Anno Dazumal - Die verendete Geschichte

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Eine satirische Auseinandersetzung mit den verschiedensten Lebensstationen, besondere Personen werden auf ihrem Lebensweg für ein kurzes Stück begleitet. Eine abwechslungsreiche Reise durch die absurde Geschichte des Daseins. Viele Branchen bekommen ihr Fett weg.

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Drum prüfe wer sich vorm Meister befindet

Die Kugelschreiber flitzten nur so über die Schreibblöcke, eifrige Gehirne ratterten auf Hochtouren, Schweiß allerorten, doch es war fast schon mythisch: Vorne, ein großartiger Mensch, ein kommender Nobelpreis- und bereits ein heutiger Pulloverträger, eine phänomenale Erscheinung, ausgestattet mit einem Meisterhirn, kurz: Professor Doktor Schwalldoof. Er übertraf sich wieder einmal selbst, jonglierte mit den diversesten Theorien, verknüpfte sie mühelos, unternahm Gedankensprünge, begann mit der kommunikationsfüsiliogischen Kritik von Theorien, die er noch nicht mal erklärt hatte. Es war eine Orgie intellektueller Selbstbefriedigung, die da einmal mehr vonstatten ging, es gab nichts zu verstehen, sondern es galt, die erleuchtete Weisheit des großen Meisters in sich aufzusaugen, um mit ihr und dem Universum eins zu werden. Nach seinen, in höheren Sphären stattgefundenen, geistigen Ergüssen, kam Schwalldoof kurz auf die Erde nieder und beglückte das gebannte Publikum mit folgenden genialen Sätzen: „Ich weiß, daß man meine Skripte kaum versteht, mir geht es da genauso wie Ihnen, zum Glück brauche ich sie nicht mehr lesen. Ich habe sie seinerzeit unter Drogeneinfluß geschrieben, sie wurden mir von meinem Guru Bolzkampf eingeflüstert. Aber egal, Sie werden eh nie so klug wie ich und außerdem müssen Sie zu mir in die mündliche Prüfung, wo ich Sie auf Herz und Nieren prüfen werde, denn ich bin ja auch noch Doktor. Jetzt aber wieder zurück in die Welt der Füsiliogie ...“ Nach der unverständlichen Vorlesung moserte Thomas Kerade nur rum: „Also ich hab’ überhaupt nichts kapiert und dem Kerl ist das auch noch scheißegal. Vielleicht sollten wir mal eine Skriptenverbrennung veranstalten, um diesen Schlaufuchs von seinem hohen Roß herunterzuholen.“ „Immer langsam reiten. Das wäre Blasphemie. Du mußt Dir einfach mehr Mühe geben. Ohne Schweiß kein Preis“, erwiderte Holger Stensaft. „So ein Scheiß. Dem kannst Du nicht zuhören, sein Skript kann man nicht lesen, was soll der Müll? Da kann ich ja gleich nichts tun.“ Und das tat er dann auch, aber er war nur einer von 13, die gingen.

Es war soweit. Mündliche Prüfung bei Schwalldoof. Viele hatten gelernt wie verrückt und es machten Gerüche und Gerüchte die Runde, daß etliche Leute weinend aus der Prüfung herausgekommen waren. Da es sich dabei meist um Frauen gehandelt hatte, beschloß eine besonders coole Frau, daß sie auf keinen Fall weinen würde, was immer der Typ da drin sie fragen oder mit ihr anstellen sollte. Eisenhart ging sie in sein Büro, doch auch sie kam heulend und gebrochen wieder heraus. „Was war los?“ wurde sie gefragt. „Es war furchtbar. Am Anfang lief alles noch ganz gut, aber als er merkte, daß er mich mit seinen bohrenden Fragen und seinen Füso-Tricks nicht aus der Reverstasche locken kann, da hat er zu abscheulichen Mitteln gegriffen. Er hat sich auf einmal ein Stück von seinem linken Zeigefinger abgebissen und da konnte ich nicht mehr anders, da mußte ich einfach drauflos heulen“, berichtete sie. Lieber Oral B als mündliche Prüfungen, verzeih bitte die Schleichwerbung.

Ganz anders bei Cocki im Cockpit. „Ah ja! Holger Stensaft!“ „Den hab’ ich schon mitgebracht“, stellte der Student klar und überreichte dem Professor eine Flasche Bier. Danach unterhielten sich die Beiden ganz zwanglos über diverse Philosophen und quatschten ein wenig über Sprache und was sich manche dabei denken und damit hatte es sich. Ja, das waren die kleinen, aber feinen Unterschiede. Aber mal ehrlich, es gibt wesentlich Interessanteres als so einen Studiengang am Arsch der Welt, zum Beispiel eine Werbeagentur. In einer von denen hatte sich ein Student zwecks Praxissemester beworben und er war an zwei ganz große Vertreter ihrer Zunft geraten. Werbegenies, die mehr im Kopf hatten als Andere auf ihrem Frühstückstisch. Giganten der Fernsehfilmunterbrechungsunterhaltung, Virtuosen der humorvollen Witzwerbung, Wortakrobaten, Satzbastler, Buchstabensalatdresseure, kurz und gut es handelte sich um zwei Menschen, wie sie artiger und größer nicht sein konnten.

