A. E. Eiserlo - Fanrea Band 3

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Fanrea Band 3: краткое содержание, описание и аннотация

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Emma und Ben stellen sich erneut dem Kampf gegen Xaria, die zwei ihrer Geschwister entführt. Doch die Krieger des Lichts sind nicht allein, treue Freunde stehen ihnen zur Seite. Der Weg führt in einen unbekannten Teil Fanreas, der die sechs Jugendlichen an ihre Grenzen bringt. Gleichzeitig verfolgen vier Fanreaner einen feigen Mörder und seinen zwielichtigen Gefährten. Die Jagd zwingt sie über reißende Flüsse und endet in einer dramatischen Seeschlacht. Magie und Spannung, Freundschaft und Liebe begleiten die Jäger – sind sie der Herausforderung gewachsen? Band drei der Fanrea-Serie: Ein Buch für junge Leser und junggebliebene Erwachsene!

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»Ach, wie peinlich ist denn das? Liebe von der Lady im Übermaß!«

Melvin wurde ernst. »Teck, du musst im Trainingslager Meldung machen und von diesem Vorfall berichten! Hier stimmt was ganz und gar nicht! Am besten, du erzählst auch Magnus davon! Kann ich mich auf dich verlassen?«

»Aber klar doch, erledige ich heute noch!« Das Eichhörnchen warf sich in die Brust.

»So schnell bist du gar nicht, du Angeber«, grinste der Reiter.

»Da kennst du Teck aber schlecht, ich bin ein flinker Hecht.«

Der Abschied am Weltentor fiel Melvin und Nijano schwer, sie hätten gern mehr Zeit miteinander verbracht. In dem Menschenjungen klang noch die Vereinigung durch Nafgaard nach. Er legte eine Hand auf die weichen Nüstern. »Du wirst mir fehlen, mein Freund!«

»Du mir auch!«

Seufzend lehnte Melvin den Kopf an den schuppigen Hals, spürte die Energie, die durch den gewaltigen Körper floss, verband ein letztes Mal seinen Herzschlag mit dem des Drachen. Eine Weile pochten die zwei im Gleichklang. Zu gern hätte Melvin sich noch einmal in die tiefe Verbindung zu seinem Drachen begeben. Stattdessen trat er einen Schritt zurück und tätschelte den Kopf. »Freunde für immer!«

»Freunde für immer!« Nijanos Blick blieb traurig.

Soraya und Teck warteten mit ihm, bis das Weltentor die Freunde samt Ratten verschluckt hatte.

»Ich bin weg, schnell wie der Blitz, glaubt mir, das ist kein Witz.« Teck machte eine galante Verbeugung und schwang sich in den nächsten Baum.

»Und? Geht es dir jetzt besser?«, fragte Soraya, während sie Teck hinterher sah. »Bei mir fangen die Symptome schleichend an, ich beginne, John zu vermissen! Zum Glück ist unsere Verbindung noch nicht so gefestigt, sonst würde ich jetzt wahrscheinlich auch richtig schlimm leiden.«

»Mir geht es wieder gut. Endlich! Die Trauer im Herzen schmerzt nicht mehr, ich bin zufrieden! Stell dir vor, ich habe mit Melvin Nafgaard geübt!«

»Oh! Hat es gut geklappt?«

»Es war sehr anstrengend für Melvin. Aber er gibt zum Glück nicht schnell auf, sondern beißt sich durch. Er ist ein tapferer Kämpfer!« Stolz klang in Nijanos Stimme mit.

»Ja, das ist er!« Ein trauriger Zug huschte über Sorayas Gesicht. Der Name ihres Reiters pochte eindringlich im Kopf. Im Herzen machte Sehnsucht sich breit.

»He!« Nijano stupste Soraya mit den Nüstern an und schnaufte leise. »Sei nicht so traurig! John leidet auch. Er wird zu dir kommen!«

»Hoffentlich!«

D ie zwei ungleichen Brüder

Inzwischen erreichten Gyar und Bosrak das Schloss, der Gestaltwandler in Form des Pferdes. Dessen Gedanken überschlugen sich. Was für ein Glücksfall, dass der Königsbruder ihm im Wald über den Weg gelaufen war! Er hatte alles auf eine Karte gesetzt und gewonnen. Nun hieß es in Ruhe üben, eigene Pläne zu verfolgen, eigenständig zu denken. Es musste einfach gelingen, stets die Fäden in den Händen zu halten. Immer wieder fragte er sich, warum er so lang dieser miesen Hexe gedient hatte. In welche Abhängigkeit war er da geraten? Wie gut, dass er sich endlich frei fühlte!

Gyar strahlte übers ganze Gesicht, er sah das Ziel ganz nah. Im Kopf setzten sich einzelne Bilder zu einer dramatischen Szene zusammen: Wie er als Überlebender nach Hause käme, mit der Leiche des Bruders im Arm. Die passende Geschichte dazu fiele ihm noch ein – Bosrak oder die Eidechsenmenschen würden dafür büßen. Das Elfenvolk sollte ihn, Gyar, endlich lieben! Als König wäre er bestimmt großartig! Wie geschaffen dafür!

