Gloria Fröhlich - DIE SCHATTENBITTE

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Die fragwürdige, von Vernunft geprägte Beziehung zwischen der romantischen Anna und dem prosaischen Henry, der das Haus mit dem gesamten Inventar eines verstorbenen Künstlers kauft und Anna darin wohnen lässt. In dem Haus spukt es. Im Nachlass gibt es viele Geheimnisse, die große Rätsel aufgeben. Anna hat eine faszinierende, sehr mysteriöse Begegnung mit einem Fremden, der sich Aron nennt und ihr einen Job anbietet. Mit ihm verabredet sie sich zur Kirschenernte, trifft ihn jedoch nicht an, sondern zwei Frauen. Eine davon gibt sich als seine Schwester Lisa aus. Die wehrt sich verzweifelt gegen Annas Behauptung, mit ihrem Bruder gesprochen zu haben. Erst dann erfährt Anna von einem dramatischen Ereignis, das sie bis ins Mark erschüttert. Eine grauenvolle Erkenntnis und tiefe Trauer um Aron, macht den Roman zu einem spannenden, aufwühlenden Lesevergnügen.

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Das ist der große Schatten aus der Kirche, ging es Anna-Hedwig durch den Kopf. Sie schaute dem Fremden ins Gesicht und erwiderte: „Nein, das kenne ich nicht. Und was macht sie so sicher, dass die Person nicht einfach nur ihren Frust raus pöbelt? Da kann ja jeder seine Mitmenschen beschimpfen und das mit dieser Krankheit rechtfertigen“. Sie schüttelte den Kopf und fügte noch hinzu: „Und wissen sie, in einer Kirche ist das besonders schlimm, das ist einfach unerträglich. Bei wem könnte ich mich beschweren?“ Der Mann war wesentlich älter als Anna-Hedwig. Seine schlanken Hände zwirbelten das Ende seines Vollbartes. Graumelierte Locken lagen auf seinen Schultern. Er schaute Anna-Hedwig aus sanften, braunen Augen an und sagte: „Das weiß ich nicht. Eventuell fühlt sich der Pastor nur dafür verantwortlich, was in seiner Kirche während seiner Anwesenheit vor sich geht. Sie empfinden absolut richtig. Aber ich kenne die Frau, sie leidet wirklich unter dem Tourette-Syndrom. Meistens besucht sie die Kirche am Montag, wie auch heute. Wer sie kennt, bleibt in den hinteren Bänken“. Nun lächelte auch Anna-Hedwig und antwortete: „Meinen sie, es tut ihr Leid, mich beschimpft zu haben?“ Sie wartete seine Antwort nicht ab. „Ich stelle mir gerade vor, dass dann wirklich Tür und Tor für diese Unverfrorenheit geöffnet sind. Mir ist nämlich häufig mal danach zumute, meinen ganzen Frust und Ärger brüllend in die Freiheit zu entlassen. Und wenn ich mich dort aufhalten würde, wo mich niemand kennt, könnte ich mal so richtig vom Leder ziehen, und das dann mit der Entschuldigung, ich hätte das Tourette-Syndrom. Ich bekäme Toleranz und tiefes Mitgefühl. Die Beschimpften könnten Empathie zeigen und sich dabei gut fühlen, und ich wäre meine Wut auf legale Art und Weise los. Und wenn schon, denn schon. Wie ich mich kenne, würde ich dann garantiert nicht in einer leeren Kirche sitzen, wo mich niemand hört, sondern ganz bestimmt in einem rappelvollen Linienbus oder auf einer Rolltreppe in einem gut besuchten Kaufhaus beinahe bewegungslos vorankommen. Niemand könnte sich so einfach meinen Beschimpfungen entziehen. Jeder müsste sie aushalten und für einige Minuten zu sich selbst finden und sich wieder einmal so richtig spüren. Und ich hätte nicht einmal ein schlechtes Gewissen, denn ich würde niemanden persönlich angreifen. Jeder könnte sich angesprochen fühlen oder auch nicht, verstehen sie? Aber wenn sie tatsächlich krank ist, beruhige ich mich und verzeihe selbstverständlich, dass es die Krankheit war, die sich so schlecht benommen hat und nicht diejenige, die darunter leidet“. Mit sichtbarem Vergnügen schaute der Bärtige auf die Frau, die ihm gegenüberstand und sagte: „Das ist eben der Unterschied zwischen einer Krankheit und reiner Boshaftigkeit. Und sie wären bösartig. Ich bin übrigens Aron“, sagte Aron. Dabei beugte er sich geringfügig vor und versteckte sogleich die Hände hinter dem Rücken. Er will mir nicht die Hand geben, dachte Anna-Hedwig. Sie zögerte einen Moment und verriet dann lächelnd, dass sie von vorn und hinten gleich heißt. Aron nickte verhalten und sagte: „Das ist doch mal was. Und möchten sie mir verraten, wie sie heißen?