Doris Woggon - Das falsche Profil

Здесь есть возможность читать онлайн «Doris Woggon - Das falsche Profil» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Das falsche Profil: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das falsche Profil»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

"…wurde die Leiche der 42-jährigen Linda Wagner aus Wilhelmshaven gefunden…"
Linda, 42 Jahre alt, ist glücklich geschieden, hat einen fast erwachsenen Sohn und lebt als angesehene Tierärztin ein unbeschwertes Leben. Bei einem ihrer Einsätze stößt sie auf einen Mann, der sie mit dem Namen «Melli» anspricht. Kurze Zeit später wird sie betäubt und entführt. In den Nachrichten wird über ihren Tod berichtet. Die Entführer, die sich in einer arabisch klingenden Sprache unterhalten, bringen sie in ein fremdes Land. Dort angekommen scheint sie aber jeder zu kennen. Es gibt Fotos von ihr und dem Entführer und auch die fremden Kleidungsstücke passen alle wie angegossen.
Wer bin ich? Sie muss sich Klarheit über ihre Vergangenheit verschaffen….

Das falsche Profil — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das falsche Profil», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Schon als ich in die kleine Straße am Hafen einbog, überkam mich ein Gefühl der tiefen Dankbarkeit und der absoluten Entspannung. Ich fühlte mich so wohl in meinem Zuhause. Jede Ecke, jeder Winkel war nach meinem Geschmack gestaltet und liebevoll eingerichtet worden. Das Haus hatte vier Zimmer, eine kleine aber geräumige Wohnküche mit einem großen alten Holztisch und meinem absoluten Lieblingsplatz, einen Erker mit Kamin und von dort einen traumhaften Blick zum Hafen. Mit warmen Orangetönen und der gemütlichen Einrichtung hatte ich den Spagat geschafft, das Haus urgemütlich und trotzdem absolut schick zu gestalten. Die Renovierung des Hauses habe ich in Eigenregie gemeistert. Ohne jemals zuvor auch nur einen Hammer oder Tapetenkleister in der Hand gehabt zu haben. Es war ein Riesenspaß und ein superschönes Gefühl, etwas nach seinem eigenen Geschmack zu gestalten, ohne auf jemand anderen Rücksicht nehmen zu müssen. Na ja, etwas Hilfe hatte ich schon. Zum Beispiel mussten das Dach, die Heizung und alle elektrischen Leitungen neu gemacht werden, das konnte ich natürlich nicht alleine. Ich schloss mich aber einer »Arbeitsgemeinschaft« an. Den Anschub dafür bekam ich von dem Herrchen eines meiner Patienten. Er gehörte diesem Kreis schon lange an und schlug mir vor, ebenfalls beizutreten. Das war wirklich ein Glücksfall. Diese Arbeitsgemeinschaft bestand aus vielen Leuten verschiedenster Berufe, die alle in einem Pool waren und sich gegenseitig halfen. Wobei Hilfe zur Selbsthilfe das oberste Gebot war. Kam man aber gar nicht weiter, war immer jemand zur Stelle. So waren immer Dachdecker, Fliesenleger, Maler und Lackierer, aber auch Steuerberater, Rechtsanwälte, Leihomas und viele andere mit dabei. Ein bunt gemischter Haufen, der über das Internet vernetzt war. Ich brachte mich mit ein, indem ich anbot, für das Wohl der Tiere zu sorgen. Und ich konnte noch etwas anderes sehr gut. Ich konnte zuhören und trösten. Auch das wurde schon hin und wieder gebraucht. So haben wir zum Beispiel einen 40-jährigen namens Paul, unseren Heizungsinstallateur. Paul ist in seiner Art eher zurückhaltend und hat etwas fast Kindliches an sich. Seine Mutter leidet an Altersdemenz. Er hängt sehr an ihr und kümmert sich rührend um sie, ist aber auch manchmal am Rande der Verzweiflung. Gerade die Phasen, in denen sie ihren Sohn nicht mehr erkennt oder ihn beschimpft und des Diebstahls bezichtigt, machen ihm sehr zu schaffen. Dann werde ich gerufen und entlaste ihn mal für ein paar Stunden. Wir haben wirklich alle etwas davon. Jeder gibt das, was er geben kann und keiner reizt die Situation aus. Tolle Leute sind das! Na ja, bis auf zwei Personen, die nicht immer sehr einfach sind. Da gibt’s zum einen Werner, einen etwas fettleibigen älteren Herrn, der sich für unwiderstehlich hält und gerne anzügliche Bemerkungen macht, die völlig fehl am Platz sind. Bei einer Feier, die wir anlässlich des 10jährigen Bestehens in feuchtfröhlicher Runde begangen hatten, ist er derart aus dem Ruder gelaufen, dass es allen anwesenden Personen hochgradig peinlich war. Und man sagt ja, kleine Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit. Das war dann wohl sein wahres Gesicht. Vulgär, einfach widerlich.

