Haylo Karres - Tata

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Als Grundlage für dies Buch diente mir das Tagebuch unseres Großvaters, die Niederschrift unseres Väterchen, Erzählungen von diversen Familienmitgliedern sowie meine Erinnerungen, die entsprechend meines jeweiligen Alters ausfielen.
Falls lebende Familienmitglieder an der korrekten Wiedergabe der Erzählung Anstoß nehmen sollten, so kann ich nur auf obige Nachweise verweisen und auf das von mir Erlebte, das immer nur von der eigenen Wahrnehmung ausgehen kann.
Die noch lebenden Familienmitglieder wurden mit fiktiven Namen belegt.

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Das erste lebende Kind aus dieser Familie wurde meine T-Tante und sollte später einen Lehrer aus der deutschen Schule heiraten, in dessen Klasse ihr kleiner Bruder ging. Daher musste mein Väterchen als »Postillon d’Amour« die Liebesbriefe zwischen seinem Lehrer und seiner Schwester tätigen.

Es kam zur Hochzeit, und auf Anraten meiner Großeltern kündigte der Schwiegersohn seine Stellung und lebte fortan von der Apanage, die mein Großvater seiner ersten Tochter überließ. Danach widmete sich O-onkel der Schriftstellerei und der Erziehung seiner fünf Kinder. Seine Erziehung muss auch fabelhaft gewesen sein, denn einer davon wurde Atomphysiker in Frankreich, der nächste Ingenieur, der in Südamerika Staudämme baute, und der dritte ein Holzfachmann, der die Waldbestände Rumäniens dezimierte.

1905 erblickte meine zweite Tante väterlicherseits das Licht der Welt. Sie wurde eine kapriziöse, hübsche Person, die sich mit 17 Jahren in den stadtbekannten Playboy verliebte. Dieser musste, vor der Verlobung, meinem Großvater in die Hand versprechen, seinen Lebenswandel zu ändern. Drei Tage nach der Verlobung fing er jedoch mit seinem Lotterleben wieder an, indem er mit seinem Pferd durchs Fenster der Gaststätte »Zur Traube« ritt, damit das arme Pferd auch Bier zu trinken bekam. Die Verlobung wurde daraufhin gelöst.

Im Urlaub, auf Abbazia, beim Tarockspiel, stellten mein Großvater und sein Freund aus Wien fest, dass sie beide Kinder im heiratsfähigen Alter besäßen. Man machte diese miteinander bekannt, sie fanden Gefallen aneinander, heirateten und so zog diese meine Tante nach Wien. Dort lebten sie in Hietzing, wo sie die Schwiegermutter auf eine großstädtische Dame trimmte, wovon sie einige ihrer Spleens für immer behalten sollte. Das Paar lebte fröhlich mit Bugatti, Motorrad, Ferien am Wörthersee, eigenem Haus und Personal zusammen und zeugte zwei Kinder. Die Ehe ging nicht gut, und als meine Tante im Urlaub an der Adria einen Advokaten und kroatischen Abgeordneten kennenlernte, trennte sich das Paar.

Ihre nächste Adresse sollte ein Hotel in Belgrad werden. Danach ließ sie sich mit ihrem Advokaten in Crikvenica nieder. Beide bauten ein Haus, füllten es wieder mit Personal, zeugten das dritte Kind und holten die zwei größeren Kinder aus Wien zu sich.

Als im Zweiten Weltkrieg die Faschisten ihre guten Freunde an Straßenlaternen erhängten, siedelte die Familie nach Zagreb um. Dort hatten die Ustatta und die Deutschen das Sagen. Bei einem Empfang teilte ihr ein deutscher Bonze mit, dass sie mit der Heirat eines Slawen Rassenschande begangen habe, und als nach Kriegsende das Leben unter den Partisanen schwierig wurde, ihr Mann in den Kriegswirren verschollen blieb, und sie als Bauarbeiterin für die Autobahn Zagreb–Beograd eingeteilt wurde, entschloss sie sich, mit ihren drei Kindern zu ihrer Familie nach Siebenbürgen zu fliehen. Dort war die Sippe bereits im Aufbruch, um Rumänien zu verlassen. Da verbrachte sie viel Zeit in Bukarest, wo sie die Botschafter zu charmieren versuchte, bis sie die notwendigen Papiere besaß und der Gesamtsippe ins Exil folgte.

1908 kam das dritte überlebende Kind meiner Großeltern zur Welt. Es wurde der ältere Bruder meines Tatas, mit dem er sein Leben lang am engsten verbunden sein sollte. Ein verschlossener, schwerblütiger Mensch, der sich neben meinem leichtlebigen Väterchen immer schwertun sollte. 1911 kam dann mein Tata zur Welt und nach ihm, viele Jahre später, das Nesthäkchen, ein nicht geplanter Nachkömmling, der wie ein Einzelkind verwöhnt und etwas lebensfremd aufwachsen sollte.

