Haylo Karres - Tata

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Als Grundlage für dies Buch diente mir das Tagebuch unseres Großvaters, die Niederschrift unseres Väterchen, Erzählungen von diversen Familienmitgliedern sowie meine Erinnerungen, die entsprechend meines jeweiligen Alters ausfielen.
Falls lebende Familienmitglieder an der korrekten Wiedergabe der Erzählung Anstoß nehmen sollten, so kann ich nur auf obige Nachweise verweisen und auf das von mir Erlebte, das immer nur von der eigenen Wahrnehmung ausgehen kann.
Die noch lebenden Familienmitglieder wurden mit fiktiven Namen belegt.

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Das Elternhaus meiner Mutter lag am Marktplatz. Von dort aus besaß man einen freien Blick über den ganzen Platz, auf dem sich das gesellschaftliche Leben unseres kleinen Städtchens abspielte. Und da meine Großmutter Fini viel Zeit am Fenster verbrachte, war sie bestens über alles informiert. So wurde sie durch diesen Logenplatz zur Chefin des Femegerichtes gewählt.

Die Familien am Marktplatz besaßen ungarisches Personal für die Küche, für die grobe Arbeit Rumänen und für die Erziehung ihrer Kinder deutsche Kinderschwestern, so dass diese Frauen viel Zeit besaßen, um sich der schweren Aufgabe des Sittenwächters zu widmen. Wer also vor diesem Kränzchen »Femegericht« in Misskredit geriet, hatte nicht mehr viel zu lachen.

8

Und nun zur Familie meines Vaters:

1640 wird das erste Mal in der Urkunde der ehrsamen Schäßburger Gerberzunft einer aus der Familie als Zunftmeister erwähnt.

1851 kommt mein Urgroßvater zur Welt und heiratet als Gerbermeister 1874 in Schäßburg meine Urgroßmutter Regine.

1881 übersiedelt er mit Kind und Kegel nach Mediasch.

Er schickt sein Personal bestehend aus einem Gerbergehilfen, einem Tagelöhner und dem Lehrburschen Fritz, der sein Stiefbruder ist, mittels eines Pferdewagens nach Mediasch. In den Wagen setzt er obendrein auch noch seine drei Kinder. Er selbst begibt sich, als Mann der Neuzeit, mitsamt seiner Frau und dem jüngsten Kind Sepp, mit dem Verkehrsmittel der Neuzeit, der Eisenbahn, an den Ort seiner neuen Tätigkeit und seiner großen Hoffnung. Zu diesem einschneidenden Schritt sieht er sich aus ganz bestimmten Gründen veranlasst. In Schäßburg nämlich kam zu dieser Zeit ein Überangebot ausgezeichneten Leders auf den Markt.

Infolgedessen mussten insbesondere die jungen Meister auf die Jahrmärkte der Umgebung reisen, um ihre Ware an den Mann zu bringen.

So hatte mein Urgroßvater geschäftliche Beziehungen mit der Nachbarstadt angeknüpft, die bald sein wichtigstes Absatzgebiet wurde. Um den Transport der Ware, die viel Geld und Zeit kostete, zu sparen, entschloss er sich zur Übersiedlung.

Ein zweiter Umstand dürfte ihm den Entschluss erleichtert haben, denn in den Jahren um 1880 war für das siebenbürgische Gewerbe die Zeit der Umstellung auf die industrielle Arbeitsmethode gekommen. Es ist immer leichter, große Wandlungen auf fremdem Boden zu vollziehen, als auf dem herkommenden vom Brauch gesättigten, der Heimat. (Zitiert aus der Niederschrift zum 60. Geburtstag meines Urgroßvaters von seinen dankbaren Angestellten)

Mein Großvater dagegen schreibt in seinem Tagebuch:

»Ich fange diese Aufzeichnung am 12. August 1900 an.

Als erster Sohn, überhaupt als ältester unter meinen Geschwistern, war ich von Anfang an bestimmt, das Gewerbe meines Vaters zu erlernen. Als ich die dritte Gymnasialklasse absolviert hatte, trat ich im Juli 1889 bei meinem lieben Vater in die Lehre, und hatte viel Freude an unserem Gewerbe der Rotgerberei.

1891 sprach mich mein lieber Vater zum Gesellen frei und so erhielt ich zwei Florenen Wochenlohn, die ich mir durch Fleiß und Pünktlichkeit stets zu verdienen trachtete.

1892 reiste ich dann als 16-Jähriger, nach einem bewegten Abschied von meiner Familie und Freunden, nach Freiburg, zum Besuch der Gerberschule, wo ich als Zweitbester die Schule absolvierte. Später sollte ich zur Einsicht kommen, dass es besser gewesen wäre, wenn ich die Schule später besucht hätte. Erstens war ich noch zu jung und zweitens existierten noch keine theoretisch und praktisch vollständig ausgebildeten Fachkräfte für unseren Unterricht.

