Mario Covi - Seefahrt - Abenteuer oder Beruf? - Teil 2

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Seefahrt - Abenteuer oder Beruf? - Teil 2: краткое содержание, описание и аннотация

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Die Faszination der Seefahrt… Erinnerungen an exotische Gestade, an Zeiten, da es hinaus ging auf See mit einem zusammengewürfelten Haufen ziemlich zügelloser Kerle, die sich zu einer funktionierenden Gemeinschaft zusammenraufen mussten. Der Schiffsfunker Mario Covi erzählt über seine Seefahrtzeit von 1962 bis 1990, als er auf Tramp- und Linienschiffen, auf Hochseeschleppern und Tankern die Weltmeere befuhr. Er berichtet über ein Leben zwischen Abenteuer und Beruf, vom wilden Leben in den Häfen und von gefahrvollen und einsamen Momenten auf See. Er erzählt von blinden Passagieren, vom Schmuggel, von Unfällen, von Seenot und dem steten Traum vom Traumtrip. Und von den zärtlichen Momenten eines komplizierten Familienlebens, auf das auch ein Seemann einen berechtigten Anspruch hat.
"Der Autor", so die Meinung eines Lesers, «hat den Mut zu einer ehrlichen Darstellung der Seefahrt, besonders hinter den Kulissen, gefunden. Alle Härten auf See, aber auch die Schönheiten der Welt sind in ausgezeichneter Weise dargestellt…»
In den letzten Jahren hat sich die Seefahrt rasant gewandelt, fast so dramatisch wie einst, als die Großsegler von den Dampfschiffen, die Stückgutfrachter von den Containerschiffen abgelöst wurden. Eindrucksvoll vermittelt der Autor diesen Wandel, und er berichtet vom Niedergang der deutschen Handelsflotte, von den Seeleuten als frühen Opfern der Globalisierung, die uns mittlerweile alle eingeholt hat.

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Am Tag nach unserem Mann-über-Bord-Manöver briste es auf und es begann zu regnen. Typisch, denn es war Samstag und abends sollte gegrillt werden. Wir ließen uns dennoch, achtern zwischen Pollern und Winschen vor dem Regen einigermaßen geschützt, die klodeckelgroßen Steaks schmatzend und grunzend schmecken!

Grillpartys an Bord waren ziemlich die einzigen kleinen gesellschaftlichen Ereignisse während eines langen Seetörns, abgesehen von gelegentlichen Geburtstagsbesäufnissen oder der traditionellen Weihnachtsprügelei, um mal ganz bitterböse und verallgemeinernd das Kind mit dem Bade auszuschütten. Bei renommierten Reedereien gingen diese Fressfeierlichkeiten zu Lasten der Firma, da so ein Barbecue im Freien schließlich eine normale Mahlzeit ersetzte. Das war einmal! Hier mussten derartige "kleine Freuden" selbst finanziert werden. Der Proviantsatz, die heilige Kuh vieler Kapitäne und Reedereien, hätte ja um einige Pfennige steigen können!

Am Proviantsatz, den durchschnittlichen Verpflegungskosten pro Tag und Kopf, wurde das Können von Kapitänen gemessen. So schien es jedenfalls, denn gar zu häufig spielten Reeder oder zuständige Inspektoren die Schiffsführer gegeneinander aus. Sie etikettierten und ordneten sie in die billigsten und die teuersten Proviantsatzfahrer!

Bei vielen Schifffahrtslinien machte der Funkoffizier die Verwaltung, und oft auch die Proviantabrechnung. Bei anderen Kompanien, wie der unseren, führte das der Kapitän aus. Eine Proviantabrechnung war mit einigen Mühen verbunden, ließ sich aber meist locker erledigen. Sie konnte allerdings auch zum kleinkarierten Kommastellenkampf von Pfennigfuchsern werden, als könne nur so der drohende Niedergang der Reederei abgewendet werden!

Bei einer Reederei kam folgendes Rundschreiben an Bord: „Wie uns zu Ohren kam, werden sonntags zum Nachtisch zwei Scheiben Ananas gereicht. Wir sind der Ansicht, dass auch eine Scheibe genügt.“ - Im Rundschreiben einer anderen Kompanie wurde die Konsequenz des Ausflaggens angedeutet, sollte nicht sparsamer verpflegt werden!

Die Bordverpflegung auf deutschen Schiffen war in der Regel üppig bis ausgezeichnet. Je nach Können des Chefs natürlich. Doch dazwischen lag stets der Schiffshändler, und war dieser ein halsabschneiderischer Bandit, hatte der Koch einen schlechten Stand. Denn nicht selten wurde regelrechter Schrott geliefert! Ich erinnere mich an ranzige Butter, an Hähnchen, die den Beinamen "Fliegende Fische" erhielten, weil sie mit Fischmehl gemästet so kräftig nach Fisch schmeckten, an Konserven, Quarkspeisen oder Joghurt mit längst abgelaufenen Haltbarkeitsdaten. Nicht selten wirtschafteten Köche und Kapitäne hemmungslos in die eigene Tasche, indem sie eingesparten Proviant verscherbelten, oder bei Proviantbestellungen dem Schiffshändler den Zuschlag erteilten, der die höchste Schmiergeldsumme zahlte. So reichte der Schiffshändler den Schwarzen Peter an die Besatzung weiter, und lieferte billigsten Proviant, der nicht selten ungegessen über die Kante geworfen wurde. Mehr Qualität wäre auf Kosten der Quantität billiger gewesen!