2. Werbet den Anfängen!

Gosse Jensen und sein Partner Rüdiger Ne wußten was die Menschen wollten und auf welche Sprüche sie abfuhren. Sie hatten noch ein paar Leute in ihrer Agentur, die für die niederen Arbeiten zuständig waren, wie zum Beispiel den Wortmüll rausbringen, die Schleimspuren aufwischen und die goldenen Klobrillen mit Glasreiniger putzen. „Paßt mal auf, Leute!“ rief Gosse, bevor er wieder mal eine seiner berüchtigten, unglaublich komischen Geschichten, die immer mit einer ertragreichen Pointe endeten, zum Besten gab, jenem Normen Besten, der bereits darauf wartete, sie dann fein säuberlich in den Computer tippen zu dürfen. „Also, ich bin heute früh mal wieder nicht aus den Federn gekommen, Ihr wißt ja, daß ich immer mit meinem Indianerhäuptlingsschmuck auf dem Kopf ins Bett gehe und nachdem mich da mal so eine Tierschützerin, die ich versehentlich mit ins Bett genommen hatte, dermaßen blöd angepflaumt hatte, was mir denn einfiele und so weiter, jedenfalls, ich war mal wieder spät dran, Ihr wißt ja, in meinem Alter ist man nicht mehr der Hellste und der Schnellste und man ißt auch nicht mehr so schnell wie die Assistenten beim Film, auf alle Fälle bin ich da so durch meine Villa gestolpert und habe meine Putzfrau verflucht, aber die versteht ja eh kein Deutsch und schwarz arbeitet sie auch noch bei mir, obwohl sie ja Chinesin ist, na ja, jedenfalls kriege ich mal wieder nichts auf die Reihe und da stolpere ich und verschütte doch tatsächlich meinen Kaffee und der Hundekuchen, äh, Quatsch, der Kuchen zum Frühstück wollte sich auch verkrümeln, aber ein paar Krümel habe ich noch rechtzeitig retten können, bevor die Kakerlaken und die Ameisen sie alle forttragen konnten. Um es kurz zu machen: Ich hatte Hunger und Durst, außerdem keine Zeit mehr, denn Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige und da ich ja Euer König bin, will ich hin und wieder auch pünktlich sein, na ja, auf gut deutsch, ich hab’ den verschütteten Kaffee und die Krümel schnell aufgeleckt und was soll ich Euch sagen:“ Er machte eine bedeutungsschwangere Pause, während der sich die Textpraktikantin auf die Toilette verzog, um sich zu übergeben. „Es schmeckte himmlisch!“ Beifall erklang. „Leute, das ist die genialste Idee, seit der Werbung „Reizwäsche ist geil“. Darf ich Euch vorstellen: Der Leckmich-Kaffee. Man schüttet den Kaffee über den Tisch, schmeißt ein paar Kuchenkrümel rein und fertig ist das schmackhafteste Frühstück aller Zeiten. Außerdem gibt es dafür einen genialen, einfachen Slogan: Leckmich-Kaffee. Lecker!“ Nach jenen Worten scharrten sich die Leute um ihren Boß Gosse, klopften ihm auf die kalte Schulter, nickten anerkennend mit dem Kopf oder dem Kropf und lobten ihren Chef in den höchsten Tönen. „Was hältst Du von meiner Idee, Rüdiger?“ wollte der King wissen. „Einfach gut“, gab jener anerkennend zu, während im Hintergrund ein Ein-Euro-Jobber damit beschäftigt war, die Schleimspuren zu entfernen, damit niemand darauf ausrutschen konnte. „Paß auf was Du sagst. Die zwei Worte sind urheberrechtlich geschützt. Ich sage nur Fast Food.“ „Ja, aber nur fast.“ Da lachten die Beiden ein weiteres Mal ihr Haifischlachen, danach wollten sie Blut sehen. „So, Ihr faulen Säcke! Jetzt seid mal schön kreativ! Es reicht nämlich schon, wenn ich hier den ganzen Tag nichts mache“, befand Gosse. Daraufhin verließ er zwar nicht Frau und Kind, aber immerhin sein Büro und ging aufs Klo, vor dem er auf die leicht verängstigte Praktikantin traf. „Keine Angst, ich tu Dir nichts. Hast ja eh schon einen Braten in der Röhre“, bemerkte er. Erleichtert atmete sie auf. „Andererseits - jetzt wäre die günstigste Zeit zum Ficken, denn jetzt kannst Du davon nicht schwanger werden“, überlegte er laut, doch da war sie bereits verschwunden und so wurde es nichts mit dem spontan geplanten Vergnügen. Es war geil, in einer Werbeagentur zu arbeiten, denn man wurde dafür bezahlt, sich blöde Sprüche einfallen zu lassen. Ganz ehrlich, so einfach war es dann auch wieder nicht, doch die Wahrheit steht auf einem anderen Blatt, das Du hoffentlich nie zu lesen bekommen wirst. Soll ich wirklich?

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