Nadja Hummes - Blümchenkaffee

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In dem Roman «Blümchenkaffee» (einer Fortsetzung von «Suomion kaunis») sieht Lenja sich mit neuen und existenziellen Problemen konfrontiert. Bedingt durch Entwicklungen, die selbst bis in das entlegene Ödenpofen hineinreichen und deren Folgen vielschichtiger sind, als man zunächst meinen könnte. Doch in dieser schwierigen Zeit beginnen Zuversicht spendende Lichter aus ungeahnten Winkeln des Lebens zu leuchten. Hin und wieder dauert es allerdings eine Weile, bis man sie sehen kann.

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Also wähle ich die 110 und gebe dem Wachtmeister am anderen Ende der Leitung sämtliche mir bekannten Daten zur Sache an: Autokennzeichen. Nummer der Landstraße. Abschnitt der Landstraße. Anzahl der geschädigten Personen. Zustand, Alter und Namen ebendieser… Nein, Name und Alter des Verunglückten weiß ich nun wirklich nicht. Und über dessen Zustand kann er doch besser selbst Auskunft geben. Ich biete dem Ordnungshüter eine Option an, auf die er fraglos mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr zeitnahe bestimmt auch selber gekommen wäre: Dem Unfallopfer mein Mobiltelefon zu reichen. Insbesondere da besagtes Unfallopfer bei vollem Bewusstsein ist.

Zurechnungsfähig? huscht eine leise Frage durch meine Gedanken. Ach du liebe Güte. Wer ist das schon? Zack, schon malt mein innerer Comicstift die Karikatur eines Männchens: Es ist gerade mal so groß wie ein Gartenzwerg. Mit seinen Händen umklammert es auf Mundhöhe eine Fanfare, die drei Mal so groß wie es selber ist. Laut lässt es diese erschallen.

Ebenso deutlich wie die Fanfare sehe ich jedes weitere Detail vor meinem geistigen Auge. Jede Augenfalte in der Mimik dieses Männchens. Jede seiner Schweißperlen. Verursacht durch die Anstrengung, mit der er diese riesige Fanfare auf Höhe seine Mundes gleichsam tapfer wie verbissen festhält und unermüdlich hineinbläst. Jeden einzelnen Speichelrest, der bei jeder aus der Fanfare hervorkommenden Note aus der Öffnung des Instrumentes tropft. Darunter steht, wohl platziert, ein Napf für jenen Speichel bereit. Er füllt sich rasch und stetig. Manchmal würde ich wirklich gerne so schnell malen können, wie mein innerer Comicstift es mir aufzeigt.

Ohne jedwede Unterbrechung trötet die übergroße Fanfare des kleinen Männchens musikalische Sprechblasen heraus: Tätärätäää! Zurechnungsfähig??? Wer will denn das allen Ernstes von sich behaupten?! Tärä-Tärä-Tätärätää! Influencer, die ihr Superselfie über einem Abgrund schießen?! Raucher, die schon einmal davon gehört haben, dass eine Lunge sich eher über Sauerstoff denn über Teer freut?! Konzerne, die nach wie vor Plastik en masse produzieren, ohne sich um die Müllberge in den Weltmeeren zu scheren?! Tätäräää! Täräää! Helikoptereltern, die ihrem Sprössling weder Selbsteinschätzung noch Privatsphäre zugestehen, weil sie alles, was sich deren Kontrolle entzieht, als Gefahr betrachten?! Alle, die auf Grund von Hunger oder Appetit einen Fast-Food-Anbieter konsultieren, anstatt sich ausschließlich ökologisch-bio-dynamisch zu ernähren?! Jeder Verbraucher, der anstatt teure Fair-Trade-Kleidung kostengünstige Kleidung aus Billiglohnländern kauft?! Täräää-Täräää! Menschen, die trotz etlichen Widersinns allen Ernstes die Überzeugung hegen, ihre Spezies sei die intelligenteste Lebensform, die es auf der Erde und im Weltall je gab, alsgleich geben wird?! Tärääää! Du?! Ich? Tätäärääää! Ein jeder Mensch auf Gottes Erden?! Tätärätäää-Tätäräätää! …

Gerade als mein innerer Comicstift sich aufmacht, den Speichelnapf schwungvoll entleeren zu wollen, unterbricht ihn der Herr am anderen Ende der Leitung, indem er mich erneut anspricht. Der Ordnungshüter befürwortet die von mir angebotene Handlung, mein Handy an das Unfallopfer weiterzureichen.

Die Noten fallen zu Boden. Die Sprechblasen zerpuffen. Wie ein tanzender Derwisch dreht das Karikaturmännchen sich um die eigene Achse. Sekunden später ist es ebenfalls zerpufft. Die dadurch entstandene Staubwolke löst sich zusehends in ihre Bestandteile auf. Die Fanfare hängt noch eine Millisekunde in der Luft, dann kracht sie zu Boden, zerschlägt dabei den Napf und birst auseinander. Staub rieselt. Eine freundlich lächelnde Windwolke kommt und pustet den Staub liebevoll ins Nirvana.