Dann gibt es noch die Frau von Jörg, Angela. Jörg ist der Steuerberater aus unserer Runde, und wenn er nicht verheiratet wäre, wer weiß – wer weiß. Vielleicht hätten wir eine kleine Romanze miteinander, denn wir mögen uns sehr. Er sieht einfach blendend aus, groß, dunkelhaarig, und wenn er mich mit seinen grünlich funkelnden Augen ansah, ging mir schon ein kleiner Schauer durch meinen Körper. Auch seine Art gefällt mir sehr, nicht zu aufdringlich, höflich und humorvoll. Ein toller Typ eben. Seine Frau Angela, eher ohne Interessen – jedenfalls, wenn man von Nageldesign und Mode absieht –, dafür aber sehr besitzergreifend, ist sehr eifersüchtig. Wir haben leider schon so manche Eifersuchtsszene mitbekommen.

»Einen schönen Mann hast du nie für dich alleine«, pflegte meine Mutter immer zu sagen. Und da ist wohl etwas dran. Er zieht die Frauen an, wie die Motten das Licht. Angela bildet sich leider ein, ich sei an ihrem Jörg interessiert. Ich würde niemals etwas mit einem verheirateten Mann anfangen, schließlich habe ich in meiner Ehe Erfahrungen damit gesammelt. Mein Mann nahm es auch nicht so genau und war dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan. Einer der Gründe, warum er heute »Ex« heißt.

Als ich schon fast zu Hause war, dachte ich wieder an den Fremden, der mich so eindringlich »Melli« gerufen hatte. Schon bei dem Gedanken an seine schwarzen Augen bekam ich eine Gänsehaut. Kann es ein, dass man einen Doppelgänger hat, der einem wie aus dem Gesicht geschnitten ist? Ich konnte es mir nicht vorstellen. Es war schließlich nur wenig Licht in dem Treppenhaus. Vielleicht deshalb die Verwechslung. Das beruhigte mich etwas, schließlich wohnte ich alleine in meinem Haus und die Mutigste war ich auch nicht. Ich schalte schon das Fernsehprogramm um, wenn die Durchsage kommt, »dieser Film ist für unter 16jährige nicht geeignet« – und ich war bereits mehr als doppelt so alt. Na ja, ganz alleine wohnte ich nicht in meinem Häuschen. Anton war bei mir eingezogen, nachdem ich mich von meinem Mann getrennt hatte. Anton ist ein Labradorrüde und viel zu gutmütig, um Einbrecher zu verjagen. Im Gegenteil, er begrüßt stets alle Menschen freundlich.

