Bernd Schremmer - Adam und Eva

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Eva hat Adam nicht verführt, beide haben nicht vom Baum der Erkenntnis gegessen, es gab keinen Sündenfall. Gott, der Herr hatte keinen Grund seine Geschöpfe auf dem Garten Eden zu vertreiben. Hat aber Kain seinen Bruder Abel erschlagen!? Wer weiß? – Und so lebten sie im Kreise ihrer Kinder und Kindeskinder bis in unsere Tage; Und doch passiert am Ende etwas völlig Unvorhergesehenes.

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Im Frühjahr feierten sie das Wiedererwachen der Natur. Nach dem großen Regen feierten sie die Wiederkehr der Sonne. Eva und Zippora stimmten Lob- und Danklieder an zu Ehren des himmlischen Vaters, der das Wetter machte. Bitja erzählte, jeweils mit kleinen Ergänzungen, die Geschichte vom Engel, der von der Sonne das Feuer gebracht hatte.

Niemand sprach mehr von Adam, aber ein jeder dachte an ihn. Wo er wohl sei? Wie es ihm wohl gehe? Ob er sich in der Wüste vielleicht verirrt habe? Und auch an Abel dachten sie, zumal Lebuda, die ihrem Sohn, wenn sie mit ihm allein war, von seinem Vater erzählte: dass er bald zurückkehren und sich über ihn freuen werde. Im Stillen dachte sie oft: Ach, wenn Abel doch wüsste, dass er einen Sohn hat, er wäre sicher schon längst wieder heimgekehrt.

Hin und wieder ging Eva zu Bitja auf die Weide am Wüstenrand, und sie ging auch zu Kain auf seinen Acker, so wie es früher Adam getan hatte, um nach dem Rechten zu sehen.

Eines Tages sagte Kain: „Ich verstehe dich nicht, Mutter. Mehr als zehn Jahre sind jetzt vergangen, und du blickst noch immer in die Wüste. Glaubst du wirklich, er kommt noch einmal wieder? Glaubst du an Wunder?“

„Was weißt du von Wundern, Kain?“

„Nichts. Denn es gibt keine Wunder.“

„Woher willst du das wissen? – Aber vielleicht hast du ja recht. Und deshalb glaube ich an Gott. Gott hat deinen Vater erschaffen. Gott wird ihn beschützen. Und eines Tages, du wirst sehen, kehrt er heim, zusammen mit Abel. Ich weiß es.“

„Du weißt es?“

„Ja, Kain – weil ich es fühle.“

Da wagte Kain nicht zu widersprechen.

Ein andermal sagte er: „Und wenn nun Vater doch etwas zugestoßen ist? Was wissen wir von der Wüste? Wir hätten ihn nicht ziehen lassen dürfen.“

„Wenn ich mich recht erinnere“, sagte Eva, „dann hast du damals nichts gesagt, um ihn zurückzuhalten. Ja, du warst sogar stolz darauf, dass nun du der Mann warst, dem die Sorge für Leib und Leben der Familie anvertraut war.“

„Das ist nicht wahr. Ich war nicht stolz.“

„Ach, Kain, vielleicht erinnerst du dich nur nicht genau genug. Weil du im Stillen froh warst, dass dein Bruder Abel nicht mehr da war.“

„Das ist nicht wahr! Ich habe Abel geliebt.“

„Und ich liebe ihn immer noch.“

Da schwieg Kain und blickte verlegen beiseite.

„Manchmal denke ich, es ist damals etwas passiert zwischen euch. Du hattest vielleicht Streit mit deinem Bruder, und daraufhin ist er weggegangen von uns.“

Kain wurde rot im Gesicht, aber nicht vor Wut.

„Manchmal denke ich sogar, es könnte noch etwas Schlimmeres geschehen sein.“

Kain wurde aschfahl im Gesicht.

„Was soll denn geschehen sein?“

„Ich weiß es nicht. Vielleicht habt ihr euch geprügelt.“

„Du glaubst, ich hätte Abel erschlagen?“

„Erschlagen? Aber nein, Kain. Du bist mein Sohn. So etwas würdest du niemals tun.“

Eva war über das Wort „erschlagen“ mehr erschrocken, als sie sich anmerken ließ. Sie hatte das Wort vorher gar nicht gedacht. Warum, so fragte sie sich, hatte Kain es ausgesprochen? Weil er wusste, dass sein Vater vergebens aufgebrochen war, um Abel zu suchen?

Sie wollte den Gedanken vergessen, aber es war wie schon früher, manche Gedanken, manche Worte kehrten immer wieder, gaben im Kopf keine Ruhe.

So kam es, dass Eva begann, häufiger spazieren zu gehen.

Und den Töchtern, zumal Lebuda, fiel es auf.

„Was ist mit dir?“ fragte Lebuda eines Nachmittags die Mutter. „Du bist in letzter Zeit so unruhig. Du gehst so oft umher, am Fluss entlang, durch den Wald, über die Wiesen, so als suchtest du etwas.“

„Aber nein, Kind. Was sollte ich suchen?“

Eva fand, es war nicht recht, dass sie Lebuda etwas verschwieg, aber wohin würde es führen, wenn sie ihr von ihrem Gespräch mit Kain erzählte?

