Sie wusch sich gründlich, verzog angewidert das Gesicht, als sie sich mit einem nicht vor Sauberkeit strahlenden Handtuch abtrocknen musste, und kehrte in das Schlafzimmer zurück.
Stefan saß auf dem Bettrand und rauchte eine Zigarette. Er musterte sie interessiert und sagte: „Du hättest die Creme mitbringen können.“
„Welche Creme?“
„Die Vaseline. Sie muss auf der Spiegelkonsole stehen. Du weißt doch, was ich vorhabe.“
„Nein“, log sie.
Er lachte laut. „Ich werde dich anal ficken, aber ohne Gleitmittel geht das nicht. Nicht bei deinem kleinen, süßen Arsch und meinem Riesenschwanz.“
„Ich will das aber nicht“, sagte sie und blieb vor ihm stehen. „Ich habe Angst davor.“
Er legte sich auf das Bett zurück, ließ die Hand mit der brennenden Zigarette über den Rand hinweg baumeln und sagte: „Setz dich auf mich.“
„Was?“
„Du weißt genau, was ich meine. Ich will deine schleimige Fotze lecken. Oder falls du das nicht kapierst: ich würde gerne deine süße Vagina küssen.“
„Du bist unmöglich“, murmelte sie, kletterte aber im nächsten Augenblick bereitwillig über seinen Kopf, so dass sein nach oben gewandtes Gesicht in die Klammer ihrer glatten schlanken Schenkel geriet.
Sein Blick traf ihre geschwollenen Schamlippen, die sie sorgfältig rasiert hatte. Ihre tiefschwarze Schambehaarung begann erst über ihrer Klitoris. Durch diese Rasur hatte er einen freien Blick auf ihre Spalte, die sich durch die gespreizte Haltung leicht geöffnet hatte und einen Blick in ihr innerstes freigab.
Jessica senkte langsam ihren Schoß auf seinen wartenden, gierigen Mund. Sie stöhnte, als sie fühlte, wie er ihn öffnete und seine raue, große Zunge in ihre Scheide bohrte.
Er lotete mit seiner Zunge ihre Vagina aus, er strich damit über das weiche, feuchte Innenfutter hinweg, drang tief in den lockenden Kanal ein, befasste sich dann mit der erigierten, empfindsamen Klitoris und wiederholte das Spiel von vorn, immer lebhafter, mitgerissen von dem lüsternen Reiz, der sich ihm aus ihrem bebenden Körper mitteilte. Er spürte, wie ihre Säfte dichter wurden, wie sie aus ihrer Scham quollen und seinen Mund, sein Gesicht und sein Knie benetzten, und er verdoppelte seine Bemühungen, um diesem erregenden Strom neue Impulse zu geben.
Jessica gelangte zu einem Orgasmus, kurz darauf zu einem zweiten. Ihr war zumute, als liefe sie aus. Sie hätte vor leidenschaftlicher Lust weinen können und stieß tatsächlich komisch klingende, kleine Schluchzer aus, denen eine bloße Ventilfunktion zukam und derer sie sich kaum bewusst wurde.
Sie sah, wie sich der mächtige Penis von Stefan versteifte, wie er wieder groß, kräftig und fordernd wurde, und nahm ihn, sich nach vorn beugend, zwischen ihre Lippen, um in der klassischen 69er-Position dem Erlebnis neue Höhepunkte abzugewinnen.
Jessica und Stefan gerieten in einen Strudel der Lust, der Minuten später in einen heftigen Orgasmus mündete. Das Mädchen bemühte sich, den heißen, sprudelnden Strom zu meistern, sie gab keinen Tropfen davon frei, obwohl sie sich dabei verschluckte und Mühe hatte, Luft zu bekommen.
Stefan entspannte sich breit lächelnd. Jessica sprang auf und hastete hinaus. Er hörte, wie sie sich im Badezimmer den Mund ausspülte. Als sie zurückkehrte, lächelte sie scheu. Sie blieb am Bettrand stehen und meinte: „Ich muss jetzt gehen.“
„Rede keinen solchen Blödsinn! Du bleibst hier.“
„Die Kleine wartet auf mich.“
„Die Kleine!“, höhnte er. „Mit fünfzehn! Das ich nicht lache.“
Jessica hob beunruhigt die Augenbrauen. Sie spürte, dass er ihr auf die Schliche gekommen war, verstand aber nicht, wie er das geschafft hatte. Im nächsten Moment fiel ihr ihre Handtasche ein. Er hatte sie geöffnet, hineingeschaut und Lauras Foto entdeckt!
„Ich möchte sie kennenlernen“, sagte er und steckte sie eine neue Zigarette an.
