Bernd Schremmer - Adam und Eva
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Abel jedoch störte sich nicht an Kains neidischen Blicken, er war mit ganz anderen Dingen befasst, er sammelte Steine, fing Schmetterlinge, lag stundenlang im Gras und betrachtete die Wolken. Manchmal stellte er überraschende Fragen: „Warum wird es abends dunkel, und die Sterne fangen an zu leuchten?“ Oder: „Warum geht die Sonne morgens nicht da auf, wo sie abends untergegangen ist?“ Adam, der Vater, staunte. Noch ein Denker, dachte er. Der Junge schlägt nach mir. Eine Antwort aber wusste er auch nicht. Kain indes belächelte seinen Bruder. Lebuda jedoch gesellte sich gern zu ihm, interessierte sich für seine Steine, erfand Namen für seine Schmetterlinge, zusammen erzählten sie sich Wolkengeschichten.
Adam fand, die beiden passten zueinander. Lebuda war von sanftem Wesen, begabt mit Phantasie und Geduld, konnte zuhören, Anteil nehmen und wurde von Tag zu Tag schöner, war Eva immer mehr wie aus dem Gesicht geschnitten. Sogar ihr feines, helles Haar hatte sie von ihrer Mutter.
Zipporas Haare hingegen waren schwarz, so schwarz wie ihre Augen, und obwohl ein Jahr jünger als Lebuda entwickelte sie schon zusehends weibliche Reize, hübsche kleine Brüste, deren Wirkung sie sich durchaus bewusst war. Sie sang und tanzte gern und begann, Kain schöne Augen zu machen. Was dieser durchaus bemerkte. Es dauerte nicht lange, und die beiden saßen abends im Mondschein am Fluss, ein Stück entfernt von der elterlichen Hütte.
Eva sagte zu Adam: „Ich glaube, wir müssen aufpassen.“
Adam sagte: „Warum?“
„Na, warum wohl!“
Adam fand, Eva neigte mal wieder zur Übertreibung. Die beiden waren Kinder, gerade mal zwölf, dreizehn Jahre alt.
Bitja, die kleinste unter den Geschwistern, war noch ein wenig verträumt und verspielt. Am liebsten saß sie am Ufer und formte aus dem gelben Flussschlamm Tierfiguren, die sie in die Sonne stellte, damit sie fest und trocken wurden, die sie dann in die Hütte trug, um sich herum aufbaute und die dann zu laufen, zu springen und zu sprechen anfingen. Adam beobachtete sie heimlich und war verzückt. Zum Glück, dachte er, befand sich unter Bitjas Tieren keine sprechende Schlange.
Die Zeit verging. Keines der Kinder lief in den Wald. Es geschah kein Unheil. Eines Abends sagte Eva zu Adam:
„Ich finde, es ist an der Zeit, dass wir die Kinder mit einigen Aufgaben betrauen.“
„Aufgaben?“ sagte Adam.
„Na, sie müssen lernen, dass das Leben nicht nur aus Spiel und Spaß besteht.“
„Da hast du wohl recht“, sagte Adam, „sie sind jetzt groß genug.“
Und also geschah es.
Eva scharte fortan die Mädchen um sich, zeigte ihnen, wie man Stroh flechtet, wie man aus Lehm Töpfe und Schüsseln formt, wie man Tierhäute abzieht, trocknet und daraus Lendenschurze fertigt.
Adam nahm sich die Jungen, ging mit ihnen aufs Feld, auf die Weidewiese. Kain zeigte er, wie man den Boden bearbeitet, wie man die Kohlpflanzen bewässert und die Gräser mit den dicken Körnern erntet. Abel führte er zu den Schafen, gab ihm einen Hirtenstab in die Hand und erklärte ihm, wie er die Herde zusammen und unliebsame Tiere fernzuhalten hat.
Schon bald aber wurde Kain neidisch auf Abel, weil jener in der Sonnenglut nicht so sehr zu schwitzen brauchte wie er. Abel indes war bei seinen Schafen vollends zufrieden; sie bereiteten
ihm keine großen Sorgen, und er hatte, auf seinen Hütestock gestützt, jede Menge Zeit, die Natur zu betrachten und seine Gedanken schweifen zu lassen, in die Ferne, in die sich endlos in Richtung Morgensonne ausbreitende Wüste.
Eines Nachmittags kam Adam zu Abel, um wieder einmal nach dem Rechten zu sehen, nachdem er vorher Kain aufgesucht und ihn gelobt hatte für seine tüchtige Feldarbeit, und auch für Abel fand er nun anerkennende Worte, weil alle Schafe wohlbehalten beieinander waren und fleißig fraßen.