»Du sollst mich doch beschützen«, habe ich ihm oft gesagt. Mit einem herzhaften »Wuff« reagiert er dann und springt freudig an mir hoch. Ich redete mir aber ein, dass er im Ernstfall eingreifen würde, und das beruhigte mich ungemein. Ich fuhr in die Einfahrt und Anton erwartete mich schon sehnlichst. Schnell noch eine Runde mit ihm und dann ab an den Kamin. Hier konnte ich meinen Gedanken freien Lauf lassen. Ich saß gerne dort und genoss die Tatsache, dass ich vieles – wenn auch nicht alles – richtig gemacht hatte in meinem Leben. Es waren mitunter schwere Entscheidungen zu treffen. Meine Scheidung, nach über 15 Ehejahren, das war nicht leicht, oder die Aufgabe meiner Tierarztpraxis. Ich führte meine Praxis direkt in der Marktstraße von Wilhelmshaven mit zwei Mitarbeitern. Aber die Zeiten wurden härter, die Mieten kontinuierlich erhöht und die Lohnnebenkosten brachten mich in manchen Nächten um den Schlaf. Das Geld wurde knapper, man spürte es überall. So beschloss ich eines Tages, meine Praxis aufzugeben und einen mobilen Tierarztservice anzubieten. Der Plan ging auf, meine Mitarbeiterinnen konnte ich bei einem befreundeten Tierarzt unter-bringen, dort führe ich auch heute noch größere Operationen aus und ich habe genug Aufträge, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ich freute mich also auf einen gemütlichen Abend vor dem leise knisternden Kamin, ein gutes Buch und einen leckeren, vollmundigen Rotwein. Ines, meine beste Freundin, hatte mir aus Südafrika einen besonders guten Tropfen mitgebracht. Er stammte aus der bekannten Weingegend Stellenbosch, im Westen Südafrikas in der Nähe von Kapstadt. Nach einem stressigen Tag gönnte ich mir diese dunkelrote Köstlichkeit, die angenehm nach Beeren roch und weich und samtig durch meine Kehle floss. Noch einmal schossen mir kurz die Gedanken durch den Kopf, wie eindringlich mich der fremde Mann mit Melli ansprach. Doch Anton riss mich schnell aus meiner Nachdenklichkeit, er kam mir schon schwanzwedelnd entgegen.

»Ja, mein Großer, nun machen wir eine schöne große Runde, damit du auch auf deine Kosten kommst«. Nach eineinhalb Stunden waren wir beide geschafft und froh, wieder zu Hause zu sein. Der Anrufbeantworter blinkte. Zwei neue Nachrichten, hoffentlich kein Notfall dachte ich mir, ich war echt geschafft an diesem Tag. Der erste Anruf kam von meinem Ex-Mann.

»Hallo Linda, ich würde gerne auf ein Glas Wein vorbei kommen, bist du da«?

Nee, bin ich nicht, dachte ich mir.

Er hatte sich mit unserer Trennung immer noch nicht richtig abgefunden, obwohl es nun schon 3 Jahre her war. Nein, auf ein Gespräch mit ihm hatte ich heute keine Lust mehr. Die zweite Anruferin war Frau Behrends, die Katzenmutti. Sie bat für den nächsten Tag um einen Rückruf. Wenn ich erst am nächsten Tag zurückrufen soll, ist es nicht so wichtig, dachte ich mir. Es geht sicher um den Speiseplan der kleinen Emmi. Ich machte es mir also noch für ein Stündchen vor dem Kamin gemütlich, bis mir die Augen zufielen. Anton ging es scheinbar genauso, er hatte sich in seinem Korb regelrecht eingerollt. Leise schlich ich mich an ihm vorbei nach oben ins Schlafzimmer. Doch in dieser Nacht schlief ich nicht wie gewohnt ein, ich träumte wirres Zeug, immer wieder hörte ich jemanden den Namen »Melli« rufen. Schweißgebadet wurde ich nachts wach, sah eine große dunkle Gestalt auf mich zukommen. Ich rief mich selbst zur Ordnung. Was war denn schon passiert? Ich wurde im Treppenhaus mit einer anderen Frau verwechselt. Na und, dachte ich mir, dass passiert anderen auch und sie machen kein Drama daraus. Warum brachte mich das so aus der Fassung? Am nächsten Morgen stand ich wie gerädert auf. Meine Haare standen kreuz und quer, ein untrügerisches Zeichen einer unruhigen Nacht. Und es sollte nicht die letzte unruhige Nacht gewesen sein. Nach einer heißen Dusche und einem frisch gebrühten Kaffee ging es mir aber schon wesentlich besser. Mein Spiegelbild zeigte mir eine Frau im besten Alter, ich war 42, die an diesem Tag halt ein paar Augenringe mehr als sonst hatte. Was soll´s. Ich sah mich prüfend an, eigentlich fand ich mich noch ganz passabel für mein Alter.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Das falsche Profil»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das falsche Profil» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Das falsche Profil»

Обсуждение, отзывы о книге «Das falsche Profil» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x