Stefan Schoblocher - Kampf um Tenochtitlán

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Kampf um Tenochtitlán: краткое содержание, описание и аннотация

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Als José, ein verarmter Student, Ende 1518 Andalusien verlässt, um in der Neuen Welt sein Glück zu suchen, lebt der junge Azteke Xopil, noch unberührt von den merkwürdigen Erscheinungen, die bei den Bewohnern der Hauptstadt Tenochtitlán große Sorge auslösen, in einem abgeschiedenen Bergdorf.
Während der eine später neben Hernán Cortés mit einem Korps wagemutiger Spanier ins mächtige Reich der Mexica vordringt, ist der andere bereit, an der Seite des Königs Cuauhtemoc bis zum Äußersten gegen die Eroberer zu kämpfen.
Die Geschehnisse zwingen sie als erbitterte Gegner in einen Strudel von Gewalt, Heimtücke und ärgster Gefahr. Es scheint, als drohe ihnen unausweichlich der Tod. Können Apacueye und Chimalman, die sie aus Liebe retten wollen, das Schlimmste verhindern?

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Mein lieber Junge!

Da sie es geschafft haben, mich mit List und Tücke an den Bettelstab zu bringen, ist mein Leben sinnlos geworden. Versuche nicht, die Schmach zu rächen. Es würde auch Dich ins Verderben stürzen. Am meisten quält mich, dass ich Dich mittellos zurücklassen muss. Ich kann bloß unsren Herrgott bitten, dass er Dich beschützt und mir meinen Schritt vergibt.

Leb wohl!

Dein unglücklicher Vater.

Der Brief trieb mich in einen tiefen Zwiespalt. Bis heute ist mir unerklärlich, wie ich es schaffte, meinen Vergeltungsdrang zu unterdrücken. Sicher weiß ich nur, dass ich hoffte, bei Isabel Trost zu finden. Doch als ich mich ihr, nach einem scharfen Ritt auf meinem Falben in die Stadt zurückgekehrt, arglos offenbarte, musste ich erkennen, wie sehr ich mich getäuscht hatte. Vom verarmten Sohn eines Selbstmörders wollte sie nichts mehr wissen! Wahrscheinlich war sie mir nie so innig verbunden gewesen wie ich ihr. Sonst hätte sich ihr Sinn selbst unter dem Einfluss ihres Vaters nicht derart gewandelt.

Ich fühlte mich elend und empfand zum ersten Mal, wie dicht Himmel und Hölle beieinanderliegen. Meiner Wirtin verdanke ich, dass ich nicht jeden Glauben verlor. Sie riet mir, in die Neue Welt zu ziehen, wo ich die schlimmen Geschehnisse vergessen und vielleicht mein Glück finden könnte. Ihr Vorschlag belebte mein Verlangen, etwas Außergewöhnliches zu vollbringen, und ich hielt es für möglich, dass der Allmächtige mich so hart prüfte, um meine Tatkraft zu wecken.

Am nächsten Morgen kaufte ich Proviant, sattelte den Falben und brach auf. Es fiel mir trotz allem schwer, die Stadt zu verlassen, ohne Isabel noch einmal zu sehen. Ich wünschte, dass es mir gelänge, ihr eines Tages wohlhabend gegenüberzutreten.

Der Traum, den ich lange nährte, bildete einen wesentlichen Antrieb für mein Handeln. Drängt es nicht viele, einem Menschen, durch den man sich schuldlos gedemütigt fühlt, irgendwann zu beweisen, verkannt worden zu sein?

Ich ritt südwärts und bemühte mich, meiner Lage die beste Seite abzugewinnen. Auf halbem Weg zur Küste ereignete sich ein Vorfall, der mir wie ein Wink des Schicksals erschien.

Als der Falbe durch ein Dorf trabte, hörte ich aus einer Seitenstraße Schreie und Flüche. An die Einmündung gelangt, sah ich einen Mann vor drei Verfolgern fliehen. Zwei waren ihm dicht auf den Fersen. Ich hatte den Eindruck, sie würden ihn bald einholen. Was meinen Entschluss bestimmte, weiß ich bis heute nicht. War es der verzweifelte Gesichtsausdruck des Flüchtlings? Glaubte ich, in seinen Augen einen Hoffnungsschimmer zu entdecken, als sich unsre Blicke begegneten? Oder wollte ich ihm einfach aus seiner Bedrängnis helfen?

Ich zügelte das Pferd und rief: „Spring auf!“

Der Verfolgte zögerte. Traute er mir nicht?

„Los!“, drängte ich und streckte ihm meine Hände entgegen.

Da eilte er heran und schwang sich, von mir unterstützt, vor mich auf den Falben. Sofort begann das treue Tier zu traben, und die Häscher blieben rasch zurück. Eine Weile vernahmen wir noch ihre Verwünschungen, schließlich verhallten auch sie.

Erst kurz vor Sonnenuntergang stiegen wir in einem buschbestandenen Tal ab und suchten einen geschützten Platz für die Nacht. Der Flüchtling war etwas kleiner als ich, hatte aber breite Schultern und sehr kräftige Arme. Ich bemerkte es, als er den rechten Ärmel hochstreifte, um die feuerrote Wunde zu betrachten. Während er sie vorsichtig berührte, verzerrte sich sein schmales, von langen, braunen Haaren teilweise verdecktes Gesicht. Ich schätzte, dass er so alt wie ich sein mochte.