Allerdings gab es auch Schiffe, Kapitäne und Reedereien, denen mit den geschilderten Zuständen Unrecht getan würde. Ich habe Schiffe erlebt, auf denen das Essen mit jeder gutbürgerlichen Küche konkurrieren konnte oder streckenweise ein kulinarischer Sinnenrausch war, dank ausgezeichneter Köche, die guten Proviant zur Verfügung hatten und keinen pfennigfuchsenden Speckschneider fürchten mussten.

Wir saßen also an Deck und genossen die Grillsteaks Nachgespült wurde mit - фото 3

Wir saßen also an Deck und genossen die Grillsteaks. Nachgespült wurde mit einer Bowle, obwohl einigen ein Bier oder einfacher Wein passender erschienen wäre. Doch der Stoff war süffig und heizte die Stimmung an. Dass die Bowle ein Schlitzohrengesöff war, dämmerte uns erst allmählich. Der Alte hatte sich nämlich vierzehn Flaschen Wein mit einem Hunderter aus der Gemeinschaftskasse vergüten lassen. Der Tischwein war allerdings eine geschenkte Probe der Weinladung, die wir von Italien in die USA gebracht hatten.

So hatte der Alte wieder ein bauernschlaues Geschäftchen gemacht. Was uns ärgerte, war nicht der lächerliche Geldbetrag, den er uns aus den Taschen zog, sondern die dreiste Selbstherrlichkeit, die ihn keinen Gedanken daran verschwenden ließ, wir könnten sein schäbiges Spielchen durchschauen. Wir fanden seine Handlungsweise einfach kleinlich und unkameradschaftlich!

Als der Erste die Sache durchschaute, sagte er: „Mensch, und ich hab noch den ganzen Kühlschrank voll von dem Stoff. Den hätte ich gerne auf den Markt geschmissen!“

2. EIN RÄTSEL

Wir näherten uns wieder der Alten Welt und steuerten dieses Mal die Azoreninsel Santa Maria an. Sie ist das südöstlichste Eiland des Archipels. Das Seehandbuch verriet mir, dass sie neun Seemeilen lang, fünf Seemeilen breit, von 12.000 Menschen bewohnt und ihre höchste Erhebung der 590 Meter hohe Doppelgipfel "Pico Alto" sei.

Am Vormittag des 23. Juli 1981 tuckerten wir dann ziemlich dicht an Santa Maria vorbei, sahen Terrassenfelder, bewaldete Berggipfel, die jähen Ufer. Wir schauten wieder einmal Land, das Grün der Felder, das Weiß der Häuser. Wir blickten auf eine kleine Welt, die rasch vorbeizog, deren Farben verliefen, matt wurden, im Weißblau der Kimm zu Schatten unter einem Wolkenturm schrumpften, zu einer Schmuddelstelle an der blankgeputzten, leeren Linie des Horizonts: ferner Hauch, eine Ahnung, schließlich nichts mehr...

Während ich dem entschwindenden Eiland nachsann, fiel mir ein Ereignis ein, das sich hier vor fast genau vierzehn Jahren ereignet hatte. Ich war einige Zeit mit ein paar Seeleuten gefahren, die mir davon erzählten, wie sie die Explosion eines Chemikalientankers wie durch ein Wunder unbeschadet überlebt hatten.

Es war am 2. Juni 1967, da fuhren diese jungen Männer als Teil einer 46-köpfigen Besatzung auf diesem Spezialschiff. Der fast 13.000 BRT große Tanker war sehr kostspielig aufgerüstet worden und konnte, wenn ich mich richtig entsinne, an die zwanzig verschiedene Chemikalien transportieren. Man hatte besonders darauf geachtet, dass eine hochkarätige Isolation aller Tankgruppen voneinander gewährleistet wurde. Die Schotten und Tankwände waren mit extrem säurebeständigen Schutzbezügen versehen. Vier Jahre lang war auf dem Schiff alles in Ordnung und bestens gelaufen. Bis zu jenem 2. Juni 1967.

Damals befand sich die "Essberger Chemist" irgendwo südwestlich der Inselgruppe. Die Matrosen hatten an Deck ihre Arbeit unterbrochen, um während der "Tea-Time" ein kühles Bierchen zu schnasseln, wie das häufig so üblich war. In sommerlicher Azorenhochlaune meinte der Bootsmann: „Ach, einen können wir noch!“ – Und er überzog die Vormittagspause großzügig um einige Minuten und ließ das Bier zischen – als es zweimal donnerte. Und zwar so gewaltig, dass dort, wo die Männer inzwischen hätten arbeiten müssen, ein riesiges Loch klaffte. Der Tanker war explodiert!

Es war wirklich ein Wunder, dass keiner an Bord ernsthaft verletzt worden war. Das Schiff sah aus wie eine Heringsbüchse, die ein Grizzlybär in die gierigen Klauen bekommen hatte. Das Deck klaffte zerfetzt, Eisenplatten waren zerknüllt worden wie Papier, Spanten, Decksbalken, Verstrebungen, der gesamte Querverband verbogen und zerrissen. Leitungen und Rohe quollen hervor wie Gedärm. Der Chemikalientanker war zu einem Wrack zerschlagen, aus zwei nur noch lose aneinanderhängenden Teilen bestehend!

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