Eva Markert - Herzenswut

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Sina hat sich unsterblich verliebt – in Jörg, den Freund ihrer Mutter. Sie glaubt felsenfest, dass er ihr vom Schicksal bestimmt ist und ebenfalls Gefühle für sie hegt. Als Jörg und ihre Mutter dann aber heiraten, bricht Sinas Welt zusammen. Sie beschließt, alles auf eine Karte zu setzen, und gesteht Jörg ihre Liebe – mit fatalen Folgen. Nicht nur ihr Leben gerät völlig aus den Fugen. Bis dramatische Ereignisse Sina dazu zwingen, sich mit ihrer Familie und sich selbst auseinanderzusetzen.

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„Nanu?“, wunderte er sich.

„Ich esse nur ungern“, fügte sie hinzu.

„Hast du Angst zuzunehmen?“

„Im Gegenteil. Ich wäre froh, wenn ich mehr wiegen würde. Aber ich mache mir nichts aus Essen. Und ich habe fast nie Hunger.“

„Wie schade! Da entgeht dir was.“

„Ein ewiges und leidiges Thema zwischen uns“, warf Frau Paulsen ein. „Ich finde, sie ist viel zu dünn.“

Jörg betrachtete Sina prüfend.

Der war dieses Gespräch äußerst peinlich. Ihre Mutter redete über sie, als wäre sie ein kleines Kind. Schlimmer noch: als wäre sie gar nicht anwesend! Was sollte Jörg von ihr denken! Wie eine Idiotin stand sie vor ihm da! Sie warf ihrer Mutter einen wütenden Blick zu. „Ich mag das ganze Zeug halt nicht besonders“, setzte sie unwirsch hinzu. „Das ist doch kein Grund, sich aufzuregen.“

„Na ja, so dünn bist du nun auch wieder nicht“, stellte Jörg fest. „Hauptsache, du fühlst dich wohl. Meinst du nicht, Michaela?“

Überraschenderweise stimmte ihre Mutter zu.

Sina strahlte Jörg an. In diesem Augenblick hatte er bei ihr gewonnen - auf der ganzen Linie!

Danach achtete niemand mehr darauf, wie viel oder wie wenig sie aß. Für ihre Verhältnisse war es eine Menge: ein halber Kloß und von dem anderen jeweils ein Löffel. Es schmeckte sogar halbwegs. Vielleicht, weil es Spaß machte, am Esstisch zu sitzen. Jörg konnte lustig erzählen. Zum Beispiel von seinem tollpatschigen Lehrling, der mit dem Hintern in einen Farbeimer fiel und mit seinem Hosenboden alles grün volltropfte. Oder von der alten Dame, die sich nicht entscheiden konnte, in welcher Farbe sie ihr Wohnzimmer gestrichen haben wollte, und mindestens dreimal am Tag anrief, weil sie ihre Meinung geändert hatte. Schließlich landete sie bei Dunkellila. Und dabei blieb sie. Keine Macht der Welt konnte sie davon abbringen. Sina schüttelte den Kopf. Dunkellila Wände – eine geradezu abartige Vorstellung!

„Holst du mal den Pudding, Apfelsinchen?“, bat ihre Mutter.

Jörg horchte auf. „Apfelsinchen“, wiederholte er, „das klingt nett, das gefällt mir.“

Beinahe hätte Sina gesagt: „Sie können mich ja so nennen, wenn Sie wollen.“ Im letzten Moment verkniff sie es sich. Das wäre nun doch verfrüht gewesen. Trotzdem hätte sie nichts dagegen. Fast kam es ihr vor, als würde sie ihn schon richtig gut kennen.

Ihre Mutter schaute auf die Uhr. „Wenn wir noch ins Kino wollen, müssen wir uns beeilen. Sina bringt die Küche schon in Ordnung.“

„Von mir aus können wir hierbleiben“, erwiderte Jörg. „Ich finde es richtig gemütlich bei euch. Außerdem regnet es. Lass uns ein anderes Mal ins Kino gehen.“

Frau Paulsen lächelte. „Einverstanden.“

Zu dritt machten sie sich ans Aufräumen. Die Mutter brachte das Geschirr in die Küche und Sina nahm die große Tischdecke ab. „Könnten Sie mir beim Falten helfen?“, bat sie.

Jörg fasste das Tischtuch am anderen Ende an. „Du kannst ruhig du zu mir sagen, wenn du willst.“

Und ob sie das wollte! Sie freute sich über das Angebot, obwohl es sie gleichzeitig ein wenig verlegen machte.

Als alles aufgeräumt war, ging Frau Paulsen mit Jörg ins Wohnzimmer. Wie selbstverständlich folgte Sina ihnen. Die beiden setzten sich auf die Couch und Jörg legte den Arm um ihre Mutter. Aus irgendeinem Grund störte Sina das und sie versuchte wegzusehen.

