Jozi Salzberg - 99,9 % - Buch 2

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99,9 % - Buch 2: краткое содержание, описание и аннотация

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2027. Vor sieben Jahren errichteten die 0,1% der Ultra-Reichen (Zeros) eine Schreckensherrschaft über die Welt und ihre Exklaven, vernichteten jene, die ihnen entbehrlich erschienen, trieben die anderen in die «Unterwelt», in die Bäuche der Städte. Ihr Vorteil: das lebende Schutzschild aus Prozento-Kindern und Versklavten. Doch mittlerweile haben sich die 99,9 % weltweit vernetzt, organisiert und solidarisiert, entwickelten eine neue Methode des Kämpfens und eine neue Technologie. Was nach einem Patt aussieht, ändert sich mit der Kunde von der bevorstehenden Zero-Hochzeit. Sofort wird klar: die Zeit ist gekommen. Die Entscheidungsschlacht steht bevor. Der Hotspot ist das Schloss Schönbrunn in Wien. Am Himmelfahrtstag soll ausgerechnet die Anti-Heldin «Sieben» mit ihren Leuten die Bluthochzeit ausrichten.

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Bienchen, die kleine Hex', erwacht wie immer sehr spät, und wie meistens, widmet sie sich ausgiebig ihrer Toilette. Wie jeden Tag schreitet sie perfekt frisiert zur Tat, die sich fast immer darin erschöpft, die Bewunderung der sexuell aktiven Welt zu erlangen – das macht Spaß. Ist kein interessiertes Wesen in der Nähe, kokettiert sie mit ihrem Spiegelbild. Sie kann nicht anders, als sich zu bewundern. Alle, die das verachten, sind ihrer Meinung nach bloß Neidhammeln und sicherlich halbe Grottenulme. Sobald sie ihnen das an den Kopf wirft, verstummen ihre KritikerInnen. Erst recht, wenn sie wegen der Notwendigkeit, sich ein wenig anzubiedern, nachschiebt, dass sie selbst einem Grottenulm gewissermaßen verwandt sei, da bräuchte man nur mal die helle Haut vergleichen. Die Neider staunen sie spätestens in diesem Moment mit offenem Mund an, blicken sie perplex an. Manche wenden sich (geschlagen, wie sie vermutet) ab. Deren Kopfschütteln bedeutet aus ihrer Sicht nichts anderes, als dass sie solcherart „das Gesicht wahren“. Danach behandelt man Bienchen zumeist mit so etwas wie Nachsicht, vielleicht weil man denkt, sie sei dumm. Sie weiß es besser. Sie ist zwar eitel. Unbestritten. Doch schon ihre selige Mutter hat immer behauptet, ihr Kind hätte eine angeborene „Bauernschläue“ vom Vater geerbt. „Darauf könnt Ihr Gift nehmen, Leute!“, bewundert Bienchen im Vorbeigehen in der spiegelnden Scheibe zufrieden ihre traumhafte Silhouette.

Das Frühstück hat Bienchen versäumt, darum ist sie hungrig und begibt sich gleich in den Speisesaal, wo wahrscheinlich schon das Mittagessen ausgegeben wird. Ob sie will oder nicht, den Fraß wird sie zu sich nehmen, es gibt ja nichts besseres. Vielleicht hat sie Glück, und das Mahl wird ihr durch die Anwesenheit von Cox versüßt. Sie ahnt nicht, dass in den Gedanken ihres Auserwählten die wohlgerundete Kitty fortan die Hauptrolle spielt.

Mosquito-Kitty, die seit frühmorgens Wache am getarnten Eingang 'U-Bahnstation Längenfeldgasse' schiebt (was eigentlich nicht wirklich gefährlich ist und daher von den Jungspunden erledigt wird), hat in einem ihrer kleinen Ohren den Stöpsel des Headsets stecken und hört sich Ray Charles mit „In-the-Heat-of-the-Night“ an (1967 von Quincy Jones komponiert, von Marilyn & Alan Bergman geschrieben). Das passt so gut zu ihren schwülen Gedanken. Es tut gut, allein auf dem Posten zu sein. Da kann man sich so schön ungestört die Zukunft ausmalen. Ein Silberlöwe steht plötzlich vor ihr, sodass sie aus ihren Träumen aufschreckt. So etwas sollte eigentlich nicht passieren. Wäre das ein Feind gewesen!

Mittag ist. Mosquitos Dienst ist zu Ende. Ihr Magen weiß es schon, denn er knurrt vernehmlich.

Kaum betritt Mosquito den Saal, da springt schon ihr Liebster auf und eilt auf sie zu, umarmt und küsst sie vor allen Leuten. Das ist üblich bei den verliebten Pärchen, damit alle anderen wissen, wer zu wem gehört. Falls die Familien im Saal sitzen, vereinbaren die Paare nach ihrer ersten Nacht, an welchem Familientisch sie sitzen würden. Häufig wechseln sie sozusagen tageweise die Familie. Ganz selbstverständlich führt Cox seine Kitty zu seinem Familientisch, wo sie freudestrahlend willkommen geheißen wird. Zwei holt eifrig einen Stuhl herbei und rückt die anderen enger zusammen, was schnell erledigt ist, weil doch gerade alle stehen. Nachher weiß niemand mehr, bei wessen Gedeck er/sie sitzt. Aber das lenkt ein wenig von Mosquito ab, die nicht so gerne im Mittelpunkt des Interesses steht – sie wirkt direkt eingeschüchtert. Zwei wird liebevoll aufgezogen, ein Tellertausch wird mit großem Trara durchgezogen, wobei sich so mancher bekleckert und danach die Finger abschleckt. Mosquito und Cox tauschen auch, aber statt der Teller tauschen sie tiefe Blicke. Schon kommt Poldi mit einem Gedeck für das neue Familienmitglied. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, das fühlt man.