„Das geht nicht.“
„Oh doch. Ist sie noch Jungfrau?“
„Darauf antworte ich nicht.“
Er stand auf, packte sie am Handgelenk und zog sie mit schmerzhaftem Zugriff dicht an sich heran. „Nun höre mal zu, Püppchen. Du tust, was ich verlange, sonst gibt es Ärger! Kapiert?“
„Ich kann doch nicht...“
„Doch, du kannst“, fiel er ihr ins Wort.
Jessica bekam es mit der Angst zu tun. Ihr dämmerte, dass sie sich in die Hände eines Mannes begeben hatte, der keine Skrupel kannte, wenn es darum ging, seiner Lust zu frönen. Natürlich konnte er sie nicht zwingen, gegen ihren Willen zu handeln, aber er konnte ihr viele Schwierigkeiten machen und sie auf schockierende Weise bloßstellen. Allein der Gedanke, dass Laura erfahren könnte, was sie mit diesem grobschlächtigen Burschen verband, verursachte ihr eine Gänsehaut.
Er warf sie rücklings auf das Bett. Jessica stieß einen halblauten Schrei aus, der eher ihrem Erschrecken als einem Schmerz entsprang. Furchtsam starrte sie dem rauchenden, höhnisch grinsenden Stefan ins Gesicht. Sie hielt ihre Schenkel fest geschlossen, aber im Augenblick schien der Mann gar nicht an ihren körperlichen Reizen interessiert zu sein.
„Wie alt ist sie?“, fragte er.
„Fünfzehn“, murmelte sie.
„Sie ist mindestens neunzehn!“
„Nein, achtzehn“, resignierte Jessica. „Trotzdem ist sie noch ein Kind.“
„Mit Achtzehn? Du machst dich lächerlich.“
„Sie in einem Schweizer Internat unter strenger Aufsicht erzogen worden. Sie wurde behütet und beschützt und hat niemals mit dem wirklichen Leben Berührung gehabt.“
„Erzähl mir keine Märchen“, sagte er grob. „Es gibt das Fernsehen, Zeitschriften, Internet. Die Mädchen sind ständig mit ihren Computern, iPads oder Smartphones online. Die wissen ganz genau, dass die Babys nicht vom Storch gebracht werden.“
„Natürlich weiß sie das, aber sie ist trotzdem noch unberührt...“
„Wie? Du glaubst wirklich, dass sie noch eine Jungfrau ist?“
„Ja, das glaube ich.“
„Weißt du es nicht genau? Ich dachte ihr Weiber sprecht untereinander über so etwas.“
„Nein, darüber haben wir nie gesprochen.“
„Das ist ein Fehler.“
Jessica schwieg.
„Du wirst sie herbringen.“
„Ich denke nicht daran!“, meinte Jessica und setzte sich auf.
Stefan grinste. „Oh doch“, sagte er mit erstaunlicher Sanftheit. „Genau das wirst du tun. Weil ich es will. Und weil du mich brauchst. Noch ein anderer Grund kommt hinzu. Du kannst es dir nicht leisten, Ärger zu bekommen. Du fürchtest den Skandal. Ich weiß genau, wie es in die aussieht. Du lässt dich gern von mir ficken, aber im Grund verachtest du mich, du hättest nicht mal den Mut, dich in einem Lokal mit mir sehen zu lassen. Ich bin dir zu gewöhnlich. Wie wäre es, wenn ich zu der Kleinen ginge und ihr erzählte, was wir hier treiben? Detailliert, versteht sich, mit all den Worten, die dir dabei entschlüpfen?“
„Du bist gemein!“
„Ich will die Kleine ficken, das ist alles.“
„Dagegen wehre ich mich! Du hast keine Zeugen. Ich kann alles abstreiten.“
„Willst du es wirklich zu einer Konfrontation kommen lassen?“, fragte er.
Sie setzte sich auf. Ihr war zumute, als hätte sie einen schweren Hindernislauf absolviert. Sie fühlte sich elend und zerschlagen, richtig krank. „Du bist gemein“, wiederholte sie, aber es klang nur noch matt und kaum noch anklagend.
„Na schön, dann bin ich eben gemein, was soll´s?“, meinte er. „Aber ich weiß, was ich will. Nämlich die Kleine. Du brauchst keine Angst zu haben. Wenn du spurst, wirst du bei diesem Geschäft nicht zu kurz kommen...“
Sie musterte ihn fragend, verwirrt, angstvoll. „Bei was für einem Geschäft?“
„Bringe sie erst mal her“, sagte er. „Dann sehen wir weiter.“
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