Weil der Hüter der Ordnung seinen Job gewissenhaft verrichtet, weist er mich noch darauf hin, auch während der Übergabe des Mobiltelefones einen Abstand von mindestens anderthalb, idealerweise bitte zwei Metern einzuhalten und an das Tragen eines Nasen-Mundschutzes zu denken.

„Könnten Sie bitte aussteigen und ein Stück auf die Seite gehen?“ rufe ich dem jungen Mann daraufhin zu.

Er nickt und begibt sich zum Warndreieck. Ich trete an sein Auto heran, desinfiziere mein Handy unter Zuhilfenahme eines bis zu diesem Zeitpunkt in meiner Hosentasche befindlichen Pumpzerstäubers nebst Baumwolltaschentuch, lege ihm mein Mobiltelefon auf das Fahrzeugdach und entferne mich wieder.

„Sie sin’ aber gut ausgerüstet. Is’n da drin’?“

„In Wasser verdünnter Alkohol.“

„Mega. Welchen hab’n Sie ’n da? Korn?“

„Da muss ich Sie enttäuschen. Verdünntes Isopropyl. Hilft zum Beispiel gegen Insektenbisse. Farben kann man auch damit anlösen. Falls mal etwas daneben ging.“

„Iso kenn’ ich nich’. Aber Alkohol klingt gut.“

„Diesen sollte man lieber nicht trinken.“

„Nee warte, ne! Iso kenn’ ich wohl! Das is’ so’n Sportdrink so! Nich so’n Proteinshake mein’ ich. Eher so mit Magnesi’m un’ so. Un’ das gibt’s jetzt auch mit Alkohol?“

„Öhem…“

„Is’ ja mega! Wo is’n das zu kauf’n? Im Lidl? Penny? Oder Internet? Bestimmt Internet, ne? Gib’ ma’ die Seite.“

„Ich glaube, Sie sollten den Herrn von der Polizei nicht so lange warten lassen. Der hängt bestimmt nicht gerne in der Warteschleife.“

„Ach fuck, stimmt ja. … Hallo? … Ja, bin ich. … Ja, auch der Fahrzeughalter. …“

Während der junge Mann mit dem Polizisten spricht, umkreise ich aus einiger Entfernung seinen ramponierten PKW. Ausgiebig betrachte ich Motorhaube und Frontscheinwerfer.

Oh ja, da dürften genügend Wildschweinborsten zu finden sein.

Der junge Mann beendet das Gespräch, reibt mein Handy an seinem Hosenbein ab und legt es zurück auf das Autodach.

„Danke so, ne“, ruft er mir erleichtert zu, als er wieder auf Abstand geht. „Die schick’n welche ’raus. Kann paar Minuten dauern. Sie müss’n aber nich’ hierbleib’n. Weil Sie… ähm... Weil…“

Der junge Mann ringt nach Worten. Offenbar bemüht, sich an den genauen Wortlaut seines telefonischen Ansprechpartners zu erinnern.

„Weil…?“ versuche ich ihm auf die Sprünge zu helfen.

„Genau: Weil Sie keine Zeugin sind“, formuliert er aus und ein zufriedener Stolz überzieht sein Gesicht. „Sie könn’n ja keine Aussage mach’n so. Oder Angaben. Zum Verlauf un’ so. Also Sie dürf’n weiter, ne. Hat der mir so gesagt.“

„Ah. Prima. Wenn Sie zurechtkommen, würde ich mich tatsächlich gerne auf den Weg machen. Ich bin nämlich ein wenig müde.“

Ich sammele das Handy mit meinem Baumwolltaschentuch ein, desinfiziere es erneut und lasse es in meiner Tasche verschwinden.

„Leider kann ich Sie nich’ nach Hause fahr’n“, scherzt er, inklusive süffisantem Grinsen. „Also… Ja. … Dann schön’n Tag noch. … So, ne.“

„Dafür nicht“, entgegne ich freundlich und mache stante pede kehrt.

Jetzt nehme ich doch denselben Weg zurück, auf dem ich herkam.

Denn da der angefahrene Keiler vorhin in das Unterholz auf der anderen Seite der Landstraße gelaufen ist, trottet er dort wahrscheinlich noch irgendwo herum.

Und ich habe keine Lust, ihm zu begegnen.

*

„War er süß?“ fragt Nicole mich unvermittelt.

„Bitte was?“ stutze ich irritiert.

„Na, ob er süß war?“ wiederholt Nici ihre Frage. „Oder sexy? Ist er ein Single?“

„Boah, Nici. Was weiß ich, ob der Single ist. Der Typ hatte einen Wildunfall, ich habe die Polizei verständigt und das war es auch schon.“

„Habt ihr denn wenigstens eure Telefonnummern ausgetauscht?“

„Nein“, antworte ich leicht genervt. „Ich sagte doch gerade: Das war’s. Ich hatte und habe kein Interesse an seiner Telefonnummer. Und es ist mir auch egal, ob er ein Single ist oder nicht.“

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