Aber auch Bitja fiel auf, dass die Mutter öfter als früher unterwegs war.

„Du wartest auf den Engel, habe ich recht?“ sagte sie. „Dass er dir Nachricht bringt von Vater und von Abel.“

„Aber, Kind“, sagte Eva. „Was für ein Engel denn? Und was für eine Nachricht?“

„Das weiß ich nicht. Das weiß man nie vorher, bevor einem ein Engel erscheint.“

Darauf wusste Eva nichts zu erwidern. Die Tochter, die nun schon bald dreißig Jahre alt war, wurde in ihrer Phantasienwelt immer wunderlicher. Und doch manchmal auch hellsichtiger als die anderen.

Eva beschloss, ihre Suche aufzugeben. Nirgendwo, weder im Wald noch auf einer der Wiesen noch in der Felsengrotte, hatte sie Spuren oder Anzeichen gefunden, die auf etwas Vergrabenes hindeuteten. Für irgendwelche Spuren war es inzwischen wohl längst zu spät. Außerdem erschien ihr der Gedanke, je öfter sie ihn dachte, gar zu ungeheuerlich. Kain war ihr Sohn!

Und so kehrte sie wieder zu ihrer alten Hoffnung zurück, zu ihrem Gefühl, dass Adam ganz sicher irgendwann mit Abel heimkehren werde. Was wusste sie schon von den Hindernissen und Beschwernissen, denen ein Reisender im Lande Nod begegnete.

Aber auch Kain war nicht entgangen, dass die Mutter anders als früher lange Zeit wieder und wieder durch Eden gestreift war. Und Eva ihrerseits war nicht entgangen, dass Kain sie dabei wieder und wieder beobachtet hatte, mit unruhigen Blicken, wie ihr schien, ohne sie zu fragen, was sie denn umtreibe. Wenn sie bei den Mahlzeiten alle beisammensaßen, kam es immer öfter vor, dass Eva, wie ohne jeden erkennbaren Anlass, plötzlich vom Vater, vom Großvater, vom Oheim erzählte. Kain schwieg meistens dazu. Eva vermerkte es wohl, sagte aber nichts. Und ihre Enkel, Henoch und Abe, hörten zwar zu, stellten aber kaum je eine Frage zu den beiden Abwesenden, die sie freilich nicht kannten. Das schmerzte Eva im Stillen, aber ihre Liebe zu den Enkeln war viel zu groß, als dass sie es ihnen verargt hätte. Abe und Henoch, nun schon kräftige, wohlgestaltete Jungen, packten inzwischen fleißig mit zu bei den anfallenden Arbeiten, lösten Bitja auf der Weide und Kain auf dem Acker ab und wetteiferten wohl auch um die Gunst und das Lob der Großmutter, was Eva durchaus gefiel; ihr Wort besaß, wie sie wusste, besonderes Gewicht, war sie doch die einzige in der Familie, die von Gott, dem Herrn, erschaffen worden war.

Und so verging die Zeit. Nichts geschah. Evas Gedanken aber waren jeden Tag bei Adam und Abel.

Da ereignete es sich eines Nachmittags – Eva breitete mit Zippora und Bitja auf der Wiese gerade die gegerbten Felle aus, und Lebuda reinigte die Feuerstelle von der Asche, die Männer waren auf dem Acker und auf der Weide – , dass sich mitten auf dem Fluss, nahezu geräuschlos, durch das leicht im Wind hin und her schwankende Schilf aber deutlich sichtbar, etwas bewegte.

Das war noch nicht vorgekommen. Außer Enten, springenden Fischen, fischefangenden Vögeln oder vorüberschwimmenden Krokodilen hatte sich auf dem Wasser noch nie etwas bewegt. Bitja sah das merkwürdige Etwas als erste. Augenblicklich stand sie da wie versteinert. Eva und Zippora bemerkten es, richteten sich auf, folgten Bitjas Blick und sahen es nun auch. Und Lebuda, verwundert, dass das Geplapper bei den Schwestern und der Mutter plötzlich verstummt war, hob den Blick von der Feuerstelle und sah die drei dastehen und aufs Wasser starren. Und dann sah sie es ebenfalls.

Es bewegte sich, offenkundig getrieben von der Kraft der Strömung, langsam auf die freie Uferstelle zu.

Es war ein kastenförmiges Gebilde aus Holz mit einem von vier Pfählen getragenen Dach, das aus einer Art hellem, aber schattenspendendem Stoff bestand.

Unter dem Dach saß ein Mann in einem weißen Gewand und mit einem dunkelbraunen Tuch um den Kopf. Am Ende des flachen Kastens stand ein jüngerer Mann, der das schwimmende Gefährt offenbar lenkte; er war, im Unterschied zu dem Mann unter dem Sonnendach, von nahezu schwarzer Hautfarbe.

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