“ Anna-Hedwig nickte und schaute an ihm vorbei, als sie mit ernstem Gesicht erklärte: „In meinem Ausweis steht Anna-Hedwig, aber mein Rufname ist Anna“. Aron musterte sie neugierig. „Aber vorn und hinten gleich, also auch mit Nachnamen, wie ist das zu verstehen?“ „Nein, nicht beide Namen. Aber Anna spricht und liest sich von vorn und von hinten gleich, das ist doch richtig, nicht wahr?“ Und während sie Aron nun sehr aufmerksam ansah sagte sie: „Aron ist nur von vorn gelesen ein Aron, von hinten gelesen, eine Nora. Würdest Du Otto heißen, wäre es bei dir wie bei mir“. Aron schlug belustigt die Hände vors Gesicht, weil er begriffen hatte. Seine Augen blitzten auf, und er wurde sehr heiter. „Sie duzen mich?“ Anna-Hedwig nickte und freute sich im Stillen, weil sie zu erkennen glaubte, dass Arons Interesse an ihr zunahm. Er schaute sie eine Weile nachdenklich an und wagte zögerlich zu fragen: „Magst du Schattenmorellen?“ Für Anna-Hedwig kam die Frage sehr überraschend, und sie reagierte zunächst mit sekundenlanger Sprachlosigkeit. Dann wiederholte sie: „Schattenmorellen? Das sind doch Sauerkirschen, wenn ich mich nicht irre, und wie kommst du jetzt darauf?“ Aron trat von einem Bein aufs andere und erwiderte: „Deine Antwort ist richtig, es sind Sauerkirschen, und die sind in etwa drei Wochen reif. Ich will, dass du nach dem Schreck in der Kirche in drei Wochen mit der roten Süße deine Hände, und wenn du außerdem noch Lust hast, auch deinen Magen füllst. Was hältst du davon?“ In Anna-Hedwigs Kopf wirbelten krause Gedanken, und sie zwitscherte: „Die Hände, den Magen und vielleicht noch ein Kirschenpaar über jedes Ohr?“ Aron kniff die Lippen zusammen und zwirbelte nervös das Ende seines Vollbartes. Dann nickte er zustimmend. Seine Lippen bewegten sich, als wollte er etwas sagen, doch er schwieg. Und dann schaute er sie für wenige Augenblicke so hypnotisch an, als würde er sie zwingen wollen, zuzustimmen. Das verwirrte Anna-Hedwig. Die Frau in der Kirche hatte eine unheilbare Nervenkrankheit, und dieser Mann hatte gerade eine sehr merkwürdige Frage gestellt. Gehörten die vielleicht zusammen und lauerten arglosen Kirchgängern auf? Aber was könnten sie von ihr wollen? Anna-Hedwig wurde sehr misstrauisch. Sie wusste, mit solchen Menschen war manchmal „nicht gut Kirschen essen“. Wie lustig das gerade passte, dachte sie und hatte das Gefühl, auf der Hut sein zu müssen, um nicht in eine Falle zu geraten. Sie lächelte Aron an, tat belustigt und sagte: „Dazu müsste ich erst einmal eine Kirsche probieren, denn du sprichst von Süße und gleichzeitig von sauer, da gibt es vielleicht ein Problem. Außerdem kann ich meine Hände mit einem Trick zu einer ziemlich großen Schüssel formen. Und manchmal bin ich unersättlich. Bist du sicher, dass du so viele Kirschen hast? Außerdem kenne ich dich doch überhaupt nicht“. Aron schien amüsiert zu sein und beklopfte mit den Händen die aufgesetzten Taschen seiner schwarzen Jacke, um zu demonstrieren, dass er keine Kirschen bei sich hatte und sagte: „Dann erkläre ich es dir. Es gibt eine Menge Kirschbäume, eine richtige Plantage unter grünen Netzen, die zentnerweise Früchte tragen. Es werden dringend Erntehelfer, und das können auch Frauen sein, gesucht. Vielleicht brauchst du einen Job. Ich denke du hast keinen, weil du Zeit hast, wochentags in die Kirche zu gehen, während andere Menschen arbeiten. Und ich habe dich beobachtet. Du bist fest entschlossen bis ganz nach vorne an den Altar gegangen, als hattest du etwas Wichtiges vor. Vielleicht hast du darum gebetet, etwas zu bekommen, das ich dir geben kann. Wir beide sind sozusagen zur rechten Zeit am rechten Ort. Also, was meinst du?“ Anna-Hedwig war ein wenig verwirrt und antwortete belustigt: „Du glaubst tatsächlich, ich hätte um eine handvoll Schattenmorellen gebetet, zu der mir ein Job verhelfen könnte, den du zu vergeben oder zu vermitteln hast?