„Ich hoffe“, sagte Abel, „du bist mit mir zufrieden, Vater.“
„Aber ja“, sagte Adam, „ich bin zufrieden, zufrieden mit euch beiden.“
Und in der Tat, er war stolz auf seine Söhne. Es war alles so, wie es sein sollte.
„Und Gott, der Herr, sprach, machet euch die Erde untertan, herrschet über die Fische im Meer und über das Vieh auf dem Land“, sagte Adam, „so sprach Gott, als er eure Mutter und mich...“ Adam zögerte einen Moment, als fiele ihm nicht gleich das rechte Wort ein, und sagte schließlich. „Als er uns in die Welt setzte.“
Abel vernahm es und schwieg, sichtbar nachdenklich.
Und so standen sie, Vater und Sohn, und blickten in die flimmernde, schier endlose Wüste.
„Und was“, fragte Abel nach einer Weile, „was ist die Erde?“
Adam erkannte seinen wissbegierigen Sohn.
„Du wirst lachen, Abel, das weiß ich auch nicht. Vielleicht meinte Gott damit den Erdboden, den wir beackern sollen, aber ich bin mir nicht sicher.“
„Und das Meer“, fragte Abel, „was ist das Meer? Ich kenne nur die Fische in unserem Fluss.“
Adam nickte abermals beifällig.
„So geht`s mir auch, Abel. Auch ich habe noch nie ein Meer gesehen, hier in unserem schönen Garten Eden.“
Und wiederum schwiegen sie beide. Und Adam dachte an seinen seltsamen Traum, den er in letzter Zeit erneut geträumt hatte, in welchem er auf einem Esel in die Wüste hinausritt. Ohne allerdings je irgendwo anzukommen. Abels dritte Frage jedoch galt nicht, wie Adam im Stillen erwartet hatte, der Wüste, sondern einer noch weit schwierigeren Sache. Der schwierigsten überhaupt.
Abel fragte: „Und wer ist Gott?“
Da blickte Adam zum Himmel, sah seinen Sohn an, blickte erneut in die Wüste und kratzte sich sein struppiges blondes Kinn.
Im selben Moment erblickte er in der Ferne einen dunklen Fleck. Adam schloss unwillkürlich die Augen. Täuschte ihn eine Luftspiegelung? Abel aber streckte den Arm aus.
„Da kommt jemand.“
„Ja“, sagte Adam, „sieht ganz so aus.“
Der Mann aus der Wüste
Das war nun doch eine Überraschung. Ein Mensch, der aus der Wüste kam. Wie war das möglich? fragte sich Adam.
Und mit jedem Schritt, den die Gestalt näherkam, wurde es deutlicher, es war ein Mann. In offenbar rüstigem Alter. Etwas merkwürdig gekleidet, wie Adam fand. Er trug ein langes, dunkelbraunes Gewand, an den Füßen Sandalen, um den Kopf ein weißes Tuch. Über die Schulter hatte er eine Art Beutel gehängt, und in der rechten Hand führte er einen knorrigen Stecken. Sein Gesicht, braungebrannt, mit einer spitzen Nase, einem gekräuselten schwarzen Bart, schien Adam nicht unfreundlich. – Was ihn jedoch in einige Verwirrung stürzte, war, dass der Mann älter zu sein schien als er selbst. Und das bedeutete, dass er, Adam, nicht der erste Mensch war, den Gott erschaffen hatte?
Abel fragte: „Kennst du den Mann, Vater?“
Und Adam antwortete: „Wie sollte ich ihn kennen, Abel? Wir hatten noch niemals Besuch in Eden.“
Unwillkürlich legte er seinen Arm um Abels Schultern.
Und als nun der Mann aus der Wüste bei ihnen angelangt war, wusste Adam nicht recht, was er sagen sollte, noch nie hatte er zu irgend jemandem Begrüßungsworte gesprochen.
Schließlich gab er sich einen Ruck und sagte: „Willkommen, Fremdling, im Garten Eden.“
Er fand, es klang vielleicht etwas geschwollen. Und die Bezeichnung Fremdling schien ihm, möglicherweise, ein wenig gewagt.
Der Ankömmling jedoch lächelte milde.
„Gott zum Gruß, ihr beiden! Habe ich also die Oase gefunden, die ich zu finden hoffte.“
Adam war leicht verdutzt. Gott zum Gruß? Oase? Die er zu finden hoffte?
Er hielt es für das Beste, sich dem Fremden erst einmal vorzustellen. Und also sagte er:
„Ich bin Adam. Und das ist mein Sohn Abel.“
Der Mann nickte wohlgefällig und sprach:
„Und ich nenne mich El-Iblis.“
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