Zunächst einmal machte er seinem Bruder dieses herrliche Pferd, also Bosrak, zum Geschenk. Dann kam der schwierige Teil: Er musste Elotiel und vor allem Faina einlullen, ihnen einen liebenswerten Charakter vorspielen. Bisher zeigte sie ihr Misstrauen gegenüber Gyar deutlich, deshalb bedeutete es eine große Herausforderung für ihn, sie davon zu überzeugen, dass er dem Herrscher treu ergeben war.

Gemeinsam trabte Bosrak mit Gyar durch den prächtigen Garten des Schlosses, vorbei an den Wachen und stoppte beim Eingangsportal. Mit Schwung sprang Gyar vom Rücken des Pferdes und ging zügig die Treppe zum Schloss empor. »Wo ist mein Bruder?«, rief er einer entgegenkommenden Elfin zu.

»Ich glaube, er ist bei seinem Sohn«, antwortete sie.

Er dankte und eilte zum Gemach der Königin. Die davor postierten Wachen grüßten, ließen ihn ohne zu Zögern eintreten. Elotiel lag auf dem Boden, wo er Prinz Fingir hoch über seinen Bauch hielt. Daneben saß laut lachend Faina. Ein Stich durchbohrte Gyars Brust. Die drei wirkten glücklich und strahlten diese unerträgliche Zufriedenheit aus, die er selbst nie verspürte. Der Elf riss sich zusammen, versuchte, die Mimik zu kontrollieren, damit seine eingefrorenen Züge ihn nicht verrieten.

Das Paar versank in Glückseligkeit, es nahm sein Eintreten nicht einmal wahr. Mit einem Räuspern machte Gyar sich bemerkbar.

Da erst setzte Elotiel sich auf und hob den Prinzen auf die Oberschenkel, während die Königin mit leicht gerunzelter Stirn Gyar entgegensah. »Wo warst du so lange, Bruder? Wir verspürten Sorge um dich. Vor allem Sani ist beunruhigt wegen deiner langen Abwesenheit.«

»In den Wäldern. Ich hatte Sehnsucht nach dem Flüstern der Bäume, dem Tau der Nacht und der Weite des Himmels.«

Bei diesen Worten blickte Elotiel verklärt zu Boden, ein Schmunzeln in den Mundwinkeln. »Weißt du noch Bruder, wie wir manchmal als Kinder tagelang draußen in den Wäldern herumgestrolcht sind? Unterm Sternenhimmel geschlafen haben und davon träumten, ferne Länder zu bereisen, um Abenteuer zu erleben? Das waren noch Zeiten, als wir einfach losziehen konnten!« Sehnsucht flutete das Herz, dann schmunzelte er. »Erinnerst du dich, wie du mich vor den Trollen gerettet hast?«

Mittlerweile bedauerte Gyar, dass er dem Bruder damals das Leben rettete, sonst wäre er selbst schon seit langer Zeit der Herrscher. Die Miene verfinsterte sich für eine Sekunde, aber der kritische Blick Fainas zwang ihn dazu, ein Lächeln ins Gesicht zu zwingen. »Ja, ich erinnere mich, Elotiel. Wie gut, dass du uns das alles ins Gedächtnis rufst. Wir könnten mal abermals zusammen aufbrechen und die alten Zeiten aufleben lassen. Ich habe passenderweise eine Überraschung für dich. Folge mir nach draußen!«

Mit fragenden Augen schaute Elotiel zu Faina. Sie lächelte ihn an. »Geh nur, mein Geliebter!«

Noch zögerte der König, dann siegte allerdings die Neugier. Er beugte sich über seine Gefährtin, küsste erst sie zärtlich, danach den Sohn. Gespannt folgte er dem Bruder, während Faina mit einem unguten Gefühl hinterherstarrte, einer Empfindung, die jedes Mal in ihr Herz schlich, wenn der Bruder in der Nähe weilte.

Gemeinsam gingen die Brüder die Gänge entlang. Elotiel wurde von Gyar mit alten Geschichten und witzigen Anekdoten aus der Kinderzeit unterhalten. Verstohlen musterte er den Bruder und schüttelte unauffällig den Kopf darüber, wie gutgläubig jener sich benahm. Für jemanden, der ein Volk lenkte, dachte er viel zu naiv. Gyar erinnerte an eine weitere Begebenheit: »Faina liebt doch die Blüte der blauen Distel so sehr. Deshalb traf uns der Zorn unseres Vaters.«

»Das weißt du noch?«

»Na klar, wir haben die blaue Blüte gegen seinen Willen für deine Angebetete an der Grenze zum Eidechsenland besorgt. Die Blume bedeutete für dich den absoluten Liebesbeweis. Schlecht nur, dass die Eidechsenmenschen Jagd auf uns gemacht haben.«

Elotiel lachte. »Jagd ist übertrieben, sie wollten uns einen Schrecken einjagen. Wir waren ebenso jung wie unbekümmert. Ein erzürnter Vater empfing uns, wir bekamen mächtig Ärger.«

»Und Faina ihre blaue Blüte. Das sollten wir unbedingt wiederholen – pflück ihr eine!«

»Ja, vielleicht!«

»Du mit deiner Zögerlichkeit!«

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