Haylo Karres - Tata

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Tata: краткое содержание, описание и аннотация

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Als Grundlage für dies Buch diente mir das Tagebuch unseres Großvaters, die Niederschrift unseres Väterchen, Erzählungen von diversen Familienmitgliedern sowie meine Erinnerungen, die entsprechend meines jeweiligen Alters ausfielen.
Falls lebende Familienmitglieder an der korrekten Wiedergabe der Erzählung Anstoß nehmen sollten, so kann ich nur auf obige Nachweise verweisen und auf das von mir Erlebte, das immer nur von der eigenen Wahrnehmung ausgehen kann.
Die noch lebenden Familienmitglieder wurden mit fiktiven Namen belegt.

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In Wien kannte einer seiner Freunde den Seppl. Dessen Vater besaß einen Verlag, der die Zeitschrift »Wiener Bilder« herausbrachte. Durch den Seppl also bekamen die vier Freunde einen guten Kontakt zur Londoner Presse, der sie die Geschichte im Voraus verkauften. Mit diesem Geld und dem der Firma Klepper verbrachten die vier Freunde in der darauffolgenden Zeit an der oberen Themse herrliche Tage, wo sie nebenbei auch trainiert hätten.

Eines Tages wäre es dann so weit gewesen, dass sie ihre Boote unter der Westminster-Brücke, in aller Herrgottsfrühe, für das Rennen montierten, und die Presse sowie Tausende von Schaulustigen hätten ihnen dabei zugesehen. Um das zu dokumentieren, zeigte mir Tata einen Zeitungsausschnitt, auf dem er beim Bau seines Bootes zu sehen war und im Hintergrund zufällig auch die Queen vom Reporter erwischt wurde.

Als sie nach Stunden die Boote fertig zusammengebaut hatten, habe es sich die Wasserpolizei nicht nehmen lassen, ihnen das Geleit zu geben.

Nach einer Woche trafen die drei Freunde, todmüde, in Folkstone ein. Dort habe ihnen das Hafenamt wegen der stürmischen See für fünf Tage die Weiterfahrt verboten. Dies sei jedoch eine willkommene Pause für sie geworden, denn als sie auf der Fahrt nach Folkstone das östliche Kap, neben der Themse, wegen der starken Gegenströmung nicht umpaddeln konnten, hätten ihnen die Glieder durch den langen Umweg geschmerzt.

Als die See sich nach fünf Tagen noch immer nicht beruhigt hatte, wurden die vier Freunde gezwungen, die nächste Strecke im Landesinneren auf kleinen Kanälen zu umfahren, die teilweise noch mit Weidenstacheldraht überspannt waren. Und als sie endlich verspätet von England in Richtung Frankreich starten konnten, hätten sie ein Zeitproblem bekommen, denn die Überfahrt musste in spätestens acht Stunden bewältigt werden, um die Strömung von Ebbe und Flut ausnützen zu können. Am Ende hätten sie zwölf Stunden paddeln müssen, was fast über ihre Kräfte gegangen sei.

In Boulogne-sur-Mer angekommen habe sie der Bürgermeister des Ortes mit einem Volksfest empfangen. Eine Woche lang habe man sie dort als Gäste verköstigt und so versackten die vier in diesem herrlichen Städtchen. Tata erzählte, dass der französische Wein und die hübschen Französinnen ihre Wirkung nicht verfehlt hätten.

Indes die Gegner des Rennens, Inder und Engländer, mit ihren Booten heimwärts verschwanden und damit das weitere Unternehmen platzte. Und nun, erzählte Tata voller Empörung, habe er das erste Mal die Verlogenheit der Presse erlebt. Da Seppl ihre Geschichte im Voraus an die Presse verkauft hatte, musste ihr Abenteuer auch bis zum Schluss in den Zeitungen erscheinen. So habe die Presse über ihren triumphalen Empfang in Paris berichtet, wo sie niemals angekommen seien. Als auch noch sein Vater, mein Großvater, das Bild seines Sohnes, mit dem Bericht dieses Abenteuers, in einer Illustrierten entdeckte, beschloss Otata, dem Treiben seines Sohnes ein Ende zu setzen.

Eines Tages erschien sein Vater, in Begleitung meiner Großmutter, in London, um sich an der Universität über die Zwischenprüfungen seines Sohnes zu erkundigen, und als mein Großvater entsetzt feststellen musste, dass sein Sohn zu gar keiner Zwischenprüfung erschienen war, wurde mein Väterchen, nach anderthalb Jahren, Hals über Kopf nach Hause beordert.

Nach der Londoner Zeit folge ein Zwischenstudium auf der technischen Hochschule in München und anschließend auf der kaufmännischen Akademie in Wien. Leider, so bemerkte Tata, wäre er überall sehr abgelenkt worden. Als Positivum bemerkte er jedoch, habe er in dieser Zeit viele Menschen aller Schattierungen kennengelernt, was ihm auf seinem weiteren Lebensweg sehr zustattenkommen sollte.