„Hab Dank, Fremder“, sagte er, als wir an dem entfachten Lagerfeuer hockten und von seinem Proviant aßen. Er hatte eine tiefe, etwas heisere Stimme. „Das war Rettung aus höchster Not. Der Allmächtige hat dich im rechten Augenblick geschickt.“

„Scheint so“, erwiderte ich.

„Ganz sicher“, beharrte er, „und weil ich mich in deiner Schuld fühle, sollst du wissen, wem du geholfen hast.“

Er heiße Pablo, sagte er, und derweil seine Augen die Flammen beobachteten, die das Dunkel ungleichmäßig aufhellten, erzählte er mit schlichten Worten seine Geschichte, die mich sehr berührte.

Mit zwölf Jahren verwaist, war er ins Haus eines verwandten Schmieds gekommen. Dessen drei Söhne kühlten ihr Mütchen an ihm und ließen ihn spüren, wie sehr er ihnen ausgeliefert war. Früher als sie musste er den Blasebalg betätigen, glühende Eisen mit einer Zange auf dem Amboss festhalten und beim Beschlagen der Pferde helfen. Für gutes Arbeiten hörte er nie ein freundliches Wort, doch unterlief ihm ein Fehler, wurde er jedes Mal beschimpft und geschlagen. Mehrfach wollte er davonlaufen, aber immer wieder schreckte ihn die Ungewissheit, in die er hätte fliehen müssen. Später ließen ihn die großen, scheuen Augen einer Nachbarstochter ausharren. Eifersüchtig auf die Gunst des Mädchens, drangsalierten ihn die Schmiedesöhne noch ärger. Damit überschritten sie die äußerste Grenze. Als Pablo schließlich von dem Ältesten mit einem glühenden Hufeisen versengt wurde, schlug er, rasend vor Schmerz, so hart zurück, dass der Getroffene zusammensackte. Aus Furcht, von dessen Brüdern überwältigt zu werden, stürzte er ins Freie, wo ich, von unsrem Herrgott geleitet, einzugreifen vermochte.

„Ich wünschte“, schloss er, „ich könnte dir deinen Beistand vergelten.“

„Vielleicht kannst du’s“, entgegnete ich.

„Wie denn?“

Ich erzählte ihm, was mir widerfahren war und wohin ich wollte. „Möchtest du mich begleiten?“, fragte ich.

„Warum nicht“, sagte er nach kurzem Zögern. „Schlimmer als bisher wird’s kaum werden.“

„Eher besser“, versprach ich. „Schlag ein!“

Wortlos reichte er mir die Hand. Froh, einen Gefährten gefunden zu haben, drückte ich sie kräftig.

Im Morgengrauen brachen wir auf. Bis Cádiz ereignete sich außer der Tatsache, dass Pablos Wunde rasch heilte, nichts Erwähnenswertes mehr. Auf dem Markt gelang es mir, den Falben zu verkaufen. Ein Kapitän, der nach Kuba segeln wollte, nahm uns für den erzielten Erlös an Bord.

Als die Karavelle den Hafen verließ, blickten wir von der Reling zur Stadt, deren Umrisse mehr und mehr verschwammen.

Ich spürte, dass unser Aufbruch endgültig war.

Auf Gedeih und Verderb

Auf offener See erfasste das Schiff eine steife Brise, und wir trieben rasch westwärts. Nach Kolumbus, der fast drei Jahrzehnte vorher den Ozean überquert hatte, waren viele in die gleiche Richtung gesegelt, weil sie hofften, in den entdeckten Gebieten ihr Glück zu finden. Würden wir nicht schon zu spät kommen?

Trotz der Bedenken schmiedeten wir, während wir oft zum scheinbar endlosen, gleichförmigen Horizont spähten, hochfliegende Pläne. Doch auf Kuba, wo überall bereits Tausende auf eine Gelegenheit warteten, zum Festland zu gelangen, fühlten wir uns jäh ernüchtert. Von Tag zu Tag wurden wir mutloser, bis wir, fast schon verzweifelt, in einem Wirtshaus von Santiago durch Cortés’ Leute angeworben wurden. Die erste Begegnung mit dem damals etwa fünfunddreißigjährigen, entschlossen wirkenden Mann, den man bereits zum Generalkapitän für ein viel versprechendes Unternehmen ernannt hatte, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei mir. Ich spürte, dass er fähig sein würde, sein Vorhaben zu meistern.

Als wir am 10. Februar anno Domini 1519 mit 617 Mann, 16 Pferden und 14 Geschützen auf 11 Schiffen von Havanna in See stachen, wähnte ich mich durch eine göttliche Fügung auserwählt und glaubte fest daran, dass sich mein Kindheitstraum erfüllen würde. Mir war bewusst, dass wir einen waghalsigen Vorstoß ins Ungewisse begannen, der zunächst ohne Zwischenfälle verlief. Vor der Küste Cozumels brachten uns schwere Stürme in ziemliche Bedrängnis, und was uns an Land erwartete, begannen wir spätestens bei den blutigen Auseinandersetzungen mit den Mayas in Tabasco zu ahnen. Wer Furcht oder Reue empfand, konnte sich damit trösten, dass die Möglichkeit umzukehren bestand. Erst als Cortés, um uns auf Gedeih und Verderb an ihn zu binden, vor Veracruz die Schiffe versenken ließ, begriffen wir, dass es keinen Ausweg mehr gab.

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