J.R. Irish - Der Engel, der mich sandte

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Nachdem Lilian von ihrem Freund verlassen wird, hat sie den Glauben an das Schicksal und an die echte Liebe schon längst verloren. Doch plötzlich taucht ein geheimnisvoller Brief auf, der aus dem Jahr 1951 von einem irischen Marinesoldaten stammt, der kurz darauf ertrank. Die Tatsache, dass diese Zeilen niemals an ihrem Ziel ankamen, lässt Lilian nicht los. Sie beschließt deshalb nach Irland zu reisen, um nach all den Jahren endlich die Nachricht an den Empfänger auszuhändigen. Lilian ahnt dabei nicht, dass ihr Schicksal mit dem irischen Marinesoldaten verknüpft ist und sich ihr Leben vollkommen verändern wird.

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An Samantha Williams

Dingle, Irland

Mitten im Nirgendwo, 1951

Meine liebste Samantha,

mein Herz schmerzt zu tiefst, weil wir im Streit auseinander gegangen sind und es tut mir leid, dass ich dir das nicht persönlich sagen kann. Ich verspreche dir, dass dies mein erster und letzter Einsatz als Marinesoldat sein wird. Jede Nacht liege ich in meiner Kabine wach und denke an dich. Ich frage mich immer, wie es dir und meinem kleinen Jack wohl geht und ich hasse mich dafür, nicht auf dich gehört zu haben. Doch ich konnte es nicht mehr mit ansehen, dass wir nicht mal genug Geld besaßen, um unseren Sohn ein einziges Spielzeug zu kaufen. Durch die Höhe des Verdienstes für diesen Einsatz, würden unsere Geldsorgen fürs Erste überwunden sein! Ich wollte doch nur das Beste für dich und Jack und euch damit eine bessere Zukunft ermöglichen. Aber nun sitze ich auf diesem verdammten Schiff fest – mitten auf der See – weiß Gott wie lange noch.

Gib Jack dieses Segelboot und sag ihm, dass ich ihn liebe. Schon bald werde ich euch in die Arme schließen und niemals mehr loslassen, denn ich möchte dabei sein, wie mein kleiner Junge aufwächst.

In Liebe,

dein James Williams.

Gerührt las ich diesen Brief mehrmals durch und immer wieder bekam ich Gänsehaut. Der Gedanke daran, dass das Segelboot und der Brief eigentlich bei Samantha Williams und ihrem Sohn stehen sollte, flößte mir ein furchtbares, schlechtes Gewissen ein. Ob sie sich nach seiner Rückkehr wieder versöhnt hatten? Ohne jeglichen Grund, nahm ich meinen Laptop, schaltete ihn an und gab in der Suchmaschine „James Williams“ ein. Ich öffnete eine Internetseite, auf welcher einige Namen von irischen Soldaten aufgelistet waren. Ich studierte diese Liste sorgfältig und entdeckte plötzlich seinen Namen und einen kleinen Text.

James Williams, irischer Marinesoldat.

Wird seit 1951 vermisst – man geht davon aus, dass er bei einem Schiffsunglück im Norden des Atlantischen Ozeans ertrunken ist.

Ich lehnte mich zurück und konnte kaum fassen, was ich da las. Es war nicht nur schlimm genug, dass das Segelboot und der Brief bei mir lagen, sondern noch fataler, dass Samantha Williams rein gar nichts davon wusste. Sie muss wirklich stark darunter gelitten haben, sich im Streit von ihrem Mann getrennt zu haben und dieser nie wieder zurückkam. Sie durfte nie erfahren, was er wirklich empfand und aus welchem Grund er diesen Einsatz antrat. Niemals mehr konnten sie sich in die Arme nehmen, entschuldigen und sich mit einem zärtlichen Kuss verzeihen. Und er konnte auch nicht mal mehr dabei sein, wie sein Sohn aufwuchs, obwohl er es so sehr wollte. Mein Herz zerriss in tausend Teile und meine Augen füllten sich mit Tränen. Ich heulte los – wie ein verlorenes Kind. Es quälte mich, dass dieses Boot und der Brief vor meiner Nase lagen und nicht da, wo es eigentlich hingehören sollte. Ich schniefte in ein Taschentuch und versuchte mich zu beruhigen.

Doch nur ein einziger, verrückter Gedanke konnte mich trösten: Ich muss dieses Boot und den Brief an die Menschen geben, für denen es gedacht war. Ich gab „Samantha Williams“ in die Suchmaschine ein. Keinen Treffer. Nach meinen Berechnungen und dem Jahrgang, müsste sie heute über 90 Jahre alt sein – vorausgesetzt, sie lebt noch. Mir war bewusst, dass dies ziemlich unwahrscheinlich war, so tippte ich voller Hoffnung ihren Sohn „Jack Williams“ in die Suchmaschine ein und schnaufte erleichtert auf, als mehrere Treffer aufblinkten. Hierbei öffnete ich eine Internetseite mit dem Titel „Fishing Williams“.

Fishing Williams – Fischerei - Familienbetrieb seit 30 Jahren Frische Fische nur bei Fishing Williams! Besuchen Sie unsere Familie-Fischerei direkt am Hafen in Dingle! Wir freuen uns auf Sie!