“ Aron nickte freundlich und Anna-Hedwig war erleichtert, dass er anscheinend keine schlechten Absichten hatte, als die Kirchentür erneut knarrte und gleich darauf der schwarze Sonnenhut über dem roten Kleid erschien. Sie unterbrachen ihr Gespräch und warteten auf das, was jetzt wahrscheinlich kommen würde. Aber die Frau mit dem Tourette-Syndrom, die Anna-Hedwig auf Ende Dreißig schätzte, schien sie nicht zu bemerken und in Eile zu sein, murmelte Unverständliches und lief hektisch an ihnen vorbei und dann über das Kopfsteinpflaster, das weiter hinten von grauen Gehwegplatten abgelöst wurde. Doch während sie sich mehr und mehr entfernte, gewann das Tourette-Syndrom erneut die Oberhand, und sie brüllte etwas in den Tag, das nicht mehr zu verstehen und schließlich auch nicht mehr zu hören war. Anna-Hedwig und Aron schauten sich an und lächelten ein großzügiges Verzeihen. „Wo waren wir stehen geblieben“, fragte Aron. Anna-Hedwig schaute auf ihre Füße, dann in sein Gesicht und sagte: „Du möchtest, dass ich bei der Kirschenernte helfe. Und darum nehme jetzt mal an, dass du heute nicht wegen deines Seelenheils hier bist, sondern um weltliche Dinge gebetet hast, wie zum Beispiel um eine arbeitswillige Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht, als Schattenmorellen zu pflücken. Habe ich Recht? Ist das dein Job?“ Aron wiegte sich auf seinen Beinen, schaute erst zur einen, dann zur anderen Seite und sagte sehr zögerlich: „Das ist vielleicht meine Aufgabe. Und wirst du kommen?“ Anna-Hedwig kniff die Lippen zusammen, überlegte eine Weile, dann nickte sie. Über Arons Gesicht huschte ein zufriedenes Lächeln. Dann wirkte er unruhig, als er sagte: „Mein Fahrrad steht um die Ecke. Der Obsthof liegt einige Kilometer weit weg in Richtung Moor. Am Straßenrand steht ein großes Schild mit dem Hinweis auf einen Hofladen. Wenige Meter weiter siehst du auf dem Dach des großen Bauernhauses ein Storchennest. Du fährst durch das große Tor mit der Reetdachmütze. Es ist der größte Hof hier in der Gegend. Du wirst ihn finden. Gewiss wirst du ihn finden und noch etwas. Komme heute auf den Tag genau in drei Wochen, pünktlich um acht Uhr. Das ist sehr wichtig. Du wirst ihn finden, ganz sicher“, flüsterte er noch einmal kaum hörbar. Anna-Hedwig fragte sich, wieso er voraussetzte, dass sie sich hier nicht auskannte? Sie hatte ihm nicht erzählt, dass sie erst kurze Zeit hier wohnte. Ihr Radius war zwar noch begrenzt, aber sie würde die Umgebung noch erkunden und stimmte zu, indem sie sagte: „Ich finde bestimmt dort hin“. Aron nickte versonnen. Anna-Hedwig hatte das Gefühl, dass er abwesend war. Er wirkte plötzlich sehr ernst und schaute durch sie hindurch, kratzte sich durch die Haare am Kopf und sagte sehr leise: „Gut, ich habe noch etwas zu erledigen da drinnen“. Er wies mit dem Kopf zur Kirchentür. „Wir sehen uns dann in genau drei Wochen?“ Anna-Hedwig nickte. Aron drehte sich um und verschwand hinter der Kirchentür, die diesmal zu ihrer Verwunderung nicht das geringste Geräusch machte. Er hat mehr Kraft als ich, dachte sie, stand ein wenig verloren da und überlegte, ob sie auf ihn warten sollte. Den Abschied fand sie etwas abrupt und ziemlich unbefriedigend. Sie hatten sich nicht einmal die Hand gereicht. Eine sehr seltsame Begegnung, dachte sie und ging langsam einmal um die Kirche herum. Sie hatte das Gefühl, sein Fahrrad sehen zu wollen, aber es war keins da. Anna-Hedwig machte sich auf den langen Heimweg. Dabei ging ihr der Mann, der Anfang Vierzig sein mochte, nicht aus dem Kopf. Ihr war aufgefallen, wie blass er war, und dass er trotz seiner Größe und Konstitution ziemlich zerbrechlich wirkte. Vergeblich schaute sie sich noch einmal um, ob er aus der Kirche käme und sie sich ganz gewiss noch einmal zuwinken würden, als wären sie Vertraute. Sie war ein wenig enttäuscht, dass sie ihn nicht noch einmal gesehen hatte und dann allein auf der Landstraße. Die alten Lindenbäume am Straßenrand warfen kühle Schatten und Anna, ich lasse Hedwig ab jetzt der Einfachheit halber weg, schaute über die Weiden bis zum Horizont. Durch die Bekanntschaft mit Aron noch durchsonnt, lauschte sie auf die Feldlerche, die im Azur des Himmels jubilierte. Was für ein großartiger Tag. Anna konnte es noch gar nicht glauben, aber sie hatte tatsächlich wieder einen Job. Wenn auch nur für eine begrenzte Zeit, aber immerhin. Endlich wieder Geld zu verdienen, würde ihr gut tun. Erst jetzt fiel ihr ein, dass sie Aron nicht nach dem Lohn gefragt hatte.Читать дальше
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