Mosquito saß sonst immer mit den anderen EinzelgängerInnen beisammen, da ging es oft wüster zu als an den Familientischen, es wurde ungeniert geraucht, es wurde kein Wert auf Tischmanieren gelegt und manche rülpsen und „furzen“ bei Tisch, dass Luther seine helle Freude mit den Leuten gehabt hätte. Die junge Frau schielt sehnsüchtig hinüber. Aber nur bis sie Cox' warme Hand auf ihrem Oberschenkel spürt. Sie ist tatsächlich das erste Mal seit Jahren richtig glücklich. Sie wünschte nur, ihre Familie könnte jetzt hier sein. Die ist 2020 deportiert worden, wer weiß wohin. Hier unten hat Kitty keine Adoptivfamilie gewollt. Sie hofft, ihre Eltern und ihre jüngere Schwester eines Tages wieder zu finden. Sieben wiederum hofft auf die „gute Hoffnung“ in ihrer vergrößerten Familie, während sie zufrieden grinst.

Die Groß- und Kleingruppen-Mitglieder haben die „Heimführung“ freundlich kommentiert. Kaum hat der erste Esser die Umarmung und den Liebeskuss bemerkt, machte er die anderen darauf aufmerksam. Alle haben gleich mit dem Besteck auf die Tischplatten oder auf die Teller geklopft und einen Höllenlärm veranstaltet. Das ist bei den Untergrundleuten fast so etwas wie ein Hochzeitsritus. Nur eine hat nicht applaudiert, aber das fiel in dem „Hallo“ niemandem auf außer Bufo. Bufo, die an einem Tisch bei Freunden sitzt, weiß nun, dass dieses Menschenkind etwas Ungutes in sich hat. Ihr erstes Gefühl, dass etwas nicht stimme, erhärtet sich. Toni hat sich blenden lassen. Aber er ist jedem Einwand unzugänglich. Bufo hat es schon versucht, ihn zu einem besonnenen Vorgehen bei Bienchen zu ermahnen. Er warf ihr pure Eifersucht vor. Das muss sie sich nicht gefallen lassen. Oft genug hat sie die Folgen des kindischen Getues von Toni ausgebügelt. Wann hätte jemals er umgekehrt für sie etwas Adäquates getan? Sie kann sich nicht erinnern.. Ihre Schwiegermutter hat einst zu ihr gesagt, sie möge auf Toni achtgeben. Bufo nickte damals verblüfft und stimmte eher fragend zu „Wenn ich kann?“ Tonis Mutter wusste natürlich um den Jähzorn des bärenstarken Mannes. Bufo hatte ihn zu dem Zeitpunkt nicht in seinem Element erlebt. Dafür danach umso öfter. Bufo weiß von anderen Frauen, dass das kindische Gebaren ihrer Partner nicht immer am Jähzorn festzumachen war, sondern sich oft als sinnlose Konkurrenz mit irgendwelchen Männern um das teurere Auto, größere Haus oder höhere Position offenbarte. Im Untergrundkampf hat diese Konkurrenz nur kurz geblüht. Die bedrängten Menschen hatten keinen Geist mehr für solche Dummheiten. Die Aufteilung in Klein- und Großgruppen und die Einführung der demokratischen Wahl von GruppenanführerInnen machte dem kindischen Sandkastenspiel der männlichen Eitelkeiten ein abruptes Ende. Alle mit ein wenig Vernunft hatten erkannt, dass die Menschen im Untergrund nur gemeinsam überleben würden, jedoch nicht, wenn sie sich in sinnlosen Konkurrenzspielen aufrieben. Wer überleben will, geht keinem Imponiergehabe auf den Leim. Wer überleben will, wählt klug. Seitdem ist es vollkommen gleichgültig, welchen Namen jemand trägt, welches Geschlecht jemand hat, wieviele Jahre jemand zählt. Bufo gesteht sich ein, dass sie ihren Toni weiterhin in einer gewissen Weise „beschützt“ hat, wenn er seine Kindereien veranstaltet hat. Er tat ihr leid. Er trägt an seinem Jähzorn. Doch erschrocken wird Bufo sich klar, dass Toni als erwachsener Mann längst an seinem Jähzorn hätte arbeiten können. Es gibt genug PsychologInnen im Untergrund. Die hätten ihm sicherlich geholfen. Bufo selbst hat ganz im Sinne ihrer Schwiegermutter Tonis Verhalten unterstützt. Nun gut. Hier aber war der Zeitpunkt gekommen, wo sie nicht mehr auf den „Sturschädel“ achtgeben wollte. Also verließ sie den Familientisch und Toni und sitzt seitdem bei FreundInnen. Toni schmerzt es tief, dass seine goldene Bufo ihn verließ, aber er ist Feuer und Flamme für sein Adoptivtöchterchen – irgendwie ist er sich sicher, diese wäre seine Enkelin. Toni entschuldigt Bufo, die seine Begeisterung nicht verstehen könne. Aber sie würde sicherlich noch zur Einsicht kommen. Schließlich hat er sich immer auf sie verlassen können. Seine Ahnung würde er nicht laut äußern. Man würde ihn für verrückt erklären. Er war beim Begräbnis damals nicht dabei gewesen, war ja schwer verletzt. Wie kann er sich da sicher sein, dass sein Enkelkind tatsächlich tot ist?

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