Sein Penis war gewaltig, eine zuckende, von der prallen, violett schimmernden Eichel gekrönte Lanze, die nur darauf wartete, sich in ihren biegsamen, erregten Körper zu schieben.
Jessica Thadden lächelte verloren, als der nackte Mann den Raum durchquerte und dicht vor ihr stehen blieb.
„Los“, sagte er. „Lutsch meinen Schwanz!“
Jessica steckte die Hand aus. Ihre Finger umschlossen den zuckenden, heißen Schaft und massierten ihn liebevoll. Sie blickte zu dem Mann hoch. Er hatte ein grobknochiges, gewöhnliches Gesicht. Es war die Art von Gewöhnlichkeit, die sie erschauern ließ und dazu brachte, die Schenkel lustvoll zusammenzupressen.
„Los! Lutsch ihn endlich!“
Sein Name war Stefan Kühnast. Er arbeitete als Metzger in der Großmarkthalle. Eines Abends (vor genau drei Wochen) hatte er sie angesprochen, als sie die Volkshochschule verlassen hatte. Er war unverschämt gewesen, frech, genau der Typ von Mann, über den man sich lustig zu machen pflegte, weil man ihn für ungebildet und undiskutabel hielt... aber sie war ihm gefolgt, wie in einem Zustand von Trance. Er hatte sie binnen einer Stunde genommen, wild, leidenschaftlich und mit der Hemmungslosigkeit, die so gut zu einem kräftigen Metzger passte.
Er war animalisch, ein anderes Wort fiel Jessica nicht ein, um ihn zu beschreiben. Aber gerade das reizte sie an ihm. Sie hatte jahrelang geglaubt, sich einem strengen Sittenkodex unterwerfen zu müssen, ohne zu ahnen, wie lebhaft sich in ihr die Gegenkräfte mobilisiert hatten. Sie waren zum Ausbruch gekommen, als ihr Stefan Kühnast begegnete.
„Verdammt, worauf wartest du noch?“, fragte er.
Er hatte sich im Badezimmer ausgezogen, warum, vermochte sie nicht zu sagen, denn Zurückhaltung gehörte wahrhaftig nicht zu seinen Eigenschaften. Sie selbst war noch voll bekleidet. Sie saß auf einem Polsterstuhl, in ihrem modisch geschnittenen, aber seltsam unlebendig wirkenden Kostüm, dessen Schwarz trotzdem, wie sie wusste, für Stefan von erotischer Ausstrahlung war. Auch ihre Strümpfe waren schwarz. Selbstverständlich auch die Unterwäsche, die sie sich erst am Vortag gekauft hatte, weil sie wusste, wie sehr er darauf flog.
Oh ja, sie hatte rasch gelernt, die Dinge zu akzeptieren, die ihm Spaß machten. Sie liebte seine einfache Gewöhnlichkeit und seine Kraft, vor allem aber liebte sie diesen großen, gewaltigen Knüppel, der zuckend in ihrer Hand lag und soeben einen kleinen, glasklaren Tropfen aus seiner Eichel entließ.
Sie beugte sich nach vorn, strich mit ihrer Zunge über die Eichel hinweg und genoss es, wie der Mann dabei heftig zusammenzuckte und sich auf seine Zehenspitzen erhob. Es machte ihr Vergnügen, den Mann bis zur Weißglut zu reizen. In ihr brannte die Lust, und sie fragte sich, wie sie es nur fertiggebracht hatte, jahrelang wie eine Puritanerin zu leben.
Natürlich war es nicht immer so gewesen. Als junges Mädchen hatte sie es ziemlich toll getrieben, hatte mit jedem Kerl gevögelt, der nur eine Spur animalischer Männlichkeit ausstrahlte. Aber dann hatte es ihre religiöse, fanatische Tante, bei der sie nach dem Tode ihrer Eltern erzogen worden war, fertiggebracht, sie radikal zu ändern und zu einem sittenstrengen Mädchen zu machen... freilich nur auf Zeit, wie sich jetzt zeigte. Einmal ein verdorbenes schwanzgeiles Luder, dann für immer!
Ihre warmen, weichen Lippen legten sich um seinen Penis, sie schoben die Vorhaut zurück und machten Platz für die Zunge, die herausfordernd um den unteren Eichelkranz hinwegtänzelte.
Stefan stöhnte lustvoll. Er presste den Kopf der jungen Frau mit beiden Händen gegen seinen Körper und fing an, die Hüften zu bewegen. Er stieß in Jessicas weichen, roten Mund, als hätte er einen Frauenschoß vor sich, und fieberte dem Moment entgegen, wo sie mit schlürfendem Eifer seiner Ejakulation begegnen würde.