Nach der Schule sollte ich zwei Jahre lang meine Kenntnisse in verschiedenen großen Fabriken vervollständigen, was mir nicht möglich war, denn nach einem Jahr wurde ich nach Hause gerufen, da mein lieber Vater, infolge Überanstrengung und starker Nervosität, an Schlaflosigkeit litt.

Ich übernahm, mit dem Bruder meines Vaters, Fritz-Onkel, die Führung der Fabrik, die von Herrn Schuller sehr unordentlich hinterlassen worden war. Doch trotz Fleiß und Pünktlichkeit konnten wir unser Ziel, der Besserung, nicht erreichen und so waren wir oft niedergeschlagen.

Mit 21 Jahren musste ich zu den Soldaten einrücken. Da mein lieber Vater jedoch sehr leidend und nervös war, gelang es uns mit großer Mühe, mich freizumachen.

Die Jahre verstrichen und Fritz musste wegen einer Ungehörigkeit seiner Frau die Fabrik verlassen.

1897 lernte ich ein liebes Mädchen näher kennen, dessen Lebensart und Persönlichkeit auf mich einen tiefen Eindruck machten. Sie ist mir von Gott zur Frau bestimmt gewesen.

Ich bin über zwei Jahre unentwegt zu ihr ins ›Kränzchen‹ gegangen und meine Zuneigung ist stets eine innigere und tiefere geworden, so dass ich ihr am Marientag 1899, nach vorheriger reiflicher Überlegung und Billigung meiner lieben Eltern sagte, wie lieb ich sie hätte und fragte, ob sie die meine werden wolle. Meine innige und aufrichtige Liebe wurde ebenso innig und aufrichtig erwidert und so besiegelten wir unseren Herzensbund durch einen Kuss. Es folgten schöne Zeiten, in denen wir uns zugetan waren und auch unsere Lebensanschauungen stimmten fast immer überein. Zu Pfingsten freite ich offiziell und am 5. Juni war unsere Verlobung. 1900 war unsere Hochzeit, die wir draußen im Bustertal feierten und deren Verlauf für alle Teilnehmer eine sehr gemütliche war. Anschließend richteten wir uns im Gartenhaus ein trautes und gemütliches Heim ein und verlebten frohe Flitterwochen, die in unserem Herzen bis heute noch nicht aufgehört haben.

Nun will ich kurz mein jetziges Erwerbsverhältnis beschreiben. Als ich heiratete, versprach mir der liebe Vater vorläufig einen Jahreslohn von 1000 Florinen sowie freie Wohnung, und sobald es sich tun ließe, sollte ich auch einen Anteil am Geschäft erhalten.

Die lieben Eltern hatten das Projekt im Auge, dass mein Schwager Karl das Geschäft übernähme und ihnen eine Pacht zahlen sollte.

Jini, Karls Frau jedoch, war zur Erholung inzwischen hier und so gestaltete sich das Verhältnis zwischen ihr und den lieben Eltern, in den wenigen Tagen ihres Hierseins, zu einem überaus gespannten, so dass wir alle einsahen, daraus würde nichts Gutes entspringen und gaben das Projekt auf.

7. April 1901

Wir haben in dieser Zeit Schweres überstanden. Am 11. Januar gebar Mitzi, nach ungeheuren Schmerzen und unter Beihilfe von drei Ärzten, in der Narkose, einen sonst gesunden Knaben, der nach der Geburt starb. Er wurde sofort in das Grab seines seligen Großvaters Schuster gelegt.

Die Erde werde ihm leicht!

30. April 1902

Unser innigster Wunsch hat sich erfüllt, denn am 7. Januar wurde uns ein gesundes Mädchen geboren. Wir danken Gott aus tiefster Seele und bitten ihn inbrünstig, er möge es uns gesund erhalten.

Da der Gesundheitszustand der lieben Eltern sich nicht gebessert hatte, entschlossen sie sich, mir und Mitzi, die Fabrik und das Geschäft in Pacht zu übertragen.

Wir inventarisierten Mitte September 1902. Die Pacht beträgt 6% vom ganzen Besitz und soll vierteljährlich, im Nachhinein, gezahlt werden. Um die Übernahme möglich zu machen, kam meine liebe Schwiegermutter zu uns, um den Haushalt zu führen. Mitzi führt nun das Geschäft und ich die Gerberei und Korrespondenz.

25. März 1905

Es ist schon lange her, dass ich keine Aufzeichnungen machte. Trotzdem ich es mir monatlich vorgenommen hatte. Es hat uns in der vergangenen Zeit einen so tiefen Schmerz zugefügt, dass ich bis heute noch nicht in Stimmung war, die Aufzeichnung aufzunehmen.

Am 25. März 1904, nachts gegen 12 Uhr, hat Gott unsere so unendlich geliebte Medy zu sich genommen. Sie erlag, mit ihrem zarten Körper, als wir schon glaubten sie sei uns gerettet, den tückischen Folgen des Scharlachs.

Endlich verharschte auch diese Wunde und Gott sandte uns Linderung und Trost, indem er uns ein kleines Mädchen schenkte.« (Aus dem Tagebuch meines Großvaters)

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