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Bei der Hochzeit vom großem Bruder verliebte sich also mein Väterchen in meine Mutter. Diese erlag dem Liebeswerben von Tata und so kam es zur Verlobung, die mein Tata bereits nach kurzer Zeit wieder löste, aus Angst, seine Freiheit zu verlieren. Eine schlecht zu verkraftende Schande für meine Mutter und deren Familie. Nach einiger Zeit trieb die Liebe meinen Tata zurück zur schönen Beatrixe, wobei sie für alle feschen Männer, nach der Auflösung der ersten Verlobung, ein begehrtes Ziel von heiratswilligen jungen Männern wurde.

Es folgte die zweite Verlobung, die mein Vater nach einer gewissen Zeit, zum Entsetzen beider Familien, wieder löste.

Mein Großvater Tavo tobte, meine Großmutter Fini ging gesenkten Hauptes durch die Straßen und meine Mutter vergrub sich vor Gott und der Welt. Da griff mein italienischer Großvater zu drastischen Maßnahmen und beschloss, seine Tochter aus unserem Städtchen zu entfernen. Er schickte sie nach Bukarest, weit fort vom Zugriff meines Vaters, wo sie eine Ausbildung zur Schneiderin begann. Ihr Aufenthalt wurde zum Staatsgeheimnis erhoben, denn noch so eine Demütigung hielt speziell meine Großmutter Fini nicht aus. Diesem Schuft von Sohn des »Kaisers« musste Einhalt geboten werden. Erstens machte er die Familie zum Gespött der ganzen Stadt und zweitens musste man die Tochter vor diesem Schürzenjäger schützen. Durch Bestechung erfuhr mein Väterchen dann doch den Aufenthalt meiner Mutter und so erschien er eines Tages in Bukarest, wo meine Mutter in der Wohnung ihres Bruders Zuflucht gefunden hatte. Mein Tata läutete, der Bruder öffnete und empfing ihn mit einer kalten Schulter. Nach langen Verhandlungen, Bitten und Schwüren gab es dann die dritte Verlobung, und wie versprochen, folgte darauf die Hochzeit. In seinen Aufzeichnungen vermerkte Tata als Entschuldigung für sein Verhalten seinen Wankelmut.

Meine Mutter war eine liebenswerte Person, aber zu schwach und zu weich für mein Väterchen. In ihm steckte so viel Abenteuerblut und Egoismus, dass es ihm unmöglich wurde, auf alle Sirenenrufe, die ihn in seinem Leben erreichen sollten, zu verzichten.

Das erste Ehejahr verbrachten meine Eltern im Haus von Tatas größerem Bruder. Dort kam auch, nach einem Jahr, meine große Schwester zur Welt. Die Hausgeburt sollte alle Beteiligten an den Rand eines Nervenzusammenbruches bringen, denn durch den zu großen Kopf meiner Schwester kämpfte meine Mutter mit einer schweren Geburt. Ihre Schreie brachten mein Väterchen fast um den Verstand. Nach dieser Geburt fasste Tata den Entschluss, dass seine nächsten Kinder in einem Krankenhaus zur Welt zu kommen hätten. Das einzige siebenbürgische Krankenhaus weit und breit lag in der Hauptstadt Hermannstadt, in dem anschließend der ganze Nachwuchs unserer Familie das Licht der Welt erblicken sollte, denn ab dieser Zeit folgten alle Familienmitglieder dem Vorbild meines Vaters, ihre Kinder nicht mehr zu Hause zur Welt zu bringen. Und da mein Tata als Einziger ein Auto besaß, musste er zukünftig alle Frauen zu den Geburten ins und aus dem Krankenhaus bringen und holen. Die Gefahr, durch schlechte Straßen die Kinder im Auto auf die Welt zu bringen, umging Tata damit, dass er alle schwangeren Frauen, die innerhalb einer gewissen Zeit niederkommen sollten, ins Auto verfrachtete und sie als Sammelpaket im Krankenhaus abgab. Dies hatte zur Folge, dass auf dem Gang des Krankenhauses immer einige Schwangere aus der Familie herumwanderten, die auf die Niederkunft ihres Nachwuchses warteten.

Im Jahr 1936 schenkte mein Großvater meinem Tata das Schullerhaus am Marktplatz. Eines der ältesten Häuser der Stadt, das gleich neben der Gefängnistreppe, unterhalb der Kirchenburg liegt und laut Chronik 1588 vom damaligen Bürgermeister Hannes Schuller erbaut wurde. Laut Unterlagen hat auch der polnische König einmal dort übernachtet.

Das Anwesen gleicht einer Festung, in denen die Räumlichkeiten durch ein Kreuzgewölbe gestützt werden. Die gewölbte Toreinfahrt wird von zwei archaischen Löwen gekrönt und unterstreicht den repräsentativen Charakter der Toreinfahrt. Mit der Kutsche gelangt man in den Innenhof, der eine geschlossene Front bildet. Das rechte Obergeschoss besitzt einen offenen Laubengang mit reich profilierten Steinsäulen und einem getragenen Kreuzgewölbe. Dort wohnten früher unser Personal und meine Urgroßmutter. Eine kleine gebeugte Frau mit gütigen Augen und einem Stock.

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