Plötzlich gab sie sein Glied frei. Auf ihren Wangen brannten zwei rote, kreisrunde Flecke. Sie lächelte zu dem Mann hoch, nahm seinen Hodensack zwischen ihre Finger und presste ihn liebevoll zusammen.
„Zieh dich aus“, sagte er.
Jessica erhob sich. Es machte ihr Spaß, vor seinen Augen Stück für Stück ihrer Kleidung abzulegen. Sie konnte mühelos verfolgen, wie sich dabei sein Atem beschleunigte. Als sie sich ihm nur noch mit Slip, Strumpfhalter und schwarzen Nylonstrümpfen zeigte, zitterte er vor lustvoller Erregung am ganzen Körper.
Er war ein Hüne von Mann, mit tätowierten Armen und verschiedenen Piercings am Körper verteilt. Seine kräftigen Beine waren etwas krumm geraten, aber das störte sie nicht. Sie war nicht auf Schönheit aus, sie suchte etwas anderes... und das gab ihr dieser Mann in reichem Maße.
Vielleicht, dachte sie, ist es so eine Art von Lustausbruch, die Gegenreaktion auf Jahre moralischer Unantastbarkeit. Was immer es auch war, sie brannte jetzt gleichsam lichterloh, sie genoss diese simple, natürliche Lust ohne Einschränkungen.
Er trat auf sie zu und streifte ihr das Höschen von den Beinen, erstaunlich langsam, beinahe zärtlich. Seine Blicke saugten an ihrem tiefschwarzen Schamhaar fest. Er befeuchtete sich mit der Zunge die Lippen, wie jemand, der die Vorfreude auf einen seltenen, delikaten Genuss auskostet.
Jessica stieg aus dem Slip und schob ihn achtlos mit dem Fuß beiseite. Der Mann musterte jetzt aus schmalen Augen ihre Brüste, diese reifen, prallen Halbkugeln, die von bräunlichen, steifen Brustwarzen gekrönt wurden und auch ohne BH ihre stolze, ästhetische und zugleich erotische Form bewahrten.
Er hob sie auf, mühelos, wie ein Daunenkissen, und trug sie in das angrenzende kleine Schlafzimmer. Jessica hasste diesen kleinen, schäbigen Raum mit dem schmalen, altmodischen Bett und dem billigen Kleiderschrank, aber sie liebte die Dinge, die sie hier erwarteten und die er nun schon zum dritten Male innerhalb von drei Wochen mit ihr anzustellen gedachte.
Er warf sie auf das weiche Lager, blieb mit lustvoll zitterndem Penis am Bettrand stehen und lächelte auf sie hinab.
„Spreiz die Beine“, sagte er.
Sie gehorchte.
„Spiel mit dir“, befahl er.
„Was?“, murmelte sie. Das war neu. Das hatte er noch nicht von ihr verlangt.
Er grinste. „Hörst du schwer? Ich sehe es gern, wenn ein Mädchen an sich herumspielt. Los, fang an!“
Zögernd griff sie sich an den Schoß. Sie fühlte unter ihren Fingern das weiche Schamhaar und nur Zentimeter darunter das feuchte, empfindsame Fleisch, das darunter brannte, verwöhnt und liebkost zu werden. Sie berührte ihre Klitoris und bewegte die Antenne ihrer Lust, wie sie es schon oft genug in der Wärme und Einsamkeit ihres Bettes getan hatte... immer dann, wenn ihr Körper den Verstand überlistet und die moralischen Skrupel hinweggefegt hatte.
Sie sah, wie sehr es Stefan erregte, ihr dabei zuzusehen, und genoss die aufputschende Wirkung dieser Tatsache.
„Öffne mit beiden Fingern die Fotze“, sagte er. „Ich will sie mir genau ansehen...“
„Du bist unmöglich“, murmelte sie.
Das gehörte zum Spiel. Sie durfte nicht sofort auf seine Wünsche eingehen, das machte ihn erst richtig scharf.
„Tu, was ich dir sage!“, herrschte er sie an.
Sie befolgte seine Aufforderung, sie bäumte ihm sogar den Unterleib entgegen. Jetzt sah er alles ganz deutlich. Das feuchtschimmernde, korallenrote Fleisch, die lockenden, von glättenden Säften erfüllten Tiefen, die sich, von ihrem kurzen, tiefschwarzen Haar umkräuselt, nach seinem Penis, seinen küssenden Lippen, der leckenden Zunge, seinen derben, männlichen Berührungen sehnten.
„Ist es gut so?“, flüsterte sie.
„Schieb einen Finger in deine Spalte...“
„Bitte, Stefan...“
„Stell dich nicht so an!“
Sie tat, was er befahl und erschauerte, mitgerissen von der Doppelwirkung, die sich aus dem sinnlichen Kontakt mit ihrem Finger uns seinem lustverzerrten Gesicht ergab.
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