Über den Werbeslogan musste ich beinahe lachen, doch noch bevor ich das konnte, entdeckte ich auf der gleichen Internetseite ein Familienfoto und war prompt darauf fixiert. Vor dem Hafen mit all seinen bunten Booten, standen auf dem Foto mehrere Personen nebeneinander. Zuerst sprang mir die alte, weißhaarige Frau ins Visier. Sie trug eine große Brille, hatte kurze, wellige Haare und wirkte im Gegensatz zu den anderen Personen sehr zierlich und klein, aber vielleicht machte das auch ihre lange, apfelgrüne Bluse aus, die sie trug. Sie lächelte stolz und freundlich in die Kamera hinein, während ein großer, dunkelblonder Mann einen Arm über ihre Schulter gelegt hatte und ebenso in die Kamera lachte. Er trug dieses typische Angler-Outfit: Gummistiefel, Regenjacke, Regenweste und ein grauer Rollkragenpullover. Auf der anderen Seite von der alten Frau stand eine jüngere Frau mit langen, braunen Haaren. Sie hatte ebenfalls ihren Arm um die alte Frau gelegt und lachte sie fröhlich an, als ob diese gerade einen Witz erzählt hatte. Sie trug eine weinrote Bluse, eine lässige Jeans und quietschgelbe Gummistiefel. Neben ihr stand ein weiterer, großer, kräftiger Mann mit hellbraunen Haaren, einem Drei-Tages-Bart und dem ähnlichen Angleroutfit wie des anderen Mannes. Beim längeren Betrachten dieses Bildes, ging mir plötzlich ein Licht auf. War die alte Frau Samantha Williams? Konnte es sein, dass sie doch noch lebte? Ein kleiner Hoffnungsschlimmer brachte mich zum Lächeln. Wieder betrachtete ich die einzelnen Personen auf dem Bild und verglich ihre Gesichter. War das neben ihr vielleicht ihr Sohn, Jack? Noch nie war ich so aufgeregt wie bei dieser Vermutung. Ich schätzte diesen Mann um die 50 Jahre, also rein rechnerisch war es absolut möglich. Und neben Samantha könnte vielleicht Jacks Frau sein, rein optisch schätzte ich sie definitiv im selben Alter. Und dieser junge Mann? Ich rechnete wieder. Na klar, es konnte nur Jacks Sohn sein! Ich schätzte ihn Anfang 30, das hätte also alles stimmen können, wie ich es meinte. Aufgeregt schrieb ich die Adresse der Fischerei in mein Notizbuch und lachte erleichtert auf. Ich wusste zwar nicht, wie alt das Familienfoto war, doch es war also möglich, dass Samantha Williams noch lebte und in der Lage ist, den letzten Brief ihres totgeglaubten Mannes entgegenzunehmen. Auf dieses Erfolgserlebnis hatte ich plötzlich das Bedürfnis ein Gläschen Rotwein zu trinken - immerhin keine Eiscreme, das war ein großer Fortschritt! Ich holte den Rotwein aus dem Kühlschrank, goss ein Gläschen ein und gesellte mich wieder zu meinem Laptop. Triumphierend trank ich von der leckeren Sünde und fühlte mich so, als hätte ich ein jahrelang, unentdecktes Familiengeheimnis gelüftet. So speicherte ich das Familienfoto ab, druckte es aus und nahm es zur Hand. Wieder betrachtete ich es und nippte währenddessen an dem Gläschen Rotwein. Ich überlegte, wie ich das Segelboot und den Brief als Paket unversehrt zu ihnen nach Irland versenden könnte. Doch mir wurde gleich klar, dass ich diese Garantie nie haben würde. Was ist, wenn das Boot beschädigt ankommt? Was ist, wenn es überhaupt gar nicht ankommt? Zu groß war meine Befürchtung, das alles verloren gehen würde. Und dies konnte ich einfach nicht übers Herz bringen, zu riskieren. Auch wenn ich diese Familie nicht kannte, hatte es Samantha verdient, diesen Brief zu erhalten. Selbst der bereits erwachsene Jack hatte den Anspruch auf ein handgemachtes Erinnerungsmodell seines verstorbenen Vaters. Ich brauchte gar nicht lange zu überlegen – der bereits wirkende Rotwein half mir bei der Lösung. Prompt recherchierte ich mich im Internet über die Flughäfen in Irland und den Verkehrsmitteln nach Dingle. Ich buchte einen Hinflug zum Kerry Flughafen und druckte mir alle Businformationen auf, die zum Hafen der Dingle-Halbinsel führten. Als ich dann auch noch das Flugticket ausgedruckt hatte und dieses vor mir lag, konnte ich es kaum fassen, dass ich morgen Mittag schon nach Irland fliegen und bald Samantha Williams den Brief persönlich übergeben würde. Ich bekam Gänsehaut und schenkte mir zur Beruhigung noch ein halbes Gläschen Rotwein ein. Die restliche Flasche stellte ich wieder in den Kühlschrank und lief mit samt Weinglas ins Schlafzimmer, um schon mal ein paar Sachen zu packen. Ich nahm den Koffer aus meinem Bettkasten und legte verschiedene Shirts, Pullover, Jeans und Jacken hinein. Auch wenn es das erste Mal war, dass ich nach Irland flog, war mir bekannt, dass es dort viel kühler sein würde als hier - selbst im Hochsommer. Ich packte bis zum späten Abend, trank mein Glas leer und sank irgendwann beschwipst in den Schlaf, mit James Williams Brief in der Hand.

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