere Zeiten.

POSTMODERNER: Dann ist die Sache also doch nicht einfach.

EINSTEIN: Auch das ist relativ: je nach dem Intelligenzquotienten, der einem mitgegeben wurde. Was der eine für einfach hält, mag einem anderen kompliziert erscheinen.

POSTMODERNER: Könnten Sie versuchen, es einfach zu erklären?

EINSTEIN: Ich will es versuchen. Stellen Sie sich einen Astronauten vor, der eine Reise in den Weltraum unternimmt und nach einiger Zeit zurückkehrt. Es könnte sein, dass für ihn nur sieben Jahre vergangen sind, für die Erdbewohner aber fünfzig.

POSTMODERNER: Um Himmels willen, wie ist das möglich?

EINSTEIN: Diesen Nachweis habe ich mit meiner Relativitätstheorie erbracht.

POSTMODERNER: Das ist ja schrecklich. Das bedeutet, dass Astronauten bei ihrer Rückkehr auf einmal jünger sind als ihre Kinder.

EINSTEIN: Oder so alt wie ihre Enkelkinder. Das muss man aus meiner Theorie schlussfolgern.

POSTMODERNER: Wenn das nicht schrecklich ist, dass Großväter jünger sein können als ihre Enkel.

EINSTEIN: Was ist daran schrecklich? Wie Vater, Sohn und Enkel damit zurechtkommen, ist kein physikalisches, sondern ein psychologisches Problem. Weltraumfahrer könnten sogar nach ihrer Rückkehr erleben, dass ihre Generation, mit der sie aufgewachsen sind, nicht mehr lebt.

POSTMODERNER: Die Sache wird ja immer unverständlicher. Das bedeutet ja, dass Weltraumfahrer damit rechnen müssen, dass sie in ein ganz neues Zeitalter zurückkehren.

EINSTEIN: So ist es: Ich habe nur bewiesen, dass das, was wir nicht für möglich halten, nicht unmöglich ist.

KARL MARX

LINKSINTELLEKTUELLER: Herr Marx, beziehungsweise Genosse Karl. Ich darf doch ‚Du‘ zu Ihnen, beziehungsweise ‚Du‘ zu Dir sagen?

MARX: Wenn Sie meinen, dass uns das einander näher bringt. - LINKSINTELLEKTUELLER: Wie hast du es geschafft, seit deinem Ableben 1866 ständig in unserer Welt präsent zu sein. Das sind immerhin 125 Jahre.

MARX: 125 Jahre. - Das macht mir nicht so leicht einer nach.

LINKSINTELLEKTUELLER: Mir scheint, du hast dich inzwischen nicht verändert.

MARX: Ich hatte nie die Absicht, mich zu ändern. Ich war immer der Meinung, dass die Gesellschaft das nötig hat.

LINKSINTELLEKTUELLER: Sie soll sich zum Kommunismus bekehren?

MARX: Hier ging das Gerücht, es sei schon fast so weit gewesen. 1968 habe es kaum ein Land gegeben, in dem man sich für meine Ideen nicht begeistert hätte.

LINKSINTELLEKTUELLER: Ja, dein Name war wirklich in aller Munde. Man hat auf deine Thesen große Hoffnungen gesetzt.

MARX: Das tut gut, so etwas zu hören. Hier witzelt man über meine Thesen. Man wendet dagegen immer ein, so töricht sei die Menschheit nicht. Aber jetzt habe ich die Bestätigung. Jetzt hab' ich sie.

LINKSINTELLEKTUELLER: Worüber wundert man sich eigentlich, wenn man nach so langer Zeit wieder einmal auf die Erde kommt?

MARX: Man wundert sich darüber, dass sich nichts geändert hat. * nimmt eine Zeitung und liest Schlagzeilen : „Abstimmungsniederlage der Opposition“, „Arbeiter protestieren gegen Rationalisierungspläne“, „Selbstmord nach Familienkrach“, “Bundesrat stimmt der Diätenerhöhung der Abgeordneten zu“, „Steuerhinterziehung in Millionenhöhe“… Alles wie zu meiner Zeit. Alles wie zu meiner Zeit. -

LINKSINTELLEKTUELLER: Du wolltest doch einmal die Zustände ändern, damit sich die Menschen ändern können.

MARX: Leider haben die Menschen nicht mitgemacht. Mir hat vorgeschwebt, dass jeder Arbeiter immer weniger arbeitet und dabei immer mehr verdient, ja dass er eines Tages überhaupt nicht mehr arbeitet, nur noch verdient.

LINKSINTELLEKTUELLER: Jetzt verstehe ich dich nicht. Hast du nicht den Menschen als ‚Werkzeuge schaffendes Tier‘ definiert?

MARX: Das lässt sich korrigieren. Dann ist er eben ein ‚konsumierendes Tier‘.

LINKSINTELLEKTUELLER: Ohne Arbeit wird er unter Langeweile leiden. MARX: Ganz und gar nicht. Er wird dann Zeit haben, endlich meine Schriften zu studieren. Nicht einmal meine überzeugtesten Anhänger haben mein ‚Kapital‘ gelesen. Das ist ein Skandal. Wie will einer die Welt und mich verstehen, wenn er meine Schriften nicht gelesen hat?

LINKSINTELLEKTUELLER: Was bereitet dir die meisten Sorgen, wenn du an die gegenwärtige Situation denkst?

MARX: Der Glaubensschwund. Der besorgniserregende Glaubensschwund. Es hat sich überall eine erschreckende Skepsis breit gemacht.

LINKSINTELLEKTUELLER: Du wunderst dich darüber, ausgerechnet du? Du hast doch die Religion als Opium bezeichnet und vorausgesagt, dass mit dem Fortschritt und der Aufklärung der Massen der Glaube sterben wird.

MARX: * nimmt das ‚Kapital ‘. Habe ich das alles geschrieben? Was man so alles im Laufe seines Lebens von sich gibt. Fast hätte ich mich nicht mehr daran erinnert.

LINKSINTELLEKTUELLER: Deine Prophezeiung ging bis jetzt nicht in Erfüllung, dass die Religion... MARX: Wie kommst Du auf Religion? Ich sprach vom Glauben an den Weltkommunismus. Man will nicht einmal mehr in Osteuropa an ihn glauben und betet mich nicht einmal mehr in Deutschland an.

LINKSINTELLEKTUELLER: Du denkst an die Studentendemonstrationen 1968.

MARX: Sprechen Sie nicht von Demonstrationen. Es war von oben deutlich zu sehen: es waren Prozessionen. Diese Ehrfurcht,

diese Andacht -

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