Sie sprachen über einen Film, den sie zufällig alle drei kannten. Er handelte von der Tochter einer Deutschen und eines Japaners. Die ersten fünfzehn Jahre ihres Lebens verbrachte sie in Japan, danach zog die Familie nach Deutschland. Das Mädchen wusste nicht, wohin sie gehörte, konnte sich für keine der beiden Kulturen entscheiden. Erst am Ende begriff sie, dass sie beide Mentalitäten in sich vereinigte und dass es genau das war, was ihre unverwechselbare Persönlichkeit ausmachte.

Der Film gefiel Sina wirklich sehr gut. Im Nachhinein wunderte sie sich, dass sie nie mit ihrer Mutter darüber gesprochen hatte. Wahrscheinlich, weil sie automatisch annahm, dass die sich nicht für ihre Meinung interessierte. Jörg hingegen interessierte sich sehr dafür. Er stellte viele Fragen, hörte ihr aufmerksam zu und nahm sie richtig ernst. Man konnte wunderbar mit ihm diskutieren.

Sina erzählte, dass sie ein Mädchen mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater kannte.

„Hat deine Mitschülerin ähnliche Probleme wie das Mädchen in dem Film?“, wollte Jörg wissen.

„Ich glaube nicht“, antwortete sie nach einigem Nachdenken. „Melissa fühlt sich wie eine Deutsche und sie lebt hier ganz normal. Sie fährt nur in den Ferien in die Türkei und möchte nach der Schule in Deutschland bleiben.“

„Wer weiß, was in ihrem Innern vorgeht“, gab Jörg zu bedenken. „Der Deutsch-Japanerin im Film hat man von außen auch nicht angesehen, wie sehr sie sich quälte. Möglicherweise hätte es ihr geholfen, wenn sie sich jemandem anvertraut und offen über ihre Probleme gesprochen hätte.“

„Meinst du, das hätte was geändert?“

„Bestimmt. Gefühle in sich hineinzufressen, ist das Verkehrteste, was man tun kann.“

Sina konnte sich nicht erinnern, jemals ein derartig anregendes Gespräch geführt zu haben. Sie wollte Jörg gerade fragen, ob sein Rat für alle Probleme galt, als die kalte Dusche kam. Ihre Mutter schaute auf die Uhr. „Die Spülmaschine müsste inzwischen durchgelaufen sein. Du könntest sie ausräumen, bevor du ins Bett gehst.“

Sina war natürlich klar: Ihre Mutter sagte das nur, weil sie allein sein wollte mit Jörg, und das nahm sie ihr gewaltig übel. Protestieren konnte sie ja wohl kaum. Das hätte die Peinlichkeit nur noch verschlimmert. Notgedrungen stand sie auf und reichte Jörg die Hand.

Er erhob sich ebenfalls. Richtig höflich. „Gute Nacht, Sina“, sagte er. „Schlaf schön!“ Dabei zwinkerte er ihrer Mutter zu und die lachte zurück, als ob sie ein Geheimnis teilen würden. Wahrscheinlich war er ebenfalls froh, dass sie verschwand. „Bis bald!“, rief er ihr nach.

„Bestimmt knutschen sie jetzt“, dachte Sina voll Groll, während sie in der Küche laut mit dem Geschirr herumklapperte. Eine grässliche Vorstellung! Obwohl sie ihre Mutter verstehen konnte. Jörg war wirklich ein super Typ. Einer, der ihr gefallen könnte – nein, der ihr gefiel.

Ein anderer Gedanke durchzuckte sie: Hatte ihre Mutter sie mehr oder weniger auffällig ins Bett geschickt, weil sie ein bisschen eifersüchtig war, dass Jörg ihr so viel Beachtung schenkte? „Quatsch! Spinn hier nicht rum!“, rief sie sich sofort selbst zur Ordnung.

Und Jörg? „Bis bald“, hatte er zum Abschied gesagt. War das nur eine Floskel, oder meinte er es ernst? Wünschte er sich echt, ihr schnell wieder zu begegnen?

Bevor sie ins Bett ging, rief sie noch eben Jenny auf dem Handy an, wie sie es ihr versprochen hatte. „Der Typ ist klasse“, erzählte sie. „Ich hätte nichts dagegen, wenn der jetzt öfter käme.“

„Prima“, erwiderte Jenny. „Halte mich weiter auf dem Laufenden!“

Kapitel 3

Auf dem Laufenden hielt Sina ihre Freundin tatsächlich, manchmal mehr, als der lieb war. Jörg verbrachte inzwischen fast jeden Abend und die Wochenenden bei ihnen. Und jedes Mal schwärmte Sina ihr hinterher was vor. Jenny musste sich ausführliche Berichte darüber anhören, was er gesagt, gemacht, getan, gefragt und wie er ausgesehen hatte.

„Gibt’s eigentlich noch ein anderes Thema für dich als Jörg?“, erkundigte sie sich einmal spitz.

Sina war bisher nicht aufgefallen, dass sie dermaßen oft von ihm sprach.

„Ich bin mal gespannt“, sagte Jenny, „ob ich ihn genauso sensationell finde wie du, wenn ich ihm mal begegne.“

„Du bist bestimmt hin und weg“, antwortete Sina im Brustton der Überzeugung. „Du kannst gar nicht anders. Jeder muss Jörg cool finden.“

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