Mit 22 Jahren kam dann mein Tata nach Hause, wo er seinen Militärdienst absolvieren musste. Auch diese Zeit sparte mein Väterchen in seinen Erzählungen aus, da er die wenigste Zeit beim Militär verbracht habe, was zur Folge hatte, dass er nur mit dem Rang eines Fähnrichs entlassen worden sei. Im Jahre 1934, also mit 23 Jahren, begann Tatas berufliche Tätigkeit im elterlichen Betrieb. Sein Vater habe schon frühzeitig seinem Bruder und ihm verantwortliche Aufgaben übertragen, bemerkte er, was wohl zu früh gewesen sei, denn beide Brüder sollten im folgenden Jahr viele Fehler begehen, die dem Betrieb erhebliche Kosten verursacht haben.

6

Unser Städtchen in Siebenbürgen besitzt eine große Kirchenburg, die trutzig, für alle weit sichtbar, auf einer kleinen Erhebung thront. Um die Kirche breitet sich der Kirchplatz aus, an dem der Trompetenturm, Glockenturm, Seilerturm, Folterturm, Schneiderturm, Stundenturm, die Schule sowie die Predigerwohnung und das Pfarrhaus liegen. Mittig auf dem Burgplatz befindet sich ein Brunnen, der noch heute ein klares, kühles, köstliches Wasser führt. Mit der Wehrmauer, die alles umschließt, bildet das eine Einheit.

In früheren Jahrhunderten besaß jede Familie in der Wehrmauer einen Raum, in dem sie ihre Vorräte lagerte, eine Vorsorge für Belagerungen und Überfälle. In jeder Kammer lag eine Schießscharte, die nicht nur zur Verteidigung, sondern auch als Toilette, Frischluft- und Lichtquelle diente. Die Kammern konnten durch einen im Burghof liegenden hölzernen Rundlauf erreicht werden. Jede Familie besaß für ihren Abschnitt die Verantwortung der Verteidigung. Die Stadt, die sich zu Füßen der Burg an die mittelalterliche Verteidigungsanlage schmiegt, verbindet die Gefängnistreppe mit der Kirchenburg, deren Stufen in Felsen getrieben wurden. Die seitlichen Stollen der Gefängnistreppe beherbergten die Zellen der Gefangenen. Vom Burghof kommend, erreicht man über die Gefängnistreppe den Marktplatz, wo in den Häusern, die den Platz säumen, die wohlhabenden Bürger lebten und tonangebend für das siebenbürgische gesellschaftliche Leben waren.

Am besten beschreibt 1736 Johann Conrad von Weiss unser Städtchen, als er für das Haus Habsburg Siebenbürgen bereiste, um eine Bestandsaufnahme ihrer Befestigungsanlagen zu machen. Medwisch (lateinisch: media, ungarisch: Medyes, wallachisch: Mediesch) soll den Namen haben von der Colonia Media, derer der Römer, weil sie fast in der Mitte des Landes liegt. Sie ist anno 1146 zu bauen angefangen worden und folglich die älteste Stadt Siebenbürgens. Sie liegt an der Großen Küchel und wird von Sachsen evangelischer Religion bewohnt, welche die große Kirche haben, die mit einer doppelten Mauer und einem Graben umgeben ist. Auch die Franziskaner haben hier seit einigen Jahren eine Kirche. Sowohl bei dieser Stadt, also in deren Stuhl, wächst viel und guter Wein, desto dieser Strich Landschaft das Weinland genannt wird (Weiss, 1736 ‚Zitat aus Borbely‘6).

7

1935 heiratete der große Bruder von Tata. Die Hochzeit vom ältesten Sohn des »Kaisers« bescherte dem Städtchen eine große Feier und sollte ein gesellschaftlicher Höhepunkt werden.

Die Wiener Verwandtschaft machte sich auf den Weg ins entlegene Transsylvanien. Fabrikanten aus nah und fern sowie siebenbürgische Würdenträger und Freunde tummelten sich neben den vielen Familienmitgliedern im Burghof. Zuerst ging es in die Kirchenburg. Die Herren alle im Frack und Zylinder, die Damen in großer Abendgarderobe. Nach der kirchlichen Trauung begab man sich hinaus in den Kirchhof, wo bereits Kutschen auf die Hochzeitsgäste warteten, die diese nach der Trauung, im Korso, zu den Hochzeitsfeierlichkeiten bringen sollten.

In der Kutsche meines Vaters, so erzählte er später, fand er eine sehr hübsche Dame vor, die man ihm als Begleiterin zugeteilt habe. Diese schöne Dame sollte später meine Mutter werden.

Der Vater meiner Mutter, also mein Großvater mütterlicherseits, ein Italiener, der seinerzeit zur Vervollständigung seiner Weinkenntnisse als junger Mann nach Siebenbürgen kam, sich dort in meine Großmutter Fini verliebte, sie heiratete und fünf Kinder mit ihr zeugte, brachte Exotik in unser Städtchen, und als im Dritten Reich auch die Siebenbürger einen arischen Nachweis erbringen mussten, kam eines Tages meine Großmutter Fini zu meiner Mutter ins Badezimmer gestürmt, wo diese ihre Tagestoilette anlegte.

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